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Baubericht Hesses SB23??

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Dieses Thema enthält 15 Antworten und 8 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  derFiend vor 5 Tagen, 10 Stunden.

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  • #22981 Antwort

    Mimi

    Hallo Zusammen,

    durch die Website wabert immer wieder Hesses SB23/3. Wenn diese erwähnt werden, meint man bei den Beschreibungen immer, man hätte echt etwas verpasst, wenn man diese nicht gehört hat.
    Leider war ich bislang nicht im Stande einen Baubericht oder einen Forumsbeitrag zu diesem Lautsprecher zu finden.
    Kann mir jemand helfen?

    Gruß und nicht zu viel aus dem Fenster sehen, wenn es nicht in Depressionen enden soll.

  • #22985 Antwort

    Moin,

    ich glaube einen Baubericht gibt es nicht, aber eine Sketchup-Datei in der Bauplänegalerie.

    Gruß
    Justus

  • #22987 Antwort

    Moin Mimi,
    Baubericht gibt es meines Wissens nicht, aber du könntest ja Hesse mal per pm deine email zukommen lassen.

    Fragt sich aber, ob Hesses SB wirklich die Lösung für andere ist, viel mehr denke ich, dass es hauptsächlich seine Raummaßnahmen und die dazugehörige Abstimmung der SB sind die das Gesamtergebnis bewirken.
    Absolut nachahmemswert, allerding mal eben nur sein Gehäuse nachbauen und den gleichen Verstärker kaufen wird nicht zum Ergebnis führen sondern ist nur der erste von 100 weiteren Schritten 😉

    Matthias

  • #23001 Antwort

    Absolut nachahmemswert, allerding mal eben nur sein Gehäuse nachbauen und den gleichen Verstärker kaufen wird nicht zum Ergebnis führen sondern ist nur der erste von 100 weiteren Schritten 😉

    Oder man ist, wie die meisten, einfach zufrieden…

    Ein normalbedämpftes Wohnzimmer mit Möbeln, Sofa, Teppich und Gardinen führt doch überwiegend durch die Aufstellung von Bluesklasse und Nutzung vernünftiger Elektronik zu einem gutem bis hervorragendem Ergebnis… 100 weitere Schritte… Ich weiß nicht. Ich halte es da mit dem Pareto Prinzip. Aber das muss jeder selbst entscheiden, ob er für das Optimum bereit ist Opfer zu bringen… Ich höre währenddessen Musik ( gerne müllmäßig aufgenommen…)

    Just my 2 Cents
    Andre

  • #23007 Antwort

    Hallo!

    Es gibt sowohl einen Baubericht Krishkat SB23/3nach Hesse sowie einen SketchUp Plan.

    Grüße
    Rincewind

  • #23011 Antwort

    https://www.acoustic-design-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/IMG_2558.1-1.jpg

    Moin.

    Andre, die dicke Diva ist nicht für meinen Raum gebastelt, sondern umgekehrt. Aber die Grundlage, dass sie so gut funktioniert, gilt allgemein. Die Maße und die Form sind nicht aus der Luft gegriffen, sie folgen, seit langem bekannten Gesetzmäßigkeiten. Ich hate in meinem Leben viel mit Physik und Naturgesetzen zu tun und die Erfahrungen in dem Korpus realisiert. Goldener Schnitt war eines der Themen.

    Der Boardie Markus hat sie in einem ganz anderen Raum stehen, sie bringt, nach kleinen akustischen Manipulationen des Zimmers, die gleichen, positiven Eigenschaften. Nach kompletter Revison des Bassteils bleiben auch hier keine Wünsche mehr offen. Die SB 23 in dieser Form kann überall aufgestellt werden. Natürlich sind hier und da raumakustische Maßnahmen erforderlich, aber das gilt für alle Lautsprecher.

    Mimi, das fette Teil braucht sich hinter vielen Dickschiffen, von welchem Hersteller auch immer, nicht zu verstecken. Die objektive Wiedergabe einer Duetta erreicht sie nicht, vielen Konstrukten aus der Eton-Serie ist sie gleichwertig zur Seite. Ist aber nur mein Empfinden, andere werden das nicht so sehen. Sie hat schon Fertiglautsprechern in mittleren vierstelligen Bereichen gezeigt, wo der Frosch die Locken hat. Das Teil macht aber den meisten, die sie bisher gehört haben, richtig Laune, mir jeden Tag aufs Neue.

    Falls es Fragen gibt, einfach PN.

