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Fragen zur Planung der U_Do 53

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  • Dieses Thema hat 11 Antworten und 6 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 2 Wochen, 6 Tage von Chris1969.
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    • #51408
      Chris1969

      Gude aus Sindlingen (bei Frankfurt)

      Nach längerem Rundflug durch die DIY “Lautsprecher Forenwelt” bin ich seit Ostern hier stiller Mitleser und habe letztlich dann U_DO 53 in die Endauswahl genommen.

      Pflicht war auch die Lektüre “Gehäusedämmung” von Udo.

      Mein Hörraum ist ein 24m² Wohnzimmer, ich höre aus Prinzip nur Stereo. Die Technik besteht aus einem Denon PMA 860 und einem Yamaha CDX 750E der, wenn ich einen guten finde, durch einen 1050 ergänzt wird.

      Es gibt noch einen “Ich kann alles” Harman Kardon, aber Surround/Dolby Gedöns ist nicht meine Welt.

      Musik höre ich viel und quer Beet. Zappa, Tangerine Dream, Ego, Can, Live supergerne Peter Gabriel & alte Genesis, Klaus Schulze, alte Technomusik der Frankfurter Schule, Rush, Saga, Kate Bush, Judas Priest, Van Halen – also wie ich Lust habe und oft von einem Extrem zum nächsten Extrem wechselnd.

      Der LS muss also alles abkönnen, 3 Paar habe ich selber schon nachgebaut, immer Bassreflex und mal 2, 3 oder 4-Weg.

      Budget ohne Holz: 250€ pro Seite

      Zu den Fragen:

      Welches ist das beste Holz, ich lese das Udo “Verleimtes Holz” empfiehlt? Multiplex gefällt mir persönlich neben Staboptik sehr gut. Tischler habe ich im Freundeskreis, Löten tue ich mit Hingabe selbst.

      Dann die Dämmpfung, macht bei der U_Do 53 eine ringförmige Versteifung Sinn?

      Ist eine innere Aufdoppelung mit zweiter Holzsorte (OSB, MDF) an der Front Sinnvoll?

      Gibt es vielleicht ein Upgrade/Empfehlung bei der Frequenzweiche bzgl., Material (kein Voodoo) oder gar bei den Chassis?

      Danke schon einmal für das Lesen und die kommenden Antworten

      LG, Chris

       

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    • #51410
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Chris,

      dass du häufig in (den falschen) Foren unterwegs warst, erkennt man sofort an den Fragen 😉

      Für unsere Boxen verwenden wir MDF oder Multiplex. Beides lässt sich gut verarbeiten und hat die richtigen Eigenschaften für den Boxenbau. Preislich liegen sie ähnlich, wenn man das Geld für die Oberflächen-Behandlung dazu rechnet.

      Wenn andere Versteifungen besser gewirkt hätte, sähst du sie in der Bauzeichnung und auf den Baubildern. Ich habe nicht gestern mit dem Boxenbau begonnen. Daher darfst du davon ausgehen, dass immer eine Menge Erfahrung in die Konstruktionen einfließt. Also halt dich an unseren Aufbau, dann bekommst du auch, was wir hergestellt haben.

      Das Gleiche kann ich zur Frontgestaltung sagen. Hier solltest du auch noch berücksichtigen, dass du eine Aufsteigerbox baust und noch nicht die Bluesklasse. Doch auch da haben wir aus keinem unverständlichen Grund jemals Aufdopplungen verschiedener Werkstoffe genutzt.

      Und nun noch einen Klatsch für die Frequenzweiche. Uns ist es egal, was Bauteile kosten. Zahlen muss der Kunde und an teureren Komponenten verdienen wir sogar mehr. Was sollte uns abhalten, sie in die Weichen zu stecken, wenn sie tatsächlich einen klanglichen Gewinn erbrächten? Das entlarvt uns natürlich als schlechte Kaufleute, andere preisen die Bauteile für Dumme als das Nonplusultra an. Wir enwickeln lieber Weichen mit den richtigen Bauteilen an jeder Stelle.

      Genug geprügelt, jetzt konstruktiv: Für 250 Euro wirst du kaum einen besseren Bausatz auf dem Markt finden. Zudem haben wir auch Upgrades, wenn der Hörraum mal wächst.

