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Antwort auf: Chorus 52 ACL und 71 ACL

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#44468
Markus Zeller

Hallo Jan,

ich geb mal kurz meine Senf dazu:

Die 52 ACL ist eine D’Apploto Anordnung. Das Bedeutet das die Abstand der BMT in Etwa der Wellenlänge der Trennfrequenz angeordnet ein sollen (Theorie). Theoretisch soll das näher an einer „Punktschallquelle“ liegen als die klassische Bauform. Das beutet aber auch das der Hochton von beiden BMT in die Mangel genommen wird und der Schall sich wie eine Keule verteilt. Das kann zu einem besser Schallverteilung (weniger Reflexionen an Decke und Boden) und damit einer bessern Räumlichkeit führen. Das wird aber mit einer „kritischen“ Aufstellung / Ausrichtung erkauft.  (Ich hoffe ich hab das richtig wieder gegeben)

Jetzt könnte man noch darüber philosophieren ob der Einsatz von zwei BMT oder nur einem größeren  pro LS besser ist:

2 x kleiner Antrieb
– doppelter Antrieb bei weniger zu bewegende Masse pro Antrieb… suggeriert ein höhere Energiedichte.
– Das Gehäuse kann schlanker gestaltet werden (.. aber das Volumen beachten)

1x größerer Antrieb
– Weniger Anfällig auf „Serienstreuung“ in der Fertigung. Damit meine ich das zwei BMT, die nahe bei einander liegen, nicht exakt gleich sind .. aber auch das ist graue Theorie bei der Fertigungsqualität wie sie heute möglich ist.
– Dafür wird die Luft  aber eben von nur einer Position pro LS aus entsprechend bewegt … das könnte wiederum präziser sein 😉

Der WAF … könnte auch wichtig sein

Kurzum: beide Bauarten haben ihr Vor- und Nachteile. Was allerdings ein Vor- oder Nachteil für jemanden persönlich ist, kann nur persönlich in einer Hörprobe festgestellt werden. Oder die Bauform zwingt dich dazu eine Entscheidung zu treffen (z.B. schlank und hoch gegen klassisch und dafür nicht so schlank  😉 )

Noch zur Frage Messchrieb: Das ist eher ein Anhaltspunkt. Viel wichtiger ist der Höreindruck!

Ich glaub das hilft Dir gerade nicht wirklich weiter … Aber das gehört für mich schon zum Selbstbau … !!

Viel Spaß bei der Entscheidungsfindung!

Gruß, Markus

 

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