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Antwort auf: Oktober 2016 in Süd-Süddeutschland

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MartinK

Hallo liebe Leute.
Angemessen ist, an erster Stelle zu erwähnen dass Udo seine Monas über Teilnehmer Paul hier an den Start brachte. Danke dafür! Die Seite ist bzgl. des Events etwas unübersichtlich geworden. Deshalb kann ich meine Eindrücke erst jetzt verfassen.
Zu Besuch waren Paul mit Edith und den FT 15 / Mona 2.1) sowie UweL. mit einem Bekannten und der BlueNote und dem 2.1 PC-System. Als dann letztlich alles aufgebaut war, bestätigte sich, was schon absehbar war. Nur ein kleinerer Teil der Lautsprecher ist aktuell noch bei Udo verfügbar. Nichtsdestotrotz hatten wir unseren Spaß und können guten Gewissens Werbung für den Selbstbau machen.
Wie üblich haben wir uns einigermaßen geradlinig von den einfacheren Bausätzen bis zur oberen Bluesklasse (BlueNote) hochgearbeitet.
Für die kleineren Lautsprecher haben wir den Mini-Amp von den Monas benutzt,
für die anderen den Technics SU V6X.
Uwe hatte noch eine Eigenkreation (2.1 für den Schreibtisch) dabei , die von einem Reckhorn Amp angetrieben wurde.
Aufstellung erfolgte suboptimal auf der 4,5 m langen Schmalseite des Raumes, dafür konnten wir mit insgesamt 5 Personen jeweils gute Hörpositionen in 4 – 6 m Abstand einnehmen.
Die Musikauswahl war für meinen Geschmack recht ausgewogen mit jeweiligem Schwerpunkt auf Instrumente, bzw. Stimmen und auch Bass und Bühne.
Einige Titel liefen mehrfach hintereinander an verschiedenen Boxen mit direktem Umschalten.
Ich versuche es der Reihe nach:

– Bluestone Twins vs Needle: Überraschten durch unerwartet voluminösen Klang bei naturgemäß beschränktem Pegel. Im Sweetspot waren die Höhen völlig ausreichend und die Bühne schon erstaunlich. Bei direktem Umschalten waren die Needle deutlich vorne was das gesamte Klangvolumen angeht.

– Mona 2.1: Das viele Lob hatte mich skeptisch aber auch zuversichtlich und neugierig gemacht. Ich mache es kurz: Die Teile sind eine Wucht. Sowohl was das Klangvolumen, “Tiefbass” Pegel und die Bühne anbelangt. Die Bühne war teilweise deutlich breiter als der Boxenabstand war. Vor lauter Begeisterung durfte sie ganz zum Schluss nochmal laufen und Yello mit Babe und The Race von sich geben. Und dann haben wir zu später Stunde versucht, die Mona zu toppen indem wir statt des originalen Subs erst den Vota Sub 12 und dann ein Unterteil der FT 11 anschlossen. Alles Regeln nutzte nichts. Es klang nicht. Aus dem Chassis kamen auch mittlere Frequenzen; es passte halt nicht. Wir waren uns einig, dass die Filterwirkung des Bandpasses beim Original entscheidend zum Gesamterfolg der Mona beiträgt. Und natürlich “uns Udo”

– Danach war Uwes Eigenkreation dran mit 2 vieleckigen Satelliten mit kleinem Breitbänder / Hochtöner und dem Subwoofer …….. In dem Raum haben sie mich nicht überzeugt. Als Uwe erklärte, wie er sie im Büro auf dem Schreibtisch nutzt und wir dies grob nachgestellt hatten, war es ganz anders. Plötzlich stimmte alles und entspanntes Höre war problemlos möglich.

– Als nächstes habe ich meine modifizierten FT 11 Top angeschlossen. (Quasi im verdoppelten Gehäuse der HighJack, Originalweiche. Hier halte ich mich mal zurück und hinterlasse nur, dass es mir viel Spaß macht damit zu hören. Im Fernduell mit der Highjack würde ich sagen: vergleichbarer Klang mit erheblich mehr Bass.

– Pauls (bzw. Ediths) FT 15 haben mich überrascht. Hell, klar und mit gutem, aber etwas zurückhaltendem Bass schien sie mir für Rockmusik und Stimmenwiedergabe am besten geeignet. Der Mittelton ist recht präsent. Für meinen Geschmack etwas zu präsent. Bläser oder Frauenstimmen gefielen mir dagegen sehr. Sie spielten später eine ganze Zeit lang im Wechsel mit der FT 11 “gegen” die BlueNote von Uwe.

