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Antwort auf: Plattenspielerjustage für Nicht-Raketenwissenschaftler

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#26498
geloescht

Moin.

Kleiner Beitrag, auch nix über Lxxxxxxxxxxx oder Cxxxx., habe die Sandförmchen noch in der Hand.

Muss da noch bissel Dummes dazugeben. Wie oben schon von Sparky ausführlich erwähnt, entsteht der tangentiale, auch horizontale Spurfehlwinkel durch den Unterschied der tangentialen Bewegung des Schneidstichels und der radialen Abtastung der fertigen Platte, es entsteht ganz einfach eine Fliehkraft nach aussen, nachdem der Tonarm den Nulldurchgang überlaufen hat.

Hier wirkt auch die Antiskatingvorrichtung, also der Ausgleich der Schwerkrafteinwirkung. Diese Hybridaufgabe ist eigentlich das schwierigste und kritischste und somit auch das wichtigste Elelement der Justage. Dazu kommt, dass es unzählige Varitionen, bedingt durch Tonarmlänge, Kröpfung, Gewicht Tonarm und System gibt, was es auch nicht gerade vereinfacht. Kurz gesagt, den Tornarm 100% über die Platte zu führen, ist so unmöglich, wie aus der Regierung Merkel ein gutes Team zu formen und damit den Nahen Osten komplett zu befrieden.

Es sind immer nur Näherungen, die man mit den Schablonen schon ordentlich bewerkstelligen kann. Ich habe die oben genannte Schablone mit dem kleinen Programm ausprobiert und gegenüber der einfacheren Variante Vonolabs nur minimale Unterschiede festgestellt, die man, bei der Komplexität des Problems vernachlässigen kann.

Zu dem ganzen Problem kommt noch die Arbeitsweise unseres Gehörs und des anhängenden grauen Klumpens. Vielen ist nicht bewußt, dass sich das Gehirn, das ja auch noch aus zwei Hälften besteht, völlig asynchron verhält. D.h. die linke Hälfte steuert die rechte Körperhälfte, die rechte die linke Körperseite. Gut bei Schlaganfällen zu sehen. Nach den neuesten Forschungen ergab sich, dass das linke Ohr Musik mehr verstärkt als das rechte Ohr, das wieder auf Sprache spezialisiert ist. Das ist alles sehr komplex und würde hier überlasten. Das Gehirn spiegelt also das, was das linke Ohr von rechts hört und puzzelt es wieder zusammen. Kapiert? Ich auch nicht. Aber wichtig für das folgende Fazit.

Die wichtigste Erkenntnis aus dem ganzen Gerümpel ist, dass das Gehör am empfindlichsten auf Seitenunterschiede reagiert, also wenn die Kumpels Antiskating und Spurfehlwinkelkorrektur nicht passen, ist alles im Eimer. Mein Tipp: Immer zuerst auf die beiden angesprochenen Parameter schauen, die Teufelchen verursachen den meisten Schaden.

Schönen Samstag und viel Spaß beim Tonarmheben und fummeln, das gibt Muckis. Sorry für das Oberlehrerhafte, bin halt ein alter Klugscheißer.

KH

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