    Hesse

    • #23016 Antwort

      Also ich kenn den goldenen Schnitt nur bei visuellen Geschichten. Inwiefern spielt der bei Akustik eine Rolle?

      • #23018 Antwort

        Moin.

        Der goldene Schnitt ist überall dort zu finden, wo es in der Natur um Effizienz geht.

        Einige Beispiele: Die Rispen der Blätter sind nach der goldenen Spirale geformt, die ist eine geometrische Ableitung des goldenen Schnittes. Diese Kurve ist besonders effektiv in der Ableitung von Regenwasser und schützt das Blatt vor Überlastung und somit möglichem Bruch. Der Italiener Fibonacci hat schon im 13. Jahrhundert erkannt, dass z. B. das Wachsen vieler Tierpopulationen sich dicht am goldenen Schnitt orientiert.

        Der Mensch nimmt Formen, die dem goldenen Schnitt oder der goldenen Spirale folgen, als visuell angenehm wahr. Ein im goldenen Schnitt geteiltes, stehendes Fenster sieht, wenn man nicht gerade auf das Smartphone guckt, deutlich besser aus, als liegende, rechteckige Ausführungen.

        Die alten Baumeister, als erster Leonardo da Vinci, haben das genau gewusst und umgesetzt. Daher finden wir alte Gemäuer meist auch richtig geil. Der olle da Vinci hat schon im 16. Jahrhundert, den Lehren der ollen Griechen folgend, am menschlichen Körper immer wieder diese Verhältnisse nachgewiesen.

        Warum sollte das, was in der Optik gilt, nicht auf die Akustik übertragen werden können? Es funktioniert auch, hat nur den Nachteil, dass dann so Formen wie bei mir herauskommen, die weder den WAF noch den penisverlängernden Status vermitteln. Aber es funzt.

        Mir ist das eh sch…egal. Motto: Form follows function. Aber mittlerweile findet sogar meine Partnerin, hochbegabte und dekorierte Designerin, dass sie doch ganz schnuggelig ist, die SB 23 mit dem fetten Hintern.

        Bis denne und bleib sauber.

        Hesse

      • #23020 Antwort

        Also Fotograf sind mir die gestalterischen Hintergründe des goldenen Schnittes durchaus bewusst. Akustisch könnte ich mir die nicht herleiten.

        Und leider hast Du meine Frage dahingehend auch nur mit einer Gegenfrage beantwortet. Also sollte da mehr sein, als eine Ableitung aus der Gestaltung und dahingehend irgendein konkretes Wissen bei dir vorherrscht, wäre ich über eine Teilung des selben sehr dankbar. Ansonsten nehm ich das einfach so hin, als “… weil, isso” 😉

      • #23024 Antwort

        aaron

        Servus,
        viele Akustisch optimierte (und dafür gebaute) Räume haben Seitenverhältnisse im Goldenen Schnitt. Moden im Raum lassen sich ja nie verhindern. Für das Ohr ist hingegen die Verteilung der Raumresonanzen über den Frequenzbereich wichtiger. Sprich man möchte eine gleichmäßige Verteilung der Moden über das Spektrum erreichen und keine ‘diskreten’ Resonanzfrequenzen erhalten.
        Ich denke, in gewisser Art und Weise ist das gut auf Lautsprechergehäuse übertragbar.

        Nur als Anregung, Hesse legt hoffentlich nach 😉 generell finde ich den Thread hier sehr lesenswert, danke dafür! (:

      • #23027 Antwort

        Moin.

        Hallo, Fiend.

        Jawoll, es ist so. Die optische Wahrnehmung des goldenen Schnittes ist mehr oder weniger ein Klick oder Nichtklick im Gehirn, analog akustischer Signale. Dazu kannst Du einen tollen Beitrag von Axel Hurow im Thread “Tiefere Einblicke ……” lesen.

        Bei den mechanischen Vorteilen, z. B. Ableitung Wasser sieht das anders aus, da sind das experimentell bewiesene Fakten.

        Wie soll ich Fakten der akustischen Wahrnehmung beweisen? Könnte ich das, würde ich bei der Nobelpreisauswahl auf dem Stockerl stehen. Ich kann nur Erklärungsversuche herleiten.

        Ich habe mit einigen Gehäuseformen experimentiert, schmal, nach Original, einteilig, zweiteilig etc., das Gehäuse im goldenen Schnitt hatte hörbar die beste Performance. Ich erkläre mir das so, dass die Kantenbeugungen des Schalls im unteren Frequenzbereich durch das Seitenverhältnis verändert sind und im Inneren des Lautsprechers Beruhigungen eintraten. Alles experimentell, mathematische Formeln hierfür gibt es nicht.

