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Erfahrungen bei der Aktivierung der BlueNote 2

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  • Dieses Thema hat 23 Antworten und 6 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 2 Wochen, 1 Tag von Christian.
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    • #46482
      Christian

      Hallo,

      ich bin zufriedener Besitzer einer Blue Note 2 (Bericht in einem anderen Forum…gelb?) in Corian Ausführung, die aufgebaut und seitdem nicht modifiziert wurde und den passiver Version bei mir “supergeil” spielt. Diese war verbunden mit Aragon 24k IPS Vorverstärker und 4004 Mk2 Endstufe. Zuspieler ist ein Bluesound Node 2i. Verbunden ist das Ganze mit DIY-Silberkabeln im NF-Bereich; die Lautsprecher sind angeschlossen mit Cat7-Kabel und als Netzzuleitung habe ich High-Endiges Lapp Ölflex 891 und 110 verwendet. Alles gut. Aber wie das so ist, im Wohnzimmer türmte sich ein riesiger Hifi-Altar: Vorverstärker, Endverstärker, CD-Player Netzwerkspieler… vorher noch ein Plattenspieler – und manchmal sah es aus wie in einem HiFi-Studio oder Proberaum. aber es klang so wie es muss, Körper, Rhythmus, Tiefen, Höhen, Ambience, alles da…Und dann wurde es spannend…

      Hier die schon reduzierte Ausstattung nach Umbau, TV an der Wand und Plattenspieler “weg”.

      Ein Freund von mir ist schon lange vom DIY-Bazillus befallen. Er baut Verstärker (schraubt sie manchmal auch nur aus verschiedensten Modulen zusammen) und und ist im Lautsprecherbau sehr rege. Bei einem Besuch spielte er mir seine selbst aktivierte Blue Note 3 vor und – wow – das war richtig gut. Ich begann mich einzulesen und kam auf den Hypex Fusionamp, da hier aus viele Teile der Anlage verschwinden könnten, sozusagen Minimalismus. irgendwann war der dann bei Udo auf der WebSeite/Couch und ich beschäftigte mich weiter mit dem Gedanken. Alles was ich nun wusste , lies die Entscheidung in mir reifen, dass ich mit diesem Verstärker eine Verbesserung erfahre…auch im Hinblick auf den Hifi Alter.

      Zum Jahreswechsel hin war es soweit, dass ich mit Udo Kontakt aufnahm und dann endlich zugeschlagen konnte. Nach dem noch Fragen über Fragen geklärt wurden, hier bin ich Udos Empfehlungen gefolgt, hatte ich den FA 123 – mit 3 Presets von Udo entwickelt –  endlich bei mir. Aufgrund einiger Hindernisse zog sich das ganze aber noch etwas hin. So musste ich feststellen, dass unsere vorhandene Oberfräse “möglicherweise geeignet ist” (die kann nur An und Aus, keine Drehzahleinstellung etc.) ich aber sicher gehen wollte und mir dann mal eben eine Bosch POF 1400 gekauft habe. Noch ein bisschen mehr beschäftigt mit der Technologie und gleich auch noch neue Fräser bestellt. Leider brauchte der Zusteller etwas länger, so dass ich noch eine Woche warten musste. dann ging es endlich los,  mein Sohn hatte Zeit zu helfen und wir beide sprangen in die Garage und begannen mit den Vorarbeiten für die Ausfräsungen an den Lautsprechern, die wir natürlich gleichfalls in die Garage verfrachten mussten sowie alles, was man so braucht. Wenn man sowas noch nie gemacht hat ist das natürlich spannend, denn ein Fehler versaut viel.

      Nun, wir haben dann mit selbstgebauten Parallel-Anschlägen und großer Vorsicht wie z. B. doppelt messen und gegenseitig kontrollieren gearbeitet.

      Das Ergebnis kann sich sehen lassen für eine Garage Bastelei. So haben wir, wie in den Bildern zu sehen die Fräse geführt und eine Tiefe von 2,5 mm für den 8 mm Fräskopf eingestellt. Dies deshalb, damit wir ein gewisses Übermaß erhalten und die Rückwand sicher ins Gehäuse passt, was uns gelungen ist.