      Gruß Udo

    • #51411
      MartinK

      Hallo Chris und willkommen.
      Mit der U_Do 53 liegst Du schon relativ gut. Ins Budget passen auch noch die U_Do 54, der ich den Vorzug geben würde weil sie bei erhöhter Lautstärke entspannter spielen können und wenn es rund gehen soll deutlich mehr Reserve bieten. Ich bin allerdings einer der gerne mal richtig Gas gibt.
      Zu Deinen Fragen:
      Multiplex ist sehr gut geeignet. Wenn es Dir gefällt, nimm es. Die Empfehlung “verleimt” gilt für Massivholz. Hier also stab- oder Schichtverleimt. Massivholzbretter sind sehr schwer in Form zu halten.
      Versteifungen machen Sinn. Hier hat Udo alle Erforderlichen schon im Bauplan. Unsymetrisch verteilte Ringversteifungen sind auch gut. Musst nur darauf achten, dass sie nicht zu mickrig ausfallen. 5 cm sind m.E. das absolute Minimum. Gehst Du Richtung angemessener 10 cm umlaufend, riskierst zu zu engen “Durchlass” deshalb plant Udo so wie er es plant. Aber hie und da ein Zusatz kann akademisch noch etwas bringen. Aus meiner Sicht macht da eher eine Erhöhung der gesamten Wandstärke Sinn.

      Deshalb auch eher 1x dick als 2xdünn. Ist halt einfacher.
      Materialmix hinsichtlich des hörbaren Klangs halte ich bei vernünftigen Materialstärken für Humbug. Es sei denn man vergleicht Malsaholz mit Beton.
      Und zuletzt:
      Upgrade schlage Dir aus dem Kopf. Udos Entwicklungen sind vernünftig und ausgereift. Da lohnt sich kein Gedanke. Hie und da schreibt er: “…..könnte man mit einer handvoll Bauteile…… das Aussehen des Messchriebes verbessern…… aber das nähme der Box den Charakter und die Lebendigkeit.

      Ich persönlich verwende meine Energie, Hirnschmalz und Material lieber in individuellen optischen Gimmiks.
      Liebe Grüße
      Martin

    • #51412
      Chris1969

      Gude Udo,

      vielen Dank für deine rasche Antwort. Als Klatsche sehe ich die Antwort nicht, kritisieren lag mir auch fern, im Gegenteil du wurdest mir penetrant aus einem anderen Forum empfohlen. Es kommt mir also entgegen da ich die Front gefräst bei dir bestellen kann und den restlichen Zuschnitt im Baumarkt hole.

      Ich frage auch deshalb, weil als Holzliste zur U_DO 53 im Plan 19mm MDF oder Grobspan steht, die Front gefräst nun auch als Multiplex erhältlich ist. Hat man, bestellt man bei dir die Front, eine Auswahl an diversen Multiplex, z.B. Birke, Buche usw.?

      Wenn, wäre es schön wenn der restliche Korpus ebenfalls Multiplex als Option möglich machen würde und nur nicht aufgeführt ist. OSB hat aber auch seinen Reiz, zudem wenn Klarlack aufgetragen wird.

      Kurz, also entweder 100% OSB oder Multiplex?

      Was die Dämpfung angeht, bin ich als Laie davon ausgegangen das dein Kapitel zu berücksichtigen wäre und der gezeigte Bauplan aus Gründen des Copyright, bis zur Bestellung nicht alles zeigt?

      Bei der Weiche ging es nicht um Klangverbesserung durch exorbitant teure Bauteile, was ich eh nicht raushören würde, sondern um die mechanische Güte bei bsp. MKT Folienkondensator statt Elektrolytkondensator.

      Upgrade muss ja keine Beutelschneiderei sein, sondern kann Sinn machen.

      LG, Chris

      @MartinK

      Morgen mache ich mal ein Foto von dem geleimten Stabholz was ich gerne hätte, wenn das gehen würde wäre ich Glücklich.

