Das Chorus-Heimkino – ein Erstlingswerk in 5.1.2

Seit einiger Zeit hegte ich den Wunsch eines akustischen Upgrades in meinen vier Wänden. Die konkrete Umsetzung scheiterte zunächst am Budget, aber als es dann doch konkreter werden sollte, war es schwer ein schönes System zu finden. Ein Kasseler Audiogeschäft sollte hier Abhilfe schaffen und mir im gehobeneren Bereich (um 2500€) high fidelity bereitstellen. Seitens Bose, Quadral und Elac wurden mir Lautsprecher vorgespielt, jedoch machte sich hier ein wenig Ernüchterung breit. Das erhoffte Aha-Erlebnis blieb aus und ich ging erstmal unentschlossen wieder nach Hause.

Zwei Jahre später sollte das Thema aber nochmal konkreter werden. Ich fing mit einer eingehenderen Recherche zu Reviews an und las mich durch Foren. Hier stieß ich dann wiederholt auf das Thema Selbstbau und über diesen Weg bin ich auch auf Udo aufmerksam geworden.

Einige viele Stunden auf Youtube später war ich sogar der Meinung, so etwas als Bastelprojekt stemmen zu können. Der Aspekt Preis-/Leistungsverhältnis ist für mich immer etwas Wichtiges, aber hier eher im Sinne von Pareto; mit 20% Aufwand 80% des Ergebnisses zu erzielen ist genau mein Ding. Dass selbst mit dem Zukauf von Werkzeugen mein gesamtes Investment unter dem Preis der Markenware liegen würde, war ein willkommener Vorwand ein wenig Werkzeug zu kaufen. Da dank Corona mein dreiwöchiger Urlaub ohne Reise verbracht werden musste, war ein Bastelprojekt der ideale Zeitvertreib.

Ziel war es für ca. 2500 € ein Set in Form eines 5.1.2 Systems für mein ca 16qm großes Wohnzimmer bei Udo zu erwerben. Ein kurzer Forenpost mit anschließender Diskussion mündete in drei Chorus 72, vier Wallross und dem Chorus Sub 11 BR.

Nach der Bestellung ging es erstmal ins CAD, um die Maße ein wenig an meine Wünsche anzupassen, denn das Ziel sollte eine TV-Front werden, zu der auch Unterschränke und Ständer gehören. Hier wollte ich möglichst viele identische Längen und Breiten haben, um den Zuschnitt im Baumarkt auf das Nötigste zu reduzieren. Etwas Übermaß habe ich addiert, um später mit der Oberfräse den Überstand abnehmen zu können. Da eine MDF-Platte 122x350cm misst, entschloss ich mich alle Längen in 122cm zu belassen und dem Mitarbeiter im Baumarkt nur das Abschneiden zu überlassen. Hier lieferte der Holzlistenrechner gute Unterstützung – insbesondere als es darum ging, das Volumen bei geänderten Maßen konstant zu halten. In diesem Tool allein steckt schon einiges an Wissen und ein Einarbeiten hilft viel für das Verständnis.

Nachdem die Planung abgeschlossen war, kam auch schon das Paket von Udo, welches leider noch nicht alle Chassis enthielt. Da für die Weichen aber alles bereit stand, habe ich schon zum Lötkolben greifen können. Einige Stunden später und nach einer Korrektur seitens Udo waren dann die Weichen soweit fertig und ich konnte so langsam in Richtung Holzarbeit schreiten.

Bewaffnet mit meiner Schnittliste und begleitet von der Bitte für dieselben Maße auch stets denselben Anschlag zu verwenden, wurde mir für knapp 140€ Holz zugeschnitten. Der finale Zuschnitt der einzelnen Längen fand dann zuhause auf der Kapp- und Gehrungssäge statt und hat den ersten Tag meines dreiwöchigen Urlaubs in Anspruch genommen. Tipp1: Nach Zuschnitt die Liste nochmal abhaken. Sonst muss man wie ich ein zweites Mal zum Markt eiern. Tipp2: eine Beschriftung der zugeschnittenen Teile beugt später beim Verleimen der Verwechslung vor.