      Glücklicherweise hatte ich noch Reste des Corian-Materials, um das Innengehäuse für den Plate-Amp zu fertigen. Das habe ich auf 62 mm Tiefe (12 mm Materialstärke und 50 mm Wandung) gebaut. Wiederum relativ zufällig paste das Maß der Reststücke genau zwischen zwei hintere Verstrebungen, was den Bau erleichterte.

      Das alles ausgesägt, bearbeitet und dann zusammengeklebt. Wieder abwarten, bis der Kleber ausgehärtet ist.

      Bohrungen für die Fernbedienung vorbereitet.

      Oha die Kabel müssen auch noch verlegt werden, dafür dann entsprechende Löcher gebohrt, einmal mit 9 mm und einmal mit 7 mm. Corian ist hart genug das der Fusionamp mittels metrischen Gewindeschrauben in den Gehäusen befestigt werden kann, also 3,2 vorgebohrt und M4-Gewinde geschnitten. Meine ursprüngliche Planung sah vor den Fusionamp mit Edelstahl Schrauben zu befestigen. Nach einigem Überlegen bei meinen Streifzügen durch die Baumärkte bochums und Dortmunds habe ich mich jedoch für Kunststoffschrauben entschieden, um die Rückwände zu schonen.

      Nun ging es an das Verkabeln: vorher wurden die Zuleitungen zu den Lautsprechern unter Zuhilfenahme eines Akkuschraubers gleichmäßig verdrillt und dann mit Heißschmelzkleber an den Gehäuse Seiten im Gehäuse befestigt. Das habe ich deshalb getan, um im Nachhinein möglichst einfach das Dämmvlies im Gehäuse zu platzieren. Daher war das mit der Forderung nach möglichst kurzen Kabelwegen nicht ganz so zu erfüllen. Alle Durchführungen wurden ebenfalls mit Heißschmelzkleber abgedichtet.

      Endlich ging es an das Löten. Nach Kontaktaufnahme mit Udo wegen der Anschlüsse gerade vom ER4 alles schön verlötet, geprüft, zusammengebaut und angeschlossen. Die einzelnen Lautsprecherchassis so wie die Fusion Amps sind jeweils in Dichtungsbändern gelegt, um auch hier Luftdichtigkeit und kein rappeln oder klappern zu erzeugen.

      Nochmals alles überprüft und zusammengeschraubt. Fertig.

      Dann der Anschluss an die Anlage/Stromnetz und das Einrichten. Ergänzend möchte ich hier voraus schicken, das ich beschlossen habe, keinen High-End “Quatsch” mehr, sondern nur noch “No-Nonsens” zu verwenden. Also 5 x 2,5 als Zuleitung für die Steckerleiste und 5 x 1,5 dann zu den Boxen, immerhin Kopp Qualitätskabel. Darüber hinaus plante ich zwischen den Lautsprechern eine XLR Verbindung und vom Bluesound Node 2i eine Toslink Verbindung. Das mit der XLR Verbindung ging in die Hose, da Hypex hier für die Master-Slave Funktion ein RCA Kabel fordert. Und wir wissen wir dass es ziemlich schwierig ist, mit RCa 75 Ohm Wellenwiderstand einzuhalten, darum lieber XLR. aber sei es drum, daher noch mal schnell gebastelt aus einem Satelliten Antennenkabel und zwei RCA Steckern ein entsprechendes Kabel gebaut, angeschlossen und es ging weiter. Hier möchte ich auf die Bauanleitungen von Hazu und Rundmacher verweisen, die mir selbst insbesondere zu den FA123 sehr geholfen haben.

      Nach ein bisschen spielen hin und her (Hazu beschreibt die Probleme, die ich auch hatte, darüber hinaus hilft Rundmachers Übersetzung der Anleitung für den HFD) liefen die Dinger und ich konnten die konnte die ersten Songs hören.

