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Antwort auf: 2 Linke Hände könnten etwas Hilfe gebrauchen

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#51092
Sparky

Mahlzeit,

als Flussmittel kommt bei Lötzinn mit Flussmittelseele klassisch Kolophonium oder ein technisches Flussmittel wie F-SW 32 zum Einsatz.

Das man mit „modernem“ Lötzinn so schön suboptimal löten kann, ist der Umwelt zuliebe…
„Klassisches“ Lötzinn wie z.B. Sn60Pb40 besteht aus 60% Zinn und 40% Blei.
Es hat einen Schmelzpunkt zwischen 180 und 190°C

RoHS-konformes, umweltfreundliches Lötzinn, welches man als Ersatz zu kaufen bekommt,
wie Sn99Cu1 aus 99% Zinn und 1% Kupfer, hat einen Schmelzpunkt von bspw. 230°C.

Darum kann man damit ganz toll billige Lötpads von Platinen lösen oder kalte Lötstellen basteln, gerade, wenn der Lötkolben beim Nachheizen keinen Fisch vom Teller zieht.

Ich will hier nicht dazu anstiften, unseren Planeten zu zerstören, aber in dem guten Glauben, dass hier keiner seine Lautsprecher essen oder nach einem Jahr wegen Defekt in einen Fluss werfen will, dem kann ich nur zum „klassischen“ Radiolot raten. Gerade für erste Lötversuche ist dies frustfreier in der Verarbeitung. Zu erkennen ist dies durch die Angabe Pb in der Zusammensetzung…

 

Gruß,
-Sparky

 

P.S. (nach kurzer Recherche zum derzeitigen Sachverhalt) gibt es bei der RoHS sogar Ausnahmeregelungen für Kraftwerkstechnik, Automobil- sowie Luft- und Raumfahrttechnik, Medizin- und Wehrtechnik….

Also scheinbar alles Dinge, die im Zweifel besser funktionieren sollen, als dass es an einer Lötstelle scheitert – UND – der Einsatz von Bleilot als Privatperson hat keine negativen rechtlichen Konsequenzen.
Das nochmal zur „Untermalung“ o.g. Empfehlung 😉

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