Die darauffolgenden drei Tage ging es dann ans Leimen und Fräsen. Hier fing ich dann auch schon langsam an zu realisieren, dass ich den Aufwand unterschätzt habe. Dies mag zum einem meiner optimistischen Grundhaltung geschuldet sein, aber sicher auch meiner handwerklichen Unerfahrenheit. Hier habe ich „on the job“ gelernt und auch das ein oder andere Brett wurde verschnitten, aber bisher war ich als Ingenieur auch eher ein Theoretiker als ein Bastler und betrat hier viel Neuland. Eine wichtige Erkenntnis war beispielsweise, dass man nach dem Beschweren der verleimten Teile bei eher dürftiger Fixierung besser dabei bleiben sollte. All zu gerne verschieben sich die Bauteile zueinander unter der Belastung.

Neben der Oberfräse hat sich die Japan-Säge (Ryoba) als wertvolles Werkzeug entpuppt. Für die Wallross ist dieses Werkzeug unverzichtbar gewesen. Aber auch um Übergänge plan zu bekommen eignet sich die Säge besser als ein Schleifgerät.

Da ich neben dem Sägen und Fügen auch noch Furnieren wollte, ging es nach der ersten Woche meines Urlaubs zu einem ortsansässigen Furnierhändler. Dort erwarb ich für 270 € in Summe 15 Blatt Nussbaum (300x30x0,06) wovon am Ende nur noch ein Blatt übriggeblieben ist. Dieser Arbeitsschritt sieht in Videos stets recht einfach aus, aber er dauert STUNDEN. Meine Arbeitsschritte in Kürze: Furnier leimen, Fläche leimen, Leim anziehen lassen (ca. 10-20min), auflegen des Furniers auf der Fläche, bügeln, Kanten abfräsen. Die gesamte zweite Woche meines Urlaubs verbrachte ich also mit Leimen, Bügeln und Fräsen. Dabei habe ich das Furnier von Hinten – Unten umlaufend über die Front, Deckel und Rückseite geführt. Zuvor habe ich die Seiten furniert. In Summe sind bis hier fast 4kg Leim verarbeitet worden. Zum Abschluss habe ich dem Furnier noch zwei Runden Schleifen spendiert. Zum Schneiden und Kleben des Furniers hat sich übrigens umlaufendes Klebeband zum Kantenschutz als hilfreich erwiesen und hat Risse in der Faserrichtung verhindert.

Nun konnte ich mich mit dem Thema Kreise fräsen beschäftigen. Aus Ermangelung eines Fräszirkels, habe ich die Oberfräse kurzerhand auf ein Stück MDF geschraubt und ein Loch durchgefräst. Von diesem Loch aus habe ich dann mit einem Messschieber die Radien angezeichnet und mit einem 4mm Bohrer ausgebohrt. In den Lautsprecher habe ich ebenfalls ein 4mm Loch gebohrt und hatte so eine funktionale Führung. Für die tieferen Fräsungen musste ich aber nochmal in den Baumarkt fahren und einen Fräser mit 25mm Länge organisieren.

Hier ist einiges schief gegangen und ich habe nun viel Übung im Flicken von beschädigten Furnierstellen. Das Highlight war hier, als die Fräse aus der Führung gesprungen ist. So eine Oberfräse hat einiges an Power und arbeitet sich sehr zügig durch das Material. Zudem durfte ich feststellen, dass Furnier nicht auf dem von mir gewähltem schwarzen Lack haftet. Daher musste ich die schwarzen Bassreflexöffnungen nachfräsen und eine komplette Schicht Furnier neu aufbringen. Die ganzen Schäden konnte ich nur durch Holzspachtelmasse retten und kann dieses Material nur empfehlen.

