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Antwort auf: Erfahrungen bei der Aktivierung der BlueNote 2

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#56076
Karl-Heinz Stock

Ich kann da vielleicht auch etwas Dummes zu sagen. Class D-Verstärker versus Analogbrummer. Heute gerade gemacht. Habe im Netz, in einem Marketplace in Austria, einen Nuforce ICON-2 geschossen, einige HighEnder (oder Zwölfender) schwören auf den Schlingel.

Hochgelobter Kleinstverstärker mit integriertem DAC, soll nach Aussage der Fachleute auf Niveau von guten Verstärkern der 400-Euro Klasse, so NAD 326 BEE und so spielen. Hört sich erst mal nach Massenware an, der NAD ist aber ein richtig guter Verstärker, typischer Vertreter seiner Familie, angehende Spitzenklasse. Hatte ich auch schon zum Hören, klanglich, wenn jetzt keine superhohen Leistungen gefordert werden, ein Schnittchen.

Verglichen habe ich den Nuforce, sieht schon putzig aus das Ding, mit dem NAD 375 BEE und dem Saba MI 212 mit ordentlich funktionierenden Zweiwegerich, der wenig Leistung und Kontrolle braucht, aber Verstärkerprobleme gnadenlos aufdeckt.

Ich mache es ganz kurz. Ich weiß nicht, an welcher Kette die Tester den Icon gehört haben, er macht sehr viel Bass, der aber bei 28 Hz. (gemessen) in die Knie geht und gerne etwas grummelt, also erst mal nix für tiefreichende Wiedergabe. Mitten und Höhen, naja ganz ordentlich. An einer kompakten Bassreflexbox klingt er schön, wenn auch etwas basslastig gesoundet. Der NAD, gut 320 Watt gegen 54, spielte sich aber alles im 2 – 3 Wattbereich ab, stellt deutlich räumlicher dar und macht im Bass überhaupt keine Zicken. Mitten, Höhen eh außer Diskussion.

Beim Saba war es noch krasser, obwohl der noch dichter am Röhrensound ist, was der Nuforce scheinbar auch möchte. Klanglich Welten dazwischen. Sowieso für mich das „Yellow from the egg“, obwohl er auch nicht viel mehr Leistung als der Digitalo hat, zieht er im Bass durch wie ein Rennpferd auf den Bahn. An die seidigen Mitten und Höhen kommt, nach meiner Meinung, nicht viel ran.

Das wars dann für mich mal zuerst mit Digitalem. Von dem Nuforce bin ich nicht entäuscht, die Firma gilt im Digitalbereich als führend und baut gute Digitalverstärker, da hatte ich mir einfach mehr erwartet, besonders nach der Aussage der Fachblättchen. Als leicht zu tranportierender Verstärker bleibt er im Portfolio, läuft auch an der Autobatterie, (externes Netzteil, wie geil ist das denn).

Versuch macht kluch, wie der junge Mann aus Bochum immer sagt. Dem füge ich  hinzu, „es leben die Eisenschweine an guten Passivlautsprechern“. Wird manchem nicht gefallen, bedrückt mich aber jetzt nicht wirklich.

Bis neulich. KH

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