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Antwort auf: Verstärkertreff Rhein Main nächste Woche?

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BigBernd

Hallo zusammen,

in der Tat kam der Abend bei Matthias sehr spontan zustande und ich bin samt Freundin und Getränken kurzerhand bei ihm aufgeschlagen. Wir durften die Duettas mit einem musikalischen Allerlei füttern und hatten ein paar sehr schöne Stunden. Ich kann zwar nicht wirklich viel zum Thema hier im Thread beitragen, weil mir bisher die Vergleichsmöglichkeiten fehlen, möchte aber kurz meine Eindrücke schildern:

1. Überraschung: Mir gefielen Matthias‘ Duettas sind in natura viel besser als auf den Fotos, die ich bis jetzt gesehen habe. Sie wirken weit weniger „pummelig“ als am heimischen Bildschirm. Die aufgesetzte Front macht sie sehr gefällig. Sehr schöne Arbeit!

2. Erkenntnis/Bestätigung: Man kann viel über den Selbstbau von Diffusoren philosophieren und sich darüber beklagen, wie viel Raumtiefe sie für einen guten Wirkungsgrad (Frequenzspektrum) benötigen. Ein gut gefülltes Bücherregal hilft auch schon viel. Natürlich wirkt es nur begrenzt aber zwischen 1000-3000 Hz wird Matthias‘ Version schon arbeiten und es es so viel angenehmer als eine kahle Wand. Probiert es aus.

3. Absicherung: Die L54 war ja kurz bei uns zu Besuch und tatsächlich war uns hier der MT/HT Bereich, der mich im ersten Moment so begeistert hat ein wenig zu vordergründig. Deshalb war es für uns sehr gut, noch einmal die Duetta Kombination (ER4 + 7er) in Ruhe hören zu können. Un diese hat tatsächlich enorm gepunktet – sowohl bei meiner Freundin als bei mir. Also Duetta oder Midu?! Nun – das klären wir noch. 😉

4. Klang am Hifiakademie: Mir fehlt wie erwähnt, dass breite Spektrum an Vergleichsmöglichkeiten aber so wie in Darmstadt habe ich die Duetta noch nicht gehört! Das ist in drei Bereichen besonders aufgefallen:
a) obere Höhen/Superhochton Hier waren die Dicken extrem gut unterwegs. So luftig habe ich es noch nicht erlebt. Das „Krisseln“ beim Auschwingen von Beckenschlägen oder Atmer von SängerInnen war wirklich extrem gut ohne nur einen Hauch aufdringlich zu sein.
b) Oberbass: Dort keinerlei Überhöhung zu hören. Klang war echt und ein Stück zurückgenommen. Alle die den bekannten „SB Bauch“ auch etwas an ihrer Duetta haben wollen, sollten sich nicht diesen Verstärker zulegen.
c) Tiefbass/mittlerer Bass: Hier gab es einen ziemlich krassen Aha Effekt. Der Bereich wird überaus präzise wiedergegeben – nichts verschwimmt oder verdeckt sich gegenseitig. So gut habe ich es bis jetzt nur in größeren Abhörräumen in Tonstudios gehört. Ich kann es leider nur sehr technisch beschreiben aber ich hoffe es wird klar, worauf ich hinaus will. Bei einem Song den wir hörten gab es eine klassische Schlagzeug Kick (ca. 60Hz), die immer gut in den Magen schlägt. Im Arrangement gibt es aber auch Stellen, an denen ein tiefen Subbasston (ca. 37 Hz) liegt. Meist kann man dann von der Kick nur noch die Obertöne wahrnehmen, weil die tiefen Frequenzen zu einem Klangbrei verschwimmen und der langgezogene Ton den Beat maskiert. Nicht so bei Duetta am Hifiakademie Verstärker. Der Rhythmusschlag war trotz Subbass-Inferno noch gut wahrzunehmen. Hammer!

Eine wirklich gute Kombination, die Matthias da stehen hat und noch auf der Heimfahrt war für uns klar: Die letzten 10-15 Hz im Keller wollen wir zu Hause auch noch haben. Also keine L54 oder Midu – es wird wohl doch die Dicke. Sketchup ist gerade geöffnet…

Viele Grüße BigBernd

P.S. Matthias hat dann noch mal eine DVD und die Anlage im HK Modus gestartet. Dazu kann ich leider nichts schreiben, denn mir fehlen auch noch Tage danach die Worte! 😉

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