      Im Moment spielt es wie es soll. Bässe, Höhen, Mitten, alle drei Lautsprecher werden angesteuert. Aber es gibt noch viel zu tun. Ich wollte ja nicht mal highendig und Kabelklang gibt’s ja nicht. Trotzdem mal auf die Lapp Verkabelung zurück. Ja, es wird besser, das hat m.M.n. schon mehr mit Musik zu tun. Aber irgendwas stimmt nicht. Noch habe ich nicht endgültig und erneut die Verkabelung geprüft und ich traue mich auch nicht an den Filter Designer so richtig ran. Udo hat mir 3 Presets mitgeliefert, die ich gerne sichern würde, bevor ich mich mit fundiertem Halbwissen an das Verstellen von digitalen Frequenzweichen heranwage.

      Nach Rücksprache mit Udo hatte ich den Hochtöner analog zur passiven Weiche verpolt angeschlossen – vielleicht muss ich das ändern.

      Bei normaler bzw leicht erhöhter Zimmerlautstärke, d.h. wir können uns noch unterhalten,werden die Module rückseitig fühlbar warm und wenn es lauter wird, was auch und öfter passieren kann, zeigt die LED von der Fernbedienung das Reagieren der Soft Clipping Schaltung ziemlich schnell an. Das schützt die Chassis, ist aber auch nicht so toll. Meine laienhafte Vermutung ist, dass die Amps zu schwach sind… oder ich zu laut höre?*Smile*

      …und wenn ich weis wie die Bilder an die richtigen Stellen eingefügt werden, mache ich auch das.

    • #46494
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo meichri,

      aus der Entfernung und auf Grund der Beschreibung kann ich keine Lösungen anbieten, zumal die BN beim Hörtest im Laden keine Schwächen zeigten. Bring die Boxen nach Bochum, der Weg ist ja zum Glück nicht allzu weit.

      Gruß Udo

    • #46495
      SCI3NTIST

      Hallo,

      da stimmt was nicht! Ich habe meine Duetta noch nie ins Clipping getrieben, ich bin mir nicht mal sicher, ob die rote LED überhaupt funktioniert.

      Schau noch mal kritisch Deine Verkabelung an. Typischerweise wird da nichts verpolt, das ist eigentlich in den Filtern hinterlegt, zumindest bei den Duettas. Und dann ist auch der Bass verpolt, nicht der Hochtöner, zumindest bei der Duetta, der Linie 53 und der Bluenote 3. So Udo hier nicht vehement protestiert: plus an plus, für jedes Chassis. Am ER4 Kabelfarbe berücksichtigen

      Filter kannst Du nicht aus den Modulen zurücksichern, die Files müsstest Du dir dann von Udo besorgen. Ohne zu wissen was man tut würde ich allerdings nicht runfummeln…

      Bluesound Node 2i: Toslink ist bei diesem Gerät keine gute Idee, das ist nicht korrekt implementiert, siehe Audiosciencereview. Nimm lieber Coax.

      Grüsse

      Thomas

    • #46496
      Christian

      Das hier ist der Plan…

       

      Hypex———–> Eton
      2poliger Anschluss
      HT;rot ———–> ER4,schwarz(+)
      HT,schwarz —–> ER4,rot (-)

      4 poliger Anschluss
      Ch1, rot ———–> Tiefton rot +
      Ch1, schwarz —> Tiefton schwarz-
      Ch2, blau ———> Mittelton, rot+
      Ch2,grau ———-> Mittelton, schwarz –

       

      Audiosciencereview …eine der derzeitigen Lieblingsseiten. Stimmt, da er was…werde dem nachgehen.

      Ich denke, übers Wochenende gehe ich den Hinweisen nach. Wenn erfolglos, muss Udo eingreifen.

    • #46498
      SCI3NTIST

      Zumindest der Plan sieht korrekt aus, aber es gibt da ja noch den berühmten Unterschied zwischen Theorie und Praxis …

      Was mir zusammenhanglos noch so einfiele:

      (Udo, weghören!) Sind die richtigen Filter draufgespielt? Sieht man im Startmenü, da sollte dann ja irgendwas stehen, was an “Bluenote” erinnert.

      Sind der linke und rechte Kanal korrekt zugewiesen? Ich hatte versehentlich kurz einen LS auf L/R stehen, klang ungeil… Stichwort Device Settings

      Master und Slave korrekt zugewiesen?

      Taugt das selbstgefrickelte Kabel? Zur Probe mal die LS mit RCA analog an den Bluesound gehängt, also ein Kabel links, eins rechts?