        Ein Ansatz, zitiert aus einer Abhandlung, wäre folgendes: Um die maximale Anzahl von Wellen oder Schwingungsknoten in einer komplett konstruktiven Interferenz ineinander zu verschachteln, müssen sie sich im Verhältnis des goldenen Schnitts addieren und multiplizieren. Das Ergebnis ist eine unendlich konstruktive Interferenz. Die Wellen müssen also in der Lage sein, sich ineinander zu verschachteln, um ein stabiles und nicht-destruktives Muster bilden zu können. Dies erreicht man in einem dreidimensionalen Raum, wenn die Wellen so aufeinander treffen, dass sie im Verhältnis des Goldenen Schnitts zueinander stehen. Auf diese Weise beeinflussen sie sich nicht nur konstruktiv, sie sind auch ein Fraktal geworden, eine Struktur, welche die gleichen Prinzipien auf vielen verschiedenen Raumebenen zeigt.

        Das ist bewiesen! Du siehst, das Ding hat mindestens drei Dimensionen. Ergänzend einfach im goggeln.

        Alles klar?

        Hesse

      • #23028 Antwort

        Tach,

        die Seas-Ingenieure haben ihre Bifrost auch nach dem goldenen Schnitt entworfen. Der Innenraum hat das Verhältnis 1 : 1,6 : 2,8.
        Udo hat früher mal einen Bericht dazu gemacht. Lässt sich auch googeln.

        Gfuss Jo

      • #23029 Antwort

        Lieber Hesse,

        das war doch eine tolle, mir völlig ausreichende Erklärung! Ich bin kein Datenblatt- und Kurvenleser, aber auf solche Herleitungen mache ich mir gerne einen Reim 😉

        Und zugegeben, im Sinne Deines, “kein Geschwafel” Threads, wollte ich Dich schon auch ein bisschen herausfordern… und dabei was lernen. Insofern hast Du im doppelten Sinne geliefert.

        Danke Dir 😉

  • #23014 Antwort

    Hallo Karl Heinz,
    alles gut, ich hab die ja auch. Ich will nur Mal feststellen, dass es nicht grundsätzlich notwendig ist, das ganze Mobiliar und die Deko dem Musikgenuss unterzuordnen, um zufrieden mit der 23/3 zu sein… Sie ist super auch ohne hessianisiertem Hörzimmer…
    Nächtle
    Andre

  • #23015 Antwort

    Moin.

    Andre, der Sarkophag ist einfach geil, gefällt mir gut.

    Wir sind uns da völlig einig, ich wollte nur nochmal darstellen, da auch die anderen Fraktionen den Thread lesen, dass es nicht nur am Zimmer liegt, mittlerweile hat ein Mitboardie einfache Konstukte entwickelt, die schalltechnisch viel bewirken.

    Die Couch kann im Zimmer bleiben.

    Bis denne und viel Spaß beim Metal auf der SB.

    Hesse

  • #23017 Antwort

    Markus

    Guten Morgen,

    ich habe vor einigen Jahren u.a. aufgrund Hesses Beschreibungen die SB 23/3 “taub” bestellt, aber einteilig gebaut. Allerdings nicht nach Udo´s Vorgabe sondern als schlanke Standbox. Als ich dann die zweiteilige Version gehört habe, wäre ich am liebsten sofort in den Baumarkt gefahren, um neue Platten zuschneiden zu lassen. Für meine (!) Ohren war und ist der zweiteilige Aufbau die bessere Wahl, zunächst unabhängig vom Raum. Selbst in meinem alten Raum, der sicherlich zum Musikhören alles andere als geeignet war, konnte der zweiteilige Aufbau punkten. Allein die Möglichkeiten Hoch- und Mitteltongehäuse ein paar cm zu verrücken oder leicht zu drehen kann dem persönlichen Empfinden zuträglich sein.
    Aber auch das ist z.T. wieder raumabhängig. Hesse hatte z.B. seine Bassgehäuse leicht nach außen gedreht. Das brachte in meinem Zimmer das genaue Gegenteil.
    Jetzt bin ich in der glücklichen Lage, ein Zimmer nur zum Musikhören nutzen zu können und fange gerade an, mich mit der Raumoptimierung zu beschäftigen. Z.B ein Diffusor zwischen den Boxen an der Wand brachte immense Verbesserungen (für meine Ohren). In edlem Holz gebaut ist so etwas sogar wohnzimmertauglich.

    Viele Grüße
    Markus

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