Anschließend ging es ans Ölen. Hier habe ich mich auf Anraten des Furnierhändlers für ein Hartöl entschieden. Auch dieser Arbeitsschritt klingt erstmal einfach und schnell. Leider war dem aber in der Praxis nicht so. Meine gesamte dritte Woche verbrachte ich mit dem Ölen und Schleifen der in Summe 3 Schichten Öl und dieser Vorgang verbrauchte in Summe 1,5l Öl und einige Schleifpads. Das Ergebnis hat mich aber zufrieden gestellt und viele meiner Freunde, die ich schon seit Wochen mit dem Thema nerve, fanden das Ergebnis ebenfalls mehr als gelungen.

Die Schächte des Subwoofers sollten ursprünglich schwarz lackiert werden, jedoch war das Ergebnis nicht zufriedenstellend. Die Schnittkante des MDF saugt zu viel Farbe und die Oberfläche hätte somit viele Schichten Lack benötigt. Daher habe ich mich für eine Beschichtung mit Blattgold entschieden. Dies profitiert von dem diffusen Untergrund und passt farblich sehr gut zu dem dunklen Nussbaumholz.

Nachdem dann mit einiger Verzögerung seitens Eton endlich die fehlenden Hochtöner kamen, konnte ich die Lautsprecher mit Watte füllen und alle Chassis dank der zuvor gekrimpten Stecker zügig montieren. Der nachfolgende Umzug ins Heimkino ging ebenfalls, getrieben von wochenlang aufgestauter Spannung, zügig von statten. Der neue Antrieb aller Lautsprecher erfolgt mittels eines Denon x4700h und Audio streame ich via Spotify, Tidal und Amazons neues Audioangebot mit besonders hoher Bitrate. In der Regel nutze ich den Auro 3D Upmixer von Denon inklusive der etwas veränderten dB-Parameter nach Einmessung (ca. -6dB auf allen Lautsprechern). Auf den Tag genau hat mein Projekt 6 Wochen benötigt und ich bin sehr stolz auf meine Arbeit.

Bevor ich nun zu den Höreindrücken komme, möchte ich einen Absatz der Retrospektive widmen. Vieles lief zwar gut und ich bin in Summe zufrieden, aber für die nächste Runde Lautsprecherbau würde ich das MDF vor dem Furnieren mit 3mm Multiplex oben und unten versehen, denn trotz Planschleifens der Kanten kann ich sie unter dem Furnier erkennen. Besser noch (weil es den Vorwand liefert, eine Tischkreissäge zu kaufen), direkt auf Gehrung sägen und fügen. Wenn es in Summe schneller gehen soll, lieber direkt mit Multiplex arbeiten und entsprechend beizen. Auch die aufgesetzte Front hatte einen höheren Arbeitsaufwand beim Verleimen, als es die seitlich eingesetzte Variante gehabt hätte. Für Neulinge mag vielleicht auch mal eine Übersicht der von mir verwendeten Werkzeuge interessant sein: Oberfräse, 25mm Bündigfräser, Kapp- und Gehrungssäge, Ryoba, Exzenterschleifer, Bohrmaschine, Messschieber, Lötkolben, Heißklebepistole, Maßband, Glubot, Kombiwinkel, Zimmermannswinkel, Bleistift, Spanner, Bügeleisen, Körner, Tiefenmesser.

An dieser Stelle noch ein paar Bilder der Möbel und weitere Impressionen. Die Schränke sind innen matt-schwarz lackiert und die Fronten sind mit Kunstleder überzogen. Damit der AV-Reciever etwas Luft bekommt, habe ich einen Temperatur gesteuerten Lüfter in den Sockel integriert. Dieser zieht Luft aus dem Gehäuse und drückt sie unter der geschlossenen Front hinaus.