      Keine kalte Lötstelle?

      Wie sehen die Device Settings aus? Hier insbesondere die Einstellungen für den Soft Clip Limiter?

      Versehentlich was in den EQ geschrieben?

      Grüsse

      Thomas

       

    • #46514
      dirk

      Meine Duettas haben schon auch ordentlich Pegel gesehen.. mehr als etwas mehr als Handwarm wird da nix.

       

      Als zu schwach würde ich die FA123 Module keineswegs ansehen.

      Evtl. mal 2 PC Lüfter vor die unteren Schlitze blasen lassen und schauen was passiert!

      Muss das Modul nicht auch in eine eigene Kammer?  Kamineffekt! Evtl. Zu klein von der Tiefe her?

    • #46664
      Christian

      Hallo in die Runde,
      wie Bilder gespeichert werden, konnte ich nun nachlesen. Aber ob ich den Eingangspost bearbeiten kann? im Moment erkenne ich dazu nix, naja . Wird schon…und kann ich die Attachments selbst löschen? Zumindest die Doppelten sollten weg.

      Und nun zum technischen Problem:
      um Fehler des Node 2i auszuschließen, habe ich aus meiner 2. Anlage den Connector 2 von Raumfeld/Teufel angeschlossen. auch hier zeigt sich selbiges Bild.

      Verkabelung:
      Alle externe Verkabelung auf Durchgang/Isolation geprüft, und beim testen auch auf Kaufkabel getauscht ->i.O.

      Sämtliche interne Verkabelung (in beiden Boxen) geprüft auf Polung/Lötfehler -> i.O.

      Software:das Eingangsbild der HFD zeigt eine Datei „DSP-Filename“ Config.xlm auf allen 3 Presets an. Master ist rechts, Slave ist links und funktioniert digital. Kein Modul steht auf L/R.

      Soft Clipping ist auf 8 Ohm/100W und 4 Ohm/100W (ich habe nichts verändert) und eingeschaltet. Probeweises ausschalten brachte keine Veränderung.

      Keine EQ- Einstellungen, alles flat.

      Die Kammer ist nach Vorgaben von Hypex gebaut, sh. Bedienungsanleitung.

      zu den Filtern noch:

      Q: I forgot to save the filter settings I loaded into my module, is there a way to read them back to the filter design?

      A: Since HypexFilterDesign V2.7 the module saves the name of the filter settings. By this you can read back what files was loaded last time. This information can be found under Help>About

      Das heißt wohl lediglich, dass der Name angezeigt wird und beantwortet wohl auch nicht klar die Frage, ob ich die Filter auslesen/zurückspeichern kann, was ich gern zur Sicherheit machen möchte. Das ich die Filter nicht sichern kann, ist ja schon mal mehr als suboptimal:

      *Note that the new firmware does not have any filters installed, so the filters must be reloaded with the correct values. This is however not always applicable to a FusionAmp update, because that module has it’s filters stored in a different way and only need to be erased if the new firmware needs them to be reloaded.

      Das würde bedeuten, dass meine Module nach einem Update funktionslos werden können, wenn die Module die Filter verlieren. Das würde zusätzlich auch die Möglichkeit einschränken, eigene Presets zu fertigen und zu laden, da ja dann meine Werkseinstellungen weg sind.

      Unbalanced analogue input: A stereo input signal is internally mixed to mono. For mono use, simply connect only the relevant channel.

      Das klappt, habe ich aber auch erst nach Studium der Bedienungsanleitung herausbekommen… mich haben in diesem Falle die RCA-Anschlüsse in Rot und Weiß irregeführt.

      Somit hatte ich immerhin eine nette Samstagsbeschäftigung und weis auch mehr, nur geholfen hat es nicht.

    • #46667
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo meichri,

      du kennst die Öffnungszeiten, bring die Boxen vorbei. Das geht leichter, als hier zu spekulieren.

      Gruß Udo

      PS: Alle Programmierungen der Hypex-Module habe ich hier auf drei Rechnern gespeichert.

    • #46668
      Christian

      Alles klar, das machen wir so.