       

    • #51415
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Chris,

      den Bauplan fertigen wir meist für das Material an, aus dem wir die Testboxen gebaut haben. Für 19 mm MDF oder OSB sind die Maße identisch, nicht jedoch für 18 0der 21 mm Multiplex. Wenn du andere Plattenstärken nutzen willst, ist das natürlich erlaubt, du musst dafür nur ein wenig rechnen. Bei uns hast du weitaus mehr Freiheiten als in anderen Foren, wo du notfalls sogar die Frau des “Entwicklers” übernehmen musst, damit die Zimmerdämpfung identisch ist. Lies dazu auch mal die Grundlagen.

      Wie ich schon oben schrieb, wurden in den Weichen an jeder Stelle die richtigen Bauteile verwendet. Wenn es Elkos sind, gehören sie auch dort hin. Mit “besseren” Bauteilen hast du keinen klangrelevanten Vorteil. Ich will hier meine Bausätze nicht schlecht reden, doch sollte die Relation von Chassis- zu Bauteilqualität gewahrt werden. Wenn ich anderswo Weichen sehe, die dreimal teurer als die Chassis sind, wird mir immer schwindelig vom Kopfschütteln. Ich rüge dabei nicht den Händler, sondern den Käufer. Der will selbstverständlich das Beste für sein Geld. In solchen Fällen muss er sich aber auch ehrlich fragen, ob er es tatsächlich bekommt. Man kauft sich auch keine Schuhe, die drei Nummern zu groß sind, nur weil bei ihnen mehr Leder verarbeitet wurde.

      Welche Holzsorten wir anbieten, steht als Option im Shop.

      Gruß Udo

    • #51434
      Sparky

      Guten Abend Chris,

      Bei der Weiche ging es nicht um Klangverbesserung durch exorbitant teure Bauteile, was ich eh nicht raushören würde, sondern um die mechanische Güte bei bsp. MKT Folienkondensator statt Elektrolytkondensator.

      Was ist hier gemeint? Etwa die (nicht mechanische) Güte des Kondensators QC?

      Ja, die gibt es. Und sie hat, bei z.B. Schwingkreisen und Hochfrequenz einen Einfluss.
      So wie der Skineffekt, Elektromagnetische Störungen etc.pp.

      Man kann im Internet ernsthafte Beiträge aus dem jeweiligen Anwendungsbereich finden, aber auch jede menge “Bulls**t” von Menschen, die offenbar bis 40 kHz und mehr hören können.
      Ich führe das Thema nicht weiter aus, da ich leider nur ein Durchschnittsmensch bin, dem solch evolutionäre Wunder vom Schicksal verwehrt wurden…

      Doch sei beruhigt: Egal, was Du gelesen hast: Hier treiben sich ehrliche Menschen rum, die ehrliche Antworten geben. Das kann hin und wieder auch ruppig sein, aber ist nicht böse gemeint. Betrachte dieses Forum einfach als das kleine gallische Dorf, welches sein Ding macht.

      Wenn hier gesagt wird “Dat is Tinnef!”, dann nur, weil es sich im Bereich des Subjektiven befindet, was die restlichen 98% nicht nachempfinden können.

       

      Gruß,
      -Sparky

      P.S. Eine kleine Anekdote: Ich habe einmal einen Röhrenverstärker gebaut, dort setzte ich extra “gute” Bauteile ein, um möglichst exakte Arbeitspunkte zu erhalten. Katastrophe. “Gute” Folienwickelkondensatoren können z.B. ihre Kapazität stark erhöhen, wenn man sie “testweise” mal im Schraubstock zusammen drückt…. Den “Glamour” rausgeschmissen, 0-8-15 Industrie-Centware rein, Ruhe war.

      Einmal und nie wieder….

       

    • #51435
      Chris1969

      Gude Sparky,

      ich bin nicht der empfindliche Typ, ich kenne die Artikel von Udo aus der Zeit vor der Rente bei Intertechnik.

      Wichtig ist mir das die U_DO 53, möglicherweise auch die U_DO 54, zu meiner Musikvorliebe passt? Extrem feinzeichnende Lautsprecher können bei alten Aufnahmen den Genuss gehörig trüben, umgekehrt habe ich auch viele neu abgemischte Alben (Remastering) und auch moderne elektronische Musik.

      Der zweite Punkt das Holz, Leimholzplatten aus Stäben wurden mir bisher ausgeredet da das Holz arbeitet. Die Vorzüge beim MDF kenne ich, es lässt sich auch am besten bearbeiten.