Den Subwoofer konnte ich aufgrund der Lieferverzögerung schon vorab testen und hier gab es direkt den im Hifi-Geschäft ausgebliebenen Aha-Effekt. Bisher oft gelesene Vokabeln zur Beschreibung von Audiophänomenen bekamen endlich eine Bedeutung. Selbst in geringer Lautstärke ist ein Bass existent und weder Dröhnen noch andere Nebeneffekte trüben hier den Eindruck. Selbst beim Netflix-Intro ist eine Verbesserung der Bassdarstellung wahrnehmbar gewesen. Der wirkliche Wow-Effekt (wir steigern das Aha) entstand aber erst, als das gesamte System anfing zu spielen.

Alte Songs hatten plötzlich neue Elemente und eine bisher ungekannte Klarheit. Selbst ohne Subwoofer schaffen die Lautsprecher Druck und haben mich hier sehr überrascht, denn ich empfand das gebotene Tiefenspektrum meinem alten Subwoofer überlegen. In Kombination mit dem neuen Subwoofer schwingt bei etwas höherer Lautstärke dann schon der Bezug der Couch mit. Auch ein kurzer Test nur mit den Wallross zeigt, dass auch ein kompakter Lautsprecher super klingen kann. Also wer nur wenig Raum hat kann hiermit ein tolles Ergebnis erhalten. Zudem verzeihen die Lautsprecher offenbar die wandnahe Aufstellung in meinem doch recht kleinen Raum. Im Heimkinobetrieb kann ich nichts aussetzen. Stimmen sind klar und Explosionen knackig. Selbst wenn die Lautstärke gering eingestellt ist, um beispielsweise die Schlafenden eine Etage drunter nicht zu wecken, vermisse ich keinen Bass oder Klarheit. Im kompletten Lautstärkeband verhalten sich die Lautsprecher neutral; egal ob besonders laut oder sehr leise.

Besonders freut es mich, dass ich als Laie nach fast 200h Arbeit eine gefällige Soundfront produzieren konnte. In Summe wirkt es zwar etwas dunkel und mächtig; nach kurzer Eingewöhnungsphase gefällt es mir aber gut. Da ich im direkten Vergleich zu meinem alten System ein so deutliches Upgrade erfahren habe, belasse ich es bei dieser eher kurzen Beschreibung der Akustik und lade gerne zum Probehören ein.

Meine Bedenken bezüglich dieser in Summe 5500€ umfassenden Investition haben sich insofern als unbegründet heraus gestellt, als dass ich bleibendes Werkzeug und handwerkliche Fähigkeiten erwerben konnte und ein Soundsystem erhalten habe, welches meine hohen Erwartungen sogar noch übertreffen konnte.

Nicolas

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Moin Moin,

Respekt! .. sehr schön geworden!
Viel Spaß mit dem Set!
Wo könnte man denn Probehören .. soweit Corona das zulässt?

Gruß, Markus

Hallo Nicolas,

danke für den sehr interessanten Bericht! Und Respekt dass Du gleich als Erstlingswerk in die Oberklasse eingestiegen bist. Das Ergebnis gibt Dir Recht! Ich selbst habe mir in der Einsteigerklasse von Udo in den letzten zwei Jahren durch ein paar Umsetzungen die Fähigkeiten erworben mir das zuzutrauen, mal sehen ob ich auch noch in die Oberklasse einsteige…
Ich hoffe Du hast viel Freude mit deinem Set!
Viele Grüße,
Martin

Hallo Nicolas,

ein ganzes Bluesklassen-Set als Erstprojekt, meine Gratulation!

