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Antwort auf: Paar Fragen zur Entscheidungsfindung

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#46660
Hesse

Moin.

 

Vielleicht liegt das Problem weniger im Bereich der Elektronik, sondern am Raum. Es gibt ja immer wieder Zeitgenossen, die den Raumeinfluß unterschätzen. Akustik ist aber keine Verschwörungstheorie, sonst würden Lautsprecher in verschiedenen Räumen nicht unterschiedlich klingen.

Der oben vorgestellt Raum ist akustisch eher suboptimal, die unterschiedlichen Raumabmaße führen zu einer unendlichen Zahl von Raummoden. Für einen Freund in der Schweiz habe ich letzthin einen ähnlichen Raum beackert.Der hatte in einem Raumbereich einen Bass, dass die Hose geflattert ist, in anderen Bereichen Kofferradioniveau. Die L-Form hat ihre Tücken.

Es gibt immer zwei Möglichkeiten.

Die eine ist, den Raum anzupassen, dafür sind recht aufwändige Maßnahmen erforderlich. Die Hausfrau wird sicherlich ihr Veto einlegen, wenn plötzlich deckenhohe Absorber in den Raumecken stehen. Die andere Möglichkeit ist die elektronische Regelung, egal ob für reinrassiges Stereo oder Heimkino. Da schafft man sich eine überschaubar große Zone guten Hörens, wirkliches Musikwiedergabe, naja.

Einen Tod stirbt man immer. Entscheidend ist auch, wie hoch die Ansprüche sind. Will ich einigermaßen gute akustische Qualität zum “mal reinhören” oder ist der Anspruch auf hohem Niveau. Ist dies bei dem TE der Fall bleibt eigentlich nur die Vermessung des Raumes und eine optimierte Platzierung der Lautsprecher und der Hörzone und eventueller Einsatz einer qualifizierten Raumeinmessungssoftware. Da ist Polen offen, in der Vielfältigkeit der Varianten.

Die Raumschlacht (bitte nicht an Star Wars denken) wird im Bereich der Schröderfrequenz entschieden, das ist die Frequenz, bis dzu der maximal Moden zu erwarten sind, in der Regel in fast allen Räumen Obergrenze zwischen 200 und 350 Hz.

Der Einsatz eines Subwoofers erscheint mir in diesem Raum doch anspruchsvoll. Der Subwoofer soll ja nicht nur bollern, sondern sich geschmeidig in das akustische Geschehen einbinden. Das erscheint immer simpel, aber die Aufgabe ist durchaus sehr anspruchsvoll im Hinblick auf mögliche Intermodulationen und zusätzlicher Modenbildung im Raum. So mal “einen Würfel in die Ecke stellen” wird mit Sicherheit nicht funktionieren.

Wie gesagt, ein Frage des Anspruchs.

Bis neulich. KH.

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