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Hypex Aktivmodule

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  • Dieses Thema hat 37 Antworten und 11 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 5 Tage, 7 Stunden von Marcinek.
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    • #45262
      Rundmacher

      Hallo,

      in Vorbereitung des Jahresabschluss Events 2019 wurde am Vorabend vorsichtshalber das Notebook nochmals an die Hypex Aktivmodule FA 123 angestöpselt, sicher ist sicher. Beim Öffnen der Hypex Filter Design Software (mit welcher auch die Grundkonfiguration der Module durchgeführt wird) poppte umgehend eine Meldung auf das ein Software-Update auf der Hypex Website verfügbar ist.
      Man rührt keine laufenden Systeme unter Zugzwang an und so wurde das Software Update auf einen langweiligen Nachmittag verlegt.
      Die Firmware springt von der Vers.-Nr. 1.33 auf die 1.41, die HFD von 4.83 auf 4.95.
      Das mehr als zweiseitige (!) Changelog ist übersetzt hier abrufbar, PW ist @adw@.

      Die für mich wichtigsten Änderungen sind folgende:

      • Verbesserungen der Firmware (v1.41):
      – DSP-Equalizer hinzugefügt
      – FusionAmp reagierte im Standby-Modus auf andere Befehle als “ON”.
      – Der Signalerkennungspegel (EIN und AUS) ist jetzt in vier Stufen vom Benutzer konfigurierbar

      • HFD Verbesserungen (v4.95):
      – Der Lautstärkeoffset im Preset wird von +/- 12dB auf +/- 24dB erweitert.
      – EQ-Einstellungen werden im FusionAmp gespeichert, nicht in der Projektdatei
      – Der Signalerkennungspegel (EIN und AUS) ist jetzt in vier Stufen vom Benutzer konfigurierbar

      So wie in der Installationsanleitung beschrieben klappte das Firmwareupdate problemlos, die alten Filterdateien, die Presets, werden nicht verändert. Das erspart zusätzliche Arbeit.

      Nach dem Starten der Hypex Filter Design Software erscheint folgendes Bild an der rechten Box, sie ist bei mir als Master konfiguriert:

      Gewählt ist der Preset1, optischer Eingang.

      Im Preset3 ist RCA als analoger Eingang gewählt. Mit Auswahl der VU Checkbox kommt folgendes:

      Ein hilfreiches Feature bei der Inbetriebnahme, die Eingangssignale sowie die Signale zu den Chassis sind überschlägig sichtbar.

      Der EQ Button schließlich bringt den Equalizer auf den Schirm:

      Neun frei wählbare Punkte erlauben eine ‘Equalizierung’, und das für jeden Preset getrennt. Natürlich ist das ebenso in den Filterdaten änderbar, da geht man aber recht schnell an das offene Rückenmark…

      Nach links zur Slave-Box, sie ist mit einem S/PDIF Kabel mit der rechten Masterbox verbunden, hier Preset1.

      Ihr Preset3, analoge Zuspielung vom AV Receiver.

      Die Device settings vom Slave:

      Oben links, bei den Preset volume offsets steht es, Preset3 16,0 dB (max. 24 dB). Da waren vorher max. 12 dB möglich, dies hatte nicht gereicht, an den Pre-Out Ausgängen meines AV Receivers ist der Signalpegel recht niedrig.

      Die Device settings vom Master:

      Natürlich auch hier der 16 dB Offset für Preset3. Als Signal detection level ON Stufe 3 gewählt, da ist die Schalterei etwas gelassener, gern darf hier probiert werden.

      Volume on start habe ich momentan -20 dB gewählt, das ist gemäßigte Zimmerlautstärke.

      Hypex hat gute Arbeit geleistet, man merkt das diese Produkte gepflegt werden, das lässt guter Dinge in die Zukunft blicken.

      Gruß Rundmacher

    • #45264
      Udo Wohlgemuth
      Verwalter

      Hallo Rundmacher,

      was man nicht so alles aus Langeweile macht 😉 Danke für die Anleitung, die können sicher ein paar Leute brauchen. Die neue Software habe ich noch nicht genauer angesehen, aber die Module in der letzten Lieferung standen schon auf Firmware 1.4. Da hab ich natürlich sofort gemessen, ob die Prosets weiterhin passen. Das war bei 1.1 auf 1.3 leider nicht der Fall, diesmal ist alles perfekt.