    • #46671
      SCI3NTIST

      “Config.xlm”? Schräg! Bring die LS zu Udo und lass sie bis dahin vielleicht aus. Da stimmt was mit den Filtern nicht.

      Grüsse

      Thomas

    • #47179
      dirk

      Was ist denn draus geworden? Wurde die Ursache gefunden?

    • #56016
      Christian

      Uiuiui, da ist aber Zeit vergangen….

      Das Fazit der Geschichte vorweg: sehr lehrreich und ich bin absolut zufrieden mit dem Klang.

      Dieser Bericht spiegelt somit meine Erfahrungen wieder.

      Weiterer Verlauf meiner Aktivitäten war, dass ich getrieben von meiner Unzufriedenheit Udo´s Hilfe auf dem Oldschoolsofa erneut benötigte und er mir in 2 langen Gesprächen (dafür vielen Dank) mit viel Musik wertvolle Hinweise und Tipps gab. Die Boxen waren auch immer mit von der Partie. Eine ´schöne Schlepperei bei ca 46 kg Gewicht pro Box.

      Auf Grund der Anregungen hab ich dann vorsichtig mit den Equalizern der Module gearbeitet und auch Veränderungen erzielt. Nichtsdestotrotz war das Hörerlebnis in meinem Raum nicht so, wie es sein sollte (d. h. wie ich es erwartete). Auch die Hoffnung auf eine Sozialisierung ähm, Gewöhnung oder was auch immer im Hinblick auf die ominösen psychoakustischen Effekte zerplatzte über die Zeit wie eine Seifenblase.

      Aber was macht der technisch interessierte und handwerklich versierte Mann? Er kauft Messtechnik, um der Sache auf den Grund zu gehen.. Behringer, Monacor, ESI Maya, Arta, REW dann auch Vituix Cad und soo….

      Na das war spannend, jetzt hatte ich was zu lernen, wie man Lautsprecher unter welchen Randbedingungen misst und die Ergebnisse interpretiert und daraus ggf. mal die Technik dem Raum oder/und den Messwerten unterordnet.

      Tja, messtechnisch tat sich allerdings passiv und aktiv nicht soo viel, schade eigentlich. Ich habe es aber doch auch versucht, einen Aktiv an Passiv anzugleichen, leider mal wieder ohne Erfolg. Dann bin ich auf die Bedämmung und Dämpfung der Boxen gekommen, einfach mal gemessen, neu aufgebaut und nix. Ich habe sodann viel mit Raumakustik, mit verschiedenen Presets und den Pegeln der 3 Wege versucht. Ergebnis war weiterhin, das ich Udos Arbeit für Top halte, aktiv wie passiv.

      Darum habe ich die Arbeiten am Projekt der Aktivierung meiner Bluenote vor einigen Tagen eingestellt. Ich habe zurückgebaut auf die Passivversion, hier die Weiche einfach noch mal supersauber aufgebaut und die FA123 zu meiner Freude innerhalb von 6 Stunden veräußert.

      Seitdem hören wir hier kein Hifi oder Töne, sondern wieder Musik, nichts fehlt, es geht laut und leise, Raum ist da und Stimmen haben wieder Körper und es macht (endlich wieder) richtig Spass. Nicht das die Beschäftigung mit den Hypexmodulen keinen Spass gemacht hat (hier meine ich leider nicht das Musik hören), aber meine persönliche Zufriedenheit hat sich trotz toller technischer Daten, guter Bewertungen und vieler Empfehlungen mit Hypex nicht eingestellt.

      Ich bin mit der passiven Kette schwer zufrieden…

    • #56017
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Christian,

      dann hat die liebe Seele jetzt ihre Ruh und der Sound stimmt wieder in deiner Bude. Was lehrt uns das: Es gibt nicht den Lautsprecher – aktiv oder passiv, der jedem gefällt. Und das ist gut so, es lebe die Vielfalt 🙂

      Gruß Udo

    • #56022
      Sparky

      N’Abend,

      wat den eenen sin Uhl, is den annern sin Nachtigall.
      Als röhrenverseuchter Mensch werde ich mit ClassD nie “warm” werden und bleibe bei analogen Verstärkern, egal, ob dabei der Sand einen luftleeren Raum umschließt oder zum hochreinen Kerzenziehen genutzt wird.
      Was Platz, Effizienz und Möglichkeiten angeht, hat der Digitalverstärker natürlich die Nase vorn.
      Jeder Jeck is anners, wie Udo sagt,

      es lebe die Vielfalt 🙂

      Gruß,
      -Sparky

    • #56023
      dirk

      Hallo Meichri,

       

      was mich genauer interessieren würde welcher klangliche Unterschied denn jetzt bei Dir vorhanden ist im Vergleich aktiv zu passiv?

