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Antwort auf: Große Treiber in kleinen Räumen

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#29067
Shumway

Hallo Stefan,

Variante D kann, wie ich erwähnte, zu einem technisch perfekten Ergebnis führen (für genau einen Punkt im Raum) ohne dabei das Ohr zu überzeugen. Der Wohnraum mit seinen vielfältigen Resonanzen und Reflektionen ist kein Messraum – und selbst in solchen wird getrickst, da jeder Raum eine Grenzfrequenz hat, unterhalb der die Messverfahren kaum noch funktionieren. Desweiteren ist das erwähnte gut kalibrierte Mikrofon nötig.
Beim ATB PC Pro liegt ein einfaches und billiges Elektret-Mikrofon bei, von dem der Hersteller der Software behauptet, es sei sehr genau. Eine Messkurve liegt bei und ist fast wie mit dem Lineal gezeichnet. Ob ich das glauben möchte, weiß ich noch nicht…
Zur Veranschaulichung von relativen Abhängigkeiten ist das dennoch ausreichend. Wenn Du dagegen im absoluten Sinne verlässliche Ergebnisse haben möchtest, brauchst Du hochwertiges Messequipment. Wenn ich Herrn Google glauben schenke, sind dann ganz flott erhebliche Ausgaben damit verbunden, der Name eines gewissen dänischen Herstellers fällt ganz oft – ich selbst werde mich bei Gelegenheit nach preiswerteren Alternativen umschauen, Chris hat ja schon etwas vorgeschlagen.
Ein anderes Problem ergibt sich bei Korrekturen im Bassbereich. Ohne es zu bemerken, kann man sehr viel Leistung in die Chassisspulen lenken. Wenn man auch noch die „richtige“ Frequenz erwischt, ergeben sich enorme Auslenkungen der Membran. Elektrische oder mechanische Schäden an dem Chassis können die Folge sein. Deswegen hatte ich die Spannungen bei zwei markanten Frequenzen gemessen und in Relation gesetzt.

Ein akustischer Absorber, und sei es ein hübsches größeres Sofa als Kantenabsorber, ist ungefährlicher. Auch Bilder, Grafiken etc. übernehmen Absorber- bzw. Diffusorenfunktion. Die genannten Varianten b und c sind also schöne Methoden zu optimieren, ohne große Kosten zu erzeugen.
Wobei Helmholtz-Resonatoren eine tückische Technik sind, die genau auf die Resonanzen des Raums passen und in ausreichender Anzahl vorhanden sein müssen, um wirklich genug Energie aufnehmen zu können. Das ist eher was für Tonstudios als dem Wohnraum.

Ein schönes Wochenende,

Gordon

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