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Antwort auf: SB 23/3 esage

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#17965
Stefan

Fertigstellung der Holzarbeiten
Ich bin jetzt jeden Abend so 1-2 Stunden im Bastelkeller und mache gemütlich weiter.
Der nächste Fehler musste natürlich auch nicht lange auf sich warten lassen. Die Öffnung für die Mitteltöner habe ich (innen) mit zu kleinem Radius gemacht. Keine Ahnung, wie das passieren konnte. Das Loch ist einfach um 5mm zu eng. Deswegen konnte ich den Mitteltöner nicht ganz im Loch versenken. Da stossen die Chassis-Streben an das Holz.
Kein Problem… Oberfräse her und an genau den Stellen, wo die 4 Träger sitzen, herzhaft mit der Oberfräse Platz geschaffen.
Nach getaner Arbeit passen die ganz wunderbar (der Aussenradius hat gepasst).

Dann folgt die Ernüchterung! Genau da, wo ich so herzhaft weggefräst habe, müssen die Schrauben auch noch etwas Material finden um zu halten. Tja… Was soll ich sagen. So wird das nix.
Ich habe kurz mit dem Gedanken gespielt die kleinen Gehäuse komplett neu zu machen. Aber dann habe ich mich auf einen Trick besonnen, den ich auch gerne sonst im Modellbau anwende:
Ich mische Weißleim mit Sägespänen, sodass ich eine zähe, klebrige Masse bekomme. Damit spachtele ich dann die Fräsungen wieder zu. Das Zeug ist so zäh, das es sich gut formen lässt und dann nicht mehr davonfliesst. Ausserdem klebt es noch eine Weile in der Art, das es sich auch mit der direkten Umgebung prima verbindet.
Das Ergebnis ist hart, fest und lässt sich gut mechanisch bearbeiten. Dann kann ich also wieder Löcher bohren und Schrauben reindrehen.

Das Gemurkse muss ja nur halten und nicht gut aussehen. Die Überprüfung heute Morgen hat ergeben, das mein Bemühen von Erfolg gekrönt war. Sobald die Chassis drin sind sieht das je eh kein Mensch mehr 🙂

Gedanken zur Verkabelung
Ich mag es nicht, wenn Dinge überstehen, die nicht überstehen müssten. Einfache Terminals tun das in geringem Maße. Die Anschlüsse, die im Bausatz beilagen sind allerdings ein anderes Kaliber. Wenn ich die so versenken will, das auch bei einem eventuellen Transport nichts übersteht, dann müsste ich ziemlich Aufwand treiben.
Ich gehe jetzt einen komplett anderen, unorthodoxen Weg. Vermutlich löse ich damit Diskussionen aus. Ich bin gespannt…
Ich werde 4mm Goldbüschelstecker benutzen, die ich im Modellbau für die Stromversorgung meiner E-Motoren benutze. Die Stecker haben einen Übergangswiderstand von <0,2mOhm, sind für Kabelquerschnitte von bis zu 2,5qmm geeignet und können bei meinen Modellflugzeugen bis 80A Dauerbelastung aushalten.
Das gemeine Volk spricht auch gerne und völlig undifferenziert von “Bananensteckern”. Aber da gibt es ziemliche Unterschiede…

Die Kupplungen haben jedenfalls eine Länge von fast 22mm und einen Aussendurchmesser von 5mm. Die kann ich also im 21mm Multiplex prima von innen einschieben und bündig mit der Aussenwand abschliessen lassen. Im Holz mache ich 2cm Abstand von Buchse zu Buchse. Selbst wenn das Holz eine gewisse Eigenfeuchte aufweist… Den resultierenden Übergangswiderstand durchs Holz kann ich, bei den Spannungen der Audio-Anwendung geflissentlich ignorieren.
Und wenn ich doch auf Nummer sicher gehen will, dann kann ich die Buchsen auch noch in Schrumpfschlauch packen…
In Position gehalten werden die Dinger dann von innen, mit einer Portion Heißkleber.

Im Ergebnis habe ich dann Lautsprecher, die auch beim Transport, nichts überstehen haben und die mit “Bananensteckerkabeln” leicht zu verdrahten sind.
Die Frequenzweiche werde ich auf jeden Fall als außenstehendes Kunstwerk planen. Falls es doch ein hässliches Entlein wird, dann kann ich es immer noch verstecken. Falls es gut wird, werden sie dann auf der Bassbox thronen dürfen. Schaun wir mal.

Unschlüssig bin ich noch, ob ich erst einmal alles roh lasse und die Elektrik zuerst fertig mache um mich eine Weile am Klang zu erfreuen, oder ob ich erst das Finish mache und dann erst die Elektrik.

Im ersten Fall kann ich früher was hören, muss dann aber später nochmal auseinander bauen.
Im zweiten Fall dauert es länger bis mich die Klänge erfreuen, aber dann bin ich endgültig fertig. (wenn man das jemals ist)

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