      Ich hatte mich damals auf Udo’s Couch für die aktive Duetta Variante entschieden und bis heute liebe ich die Möglichkeit der Preset Umschaltung.

      Habe schon so viele  schöne Stunden vor der Anlage verbracht das es für mich damals aktiv die richtige Entscheidung war. Auch wenn ich an so manchen Wintertagen an ein Upgrade auf die aktive Gran Duetta gedacht habe ….Die Hypex sind zickig was die 75Ohm zuspielung betrifft ..ja das stimmt… musste ich auch erfahren.

      Jetzt wünsche ich Dir jedenfalls eine schöne Zeit mit Deinen passiven.

       

      gruss Dirk

    • #56030
      Christian

      Hallo, zusammen, hier mal Impressionen der passiven Weiche. Da ich in das Corian- Gehäuse ja für die Module “Schatullen” gebaut habe, sollten die Weichen möglichst da rein passen. Und weils so schön war. habe ich sie mit Acryl verbaut, wenn “ma eina dahinta schaut”. Ein letzes Foto dann von der Hörsituation.

    • #56034
      Christian

      Hmmmm… Ein letzes Foto dann von der Hörsituation dann hier….

    • #56037
      Christian

      Vieleicht war ich zu schnelllllllll *smile*  (jetzt fehlem mir hier ein paar Emojis)

       

      tja Sparky, mir gehts da wohl ähnlich. Die Dinger (FA123) vereinem ja nahezu alles was man braucht zum digitalen Hören und der “Hifi-Altar” hätte verschwinden können. Aber meinen dummen und entäuschten Gesichtsausdruck *unbezahlbar* hättest Du sehen müssen. Dabei hat mich das technisch sehr überzeugt, Subsonicfilter möglich, ggf Raumanpassung, Digital mit einem Streamer rein, digitale (quasi verlustfreie) Verbindung der Lautsprecher, gute Daten. Leider habe ich den Vergleich zu “vorher” und dagegen war es nix (logo: nur für mich).

      Vermutlich wäre ein anderer Ansatz – wenn ich aktiv werden wollte – dann besser. eine völlig neue Box zu nehmen, die ich eben nicht passiv kenne. Aber das Thema aktiv ist jetzt durch, die Bluenote bleibt… und hat sogar noch ein (gebrauchtes) Geschwisterchen bekommen, weil ich bei dem Preis, den ich über die Bucht bezahlt habe, nicht nein sagen konnte. An dieser hatte der Vorbesitzer allerdings einiges … na ja… sagen wir mal offen gelassen.

      Attachments:
      • #56071
        Sparky

        Guten Abend Christian,

         

        ClassD bzw. Schaltverstärker sind ja nicht grundsätzlich schlecht. Und wie du schon sagt, wenn man einer bestimmten Box den Unterschied nicht genau kennt, würde es nicht mal auffallen. Nuancen halt.
        Subjektiv wird auch vielen die aktive Version besser gefallen als die passive.

        Was mich (persönlich, ab jetzt folgt eine rein subjektive Meinung) an ClassD stört, ist zum einen der von mir so empfundene oft “unruhige, schnell anstrengende” Hochton und die eher “analytische” Spielweise. Die lösen sehr stark auf und man denkt erst mal “Boah, dieser Detailreichtum!”, strengt aber relativ schnell an.

        Durch eigenes Hören, Testen und mit anderen Musikinteressierten drüber reden kristallisieren sich für mich oft immer die gleichen “Kinderkrankheiten” heraus, welche die Hersteller aber kontinuierlich zu verbessern versuchen. ClassD kann und wird also ein Thema bleiben und sich in den nächsten Jahren vermutlich von der Technik her noch weiterentwickeln. Im Grunde ist so ein Ding industriell ja ein alter Hut, wir sagen einfach nur Frequenzumrichter dazu 😛

        Den “harschen” Hochton bekommt man z.B. mittels Zobelglied gebändigt oder nimmt das Geld für einen der besseren ClassD wie die Hypex NC400 in die Hand.