      Gruß Udo

      PS: So ganz weiß ich noch nicht, was man mit dem Überalles- EQing gewinnt. Ich denke, man sollte damit recht vorsichtig umgehen und keine großen Peaks besonders im Bassbereich schalten. Die Lautsprecher werden es durch längeres Leben danken.

    • #45265
      dirk

      Hallo Rundmacher,

       

      wurde denn wirklich ein Firmwareupdate gemacht? Denn als ich meine Module von Udo bekam stand FW 1.33.Hatte dann die aktuelle Software 4.95 von der Hypex Software runtergeladen und installiert. Anschliessend stand  als Firmware  FW 1.41 beim Slave und beim Master FW 0.00 . Komischerweise FW 1.41 obwohlich ich überhaupt kein Firmwareupdate gemacht hatte.

       

      Software deinstalliert und wieder die alte Version 4.83 installiert. Anschließend stand auf beiden Modulen wieder FW 1.33.

      Bevor UDO es nicht empfiehlt lasse ich alles so wie es ist.

       

      changelog lese ich mir durch evtl. ist was interessantes dabei.

       

       

      • #45269
        Rundmacher

        Hallo dirk,

        die Firmwareversion 1.41 wird bei beiden Modulen angezeigt, und somit:

        • Die VU Anzeige funktioniert.
        • Der EQ funktioniert.
        • Das Preset volume offset geht bis 24 dB.
        • Der Signal detection Level arbeitet.

        Aber sicher war ich mir bereits beim flashen, Hypex war so nett nicht nur anzuzeigen das ein Bootloader arbeitet sondern sie zeigen sogar einen grafischen Fortschrittsbalken an. Hast du den gesehen?

        Das mit der 0.0 verschwindet mit AEG. (Aus/Ein/Gut)   🙂

        Gruß Rundmacher

    • #45268
      SCI3NTIST

      Hallo Rundmacher,

      ich sage danke für die Erinnerung und den Test. Glücklicherweise habe ich auch noch einige langweilige Nachmittage bis zum Arbeitsbeginn. “Signalerkennungspegel” ist sicher gut, wenn man analog füttert, meine Module haben sich seinerzeit (bei initial analoger Zuspielung) nicht immer zuverlässig ausgeschaltet, vielleicht lag da der Hase im Pfeffer.

      Parametrischer EQ? Wow… Wenn man so Musik hört wie ich, könnte sich das Experimentieren eventuell lohnen, insofern ist das für mich sehr interessant. Ich persönlich benutze genau ein Preset, und ich habe genau 2 Szenarien, wie ich Musik höre. Entweder sitze ich auf dem Sofa, allein, manchmal zu zweit oder zu dritt. Oder wir sitzen 2 Meter weiter weg am Esstisch mit ganz vielen und quatschen. An beiden Positionen klingen meine Dütten sehr unterschiedlich, das kommt jetzt nicht wirklich überraschend. Aber im Grunde höre (!) ich Musik nur auf dem Sofa, man könnte also darüber nachdenken ein “unbenutztes Preset” zu nehmen und die sehr hässlichen Raummoden unter 100 Hz (und nur die) für genau dieses Sofa ein wenig zu mildern. “Überalles-EQing”, das ist vollkommen richtig, funktioniert nicht, aber für einen Hörplatz (mein Sofa) kann man mit einem 9 Band PEQ schon richtig was reißen. Wie es im Rest des Raumes klingt ist mir dann ziemlich egal, da kommen nur gelegentlich Halbwüchsige auf dem Weg zum Kühlschrank vorbei. Ich bin begeistert.

      Grüsse

      Thomas

       

      • #45270
        Rundmacher

        Ja genau.

        Ich würge mit dem PEQ auch nicht rum, aber meine etwas älteren Ohren sind von einer leichten gerontologischen Anhebung der hohen Höhen um dezente 2 dB richtig zufrieden. 🙂

        Gruß Rundmacher

    • #45271
      dirk

      Hallo Rundmacher,

       

      Du hast also nachdem die Software 4.95 auf Deinem PC installiert war und ein Modul per USB verbunden noch auf dem Reiter „ Firmware update „ geklickt?

