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Antwort auf: Mini ACL als Projekt im Makerspace

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#48968
Udo Wohlgemuth
Verwalter

Hallo Marc,

die Physik hinter dem Lautsprecher hat sich nie geändert, anders sieht es beim Gehäusebau aus.  Wo man früher ein paar Formeln für den Taschenrechner benötigte, wird heute simuliert. Ob die Ergebnisse besser sind, sei dahin gestellt. Denn immer noch gilt: Es gibt nicht nur ein mögliches Volumen mit drei Stellen hinter dem Komma. Der Entwickler weiß besser als die Software, was er aus dem Bass herausholen will. Ob ihm das gelungen ist, überprüft er dann praktisch durch Messen und Hören.

Auch Frequenzweichen werden heute gern simuliert, die Ergebnisse sind jedoch weitgehend fragwürdig und stimmen selten mit der Realität überein. Mein Lieblingssatz dazu lautet: Bau auf, hör es an und geh zum Ohrenarzt. Bücher zum Weichenbau gibt es nicht, das Thema ist zu komplex (wie die Simulationen beweisen), um es mit Worten zu beschreiben. Bestenfalls kannst du hier und da lesen, was Butterworth, Bessel oder Chebichev bedeutet, helfen kann das bei der Entwicklung jedoch nicht. In vielen Foren wird das anders gesehen, deshalb gibt es ein Fülle an Bauvorschlägen von “Bastelfachleuten”, die zum Musikhören nicht taugen. Doch offenbar reicht es vielen, wenn Töne aus den Chassis kommen 😉

Gruß Udo

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