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Antwort auf: Bauanleitung SymASym

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#14467
Sparky

Nachtrag: Biino + Galaxy

Mahlzeit,

den SymASym habe ich nun noch durch einen Vorverstärker ergänzt, der ebenfalls aus Bausätzen des Herrn Birger besteht.

Zum eines wäre das ein “Biino”, dabei handelt es sich um eine Möglichkeit, über Relaiskarten eine Eingangsquelle anzuwählen und diese dann über eine Widerstandskaskade mit 63 möglichen Pegelstufen an die Vorstufe weiterzugeben. Interessant ist das daher, da “klassische” Lautstärkesteller über ein Schleiferpotentiometer realisiert sind. Um dieses “fernzubedienen” muss man ein Motorpotentiometer nutzen, diese Mimik entfällt bei der Version von Herrn Birger.
Das Biino besitzt ein Display mit 2×20 Zeichen, hier kann jedes beliebige 2×20 LCD mit HD44780 Controller genutzt werden, somit ist man etwas frei was Farbe und Darstellung angeht.
Über eine Infrarotschnittstelle kann das Biino vom Sofa aus fernbedient werden, es können Fernbedienungen mit NEC oder RC5 Codec angelernt werden. Den nötigen Microcontroller mit der von ihm entwickelten Software vertreibt Herr Birger ebenfalls, die Software ist intelligent aufgebaut und beschränkt sich auf das Wesentliche.

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Des weiteren ist der “Galaxy”-Vorverstärker von mir verbaut worden, ebenfalls ein Bausatz von Herrn Birger und meine Vermutung, dass dieser daher gut zum Sym passen muss, hat sich bestätigt. Bei der Wahl der Koppelkondensatoren zur Endstufe ist man frei, diese sollten 4,7µF oder größer in ihrer Kapazität sein. Es funktionieren alle Folienkondensatoren von Industrieware bis hin zu “Highend-superduper-bei-Vollmond-mit-Goldstaub-und-Bienenwachs-gewickelten-Silberkondensatoren”
Meine Wahl fiel auf die Kondensatoren, wie sie auch Udo von seinem neuen Lieferanten bezieht und die machen ihren Job hervorragend 🙂

Als Quellen kann das Biino bis zu 12 Stück verarbeiten, meine Version hat sechs Quellen:
-RCA Cinch (AUX)
-RCA Cinch (CD-Spieler)
-Phono (ich habe eine fertige Phonovorstufe integriert)
-Klinke (AUX)
-Netzwerk (Es kommt der hier bereits bekannte Raspberry Pi zum Einsatz)
-Toslink (ich habe einen fertigen DA-Wandler integriert)

https://www.acoustic-design-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/2017-03-17-10.38.51.jpg

Zur Spannungsversorgung sei noch gesagt, dass man gerade im Kleinsignalbereich auf saubere Spannungen achten sollte. Leider wird heute fast alles mit fernöstlichen Steckernetzteilen in Schaltnetzteilausführung geliefert, die haben dann auch schon mal um 50 Milivolt aufwärts Restrauschen, was sich bis ins eigentliche Audiosignal fortpflanzen kann.
Somit habe ich lieber für saubere Spannungen gesorgt.
-Das Biino ist im Signalweg nur ein passives Schaltglied, es hat ein eigenes integriertes Netzteil und braucht entweder 5V Gleichspannung oder eine Wechselspannung ohne besondere Ansprüche, aus dem es sich selbst 5V generiert.
-Der Raspberry wird durch das hier bekannte Tomanek-Netzteil mit 5V gespeist
-Der Galaxy-Vorverstärker wird mit einem Netzteilbausatz von Herrn Birger gespeist, dieser liefert sehr saubere +-18 Volt und ist als Shuntregler ausgeführt.
-Die 12V für den Toslink DA-Wandler und die Phonovorstufe (Gerade diese sollte, egal welcher Hersteller und Type, stets mit sauberer Spannung versorgt werden, da sie mit sehr kleinen Pegeln arbeitet) erzeuge ich mit einem ausgeschlachteten Labornetzteil ebenfalls per Shuntregler und mit gerade mal 5 Milivolt Restrauschen. (Der “dicke” Leistungstransistor auf der Geräterückseite dient hierbei als Stellglied)

Somit sei gesagt, auch ein guter Vorverstärker mit an den Eigenbedarf angepassten Eingangsquellen und Funktionen kann als “Frankensteins Monster” aus dem Recyceln alter Bauteile und Ergänzung durch DIY-Bausätze selbst hergestellt werden, wo man ansonsten vermutlich mehrere Geräte hätte kaufen müssen. Basteln lohnt sich!

In dem Sinne: “Es leeeeeebt!”

Gruß,
-Sparky

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