      • #45273
        HaZu

        Wenn man auf FW Update klickt, kam bei mir ein Auswahlfenster um die FW Datei auszuwählen. Man findet sie im Ordner C:\Program Files (x86)\Hypex Software\FusionAmp firmware

      • #45275
        Rundmacher

        Ja.

        Zweimal, einmal im rechten Modul. Dann das Notebook an das linke Modul gestöpselt. Nochmal drauf gedrückt.

        Im Ordner C:\Program Files (x86)\Hypex Software\Documentation befindet sich die Datei ‘FA Update Tutorial V0200.pdf’.

        Gruß Rundmacher.

    • #45272
      HaZu

      So, nach dem “Go” durch Udo habe ich die neue FW auch mal installiert. Auch bei mir zeigte die neue Hypex Software erst einmal als FW Version 0.0 an. Nach dem Update (man findet die neue FW Version übrigens im Ordner “C:\Program Files (x86)\Hypex Software\FusionAmp firmware”) zeigte HFD dann die aktuelle FW Version an. Es scheint alles gut zu funktionieren und meine Einstellungen wurden auch übernommen. Das V/U-Meter ist ein nettes Gimmick. Den EQ werde ich wohl höchtens zum Herumspielen verwenden.

      VG, HaZu

    • #45346
      Rundmacher

      Hallo,

      die ausführliche Help-Datei von Hypex zu den Aktivmodulen ist übersetzt hier erhältlich.

      +++ PW ist @adw@ +++

      Allein verbindlich ist die Originaldatei von Hypex, sollte jemand Ungenauigkeiten oder Fehler in der Übersetzung entdecken, bitte per PM an mich.

      Gruß Rundmacher

       

    • #48591
      Marcinek

      Hallo zusammen,

      habt ihr eine Idee, warum bei mir am Slave Lautsprecher, kein Signal anliegt, wenn ich 96khz/24bit Dateien abspiele?

    • #48736
      Marcinek

      Hallo zusammen,

      Arbeitet die HFD Software mit IIR oder FIR Filtern?

      Gruß Martin

    • #48743
      dirk

      Hallo zusammen,

       

      wenn ich die Hypex per Analog Cinch anschliesse, wird dann im Hypex erst digital gewandelt und dann auf das DSP gegangen oder geht es dann analog direkt auch auf das DSP?

      • #48744
        HortusNanum

        Hi Dirk,

        DSP heißt “Digital Signal Processor”. Ohne vorherige AD-Wandlung geht es also nicht wenn Du die Musik nicht schon digital anlieferst. Dieser Logik folgend muss der Hypex also einen AD-Wandler an Bord haben.
        Laut Handbuch erledigt diesen Job ein AK5554 A/D Wandler. Die technischen Daten dieses Chips lesen sich recht eindrucksvoll. Hypex macht da wohl auch keine halben Sachen.

        Viele Grüße,
        Roland

    • #48956
      dirk

      Hi zusammen,

      ich wollte heute nochmal die aktiven Hypex Module per Analog Eingang anschliessen.Die digitalen Eingänge habe ich weiter dran gelassen und nur die beiden Analogen hinzu gesteckt.

       

      Jetzt kann ich an der Hypex Fernbedienung die Eingänge durchschalten.

      Dabei habe ich festgestellt das es sich analog genauso anhört wie über digital.

      Ich war etwas erstaunt und habe alles überprüft mehrfach.

      Anschliessend habe ich genau die Lautstärke der beiden Kanäle zu 100% gleich gestellt und immer per Fernbedienung den Kanal gewechselt, mitten beim abspielen des Tracks.

      Absolut kein Unterschied. Kann das sein? Ich bin etwas verwundert!

    • #48960
      SCI3NTIST

      Hallo Dirk,

      mal eine Gegenfrage: warum erwartest Du da einen Unterschied im Klang?

      Grüsse

      Thomas

    • #48961
      dirk

      Hi Thomas,

      weil ich bis Stand gestern der Auffassung war das analog etwas „ Erdiger „ und digital etwas „ härter „ klingt.