        Ebenfalls stört mich die Abwärtskompatibilität. Der größte Vorteil von guten ClassD ist, dass man sie digital bespielen kann und erst am Ende die DA Wandlung erfolgt. Damit gehören irgend welche Störungen, Brummen oder sonstiger Mist aus der alten RCA Cinch Technik der Vergangenheit an.
        Aber was ist, wenn man Platte hören will z.B.? Dann geht wieder die Flickschusterei los, oder man muss einen sehr guten Phono Pre mit zumindestens XLR Ausgang nehmen.
        Somit bleibe ich bei den schweren klobigen Dinos und höre Musik, wie ich es gewohnt bin, auch wenn das Neue vielleicht Vorteile hat.

         

        Gruß,
        -Sparky

    • #56069
      Christian

      Hallo, Dirk,

      ich habe mich – ohne die FA123 vorher zu hören – dafür entschieden, weil mich das Konzept und die positiven Rückmeldungen zur Aktivierung (zunächst) und dass Angebot von Udo, mir die Weichen zu programmieren, überzeugten. Bei Udo im Laden fehlte dann auch so richtig nichts, aber mit dem Eindruck zu Hause bei mir hatte das leider nichts zu tun.  #Entscheidend ist aufm Platz#

      !Bitte beachten, dass wir hier nicht von einem Vergleich von Kofferradio zu High End Anlage schreiben, es geht eher um Nuancen)!

      Ich habe es ja Eingangs beschrieben, dass zwar alles da war, aber mir etwas fehlte. Es klang wenig gelöst, Musik hatte nie einen Fluss, im nebenzimmer oder wenn man sich im Raum bewegte, hatte man nicht den Eindruck, dass da eine Standbox spielte…Ich höre z. B. gern als einen meiner Testtracks Clapton, Cocaine vom Album “Just One Night” 1979. bei ca 0:33 und 0:54 sind Gittarren oder Bassläufe (echt – hören kann ich aber was da spielt, ich Ignorant ich) zu hören – oder gehen unter… Zappa , auch son Thema, bei Bobby Brown muss die Eingangsdrum knallen und der Bass ist fetttttt und keine Ökolälä, Track 13 kann nerven, dann ist auch was falsch. Shania Twain auf Come on Over, Track 1, ab 1:07 wenn der Background “Chor ” im Ohr kratzt, passt auch was nicht genau wie wenn in Track 2 “When” gesungen wird, Frauenstimmen waren auch so eine Sache, kein Körper kein Brust; aber wer weis es schon.

      Genug der Beschreibungen, jetzt hab ich meinen Spass wieder und blicke auf einen Verstärker, der gebaut werden will. Stichwort L20.5

       

    • #56070
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Christian,

      unterschlagen dürfen wir aber auch nicht die Tatsache, dass beim 2. Hörtest im Laden gleich drei Pegel gewohnte Besucher ob der Lautstärke den Vorführort mit fest auf de Ohren gepressten Händen fluchtartig verließen. Die Clipping-Anzeige stand auf Dauerrot und ich empfahl dir einen Lautsprecher mit weit mehr Membranfläche und Hub. Erstaunlicherweise klangen die Boxen trotzdem nicht verzerrt, es klingelten nur meine Ohren 😉

      Gruß Udo

    • #56072
      Christian

      🤭🤭🤭 ich kann mich gar nicht mehr so genau erinnern aber war nicht auch die Feuerwehr da und suchte den Explosionsherd?

      Alles gut…Pegel und mehr Pegel hab ich. Das es nicht verzerrt hat, liegt eindeutig an den guten Komponenten.

      Und vermutlich #Honig um den Bart-Modus an# an dem der die Sachen entwickelt hat. #Modus aus#

      Also unterm Strich für mich ganz persönlich die Boxen sind einwandfrei Klasse. Der aktive Betrieb hat viele Vorteile und kann gefallen, mit meiner Vorgeschichte in meiner Kette für mich ist passiv besser.

