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Antwort auf: Große Treiber in kleinen Räumen

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#28911
Stefan

Um es mit Spock zu sagen: Faszinierend!

Die Theorie und die Messungen sind das Eine… Hut ab, für all die, die damit umgehen können und aus den Daten etwas schließen können um das dann wieder in das weitere Design einfließen zu lassen.
Danke für den Bericht Gordon!

Quintessenz für mich: Kann ich mir eigentlich sparen. (Achtung, evtl. vorhandene Provokation)
Messung hin oder her, schlußendlich verlässt Du Dich auch nur auf’s hören und stellst die Dinge dann so hin oder ein, damit es für Dein Hörempfinden passt. Oder hab ich das falsch verstanden?

Mit meinem U_Do7 Subwoofer hab ich ähnliche Erfahrung. In der Mitte des Raumes hat mein kein großes Basserlebnis. Man merkt zwar, das er mitläuft, aber viel mehr auch nicht.

Auf dem Sofa, näher an der Wand sieht die Geschichte anders aus. Da wirkt der Subwoofer Bass dann monumental! Fast biblische Ausmaße hat das Bassfundament.
Mit dem Kopf an die Wand gelehnt ist es dann aber brachial übertrieben. Da frag ich mich immer, welchen Teil des Basses eigentlich die Nachbarn hören. Den aus der Raummitte, oder den von der Wand?

Wenn ich moderne HipHop oder Popstücke höre, in denen ab und an die allseits beliebte „Basstraumakurve“ gespielt wird… (fängt mit hohem Bass an und in 2-3 Sekunden geht das ganze nach unten in Richtung Unhörbarkeit)
Dann hab ich mit Sitzposition an der Wand manchmal dermassen starke Resonanzfrequenzen im Tiefbassbereich, das ich kaum mehr die anderen Frequenzen hören kann. Das ist dann schon regelrecht unangenehm.
Ich habe dann auch das Gefühl, dass das ganze regelrecht nachschwingt und sich langsamer abbaut, als es vom Lied vorgesehen war. Auf mich wirkt das fast so, wie ein „Bassecho“ das nur langsam verhallt.

Ich bin ja eigentlich Bassverliebt, aber das Ganze ist dann wirklich so unangenehm, das ich den Sub ziemlich weit runtergedreht habe. Also quasi auf die Vernunft-Einstellung 🙂

Zurück zu Deinen Kurven: Ich denke mit den Kurven kann man nur etwas in neutralen Räumen anfangen, die das Mikrofon nicht beeinflussen können. Und wo gibt es schon so etwas in normalen Haushalten.
Also halte ich mich weiter an Udo’s Vorschläge und mache den Rest nach gusto. Und da bin ich wieder vollkommen bei Dir und der Laborweisheit 🙂

Mit gut abgehörten Grüßen,

Stefan

P.s. Wenn ich mit meinem Bassweltbild falsch liege lasse ich mich gerne belehren. Da lerne ich gerne dazu! Momentan sehe ich aber nicht, dass mir der Kauf von Meßequipment beim Hörgenuss mehr helfen würde als meine eigenen Ohren.

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