      Den direkten Vergleich hatte ich noch nicht so direkt. Wohl aber an einigen Anlagen die Zuspielung digital per Streamer im Vergleich zu analog Platte.Da hörte ich jedenfalls einen grossen Unterschied. Ok waren auch in dem Fall unterschiedliche Zuspieler!

       

       

    • #48962
      SCI3NTIST

      Hallo Dirk,

      es wird zweifelsohne deutliche Unterschiede zwischen Zuspielung per Schallplatte oder Digital geben, wobei ich nicht sage, dass eines der Medien “besser” klingt. Das liegt einerseits an den technischen Limitierungen der Schallplatte (Dynamikbereich, Wow, Flutter, mechanische Abnutzung etc.), kann aber auch durch den Mann am Mischpult verursacht sein, der da ein gewichtiges Wort mitzureden hat. Beispiel: ich habe zwei CD Einspielungen von P. Barbers Cafe Blue, einmal die Standardversion, einmal die “unmastered” Version, die klingen sehr, sehr unterschiedlich. Ähnlich kann es bei LP vs. CD (oder allg. digital) sein, wenn die LP besser abgemischt ist als die CD (Stichwort: Loudness War, aber nicht nur), kann die deutlich besser klingen.

      Was Du zu hören versuchst ist der Einfluss der AD DA Wandler. Die Dinger sind aber inzwischen so gut, dass Du das Signal nahezu beliebig wandeln kannst, ohne einen Unterschied zu hören. Wenn ich nachher Zugriff auf meine private Maschine habe, kann ich Dir mal einen Bericht raussuchen (wenn ich ihn finde), wo man Musikdateien über den amerikanischen Kontinent gejagt, 8 mal gewandelt & dann einen Hörtest gemacht hat. Ausgang? Rate mal… Ich kenne keinen einzigen ernst zu nehmenden Bericht, der von hörbaren Klangunterschieden zwischen halbwegs kompetent gemachten AD DA Wandlern berichten konnte. Ernst zu nehmen heisst: “blind & level matched”, die anders lautenden Berichte kranken daran, dass eine oder beide Randbedingungen nicht erfüllt waren 😉

      Deshalb wundert es mich nicht, wenn Du keinen Unterschied hörst, sofern Dein erster DAC nicht völlige Grütze ausgibt.

      Grüsse

      Thomas

    • #51050
      dirk

      Hallo Thomas,

      mittlerweile ist etwas Zeit vergangen und ich gebe Dir absolut Recht das man Unterschiede nur beim Zuspieler hört. Wechsel ich beim gleichen Zuspieler von Analog aud Digital ist es gleich.

       

      Den Gedankengang musste ich erstmal verinnerlichen.

       

      Mittlerweile ist Firmware 1.42 released. Meine Module sind immer noch auf dem Auslieferungsstand von Udo  mit Firmware 1.33. Bisher nicht getraut upzudaten da es immer noch sehr gut klingt.

       

      Was hat es in den Einstellungen eigentlich mit dem FIR Filter auf sich. Der steht ja bei mir auf 0 ?

      gruss Dirk

    • #51051
      SCI3NTIST

      Hallo Dirk,

      das Update auf die neue Firmware kann man machen, muss man aber nicht. Am Klang wird das nichts ändern, die von Udo entworfenen Filter, also das digitale Äquivalent zur Weiche, ändern sich dadurch nicht.

      Die Funktion des FIR Filters hat Hazu in seinem Bericht zur Aktivierung der Linie 54 beschrieben, ich habe den bei 0 belassen und nicht weiter darüber nachgedacht, das gleiche gilt für die beiden Einstellungen darüber.

      Grüße

      Thomas

    • #51187
      dirk

      Hi zusammen,

      hatte heute einen Linn System Hub als Zuspieler für meine Duetta zum ausprobieren bei mir.

      Sehr unangenehm ist das sobald ich bei der Hypex Fernbedienung lauter stelle verändere ich gleichzeitig die Eingangsquelle  des Linn. Beide Geräte sind somit nicht zusammen nutzbar.

      Weiss jemand Rat?

