Schülzken erfindet die Chorus 71 ACL

Nachdem die C71 so zum reinen Spaß bei mir als Projekt Nr.24 gelistet war, kam ich nicht umhin, mir diese Azzels genauer anzusehen. Diese Gehäuse-Variante hat ja durchschlagenden Erfolg mit vier und fünf Zoll Chassis. Aber 7“, da stellt sich schnell die Frage nach der Gehäusegröße und überhaupt der Notwendigkeit. Zwischenzeitlich wurden C52ACL (von Fiend), sowie SB30ACL (von RoYo) im Magazin vorgestellt und die Begeisterung der Nachbauer kennt keine Grenzen. Bei diversen Events und Hörsessions war die Überraschung dann doch sehr groß ob der Spielart dieser Lautsprecher, welche sehr überzeugend ist.

Ein zwischendurch gebauter Bandpass SUB ist guter Spaßfaktor, aber ließ mir keine Ruhe und das Kribbeln in den Fingern ging von vorne los. Also folgte Bausatz Nr.26.

Laut diverser Aussagen und Annahmen müsste ein 7“ in ACL ein 50-60 Liter Gehäuse bekommen, aber das war mir definitiv für ein 2Wegerich zu groß. Also was tun? Ich schaute mir die oben genannten Lautsprecher genauer an und dachte mir, die Membranfläche der 2x 5“ ist ja der eines 7“ nicht unähnlich, abgesehen von der doch weit tieferen fs des 7 Zöllers, die ich aber erst mal außer Acht ließ. Eigentlich hab ich jetzt alles falsch gemacht, was nur falsch zu machen geht, so mein Gedankengang. Aber egal, ich bastel mir Testgehäuse und Basta.

Die Volumina nahm ich von der C52ACL/ SB30ACL und rechnete kurzerhand für den 7“ die Breite um. Wenn‘s schief geht, isses egal, die paar € fürs MDF werde ich schon verkraften. Kollege Michael aus meiner W’App-Gruppe machte mir kurzer Hand eine Zeichnung (keine Ahnung, welches Programm er dafür nahm) und schickte mir diese dann als PDF-Datei.

Abgeänderte Sägeliste erstellt und ab zum hiesigen Baustoffhandel. Dem Mitarbeiter bin ich mittlerweile kein Unbekannter mehr und er fragte „wieder alles in 19mm MDF?“ „Jap, haste da, dann lass die Finger fliegen 😉 “. Tags drauf wieder hin und abholen. Zwei Tage später die Oberfräse eingestellt und los ging’s. Schnell waren die Platten durchlöchert und entgratet.

Die vorhandene Zeichnung zeigte, wo die Brettchen ihr zu Hause fanden. Die Kabelverlängerungen vom Terminal in den oberen Gehäusebereich nicht vergessen, bevor die Rückwand aufgeklebt wurde. Zwingen drauf, trocknen lassen. Der allseits bekannte Exzenter-Schleifer machte kurzen Prozess und schon waren meine Testgehäuse einsatzbereit.

Nun war es Zeit, die Chassis zu transplantieren. Vom Kompakt-ins ACL-Gehäuse. Die Weiche blieb, wie sie war, ich schraubte sie direkt unters Dach. Die Hälfte des Sonofil aus dem Kompakt-Gehäuse kam in den oberen Bereich rein. Chassis einschrauben, fertig.

Die Kisten sehen ja glatt besser aus, als ich zuerst annahm, aber was kommt da wohl klanglich raus?

Aufstellen der Lautsprecher ca. 70cm Luft zwischen Wand und Lautsprecher. Abstand zwischen den Lautsprechern ca. 230cm. Als erstes spielten die allseits bekannten Anschieber , Yello, London Grammar, Daft Punk, Malia. Ich konnte es kaum glauben, was da an mein Ohr kam. Der Unterschied zur Kompakten Variante war mehr als deutlich im Bassbereich hörbar. Bei einem meiner Udo Besuche nahm ich im Vorhinein diverse HP70 BR Rohre mit, um mit der Abstimmung spielen zu können. Erst nahm ich ein ungekürztes Standard-Rohr das 165mm lang ist, dann kürzte ich einen weiteren Satz Rohre auf 120mm Länge. Als letztes kamen 220mm lange Rohre zum Einsatz. Eigentlich hätte ich noch mit einem vierten Satz Rohre mit 200mm Länge testen sollen. 120mm Rohr rein, sehr druckvoll und kräftig ging es da zu Werke, vielleicht etwas zu hölzern. 165mm Rohr rein, das klang schon sehr harmonisch, sehr tief ging es runter, blieb aber druckvoll. 220mm Rohr rein, auch hier ging es richtig tief runter, aber deutlich leiser und weit weniger druckvoll.