– Meine FT 11 mit Original-Topteilen und 120 L BR-Gehäusen für die Bässe bei unveränderter Weiche waren als nächstes dran. Ups: Der von mir bis dahin hochgelobte Bass war plötzlich zu dick und etwas “schwammig” ich war dezent enttäuscht. Der Bass der FT 15 war deutlich straffer. Aber halt nicht so fett…. Nach etwas Eingewöhnung ging es dann und ich genoss die Vorteile der recht hohen Konstruktion. Ich finde, der Raum wird so am besten gänzlich beschallt.

– Duetta Top machten es sich auf den BlueNote gemütlich und durften als vorletztes an den Start. Aha. Das was quasi allen zuvor gehörten Lautsprechern gemein war -die mehr oder minder breite Bühne- bekam eine andere Bedeutung.( Ich möchte anmerken dass ich bzw. meine Ohren kaum die Tiefe einer Bühne hören können) Abgesehen von einer gewissen Empfindlichkeit was die Ohrhöhe im Verhältnis zum Hochtöner anbelangt, war plötzlich ein wahrer Konzertsaal vor uns. Ulla Meineckes “Tänzerin” MUSSTE sein. Die Stimme fasziniert mich immer wieder und oft habe ich das Gefühl, sie singt mir direkt ins Ohr. Die dezente Dynamit in der Aufnahme und der Nachhall begeistern mich immer wieder. Hier haben wir später im Wechsel nochmal die FT 15 angeklemmt um sie per Umschalter im direkten Vergleich -auch mit den BlueNote zu hören. Die relativ helle Abstimmung der 15er spülte diese hier sehr weit nach vorne.

– Die BlueNote von Uwe hoben wir uns für den Schluss auf, obwohl die Ohren langsam müde waren. Zugegebenermaßen haben wir es uns zwischendurch aber auch ganz ordentlich gegeben,. Hier war ich froh über den potenten Technics. Mit der BlueNote war nochmal alles anders. Es war einfach alles da. Egal ob der Ulla oder rockigem oder Indianerklängen oder auch verschiedenen Stücken von Yello. Sie begeistert mich vollends, trägt aber auch nicht dazu bei, meine zweigeteilte Vorliebe für wirkich gutes Hören und fetter Partybeschallung in eine der beiden Richtungen zu schubsen. Philosophieren über Qualität von Aufnahmen und Wiedergabeketten kam wieder in Gang. Wir waren uns einig, dass eine CD, nur weil sie an der einen Kette nicht gut klingt, nicht weggeworfen werden sollte da sie an anderer einfacherer) Kette durchaus noch zu gefallen weiß. Und: Auch eine einfache Kette zeigt Unterschiede in der Aufnahmequalität. Halt nicht so deutlich. Bei Yellos Babe habe ich den Wunsch meiner Frau nach noch mehr Lautstärke an Uwe als Besitzer weitergegeben weil ich selber nicht weiter aufgedreht hätte.
Was macht der Kerl? Beherzt von 11 auf 13 Uhr gedreht und die Etons tanzten dass mir die Spucke wegblieb. Alle sprangen zu den Chassis und stellten fest: Nichts schlägt an, alles klingt gut. Und wie gut!

Fast hätte ich es vergessen. Irgendwann zwischendurch haben wir spaßhalber die (mir) zu hell abgestimmte FT 15 als Top-Teil für die (mir heute bei dieser Aufstellung) zu fett kingenden) Bassabeile der FT 11 angeschlossen. Allzulange liefen sie nicht, weil sich keiner die Mühe machte, irgendwelche Gesamtwiderstände zu rechnen und ich nichts schrotten wollte. Im Gesamtergebnis würde ich mal sagen: Das könnte mit etwas Feinabstimmung eine low Budget Grand-FT sein.

Und noch eine Einfügung: Paul hatte seinen Mediaplayer mitgebracht. Ich habe kurzerhand ein Netzwerkkabel durch die Decke zum Gerät verlegt und schon konnten wir (per Pauls Handy) seine Musik vom Server hören. Für mich eine neue und unbekannte Welt. Vielleicht verstehe ich sie und vertraue ihr wenn ich Udos Alter erreicht habe.

Das wurde jetzt vielleicht etwas viel Text, aber beim Schreiben musste ich feststellen dass es nicht so einfach ist, wo viele Lautsprecher mit einem PERSÖNLICHEN Eindruck zu beschreiben.
Mit hat es sehr gut gefallen und mich bereichert. Vielen Dank für Euer Kommen und die Gelegenheit zu Spielen und hören.
Euer Martin
PS: Bitte seht mir nach, falls ich etwas vergessen habe.

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