      Danke

       

      Gruss Dirk

       

      • #51206
        Marcinek

        Hallo Dirk,

        könntest du das Problem nicht mit einer Logitech Harmony Fernbedienung in den Griff bekommen?!
        Ich weiß das man damit die Hypex Module fernbedienen kann.

        Die Fernbedienung lässt sich frei programmieren.

         

    • #51194
      Tabularasa

      Ich denke es gibt mehrere Möglichkeiten. Es kommt auf das Zusammenspiel im Gesamtsystem an.

      1. Du könntest beim Linn den IR Empfänger abschalten und das Gerät stattdessen mittels App über LAN/WLAN steuern.

      2. Du kannst mittels Hypex Filter Designer die Fernbedienung der Fusion Amps auf OneForAll umstellen und z.B die Fernbedienung des Fersehers nutzen (falls sie die korrekten RC5 codes nutzt)

      Hypex Codes: Filter Designer Bedienungsanleitung im FAQ

      Linn Codes: https://docs.linn.co.uk/wiki/index.php/RC5_Codes

    • #51199
      dirk

      Hi,

      beim Linn die IR abschalten halte ich für am einfachsten da ich das Gerät nur über App bediene.

       

      Ich habe in letzter Zeit festgestellt das ich meine das der linke Lautsprecher etwas lauter ist als der rechte. Das Master Modul somit etwas lauter ist obwohl das Slave Modul auf „ Locked „ steht und somit eigentlich 1:1 die gleiche Lautstärke entstehen sollte. Angeschlossen sind die Module digital.

       

      Kann ich das irgendwie messen oder eine Einstellung vergleichen ob da Unterschiede bestehen?

       

      Danke

      Dirk

      • #51208
        Marcinek

        Du könntest den linken Lautsprecher nach rechts stellen und den rechten nach links.

        Dabei nichts an der Einstellung verändern.

        Wenn Slave links steht und es von links immernoch lauter wirkt, liegt es wahrscheinlich an den Räumlichen Gegebenheiten.

        Gruß Martin

    • #51305
      dirk

      Hi zusammen,

      ich hatte jetzt die Lautsprecher mal von links nach rechts getauscht mit dem Ergebniss das die linke Seite immer noch etwas vordringlicher wirkte.

      An den Modulen lag es nicht.

      Für den Lautsprecher seitentausch habe  ich alles mal ausgeschaltet und abgesteckt.

       

      Erstaunlicherweise ist jetzt alles wieder so wie es sein sollte. Die Musik kommt schön aus der Mitte. Nichts drängt mehr auf.
      Was es jetzt letzlich war kann ich demnach garnicht sagen. Der „ Hardreset „ hat geholfen!

       

      gruss Dirk

    • #51483
      Rundmacher

      Hallo,

      Nora Jones singt in Mono und Joe Cocker hat Aussetzer, nein nicht seine markante Stimme, da stimmt etwas nicht, was ist passiert?

      Ich spiele wie oft über meinen kleinen rein digitalen Plattenspieler Xduoo (so die Werbung des fernöstlichen Herstellers) meine Flac- oder gar Wav-Dateien über ein Toslink Kabel zur aktiven Duetta.

      Die rechte Box ist als Master konfiguriert, als Eingangsquelle ist logischerweise Toslink definiert. Über ein S/PDIF Kabel mit 75 Ohm Wellenwiderstand, aufgedruckt am Kabelmantel, geht es von der rechten Masterbox S/PDIF OUT zur linken Slavebox in den S/PDIF IN.

      So funktioniert es seit der Inbetriebnahme. Der Master erhält per Toslink den S/PDIF Stream via Toslink, er splittet das Signal auf, selber gibt er den rechten Kanal wieder und leitet den linken Kanal zur Wiedergabe an den Slave.

      Einige HiRes-Stücke fanden dieser Tage den Weg zu mir, auch diese müssen die Aktivmodule verarbeiten. (sie tun es auch)

      Der Joe Cocker kann ein ganzes Album mit 88,2 kHz / 24 Bit präsentieren, Camille Thurman wartet bereits mit „September In The Rain“ und 96 kHz / 24 Bit und die Nora Jones bietet eine Auflösung von 192 kHz / 24 Bit.