Ehrlich, das hätte ich mir nicht getraut, ich habe einfachst angefangen und dann immer weiter. Du hasst recht, die Anschaffung der Werkzeuge geht dann auch immer weiter. 😉
Und ja, die Oberfräse ist eine Maschine, zwar handgeführt und gerade das macht sie recht gefährlich. Fast 30000 U/min sind eine entsprechende kinetische Energie, vor allen Dingen bei größeren Fräsern. Fräser aus dem Baumarkt kommen mir nicht mehr in die Spannzange, ich habe lernen müssen. Bei den großen Video Streamingportalen gibt es dutzende sehr gute Anleitungen zum Thema Oberfräse.
Ich kann deine Klangbeschreibung nachvollziehen

Bisher oft gelesene Vokabeln zur Beschreibung von Audiophänomenen bekamen endlich eine Bedeutung.

und ich glaube solltest für die beiden Hauptlautsprecher plus dem Sub irgendwann einmal einen einfachen 2.1 D-Class Zuspieler anstöpseln (hier im Forum ist ein Nob-Sound Gerät mehrfach genannt) werden im Stereomodus weitere Audiophänomene aufgelöst.

Schönes Set, gefällt mir.

G Rundmacher

Hallo nicolas,

das wird bei jedem sicherlich verschieden sein, als Grundausstattung beim Boxenbau verwende einen Bündigfräser mit oben und unten liegenden Kugellagern (mein ENT lag bei 47 € mit 12 mm Schaftdurchmesser…), einen 10 oder 12 mm Nutfräser welcher eintauchen kann (2+1 Schneiden), wer auf den ER4 bereits geeicht ist mit 9 mm Durchmesser bitte, einen Abrundfräser und auf jeden Fall einen Schattenfugenfräser.
ENT wird oft empfohlen, CMT, Guhdo und Tittmann lohnt immer. Da macht man nichts falsch, allesamt erstklassige Qualität. Ich habe immer auf eine möglichst große Gesamtlänge geachtet, bei einem Fräsrahmen oder Fräszirkel kann es bei kurzen Werkzeugen schon knapp werden mit der Frästiefe.
Auf jeden Fall immer den größten möglichen Spannzangendurchmesser verwenden, von 6 mm ist abzuraten. Manche längeren Fräser gibt es nur bei den größeren Spannzangendurchmessern, evtl. kann man größere Spannzangen nachkaufen falls nicht mitgeliefert.
Das sind meine unrelevanten Empfehlungen, hoffentlich ist da nichts blödsinniges dabei, hier im Forum sind einige Holzprofis dabei, evtl. korrigieren sie.

Es grüßt freundlich
Rundmacher

Moin moin,

Nussbaumfurnier ist doch immer wieder sehr schön!
Noch ein Tipp beim Leimen, damit die Teile nicht “wegschwimmen”: man kann zuerst die beiden Teile, welche man leimen will, einfach aufeinanderlegen in der richtigen Position. Dann wartet man ca. 3 Minuten (aber nicht zu lange!) bis der Leim angezogen hat, aber noch nicht getrocknet ist. Danach setzt man die Zwingen an und zieht diese beim Positionieren noch nicht so fest. Erst wenn alle Zwingen ihre Position haben, nach und nach richtig fest zudrehen.
Da rutscht oder schwimmt dann nix mehr weg…
An dieser Stellle können wir noch Michael Brecker zitieren: “time is of the essence”
Schönen Abend, Mirko

Hallo Nicolas
Dein Set sieht sehr schön aus.
Ich selber baue auch gerade den selben Subwoofer. Da ich auch furniere, wollte ich mal fragen, welchen Leim du verwendest. Bei der Rückseite habe ich Fugenleim, der hier des öfteren verwendet wird, benutzt und mit einer 5mm MDF Platte, 5 Spanngurte über Kanthölzer angepresst. Hat super funktioniert.
Auf der Seite habe ich, da die Fläche größer ist, statt der Spanngurte 75 kg Sand auf die MDF Platte gelegt. Ergebnis: total wellig. Also runter damit. Der 2. Versuch dann wieder mit den Gurten. Leider auch hier leichte Welligkeit an den Stellen, wo ich kein Kantholz unter die Gurte geschoben habe. Bleibt aber drauf. Will es jetzt wieder mit Pattex machen. Das ging soweit ganz gut. Ist bloß ne heiden Arbeit, so große Flächen mit einem kleinen Silikonpinsel beidseitig einzupinseln.
Das Bügeln hatte ich auch mal probiert. Das hatte nicht so gut funktioniert. Das Furnier hat sich aufgerollt und hielt nicht. Benutzt hatte normalen Ponal Holzleim.

