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Antwort auf: Kleines Hörevent bei Jo

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JoKa

Danke Chris, für Deinen Bericht zu später Stunde! Die kleine Mini-Box am Anfang war die CheapTrick 231, ein kleiner 2-Weger mit 3,5 Liter Nettovolumen.

Vor dem gestrigen Treffen habe ich ausschließlich zwei Wochen lang die Caldera´s gehört, ohne einen anderen Lautsprecher zwischendurch anzuschließen. In der Zeit haben sich (fast) alle Erwartungen erfüllt:
Zuerst die brachiale Dynamik, die sie bei sehr hohem Pegel verzerrungsfrei und tonal präzise liefern.
Zweitens das vorbildliche Rundstrahlverhalten, bedingt durch das akustische Horn (waveguide), das den SweetSpot deutlich erweitert.
Drittens das tiefe und trockene Bassfundament, das einen Subwoofer durchaus entbehrlich macht. Auch bei hoher Lautstärke bleibt der Bass sehr knackig und präzise.
Nicht ganz zufrieden war ich mit der räumlichen Darstellung, da war ich von der Linie44 eine breitere Bühne gewöhnt.
Hätte ich nicht gewusst, welche Steigerungen zum Klangbild der Line44 (mit 4-fachem Nettovolumen und fast 6-fachem Preis) noch möglich sind, ich hätte mich an die Caldera gewöhnen können 😉
Hochton-Brillianz fehlte mir in den zwei Wochen übrigens nicht!

Erst der direkte Umschaltvergleich zur TriplePlay zeigte mir etwas überraschend eine betontere Höhen-Präsenz. Die Audible17 legte da mit ihrem Bändchen nochmal eine Schippe drauf. Aber nicht erst beim Weckerklingeln von PinkFloyd´s Time war mir klar, dass der dominantere Hochton dieser Lautsprecher zwar beim unmittelbaren Umschalten “informationsreicher” erscheint, mir aber auch schnell auf die Nerven gehen kann. Langzeittauglich wäre das für mich nicht. Aber wie Chris auch schreibt: Jedem wie es ihm gefällt! Das sind unterschiedliche Vorlieben und keine Frage von gut und schlecht.
In der TriplePlay spielen die beiden Monacor-TMT auf 28 Litern. Eine Caldera liefert baubedingt mit 26 Litern für einen TMT eine tieferes und lauteres Bassfundament. Ich bin gespannt, wie sie sich an ihrem Bestimmungsort (Versammlungsraum >100qm) machen werden.
Die SB12ACL hatte am Schluss einen Kurzauftritt und machte bei den Kollegen lange Gesichter, Tommi lachte, weil die Spargel weit mehr spielten, als ihre Membranfläche erwarten ließ.

Die Linie44 spielt noch mal 1-2dB lauter als die Caldera und geht mit ihren 8″-Zöllern auf etwa 35Hz hörbar tiefer, vor allem aber vermag sie das Raumvolumen zu sprengen, die Bühne geht über den Raum hinaus und das Wohnzimmer wird zum Konzertsaal. Für mich eigentlich das Wichtigste beim Musikhören. Die kleinen können das in der Dimension halt nicht.

Einen “Wohnzimmer-Vergleich” mit der Duetta fände ich auch spannend, Chris. Können wir gerne anpeilen.

Danke an alle Teilnehmer für den schönen Nachmittag!

Viele Grüße,
Jo

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