      Im Bild ist mein kleiner Zuspieler abgebildet, das mitgelieferte Adapterkabelchen von Mini-Toslink male auf Mini-Toslink male ist zu nichts zu gebrauchen. Daneben das verwendete längere Toslink Kabel von Mini-Toslink male auf den normalen Toslink Stecker welcher in die Toslink Buchse des Aktivmodules passt.

      Toslink

      Die HiRes Stücke werden nicht sauber wiedergegeben, darüber wurde bereits in diesem Forum berichtet und das die eingesetzten Kabel die Ursache sind. Ich kann berichten das der Joe Cocker (88,2/24) eine deutlich wahrnehmbare kratzende Wiedergabe produzierte, Camille Thurman (96/24) bereits hörbare Aussetzer verzeichnete und Nora Jones (192/24) im linken Kanal stumm war. Wieso links, ich habe doch ein zertifiziertes S/PDIF Kabel von rechts nach links ?

      Im Blockschaltbild von Hypex ist ersichtlich das die drei digitalen Eingänge der Multichannelmodule allesamt auf den gleichen digitalen Receiver gelegt sind. Wer sich ein wenig mit der S/PDIF Schnittstelle beschäftigt erfährt sofort das der logical Layer von S/PDIF und Toslink absolut identisch sind, bei Toslink wird der Stream lediglich mit optischen Sendern – Lichtleiter- optischen Empfängern übertragen. Gerade diese beiden Bauteile waren in der Vergangenheit die Frequenzflaschenhälse, erst 10 Mbit/s, dann 16 Mbit/s und heute geht es noch höher, 25 Mbit/s werden genannt. HiRes Streams verlangen solch hohe Frequenzen, daher die Hypex Angaben das optisch bei 96 kHz Schluss ist.

      Hypex

      Also müsste ich mit Coaxkabel  S/PDIF Zuspielung bei HiRes auf der sicheren Seite liegen.

      Der Coax S/PDIF Ausgang des Zuspielers ist vom Konstrukteur als Mini Klinke 3,5 mm ausgelegt, ob das S/PDIF konform ist entzieht sich meiner Kenntnis. Das wieder beigelegte Adapterkabelchen von Miniklinke auf Miniklinke ist für mich nutzlos, immerhin hat es einen Coax typischen Außendurchmesser. Der kleine Adapter von Miniklinke auf Coaxbuchse erlaubt den Anschluss eines zertifizierten S/PDIF Kabels zum Aktivmodul, im Bild zur Demonstration ein 1 m Kabel.

      Das endgültig verwendete 10 m Kabel brachte den Erfolg, 192 kHz mit 24 Bit wie gewohnt in allerbester Duettaqualität. Warum die linke Box gezickt hatte, keine Ahnung.

      SPDIF

      Ich möchte noch eine Schippe drauf legen und eine weitere Verkabelung ins Spiel bringen. Sowohl mein kleiner Zuspieler als auch die Aktivmodule haben AES/EBU Ein- und Ausgänge.

      S/PDIF ist der Consumer Ableger von AES/EBU, beide unterscheiden sich wie folgt:

                                                       AES / EBU                               S/PDIF (IEC-958)
      Cabling                              110 ohm shilded TP              75 ohm coaxial or fiber
      Connector                        3-pin XLR                              RCA (or BNC)
      Signal level                      3..10V                                    0.5..1V
      Modulation                      biphase-mark-code                biphase-mark-code
      Subcode information     ASCII ID text                            SCMS copy protection info
      Max. Resolution             24 bits                                     20 bits (24 bit optional)

      Der wieder beiliegende Adapter von Mini AES/EBU auf den normalen AES/EBU kommt diesmal zum Einsatz und ist schnell an ein handelsübliches, professionelles AES/EBU Kabel angeschlossen. Die wertigen, überaus stabilen Steckverbinder lassen keinen Zweifel an Robustheit aufkommen, der Wellenwiderstand von 110 Ohm ist auf dem Kabelmantel aufgedruckt. Da der Signallevel 6…10 mal höher als bei der Consumervariante ist sind hier weit größere Kabellängen zulässig, es wird von mehreren dutzenden Metern berichtet.

      AES/EBU

      Ich habe jetzt dieses 10 m Kabel im Einsatz.

