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Stefan

Eine Korrekturmaßnahme

Ich hatte weiter oben bereits ein Bild veröffentlicht, das zeigte, das der Hochtöner zu tief versenkt worden ist. Die dadurch entstehende Kante hätte mein ästhetisches Feingefühl derb gestört. Das hätte ich mir auch Dauer nicht anschauen können ohne das Falten der Verzweiflung tiefe Furchen in meine Stirn gegraben hätten.

Ansonsten passte der Hochtöner prima in den vorgesehenen Ausschnitt. Bissl Luft nach außen war da, aber nicht zuviel. Wie also hebe ich das Ding an, ohne das die Dichtigkeit leidet?

Nach ein wenig Wühlerei im Bastelkeller kam ich auf NYM-J 5×1,5.

Diejenigen, die schon ein wenig mit Elektrik zu tun hatten wissen sofort, das es um Elektrokabel geht. Ich habe mir, in passender Länge, die schwarz isolierte Einzelader herausoperiert. Da es hier aber um massive Kupferader geht und nicht um flexibles Kabel hatte ich ein Problem:
Das Kabel hat in seinem Leben scheinbar schon einiges mit gemacht und dementsprechend war die Ader wellig und hie und da geknickt. Wie bekommt man sowas gerade, um es dann schön in die Rundung des Hochtöner-Ausschnitts legen zu können.

Hier mein Trick, gelernt in meinen Tagen als Azubi der Elektro-Zunft:
Man nehme einen fest montierten Schraubstock und spanne ein abisoliertes Ende in eben diesen Schraubstock ein. Nun nimmt man das andere Ende des Kabels, ebenfalls am blanken Kupfer mit einer Kombizange und zieht einmal kräftig dran. Und zwar so kräftig, dass das Kupfer in dem Prozess ein paar Millimeter an Länge gewinnt.
Und schwupps, schon hat man einen Kupferdraht, der wieder kerzengerade ist.

Wenn man gerade keinen Schraubstock zur Verfügung hat, dann kann man auch zwei Zangen nehmen und die in beiden Händen halten und diese dann ruckartig voneinander entfernen lassen. Das tut zwar ein wenig an den Händen weh, aber das geht zur Not auch. Die maximal mögliche Länge der Leitung, die man so begradigen möchte ist dann aber, verständlicherweise, von der Länge der eigenen Arme begrenzt.

Jetzt habe ich eine Ader auf die Weise in den Hochtönerausschnitt gelegt und mit Seitenschneider auf die korrekte Länge abgeschnitten. Danach habe ich die Isolierung auf dem Draht so verschoben, das der Draht an einem Ende blank herausgeschaut hat. Das blanke Ende konnte ich dann auf der anderen Seite des Kreises wieder in die nun leere Isolierung schieben.
Dann habe ich den Hochtöner wieder eingebaut. Die Kante des HT-Chassis drückt nun genau auf das PVC der Isolierung. Und zwar über den kompletten Durchmesser! Wenn das nicht dicht ist, dann weiß ich’s auch nicht… 🙂

esage Rohbau 18

esage Rohbau 19

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