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Antwort auf: Revision

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#31687
Emigrant

Servus Männer,

wenn man das mit dem Checken wirklich ernst meint, könnte man ohne Rücksicht auf die Kosten folgendermaßen vorgehen:

  1. Beschaffung des originalen Service Manuals mit komplettem Schaltplan, Abgleichanleitung technischen Daten und Grenzwerten.

    z. B. Amplitudenfrequenzgang, Leistungsfrequenzgang, Verzerrungen, usw.

  2. Suche nach einem Fachbetrieb, der einen guten kalibrierten Audioanalysator (z. B. AudioPrecision System One) sein Eigen nennt.
  3. Anfrage nach dem Stundensatz und die zu erwartenden Arbeitsstunden unter Angabe der gewünschten Messungen und Dokumentation. Betriebe mit solch hochwertigen Messgeräten arbeiten selten für unter 100€/h. So eine Stunde ist auch schnell vorbei. Bei reinen Endstufen geht das schneller, weil die ja nur zwei Audiosignalwege haben.
  4. Vor den Messungen kann keine sichere Aussage über Reparaturkosten getroffen werden.

Ich hatte vor einigen Wochen das Vergnügen, sieben Leistungsendstufen (ca. 1kW pro Kanal) prüfen zu dürfen. Ausdruck der Leistungs- und THD+N-Frequenzgänge, erzeugen eines schönen Dokuments im PDF- Format dauern halt ein wenig. Da war der Vormittag schnell ‘rum.

Viele Geräte halten die Herstellerangaben übrigens auch als Neugeräte nicht ein. Da ist die Werbeabteilung einfach zu optimistisch, um das mal nett zu formulieren.

Für meinen eigenen Subwooferverstärker habe ich nach Feierabend ca. 2 Stunden benötigt. Aber für das eigene Gerät möchte man die Auswertung ja auch besonders schön haben. Und nein, ich habe nicht zu viel Freizeit für Gefälligkeiten am Arbeitsplatz. Ich kann mir den Analysator auch nicht privat leisten (Größenordnung ca. 20k€). Vielleicht kaufe ich mir so ein Teil mal gebraucht, wenn ich in Rente bin und Langeweile habe.

Sonnige Grüße

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