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Antwort auf: Duetta auf dem Prüfstand

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Shumway

Hallo alle zusammen,

nun noch mein Bericht zu unserem gestrigen Treffen.
Schön war’s, interessant war’s und lecker war’s 🙂
Die Gastgeber Ria und Karl-Heinz sind richtig nett!
Die Plattensammlung (analog) ist beachtenswert.

Die Kurzfassung für die Eiligen: Duetta macht Spaß!!! 😉

In lang:
Wie Markus ging es auch mir so, dass ich die Duetta bislang nur in großen bis riesigen Räumen hören konnte. Wobei dem Schätzelken auch in diesen Räumen nie die Puste ausging. Wie verhält sich das gute Stück nun in einem Wohnzimmer üblicher Größe?

Wie schon bekannt, eine klare in sich geschlossene Wiedergabe vom Basskeller bis in die höchsten Höhen – jedenfalls jene, die ich überhaupt noch höre. Mein Gehör ist leider flott gealtert, so dass die oberste Oktave kompletto fehlt 🙁
Alles klingt „rund“ und sauber. Miese Aufnahmen werden enttarnt.
Wie jeder Raum hat Karl-Heinz‘ Wohnzimmer ein Schmankerl namens Raummoden zu bieten. Ich kenne das aus meinem winzigen Wohnzimmer auch, das hat nichts mit den Lautsprechern zu tun. Die Qualität der Darbietung bleibt erhalten, und bei Ria und Karl-Heinz fing es glücklicherweise nicht an zu dröhnen.
Karl-Heinz stellt viele gute Fragen, auch die nach Beseitigung der Raumresonanzen. Nun gut, was kann man dagegen machen:
– Mit der Aufstellungsposition der Boxen spielen
– Absorber im Raum unterbringen, am besten Kantenabsorber
– Einen DSP einschleifen
– Eine Box mit weitaus geringerer Basswiedergabe nutzen

Nun ehrlich, ein Wohnzimmer ist ein Wohnraum und zumindest ich möchte nicht ständig über eine Box stolpern oder auf monströse und wahrscheinlich unansehnliche Kantenabsorber schauen, die überdies Nutzfläche wegnehmen.
Das mit dem DSP halte ich auch für einen Notnagel, insbesondere wenn es auslöschende Moden zu beseitigen gilt, also ohne Ende Leistung in bestimmte Frequenzbereiche gepumpt wird. Karl-Heinz betreibt eine rein analoge Anlage, da wird der DSP auch nicht wirklich Freunde finden.
Und eine Duetta gegen was kleineres tauschen, würde ich auch nicht machen 😉
Was bleibt als Option?
– Wir akzeptieren unsere Wohnräume und die Klangeigenschaften 😉

Derzeit betreibe ich die Symphony 5 in meinem Wohnzimmer, temporär und provisorisch aufgepimpt durch zwei geschlossene Subwoofer mit Duetta 11-Zöllern an einem Wyntek SW-Verstärker. Den habe ich so eingestellt, dass er wirklich nur die Oktave übernimmt, die der Symphony unten rum fehlt. Dabei habe ich festgestellt, dass ich eine dicke auslöschende Raummode um 80 Hz habe, die derzeit nicht korrigiert ist.
Ein Vergleich zu Karl-Heinz‘ System ist nicht einfach. Die Verwandtschaft innerhalb der Eton-Chassis ist deutlich. Da ich übliche Geräte der Mittelklasse nutze – Verstärker und CD-Spieler von Rotel, Streaming vom NAS auf RaspBerry/HiFiBerry, also nur digitale Quellen – klingt es bei mir „dünner“ und im Hochtonbereich durch die Keramikkalotte nicht ganz so schön unaufgeregt wie bei Karl-Heinz‘ Duetta. Aber Achtung: Dies ist eine relative Aussage, wir vergleichen auf hohem Niveau!

Mit den 11-Zöllern werde ich nach Renovierung und Neumöblierung meines Erdgeschosses in eine ähnliche Richtung gehen. Für das Erdgeschoss plane ich derzeit eine Linie 74 light (also nur drei statt fünf Chassis). Mit Hilfe der Symphony 5 Chassis und zwei weiteren im Ausverkauf erworbenen Eton 5-302 werde ich versuchen eine „Eton 11-25“ zu konstruieren. Ein ähnliches Projekt hat Kai in diesem Forum gut dokumentiert. Und wie ich weiß, ist er auch sehr zufrieden damit. Ich versuche es demgegenüber in einer rein passiven Version und weiß jetzt natürlich schon, dass das Klangbild anders als bei einer Duetta sein wird. Wenn’s gefällt, werden meine Symphony 84 auf dem Dachboden weichen.
Vielleicht lässt sich bei Karl-Heinz dann ein Vergleich zwischen den Konzepten anstellen – wobei, heute meldeten sich mal wieder die Bandscheiben 😐

Vielen Dank noch mal an Ria und Kalla, beste Grüße,

Gordon

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