In der bekannten W’App-Gruppe berichtete ich von meiner Wahrnehmung und so dauerte es nicht lange, bis Rodscher und Sparky sich einige Tage später bei mir einfanden.

Neugierig wie immer ging’s auch schnell zur Sache, Sparky meinte, quatsch nicht so viel, komm zu Potte und mach den Kasten an. Touching Ghosts von Malia zeigte beiden, wo der Hammer hängt und versetzte sie in ungläubiges Staunen. Diverse andere Lala wurde noch gespielt, da meinte Rodscher dann, „ich hol mal eben die C51ACL aus dem Auto“, jetzt staunte ich nicht schlecht. Gut, er hatte es angedeutet, aber genau wusste ich es nicht.

Nun denn, jetzt standen beide hier nebeneinander und waren am Umschalter angeschlossen. Musik lief, A-B, B-A usw, der Unterschied bei weniger als Zimmerlautstärke, war bei ersten hinhören gar nicht so groß, eher marginal. Wurde der Volume-Regler etwas höher gedreht, machte sich die größere Membranfläche deutlich bemerkbar. Ebenso in der unterschiedlichen Abstimmung beim Umstecken der BR Rohre. Auch für die C51ACL habe ich HP50 Rohre hier, die ungekürzt sind. So konnte man das passende Setup der gefälligeren Spielart schnell herausfinden. Der 5“ hatte die etwas frechere Spielweise und ging weniger tief runter, der 7“ brachte das Geschehen etwas entspannter in den Raum, was im unteren Mittelton-Bereich sehr zuträglich ist. Nun sei auch gesagt, dass hier kein Wettbewerb stattfand um besser oder schlechter, sondern es war immer ein „Anders“ auf hohem Niveau. Im Prinzip wollte ich nur wissen, ob es sich gelohnt hat, ein Testgehäuse für nen 7“ zu bauen, was eindeutig mit „ja“ zu beantworten war. Einzig die Anmerkung von Rodscher sei erlaubt, „Der 7“ sei ihm Langzeit tauglicher aufgrund der entspannten Spielweise“.

Einige Tage später kam Kollege Stefan auf Stippvisite vorbei, um sich zu vergewissern, was ich ihm angekündigt hatte. Sein Kommentar, „hat Udo den Bausatz vorrätig?“ „Da gehe ich von aus“.

Um die ganze Geschichte messtechnisch zu untermauern, sollte Udo sein Mikrofon dranhalten, also hin zu ihm mit den Kisten und abwarten, wie das Ergebnis ist. Einige Tage später kam postwendend die Mail, „ist fertig, kannst abholen“. Die Messergebnisse sind jetzt keine große Überraschung, einzig im Hochtonzweig wurde der R2 getauscht und der FQ Schrieb liest sich recht ordentlich. Mir gefällt hier die Impedanz-Messung, die auf eine Abstimmung bei etwas über 30Hz schließen lässt. OK, bisserl weniger Pegel habe ich hinnehmen müssen, aber egal, ist ja erst mal nur ein Testgehäuse.

Kollege Stefan scharrte schon mit den Hufen, weil er die Kisten bei sich zu Hause hören wollte. Also gab’s für ihn den Startschuss und er holte sie direkt von Udo ab. Wieder vergingen einige Tage bis Stefan sich per Kurznachricht meldete, um die C71ACL wieder zu mir zu bringen.

Mittlerweile sind 3-4 Wochen ins Land gegangen, ehe sie wieder in heimischen Gefilden angeschlossen wurden. Und jetzt kam das, womit ich gar rechnete, den Hochtöner hatte ich leiser in Erinnerung. Das 1-2dB Anpassung so viel ausmachen, ist mir da erst wieder bewusst geworden. Nach kurzer Eingewöhnung meinerseits verrichten sie jetzt klaglos ihren Job. Das Schöne daran ist für mich, wieder einen Lautsprecher zu haben, der beim nächsten Event gezeigt werden kann.

