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Antwort auf: Hörevent 2017

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geloescht

Moin.

Tja, was soll ich sagen? Ich schließe mich einfach mal den Vorrednern an und sage Axel meinen ausdrücklichen Dank, verbunden mit der Anerkennung, einen solch großartigen Event mit viel Engagement und Herzblut zu organisieren. Für mich war er, wie viele wissen, etwas ganz Besonderes.

Fazit: Zwei Daumen hoch, das reicht bei weitem nicht aus. Fünf Leihdaumen stehen gerade zusätzlich 90 Grad in die Höhe.

Viele gute und schöne Lautsprecher waren vor Ort, eine exponierte Grupo Hai-Viecher versammelt, einige Gesichter bekannt, andere neu, man hat sich einfach gut verstanden und uns Udo war gut drauf. Mehr geht wohl nicht. 🙂

Für mich war wichtig, einmal den einen oder anderen für meine abgedrehten Ideen auch im persönlichen Gespräch ins Grübeln zu bringen, zum anderen zu dokumentieren, dass ich nicht der sperrige, grantelige Rentner auf der Parkbank bin. Und einen Tirolerhut mit Alpengeierfeder habe ich schon gar nicht auf. Obwohl das manchmal so scheint, aber ich bin halt ein Freund klarer Worte. Was sich im Kopf klärt, kann einem nicht auf die Füße fallen.

Zu den ADW´schen Schallwandlern ein paar Anmerkungen. Die, schon 555.362 mal erwähnte Duetta hat, das war auch nicht anders zu erwarten, die gewohnte Dominanz ausgestrahlt. Ein außergewöhnlicher Schallwandler, im Fertigbereich nur mit Boxen zu vergleichen, für die ansehnliche, fünfstellige Summen über den Tresen gehen. Sie hatte auch, in nicht optimalen Raum, ab und an die Möglichkeiten, die Bassqualität auszuspielen, da hat es dann aber mal richtig gerummst. Alles Andere über die „Dicke“ ist schon gesagt.

Midu, schöner Klang, sehr gute Performance, mehr braucht man auch da nicht anzumerken. Die Rundbogen-Ellie von JoKa, schon eine Augenweide, klanglich voll auf der Höhe. Im Bassbereich hat der Gute noch ein wenig Luft nach oben, aber das bringt er sicherlich hin. Ansonsten „Chapeau“.

Über die Little Princess ist auch schon massenweise geschrieben und ausgeführt, Dutzende Bau- und Hörberichte sagen mehr aus, als ich hier ausmären könnte.

Im Raum der „Kleinen“ war schon ein ganz interessantes Publikum versammelt, ebenso eine Gruppe schön gebauter Lautsprecher. Der Rundling, auch als SB 18 bekannt, lebte nach kurzer Eindrehung, Kippung und etwas meht Wandabstand richtig schön auf. Ein Lautsprecher zum Hinhören und Genießen. Die Chorus 71, in sympathischem OSB-Gewand, klang auch wunderschön, aber ganz anders. Straffer, direkter. Alles eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wer für kleines Geld einen ausgewachsenen Lautsprecher für nicht allzu große Räumen in oberem Regal sucht, ist mit beiden bestens bedient. War eigentlich auch so zu erwarten, oder?

Im Raum der Spargel und OSB-Udo´s hat mich die Belastbarkeit und Beschallungsqualität der Udo in OSB beeindruckt. Kann man kaum glauben, wenn man den aufgerufenen Preis sieht. Klasse. Die SB 12 ACL hat mich, obwohl ich mich ja zur Zeit mit dem System theoretisch und praktisch intensiv beschäftige, aufs Neue einfach begeistert. Klare, saubere Wiedergabe, schöne Bühne breit und tief, für einen 12 cm.-Rundling außergewöhnlche Basswiedergabe. Ebenso überraschend die Klangqualität des kleinen Monacor-Breitbänders in Spargelgehäuse. Ebenso klar wie die SB und auch die Darstellung, für einen Breitbänder , sensationell gut. Beide unterschiedlich, aber auf einem fast unappetitlich hohen Niveau. Sie zeigen gar manch „ausgewachsenem“ Lautsprecher, wo der Barthel den Most holt.

Dann kam bei den „Erwachsenen“ noch das kleine Sperrholzvogelhäuschen mit dem 2″ (oder 3″) wuchtigen Breitbänder ans Netz. Hätte ich einen Hut aufgehabt, der wäre bis an die Decke geschossen. Vom Tiefbass weit entfernt, aber mit einer kräftigen Wiedergabe. Von der Abbildung der Raumtiefe einfach gewaltig. ich stand auf der Linie der Lautsprecher, der Schlagzeuger wütete 5 Meter hinter mir. Flash. In kleinerem Raum, eventuell ein wenig in die Ecke macht das Teilchen sicherlich richtig, richtig Laune und das für den Gegenwert von 5 Big-Packs Zigaretten,da ist sogar auch noch ein Burger drin.

Fazit: Wunderschöner Abend, jede Menge Hai-Viecher, mehr oder weniger abgedreht, Hausmacher Büffet und prima Gespräche.
Gibt es ein anregenderes Hobby? Ja, eins, aber das verrate ich nicht.
Hesse

PS. Sitze gerade und zähle OSB-Späne, Roger Ciceros „Du bist mein Sommer“ läuft in Endlosschleife, der Mann mit Hut auf Handshake-Weite, die Big Band dezent 5 Meter im Hintergrund. Aufrüsten, wechseln – nö.

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