      Fazit:

      • Unspezifizierte S/PDIF Kabel, im schlimmsten Fall Audio Cinch Kabel sind sowohl als S/PDIF Zuspielkabel oder als Querverbindungskabel vom Master zum Slave ungeeignet
      • Relativ sicher ist man wenn auf dem Kabelmantel Coax und 75 Ohm aufgedruckt ist
      • Wie von Hypex genannt ist bei einer Zuspielung über Toslink bei 96 kHz Schluss
      • AES/EBU Kabel mit XLR Steckern und aufgedruckten 110 Ohm stellen die sicherste Verbindungsart dar, sowohl als Zuspielkabel als auch beim Querverbindungskabel

      Da werde ich wohl noch ein 5 m AES/EBU Querverbindungskabel ordern. 😊

       

      G Rundmacher

    • #51489
      dirk

      Hallo Rundmacher,

      aufgrund Deines Berichtes bin ich stutzig geworden . Ich hatte vor kurzen einen Linn Accourate System Hub Streamer an meiner aktiven Duetta getestet. Dieser stand im Menü auf 192/24 brachte aber keinen Ton aus den Lautsprechern sodass umgestellt werden musste.

      Die Hypex sollten das aber können über Digital Coaxial Cinch.

      So habe ich mir gestern eine .flac Datei in 192/24 besorgt und per USB abgespielt… wieder kein Ton aus den Lautsprechern.

      Kabel getauscht und tata …Ton aus den Lautsprechern.

      Es liegt bei mir also auch am Kabel. Komischerweise funktioniert das Lange 4.5m aber das kurze 2.5m nicht. Ich bekomme ein neues und werde berichten.

       

      gruss Dirk

    • #51493
      Rundmacher

      Hallo dirk,

      die Länge ist nebensächlich.

      Die Kabel müssen für S/PDIF geeignet sein, wie gesagt Coax mit 75 Ohm Wellenwiderstand.

      S/PDIF mit den hohen Bitraten geht bis über 20 MHz, irgendwo im Mikrokontrollerforum hat jemand die Empfehlung gegeben das die Kabel 100 MHz übertragen sollten, die klassische UKW Frequenz.

      Ich habe hier ein 1 m langes Kabel von Miniklinke auf RCA, Cinch. Da kommt bei HiRes nichts durch.

      G Rundmacher

    • #51494
      dirk

      Hallo Rundmacher ,

      mein Kabel ist von der Rolle heisst es ist einmal in Länge ca. 4.5m und einmal in ca. 2.5m .

      Das Lange funktioniert das kurze nicht. Das sollte laut Deiner Theorie nicht so sein.

      Viele Hersteller bieten nur  „ krumme“ Längen an wie z.b. 2,44m und 4,57m.

      Ich denke die Länge hat dann doch auch etwas mit dem Wellenwiderstand bei einer gewissen Länge zu tun.

      Sonst habe ich keine Erklärung denn sonst würde das Lange Kabel auch nicht funktionieren.

       

      gruss Dirk

    • #51495
      Rundmacher

      Hallo Dirk,

      also erst einmal Dank für die Blumen bzgl. “deiner Theorie”. Das wäre wunderbar wenn ich da etwas heraus gefunden hätte, tatsächlich ist es fundamentierter Lehrstoff seit knapp einem Jahrhundert. (Radar)

      Die Dämpfung, der frequenzabhängige Widerstand eines Kabels wird in dB pro Längeneinheit angegeben, zumeist pro 100 m. Je niedriger dieser dB Wert, umso “besser” ist das Kabel, oder umso länger darf es sein bevor der am Ende ankommende Signalpegel zu niedrig für den Empfänger ist.

      Weitaus wichtiger ist, wie erwähnt, ob das Kabel überhaupt für die zu übertragenden Frequenzen ausgelegt ist. Da spielt die Länge des Kabels keine Rolle.

      -wenn ich einen popligen 1/2 Zoll Wasserschlauch von 0,75 m Länge statt einem 10 m langen Feuerwehr C-Schlauch auswähle wird mir die zu löschende Bude so was von abfackeln…-

      Die Cinch Kabel übertragen problemlos ein paar dutzende kHz.

      Coax S/PDIF, abgeschlossen mit je 75 Ohm, dutzende MHz. Das ist der Faktor Tausend.