Gruß Ralf

Vielleicht war das mein Fehler, dass ich nicht so lange gewartet habe. Mein Furnier hat sich sehr schnell schon zusammengerollt.
Den Uhu werd ich mal probieren.
Meine Doppel7 will ja auch furniert werden, wenn dann mal das Gehäuse gebaut ist. Werden auf der Seite rund werden.

Werde das mal so probieren.
Danke

Moin Nicolas.
beindruckendes Projekt! Herzlichen Glückwunsch zur Fertigstellung 🙂

Viel Spaß mit dem Set, das rumst mittlerweile sicher richtig gut, seitdem die LS eingespielt sind.

Grüße,
Andreas

Moin Nicolas,

sehr schön sind sie geworden! Das mit dem Blattgold finde ich eine pfiffige Idee, wäre aber auch nicht meins.
Wie hast du die beiden Hights installiert und konfiguriert? Nutzt Du auch im HK überwiegend die Auromatic? Da ich auch immer noch vor der Frage stehe, ob ich mir Hights anschaffe (die Regierung hat aber schon ein Veto signalisiert), würde mich noch interessieren, wie Du den Effekt empfindest. Lohnt es sich Deiner Meinung nach?
Und für das nächste mal noch ein Tipp gegen das wegrutschen der Bauteile beim verleimen: ganz klassisch geht natürlich immer mit Holzdübeln (z.B. mit dem Meisterdübler) oder Lamellos (eine entsprechende Fräse vorausgesetzt). Aber: Ein total simpler Trick, den ich selber mal hier im Forum bekommen habe: 2 oder 3 kleine Nägel ein Stück in die zu verleimende Kante einschlagen und die Köpfe abknipsen, sodass noch 1-2 mm raus gucken. Nach Positionierung der Werkstücke auf der eingeleimten Kante reicht ein beherzter Klaps zur Fixierung und nichts schwimmt mehr weg beim Klemmen. Funktioniert super! So habe ich meinen kompletten Move Pump 15 mit der Jenga-Methode nach n8flieger aufgebaut.

Viel Spaß mit den Schätzchen
Ciao
Chris

Wow, ein beeindruckendes Ergebnis! Vor allem wenn man bedenkt dass das Dein Erstlingswerk ist. Das Nussbaumfurnier ist echt wunderschön! Das mit dem Blattgold finde ich gewöhnungsbedürftig. Gold oder Messing passt zwar farblich gut zu Nussbaum, aber für meinen Geschmack wirkt das etwas zu “antik”.
Wenn man MDF matt schwarz bekommen möchte, funktioniert aus meiner Erfahrung schwarze Beize ganz gut. Da kann man einfach nachpinseln solange das MDF saugt und sieht hinterher keine Ansätze. Natürlich sollte man das MDF nicht drin baden, da es sonst quillt. Im Zweifel bei mehreren Aufträgen zwischendurch trocknen lassen.
Die Oberfräse lässt sich leichter im Zaum halten wenn man einen kleineren Fräser nimmt. Ein 6 oder 8mm Fräser reicht zum Kreise fräsen völlig. Ein 25er ist schon ein ganz schöner Klopper.
Auf den Bildern erkennt man, dass Du bei den Walrössern an der Schallwand eine Rundung gefräst oder geschliffen hast. Wie hast Du das Furnier da “um die Ecke” gezogen? Ließ sich das einfach so um die Rundung biegen und aufbügeln oder hast Du Schallwand und Deckel/Boden einzeln furniert?
Jedenfalls ein tolles Heimkino, auf das Du stolz sein kannst!

Danke für den Bericht und Glückwunsch zum Heimkino. Das sieht richtig gut aus!

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