      Falls mal ein neues Projekt angedacht wird kommt aktiv ja sowieso wieder auf den Tisch.

      In diesem Sinne einen musikalischen Abend gewünscht und danke dass ich meine subjektiven Eindrücke schildern konnte.

    • #56076
      Karl-Heinz Stock

      Ich kann da vielleicht auch etwas Dummes zu sagen. Class D-Verstärker versus Analogbrummer. Heute gerade gemacht. Habe im Netz, in einem Marketplace in Austria, einen Nuforce ICON-2 geschossen, einige HighEnder (oder Zwölfender) schwören auf den Schlingel.

      Hochgelobter Kleinstverstärker mit integriertem DAC, soll nach Aussage der Fachleute auf Niveau von guten Verstärkern der 400-Euro Klasse, so NAD 326 BEE und so spielen. Hört sich erst mal nach Massenware an, der NAD ist aber ein richtig guter Verstärker, typischer Vertreter seiner Familie, angehende Spitzenklasse. Hatte ich auch schon zum Hören, klanglich, wenn jetzt keine superhohen Leistungen gefordert werden, ein Schnittchen.

      Verglichen habe ich den Nuforce, sieht schon putzig aus das Ding, mit dem NAD 375 BEE und dem Saba MI 212 mit ordentlich funktionierenden Zweiwegerich, der wenig Leistung und Kontrolle braucht, aber Verstärkerprobleme gnadenlos aufdeckt.

      Ich mache es ganz kurz. Ich weiß nicht, an welcher Kette die Tester den Icon gehört haben, er macht sehr viel Bass, der aber bei 28 Hz. (gemessen) in die Knie geht und gerne etwas grummelt, also erst mal nix für tiefreichende Wiedergabe. Mitten und Höhen, naja ganz ordentlich. An einer kompakten Bassreflexbox klingt er schön, wenn auch etwas basslastig gesoundet. Der NAD, gut 320 Watt gegen 54, spielte sich aber alles im 2 – 3 Wattbereich ab, stellt deutlich räumlicher dar und macht im Bass überhaupt keine Zicken. Mitten, Höhen eh außer Diskussion.

      Beim Saba war es noch krasser, obwohl der noch dichter am Röhrensound ist, was der Nuforce scheinbar auch möchte. Klanglich Welten dazwischen. Sowieso für mich das “Yellow from the egg”, obwohl er auch nicht viel mehr Leistung als der Digitalo hat, zieht er im Bass durch wie ein Rennpferd auf den Bahn. An die seidigen Mitten und Höhen kommt, nach meiner Meinung, nicht viel ran.

      Das wars dann für mich mal zuerst mit Digitalem. Von dem Nuforce bin ich nicht entäuscht, die Firma gilt im Digitalbereich als führend und baut gute Digitalverstärker, da hatte ich mir einfach mehr erwartet, besonders nach der Aussage der Fachblättchen. Als leicht zu tranportierender Verstärker bleibt er im Portfolio, läuft auch an der Autobatterie, (externes Netzteil, wie geil ist das denn).

      Versuch macht kluch, wie der junge Mann aus Bochum immer sagt. Dem füge ich  hinzu, “es leben die Eisenschweine an guten Passivlautsprechern”. Wird manchem nicht gefallen, bedrückt mich aber jetzt nicht wirklich.

      Bis neulich. KH

    • #56078
      Christian

      Jaja, die Junx konnten schon auch gute Verstärker mit den Oldschool Methoden bauen (und realistischauch Murks, wie heute auch) . Ich habe in den 90ern der letzen Jahrhunderts meinen “Normalnull” gefunden, gehabt, verkauft, erneut gesucht, gekauft und bis jetzt behalten. Nach den jetzigen Erfahrungen (auch mit separaten ClassD-Amps wie ICEPower ASX125 oder Anaview 1000-2600) wird das Gerät behalten und ggf. evtl. vielleicht mal mit nem süssen kleinen ergänzt, aber brauchen… ist anders😁.

      Ach so, ja Aragon 4004MK2 und 24K ips..

      jetzt ist aber gut…

      Gn8

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