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Heute mal 2 Bands aus einem Genre, dass viele als “Böse”, “aggressiv” und “das ist doch keine Musik” ansehen. Jedoch bietet genau diese Genre eine Breite und Tiefe, die oft seinesgleichen Sucht.
die beiden Bands sind zwar aus dem gleichen Hauptgenre aber aufgrund Ihrer Zuordnung in ein anderes Subgenre doch sehr unterschiedlich. Das Hauptgenre ist der Doom Metal.
Doom Metal ist durch sein langsamen “Grund”-Beat und schleppenden sowie schweren Gitarren bekannt. Inhaltlich wird oft “Trauer”, “Selbstzweifel”, “Einsamkeit”, “Verlust/Verlustängste” und “Tod” thematisiert.
Anfangen möchte ich mit der Band “Clouds”
Angesiedelt Subgenre “Atmospheric Doom/Death Metal” jedoch mit sehr viel klassischem Einfluss.
Zu Empfehlen bzw. zum Reinhören kann ich hier das Album “Doliu” mit den ersten 4 Liedern empfehlen.
– You went so silent
– It These walls could speak
– Heaven was blind to my grief
– A glimpse of sorrow
Gerade in diesen 4 Liedern kann man die Breite der Musik gut erahnen. Sehr viele Klassische Einflüsse und innerhalb eines Liedes mehrere Stil-Wechsel. Von Träumerisch bis eine aufbauende Spannung, die auf einmal explodiert.
Jedes Album hat seine eigene Geschichte und auch der Stiel wechselt auf jedem Album.
Benannt sind die Alben nach Rumänischen Begriffen, die dementsprechend das Album prägen.
Doliu – Trauer
Errata
Departe – Weit
Destin – Schicksal
Do you see me
Dor – Sehnsucht
Jedes Album wird immer ruhiger, instrumentaler und trotzdem intensiver. Das neueste Album “Dor” und die Bonus CD sind schon fast teilweise psychodelisch, post rock bzw. progressiv und einfach epischer.
Auf Bandcamp.com gibt es HIER alle Alben zum Kauf. Wer die digitale Form bevorzugt, kann die komplette Discographie für 33,60 GB PFUND (ohne Steuer) kaufen. Ich kann es nur empfehlen 🙂
Die nächste Band kommt aus Kanada und heißt Altars of Grief kommt aus dem Subgenre “Black/Funeral Doom Metal” und dadurch schon ein anderen Aufbau der Songs, als Clouds.
Altars of Grief sind an sich schneller im Stil aber Einflüsse von Klassischer Musik sind ebenso vorhanden.
Hier kann ich aus dem aktuellen Album “Iris” den Opener “Isolation” und Track #4 “Child of Light” nur wärmstens empfehlen. Gerade der Opener ist Mega. Schon lange nicht mehr so eine Granate als Opener gehört.
Der Stimme des Clear-Part kommt einigen bestimmt bekannt vor. Ich finde, er hört sich an, wie der Sänger von Volbeat ohne das ganze gequäcke 🙂 JEDOCH finde ich, dass diese Stimme sich eher David Gold von “Woods of Ypres” ähnelt (bsp.: I Was Buried in Mount Pleasant Cemetery). Leider ist er viel zu früh gestorben. Woods of Ypres waren Pioniere im Doom Metal und ebenfalls Kanadier… Welch ein Zufall 🙂
Auch von Altars of Grief gibt es die komplette Discographie auf Bandcamp.com für gerade mal 9 CAD Dollar (ohne Steuer) zum Download.
Warum ich das ganze so ausführlich geschrieben habe, ist ganz einfach… Es zeigt auf, dass hinter einem “Bösen” Genre oft etwas gibt, das ehrliche, gefühlsvolle Musik macht und auch durch bzw. aufgrund ihrer “Aggressivität” erst das dem Hörer wieder geben kann. Und oft lohnt es sich mal in “fremden” Genres reinzuhören, um neue “Diamanten” zu finden 🙂
Würde mich echt freuen, wenn Ihr euch vor euren Kunstwerken mit einem netten alkoholischen Getränk (ich würde hierbei einen guten alten Whiskey empfehlen) oder mit ner Coke 🙂 setzt und euch von einer Art von gefühlsvollen bzw. -mächtigen Musik berieseln zu lassen, die euch vermutlich unbekannt ist.
Somit ein frohes hören und genießen 🙂