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Antwort auf: Danke Axel!

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Tobias B.

Hallo Axel,

ich folge endlich mal deinem Aufruf “los Jungs, meldet Euch an!” und nutze gleich auch die Gelegenheit, um mich hier noch mal bei dir und allen fleißigen Helfern zu bedanken. Das ist überhaupt nicht selbstverständlich so ein Event in der Freizeit auf die Beine zu stellen. So viele Lautsprecher, Verstärker, unfassbar nette Leute und jede Menge Essen und Trinken auf zusammenzubringen ist einfach nur klasse.

2015 habe ich das Event leider verpasst und bin mehr als froh, 2016 irgendwie noch in den Terminkalender reinbekommen zu haben. Es war mein erstes Event dieser Art und mit Sicherheit nicht mein letztes.

Was bleibt mir von dem Event hängen:
1. Eine unglaublich hohe Musik-toleranz der Anwesenden. Ich hätte mich persönlich nicht getraut neben Jazz, Blues & Klassik auch mal die Bluesklasse mit Metal oder auch Techno zu fordern.
2. Shit in, Shit out – egal welche Musikrichtung, ist die Aufnahme schlecht, kommt auch aus den Lautsprechern kein Ohrengenuss heraus. Das fand ich am Anfang im Raum mit SB23, SB417 und U_Do 4 bei einem Blues-Stück erschreckend.
3. Der Raum macht die Musik – gerade Linie 44 und Linie 54 hatten mit ihren knackigen Bässen mit Raumresonanzen und mitschwingenden Deckenelementen zu kämpfen, wohingegen die Duetta mit ihrem etwas zurückhaltendem Bass keine Probleme hatte. Matthias (DA) hat mir im Nachgang noch mal versichert, dass die Linie 54 in einem Wohnzimmer der Duetta ebenbürtig ist. Bass hat dem ein oder anderen aufgrund der Raumgröße auch gefehlt.
4. Klang ist subjektiv – auch wenn es viele Übereinstimmungen gibt, hat jeder andere Klangvorlieben.

Welche Lautsprecher haben mir (subjektiv) am besten gefallen:

Raum 1 (SB12ACL, U_Do 1, Mona 2.1)
SB12ACL knapp vor U_Do 1 – beide spielen trotz ihrer Zierlichkeit die volle Tonleiter von tiefen Bässen bis zum Hochton und sind unfassbar gut abgestimmt. Da kann die dennoch sehr gute Mona mit 2 Breitbändern plus Subwoofer nicht ganz mithalten.

Raum 2 (SB23, SB417, U_Do 4 & später noch Linie 43)
U_Do 4 ist wie schon die U_Do 1 für ihren Preis so unfassbar gut abgestimmt und kam mit den unterschiedlichen Musikrichtungen am besten zurecht, was sie für entspanntes Langzeithören zu meinem Favoriten des Abends macht. Linie 43 besser aber halt auch teuerer. SB23 hat mich so richtig erst bei Techno/House mitgerissen. Die (möglicherweise durch die Bauform oder den Raum) zu präsenten Mitteltonanteile waren bei der Musikrichtung genau richtig. Im direkten Vergleich mit den klassischen 3-Weglern war mir die SB417 zu dumpf und basslastig, hat dann aber beim Metal-Hörtest den anderen Lautsprechern gezeigt, wo der Hammer hängt.

Raum 3 (Linie 44, Duetta, Linie 54, Linie 43 & später noch Doppel 7 Center)
Hier gibt es keinen wirklichen Klang-Sieger, da der Raum ordentlich mitgemischt hat (zumindest bei den hohen Lautstärken). Da muss jeder für sich mal Probehören gehen. Ich mag im direkten Vergleich den ER4. Duetta ist ganz entspannt und wirkt aufgrund der zweifarbigen Lackierung optisch fast schon zierlich. Linie 54 hat bei einer ordentlich basslastigen CD von Axel mal gezeigt, was trockener Bass wirklich bedeutet, Doppel 7 Center hat später auch noch mal gezeigt, dass 2 7-Zöller auch ohne Bassteil zurecht kommen. Bühne können sie alle.

Raum 4 (Lautsprecher mit ESS-AMT an Sansui Eight)
Der Klang und der ebenfalls recht trockene Bass haben mich bewogen, meinen alten Pioneer doch mal generalüberholen zu lassen. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.

So weit, so gut. Ich freue mich schon auf Eschborn 2017 (auch wenn’s noch lange hin ist)

Viele Grüße
Tobias

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