… und auch das haben wir nun schon seit einer Woche hinter uns. Die Bude ist wieder aufgeräumt und alle Gläser und Teller gespült.

Martin alias Schülzken

Zur Chorus 71 ACL im Online-Shop

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Josef Heers

Moin,

ich habe es getan :-). Ich habe Das ACL-Gehäuse von Schülzken kopiert und die Weiche und die Lautsprecher meiner Linie 71 eingebaut. Wie Udo vorgschlagen hat, habe ich nur die obere Kammer mit Sonofil locker gefüllt. Gestern sind sie dann fertig geworden. Leider habe ich beim Fräsen ein paar Fehler gemacht und musste etwas fuschen. Aber nur bzgl des Finisches. Bevor ich das ganze funiere will ich aber erstmal das Ergebnis abwarten.

Gestern habe ich noch schnell ein kurzen Hörtest gemacht:

1. Der Vergleich mit der L71 aus der Erinnerung ist schwierig, aber ich höre ein etwas tiefer gehenden
Bass der auf jedenfall schlanker ist.

2. Der Vergleich mit meinen Vienna Acoustics (Mozart) brachte mehr Klarheit, weil ich diese schon
vorher mit der L71 verglichen habe. Jetzt merke ich das die neue L71 deutlich im Bass verbessert ist
Sie hat ein viel knackigeren Bass und die Mitten und Höhen sind sowieso deutlich besser.
Also bisher ein echter Gewinn :-).

3. Der Vergleich mit meiner Doppel 7 zeigt aber klar wor der Hammer hängt. Der ER4 und die zwei 7″
spielen einfach in einer anderen Liga.

4. Mir ist noch aufgefallen, das bei mittleren Lautstärken, der obere Bereich der neuen Gehäuses
deutlich vibriert. Wie sich das auf den Klang auswirkt kann ich nicht sagen. Da muss ich wohl
noch was machen.

Fazit: Für wenig Geld habe ich ein tolles Upgrade erhalten. Gut wäre es, wenn sich mal einige Leute
mit guten Ohren und viel Erfahrungen das ganze anhören könnten. Für sich allein sind Hörtests
immer sehr subjektiv und schwierig.
Vielleicht kann ich sie ja in Eschborn oder Nordhausen mitbringen.

Soweit erstmal.

Liebe Grüsse, Josef

derFiend

Auf eine Vorführung bei einem Event wäre ich sehr gespannt. ER4 im ACL Gehäuse reizt mich schon recht lange, und soweit ich weiss bist Du jetzt der erste mit so einer Kombination!
Bezüglich des vibrierens bei mittleren Lautstärken: und bei hohen Pegeln vibriert es dann nicht mehr? Oder ist das jetzt nur missverständlich, und es vibriert AB mittleren Pegeln?

Josef Heers

Hi,
das habe ich vielleicht missverständlich geschrieben. Die L71 hat die Keramikkalotte Eton HD 26-3. Ich habe auch noch eine Doppel 7 mit dem ER4, aber im normalen Gehäuse.
Das mit den Vibrationen muss ich noch genauer beobachten. Bisher habe ich noch keine hohen Lautstärken gefahren. Vielleicht muss ich was mit der Dämmung machen oder das Gehäuse muss noch verbessert werden .

LG Josef

derFiend

Ah, ne das mit dem ER4 war mein Fehler, hab nicht vernünftig geschaut 😉
Die Vibrationen wirst Du mit mehr Dämmung eher nicht wegbekommen, nur mit mehr Gehäuseversteifung. Wundert mich aber eigentlich schon. Ist die Vibration sichtbar oder spürst du da nur was wenn du die Hand drauflegst?

