Home Foren Verstärker und Co Buscher Endstufen Antwort auf: Buscher Endstufen

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Rundmacher

    Hallo,

    alles im grünen Bereich, der El Clasico befindet sich momentan auf dem postalischen Rückweg zu seinem glücklichen Eigentümer. Er ist jetzt top in Ordnung.

    So ging es los:

    Zitat: Erstmal das Ganze provisorisch verdrahtet um Ruhestrom und Offset ein zu stellen. Ob die extremen Offset Schwankungen bei einem Kanal am Multimeter oder an der Platine liegen muss ich noch prüfen. (1 Messung: Offset läßt sich zwischen 50-130 mV einstellen. 2Messung nach ca 1h, Offset zwischen -15 – +15mV)

    Es folgten wenige PMs und Emails und der Bausatz landete wie oben abgebildet auf meiner Werkbank.
    Kurz überprüft ob alle Bauteile korrekt bestückt sind, natürlich, alles perfekt.

    Die Outputs beider Kanäle wurden an 8 Ohm / 200W Ersatzlastwiderstände angeschlossen.
    Der 400VA Ringkerntrafo wird von einem industriellen Trennstelltrafo angesteuert, langsam auf 220V~ hochgedreht, die Speisespannung an den Modulen beträgt +-42 V, alles korrekt.

    Wer das jetzt hier genauer verfolgen möchte, wie gesagt, der Schaltplan ist bei Andre Buscher downloadbar.

    Und los:
    – Bias-Spannung mit DVM gemessen, soll ist 22mV, das sind rund 100mA Ruhestrom durch die Endtransistoren
    – K1 korrekte Einstellung möglich
    – aber K2 große Drift, 0mV bis 200mV, das Amperemeter am TST schlug leicht aus, Lastwiderstand wurde handwarm, hehe ☹
    Schluss mit dem DVM, Zeit für den Oszi, ran an den Ersatzlastwiderstand.

    Der Eingang des Moduls ist nicht beschaltet, am Lastwiderstand von 8Ohm liegt ein Sägezahn mit 23V bei 60kHz. Ein 65W Leistungsoszillator, da haben wir es, das ist Bombe.

    An den Input Eingängen der Module (Input/GND) waren zwei Litzen mit etwa 20cm Länge angelötet, bei einem Kurzschluss beider verschwand der Sägezahn. Folgerichtig wurden beide Litzen durch ein abgeschirmtes Kabel mit einem konfektionierten RCA-Stecker ersetzt, der Sägezahn lief hoch auf 70kHz, die Amplitude verringerte sich auf etwa 3V. Das reicht natürlich nicht, das Modul schwingt immer noch.

    Die Lösung war ein kleiner keramischer Abblockkondensator von 100 pF am Input gegen GND. Buscher hat hier ursprünglich keinen eingesetzt, normalerweise ist es nicht nötig. Na ja, wir sind hier im Analogbereich, wir haben Bauteiltoleranzen, verschiedenste Störfelder durch immer mehr verwendete digitale Leistungsbaugruppen, es gibt sicherlich weitere Einflussfaktoren für solch ein Verhalten.
    Zum zusätzlich -jetzt veränderten- El Clasico sind hier einmal zwei weitere Eingangsstufenbeschaltungen von bekannten Fabrikaten abgebildet:

    Ursache behoben. Der Signalgenerator an den Input angeschlossen, start bei 20Hz, schrittweise bis 100kHz.
    Anbei die Oszillogramme von 20Hz, 1kHz und 20 kHz bei Vollaussteuerung.
    Das sind 70Watt Sinusdauerleistung an 8 Ohm, beide Kanäle, über Stunden.
    Noch einmal, das ist Sinus!

    Der Offset ließ sich bei beiden Modulen akkurat auf unter 1mV einstellen. Aber wie Andre geschrieben hat, nötig ist es eigentlich nicht, ohne die Offsetbaugruppe lag er zwischen 4 und 5 mV.

    Meine Empfehlung an alle die welche sich solch einen klassischen analogen Leistungs-NF-Verstärker, egal ob A- oder B-Betrieb, ob Bipolar oder Mosfet, nachbauen möchten, ein einfaches DVM reicht nicht. Oszi, Signalgenerator und am besten ein Ersatzlastwiderstand sollten verfügbar sein. Wenn man Glück hat benötigt man das alles nicht, aber…

    Noch ein aktueller Hinweis: Andre Buscher nimmt im Sommer 2026 seine Website down, bis dahin sind die Downloads noch möglich.

    Ich habe mir alles abgespeichert.

    Es grüßt freundlich
    Rundmacher

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