      Meine letzten Bausätze waren aus MDF das ich geschliffen und mehrfach geölt habe was eine schöne Optik bringt. Lack auf MDF ist halt Arbeit und erfordert Übung.

      OSB glatt geschliffen, gebeizt und wieder mit Klarlack versehen hat nicht jeder und sieht Klasse aus. Bleibt noch Multiplex, kenne ich aus dem Messebau zu gut, da gibt es tolle Möglichkeiten.

      Was die mechanische Güte angeht, dazu habe ich mich ja geäußert und kann ja selber entscheiden nach dem Kauf. Die Weiche kommt mir z.B. aus Prinzip immer auf Platine, verbunden mit starren Drähten, Fetisch hin oder her.

      Noch eine Frage zum OSB, lassen sich damit die Kanten um 45° abrunden wie auf meinem letzten Projekt (siehe Bild)

      LG, Chris

       

       

       

       

    • #51442
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Chris,

      wären die U_Do’s extrem feinzeichnend, hätte ich sie in die Bluesklasse gesteckt 😉

      Ja, sie sind klanglich um einiges besser als meine alten Einsteiger, die ich als Rentner nicht mehr verkaufen durfte. Deshalb hatte ich auf einmal auch keine Aufsteiger mehr und musste die größeren U_Do’s dann befördern. Natürlich können sie schlechte Aufnahmen entlarven, gehen aber gnädig mit ihnen um. Viel mehr will ich dazu jetzt gar nicht sagen, denn wir drehen uns schon längst im Kreis. Du hast die Möglichkeit, deine Zweifel zu überwinden oder sie siegen zu lassen. In jedem Fall kannst nur du eine Entscheidung treffen.

      OSB ist ähnlich wie Spanplatte aufgebaut, die Innenschicht ist sehr bröselig. Daher kann man die Kanten nur mit viel Akribie anrunden.

      Gruß Udo

    • #51445
      Peterfranzjosef

      Hallo Chris,

      wenn du großen Gefallen am Anblick gerunderter Kanten hast, setze Viertelstäbe an die Kanten, oder die Front aus MDF auf.

      Es sei denn Du willst Weltrekorde im Spachteln und Schleifen offener und abgerundeter OSB-Kanten aufstellen und darüber nicht zum Musikhören kommen.

      Halte im Baumarkt kurz inne, und betrachte mal die Nut und Federn an OSB-Verlegeware, stell sie Dir rund  vor, und wie die passende Spachtel aussehen müsste um Spachtelmasse drauf zu kriegen und sie glatt zu ziehen.

      Servus Peter

       

    • #51448
      Chris1969

      Gude Peter,

      beim OSB war Spachteln meine Befürchtung. Im Bild mal mein Wunsch, da frage ich nach ob es noch eine andere Wandstärke außer 18mm gibt?

      Ansonsten halt MPX, OSB habe ich verworfen bei diesem Projekt.

      Die Weiche baue ich auf diesen Holzresten auf statt Platine, vielleicht traue ich mich an so ein Zusatzprojekt wie eine Außenweiche? Es gibt ja hier ein sehr schönes Beispiel.

      Samstag schaue ich mir Holzsorten an für die U_DO 53 und entscheide mich dann.

      LG, Chris

    • #51452
      Rincewind

      Hallo Chris!

      OSB ganz glatt zu schleifen ist praktisch nicht möglich. Entweder man kann mit den Unebenheiten leben oder man muss diese “Löcher” verfüllen 😉

      Zum Verfüllen könnte ich mir als Idee transparenten Kunststoff wie wasserklares Epoxy vorstellen.

      Ich kann mit Unebenheiten leben, daher habe ich geschliffenes OSB geölt.

      Grüße
      Rincewind

    • #51456
      Chris1969

      Gude Rincewind!

      Glattschleifen bei OSB war auch nicht geplant, OSB Klarlack runter, Beizen und dann wieder mit Klarlack lackieren.

      Option 1: Leimholz, das lasse ich auf Gehrung zuschneiden beim Korpus und runde Kanten an der Front.

      Option 2: MPX, (VP) soll die Front (eingesetzt) aus Birke sein, der Korpus aus dunkler Siebdruckplatte wie im Messebau mit 21mm.

      LG, Chris

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