Josef Heers

Sichtbar waren die nicht. Allerdings hat der Tieftöner sichtbar gearbeitet. Die Vibrationen habe ich mit Handauflegen 🙂
gespürt. Aber nur oben, wo die 1. Kammer ist. Weiter unten war kaum was zu spüren. Ein Bild wäre hilfreich, aber geht hier nicht. Sieht aber genauso aus wie bei Schülzgen.
LG

derFiend

Die Auslenkung der Tieftöner bei ACL ist grundsätzlich höher. Über die Vibrationen bei aufgelegter Hand würde ich mir weniger Gedanken machen. Ich bin da jetzt nicht Experte genug, aber meine Vermutung wäre auch dort, das durch das Gehäuseprinzip ACL im oberen Gehäuseteil mehr “Schalldruck” entsteht, und daher die Vibrationen dort natürlich größer sind als weiter unten. Solange das aber nicht zum Scheppern führt würde ich das für unproblematisch halten.

Udo Wohlgemuth

Hallo Josef,

jeder feste Körper hat Resonanzfrequenzen, die man durch Handauflegen erspüren kann. Solang ihr Pegel grob 20 dB unter dem Schalldruck aus der Membran liegt, stört er nicht. Auch dein Sofa, Schrank, Tisch und Stuhl resonieren, sie dürfen trotzdem beim Musikhören im Zimmer bleiben .)

Gruß Udo

Josef Heers

Moin,

vielen Dank für den tollen Bericht. Ich probiere das jetzt auch mal mit meiner Linie 71 aus.
Ich kopiere ähnlich wie Schülzken die Ideen für Gehäuse und Weiche.
Das Holz hat das Eichhörnchen schon gesägt.

Wie es dann klingt werde ich berichten. Messtechnisch habe ich leider keine Ausrüstung 🙁

Hat noch jemannd eine Empfehlung für die Dämmung in ACL-Gehäusen?

LG
Josef

Udo Wohlgemuth

Hallo Josef,

die obere Kammer wird locker mit Dämmstoff gefüllt, der Durchgang zu den unteren Kammern bleibt dabei frei.

Gruß Udo

Chrisdrei

Moin auch von mir lieber Martin,
wir haben ja schon auf dem Treff geredet und die 71er genossen. Sie klingt sehr sauber und es fehlt an nichts, bei sehr angenehmen Maßen!
Für nicht zu große Räume also ein sehr toller Lautsprecher!!! Der Eton-Sound ist auch hier sofort zu hören. Kontrollierter tiefer Bass, angenehme Mitten und schön klarer Hochton.
Und by the way auch noch preislich sehr gut im Rennen!
Gratulation aus Waltrop!

Markus Zeller

Moin Moin,
ist schon Wahnsinn mit welcher Schlagzahl hier tolle Lautsprecher vorgestellt werden. Kompliment. Die gefallen mir sehr gut. Hab ich das richtig gelesen: Bausatz Nr. 26!?
Sehr schöne Bilder! Mir gefallen die Glaskolben hinter dem Röhrenverstärker ganz gut 🙂 – Ersatzröhren?
Ich möchte in nicht allzu ferner Zukunft was schönes fürs Wohnzimmer klöppeln. Bis jetzt reizt mich die SB24ACL – aber auch DerFiends C52ACL oder die SB30ACL machen Lust. Du machst es mir gerade nicht leichter 😉 .. Problem: außer die SB24ACL hab ich noch nix gehört 😉 .. naja … kann ja noch werden!!
Ich wünsch Dir viel Freude!!
Gruß, Markus

Matthias (DA)

Moin Schülzken,
Blasphemie, ACL mit 7 Zoll sollte doch gar nicht gehen!
😉
Genial, dass Du immer mal wieder einfach anpackst und machst – und hier erneut etwas absolut Nachbauenswertes geschaffen hast!

Liebe Grüße

Matthias

Adi

Hallo Martin
Klasse Bericht hast du da verfasst.Und dass er schon heute erschienen ist, ist einfach top.
Ich bin noch immer über die recht “kompakten” Masse der C71 ACL erstaunt. In meinen Gedanken war die Box erheblich grösser.
Gruss Adi

derFiend

Klasse das die durch ACLierung weitergeht! 😉 Und schön zu sehen das es auch mit einem 7″ funktioniert. Ist jetzt natürlich “raw Model” für eine SB18 in ACL 😀
Ich stell mir den Lautsprecher auch klasse vor, und würd ihn sehr gerne mal im Vergleich zur 52ACL hören. Vielleicht ergibt sich ja auf einem zwischen den Feiertagen Event die Möglichkeit.
Macht auf jeden Fall neugierig!

