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Sparky

Guten Abend Chris,

um das Dilemma von Schaltnetzteilen zu verstehen, muss man ihre Funktionsweise begreifen.

Ein „traditionelles Eisenschwein“ (Transformator) ist ein Kupferwickel auf einem Eisenkern. Es folgt stumpf der Physik, sprich in unserem 50Hz-Raum, oder dem amerikanischen 60Hz-Raum gibt es feste Wicklungsverhältnisse, die vorgeben, was bei so-und-so vielen Wicklungen hinten rauskommt, wenn man vorne, in unserem Fall 230V AC 50Hz rein steckt. Bei viel Spannung oder Strom wird das schnell teuer in Sachen Einsatz von Kupfer und Eisen, zumal sich keiner mehr Gedanken über die Permeabilität von Trafoblech macht, aber das schweift zu sehr ab. Außerdem ist die Kristallkugel in den Dingern kaputt in Puncto „Vorhersage“, wie viel Leistung benötigt wird und entsprechende Anpassung der Übertragung. (PFC / bei Besseren Modellen)

 

Um beim Thema zu bleiben: Unsere 50Hz sind „träge“ und es braucht viel Eisen und Kupfer, um da Leistung zu übertragen. Ohne jetzt auf die Formel einzugehen, ist die Lösung, die Übertragungsfrequenz (>>Schalt<<frequenz) zu erhöhen, um den Trafo klein zu halten. Das machen Schaltnetzteile. Sie nehmen unsere Netzspannung und richten sie erst mal gleich. Dann zerhacken sie sie in eine hohe Frequenz, schicken sie durch einen entsprechend kleineren Trafo und richten sie danach wieder gleich. Wie viel „Müll“ vom „Zerhacken“ dann in der Ausgangsspannung übrig bleibt, bestimmt die Qualität des Netzteiles. Aufregend wird es, wenn die Schaltfrequenz des Schaltnetzteiles in die Modulationsfrequenz vom DAC grätscht, denn er braucht eine stabile Spannung, um seine „Kreuzchen“ auf dem Sinus des eigentlichen Musiksignals zu machen, siehe hierzu den von Rincewind erwähnten Artikel. Stell Dir das wie einen Maler vor. Wenn Du dem sagst „Mach die Wand da blau!“ aber kippst ihm dabei andere Farben in den Eimer, ohne dass er es merkt, wird das Ergebnis unterschiedlich ausfallen.

Ob, und was, man da hört, muss jeder selber ermitteln. Mittels einem Oszilloskop ist ein Unterschied bei manchen DACs messbar, sprich, bei einer besseren Eingangsspannung liefern die messbar bessere Ergebnisse am Ausgang. Der von Rincewind erwähnte neue DAC soll wohl ein Filter an Bord haben, welches die Eingangsspannung so gut aufbereitet, dass man ein „übliches“ 0-8-15 Industrie-Netzteil nehmen kann, ohne die Qualität herab zu setzen.

Dies wäre im Bereich der HiFiBerry“Bastel“DACs ein Schritt nach vorne, denn die Raspberry DIY-Kits werden halt mit 5V USB Steckernetzteilen verkauft. Und die sind, um es mal modern zu sagen, oft „Meh!“ 😀

 

Gruß,
-Sparky

 

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