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Antwort auf: Welche Verstärker habt und nutzt ihr?

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Shumway

Hallo allerseits,

ich oute mich jetzt auch hier, nachdem ich das Treiben lange verfolgt habe. Okay, das Outing bezieht sich nur auf die verwendeten Verstärker und sonst fast nichts 😉

Von alters her habe ich noch einen Rotel RA 840 BX2 (ca. 1988). Nachdem er sehr lange im Betrieb war, ist er seit Anfang 2016 im Ruhestand. Einige Lötpunkte und Kabelverbindungen habe ich nacharbeiten müssen, jetzt läuft er wieder sehr gut. Das Doppelpoti (Lautstärke L + R mit Reibkupplung) macht keine Probleme. Obwohl im Messchrieb der Bass etwas abfällt, ist diese Kiste meine kräftigste im Bass, wahrscheinlich durch die ebenso gemessene Phasenänderung. Ansonsten ist er etwas unpräzise, aber angenehm. Manchmal krame ich ihn raus, wenn’s rund gehen soll 😮

Gebraucht im Zustand „überabeitet“ habe ich einen Onkyo A-9711 (ca. 1998) erstanden, diesen nutze ich in der Werkstatt, auch für Messzwecke. Überarbeitet hieß, mit Kontaktspray geflutet. foo und ich haben das Teil auseinandergenommen, Lötpunkte nachgesetzt, Lautstärkepoti und Quellenwahlschalter geöffnet und ordentlich gereinit und poliert. Jetzt läuft er stabil, hat für meine Ohren einen eigenwilligen Klang mit auffälligen Mitten.

Aus dem Jahr 2015 ist ein Rotel RA-12, der nun den Dachboden am 11-Zöller beschallt. Ich finde ihn angenehm warm im Klang, aber nicht so genau in den Mitten und Höhen wie ein Cambridge CXA-60, den meine Frau und ich seinerzeit als Alternative dazu anhörten. Die Klangausprägung ist gegenüber dem „Vintage“-Rotel deutlich zurück haltender.

Gleichzeitig kauften wir 2015 einen Allrounder, den Receiver Yamaha R-N602D, der bis letzte Woche auf dem Dachboden spielte und jetzt in die Zweitwohnung meiner Frau zieht. Sehr viele Features, sehr viele Eingänge, Streaming-Optionen. Ein schönes Gerät mit Yamaha-typischem neutralen Klang. Nichts macht er falsch, es hebt sich aber auch nichts hervor. Einzig die Firmware-Updates bargen Überraschungen, so wurde zwischenzeitlich der Anbieter der Netzwerkdienste auf diesem Weg geändert.

Da durch die Geräterotation eine Lücke im Wohnzimmer entstanden ist, musste wieder ein neuer Verstärker mit ausreichend Analog- und Digitaleingängen her. Vor- und Endstufe wären schön gewesen, eventuell in Class D, leider aber zu teuer. Eine zweite Butze einrichten kostet leider auch. Wichtig waren mir vier Analog- und drei bzw. vier Digitaleingänge. In für mich bezahlbar landete ich wieder bei Rotel, nun der A14, fast alle anderen Kandidaten hatten zu wenig Eingänge. Der Cambridge CXA-81 wäre eventuell noch eine Option gewesen, der mir gefallende NAD C368 hat leider zu wenig analoge Eingänge. Was soll ich sagen, dieser Rotel aus der aktuellen Baureihe klingt ein wenig anders als die beiden zuvor, obwohl immer noch Class AB. Entspannt, dabei aber deutlich knackiger und präziser. Ich bin vollauf zufrieden. Momentan läuft er an einer Eigenkonstruktion, in absehbarer Zukunft dann hoffentlich an Duetta Top – die müssen nur noch gekauft und gebaut werden. Einen zweiten Hifiberry habe ich noch gebastelt, mit dem piCorePlayer als Software und ein Synology-NAS als Logitech-Server greife ich auf meine Musik so zu, wie ich es als althergebrachter IT-ler bevorzuge. Und kann die Musik nun zwischen Dachboden und Wohnzimmer synchronisieren 😎

Schöne Grüße,

Gordon

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