Waldi

Hallo Schuelzken, kompliment zum Mut und zur Umsetzung der Testgehäuse mit in der Praxis hervorragender Funktion. Manchmal liegen zwischen Theorie und Praxis doch noch Welten. Das Ergebniss gefällt mir ausgesprochen gut und vermittelt mir nun fast die “Schwärze” und “Erdigkeit” im Bass, denn man eigentlich erst ab 20cm aufwärts erhält, natürlich mit verminderter Pegelfestigkeit. Aber nicht alle hören gerne sehr laut. In diesem Zusammenhang würde eine U_Do 3 oder 11 bestimmt auch bestens funktionieren, zumal nun hoffentlich auch bald hier die neuen runden Chassis der SB PFC Serie zur Verfügung stehen werden. Diese sind optisch weitaus gefälliger und erinnern schon ein wenig an die Satoris. Selbst wenn ich mir die Ausmaße einer U_Do 12 so anschaue, würde bei Verdoppelung deiner Variante eine U_Do 12 ACL noch souveräner als die TML Version daherkommen, verglichen alleine an den Frequenzverläufen.

Schöne Pfingsten aus dem Schwarzwald
Gruß Waldi

Michael

Wenn am Sonntag Morgen die Senile-Bettflucht einen überkommt hilft ein Kaffee, gute Musik und Udos Magazin.
So ist auch dieser Sonntagmorgen wieder durch einen tollen Bericht versüßt worden.

Ich durfte der C71 ACL schon lauschen. Und ich war richtig begeistert was die kann. Die Dimensionen des Gehäuses sind stimmig. Optik passt. Und wenn dann die ersten Töne den Raum füllen kommt ein Wow. Hinsetzen, Augen zu und genießen.

Diesen Bausatz kann man empfehlen.

Danke für den tollen Bericht.

Gruß
Michael

Michael

Da ich die Zeichnung erstellt habe warf ich einen etwas genaueren Blick auf die Gehäuse. Da fiel mir auf das man je nach Abstimmung die Anschlussterminals durch das Bassreflexrohre im Sitzen sieht. Ich werde die Zeichnung dazu nochmal ändern und dem guten Udo zukommen lassen. Das Terminal kommt dann höher. Sägeliste kommt dann auch drauf.

Gruß
Michael

MartinK

Moin. Ich baue die Terminals immer oben ein. Dann sieht man nix und muss sich nicht so bücken…..

Rundmacher

Hallo,
wobei es auch recht vorteilhaft sein kann wenn die Terminalöffnung gegenüber der Bassreflexöffnung ist. Sollte die BR-Länge nachträglich geändert werden müssen kann man das BR mittels einem Druckstempel und Zwingen sehr leicht wieder aus dem Gehäuse herausdrücken. Von vorn heraus ziehen geht ja auch, nur dann muss irgendeine Herausziehvorrichtung (wie ein Klappdübel) angefertigt werden.
Bei der letzten ACLisierung war ich natürlich auch damit konfrontiert, am Ende hatte ich ein kurzes Papprohr gerollt+geklebt welches genau in die BR-Öffnung passte, es stellte die Führung dar für zweite, dünnere Papprohre welches dadurch verschiebbar waren.
Das ist schon erstaunlich welcher akustische Einfluss sofort im Bassbereich hörbar ist, wie von schuelzken berichtet. Zu lang –> eher hölzern, zu kurz–>dröhnender Wummerbass, selbst bei recht kleinen Membranen.

MartinK

Guten Morgen zusammen, moin Schülzken. Ja, tolle Teile sind da entstanden. Die Messungen sind vielversprechend. Nachdem ich mehrfach die C 52 ACL und die C 85 gehört habe, entstand auch hier eine C 71 ACL.
Im Fernvergleich spielt sie tiefer und etwas souveräner als die C 52 ACL. Dafür geht diese etwas flinker/frischer zu Werke. 51 ein Sprinter, 71 ein Dauerläufer. Die 85er vereint beides. Für meinen Geschmack ist die 85er dann eher ein Hürdenläufer. Wer an die C 71 ACL geht, sollte zum experimentieren noch einen Satz BR Rohre und nach Udos Rat Zusatzwiderstände zur Abstimmung des Hochtöners ordern. Ich bin begeistert!
Schönen Sonntag.
Gruß Martin