      Jetzt sagst du “bei mir ist es gerade anders herum”, das lange Kabel funktioniert. Okay, dann ist wohl etwas bei der Konfektioniererei grenzwertig verlaufen.

      Schlußendlich haben wir beide bestätigt das man sich bei den eingesetzten Zuspielkabeln an die allgemein empfohlenen Standards halten sollte, nicht mehr aber auch nicht weniger.

       

      G Rundmacher

       

    • #51502
      Mathias

      Guten Morgen zusammen,

      Mal so eine spontane Idee.

      Dirk. wenn das 2,5m Kabel nicht funktioniert aber das identische Kabel in 4,5m funktioniert problemlos, kannst du dann von dem 2,5m Kabel Mal 20cm abschneiden und den Stecker neu anlöten?

      Idee ist folgende, im Antennenbaum wird das Anschlusskabel teilweise zur Impedanzanpassung verwendet, oder können zu großen problemen führen, wenn du mit den 2,5m jetzt zufällig eine entsprechende Länge getroffen hast kann es passieren daß die Anpassung einfach absolut nicht mehr passt. Kann von Kurzschluss bis offenes Ende reichen. Das könnte auch erklären, warum die fertig konfektionierten Kabel so “merkwürdige” Längen haben.

      Man könnte das ganze jetzt Mal berechnen, aber dafür fehlen mir zu viele Informationen. Welche Länge hat das Kabel exakt, welchen Verkürzungsfaktor hat das verwendete Material, bei welcher Frequenz arbeitet das System genau usw.

      Daher aus der Praxis, einfach ein Stück kürzen und sehen was passiert.

      Das das Kabel einen mechanischen defekt aufweist, halte ich für unwahrscheinlich, wenn die niedrige Auflösung problemlos funktioniert.

      LG Mathias

       

       

       

    • #51504
      dirk

      Hallo Matthias,

      leider kann ich nichts mehr abschneiden da das Kabel schon bei meinem Kabelbauer liegt und er schon ein neues gefertigt hat.

      Vermutlich diesmal nicht genau 2.5m 😉

      Ich werde nächste Woche berichten.

       

      gruss Dirk

    • #51505
      Markus Zeller

      Moin Moin …

      Das betrifft mich zwar nicht aber: Bei unsere Prüfständen die wir so bauen gibt es einige Sensorsignalverstärker bei denen die Kabellänge nur ein Vielfaches von X haben dürfen da es sonst zu Signalproblemen kommt.

      Steht eventuell was in der Bedienungsanleitung?

      Gruß

    • #52324
      dirk

      Hallo zusammen,

       

      mal ein Gedankengang. Wenn es  bei einigen ( so wie bei mir auch ) zu Problemen mit der digitalen Zuspielung kommt liegt es am Digitalkabel. Bei mir funktioniert das hochwertige Kabel nicht aber ein Amazon Basic Kabel einwandfrei. Der Grenzwert bei mir ist ab 172/24.

      Da ich in Vergangenheit keinen Unterschied hörte ob die Zuspielung digital oder analog erfolgte könnte ich doch einfach Analog den Hypex zuspielen. Also am Streamer analog L/R rausgehen und jeweils L/R per Cinch in die beiden Hypex. So müssten die beiden Hypex Module nicht per SPIDF Kabel verbunden werden.

       

      Gibt es hierzu irgendwelche Nachteile was digitale zu analoger Zuspielung betrifft?

       

      Wie steuert Ihr Eure aktiven Module an?

      Gruss Dirk

       

      • #52330
        Marcinek

        Hallo Dirk,

        ich habe einen Technics SL G700 als Zuspieler.

        Das Gerät ist im Analogen Ausgang symmetrisch aufgebaut, so werden auch die Hypex Module angesteuert.

        über XLR.

        Das ist für mich die Klanglich beste Lösung, weil der Technics dann seine internen Dac‘s nutzt.Ob die Hypex dann wieder erst in Digital umwandeln, um das DSP zu speisen, stört mich null.

    • #52329
      kruegchen

      Messen wird man den Unterschied und hören kann man diesen Unterschied, je schlechter die Samplingrate und verwendeten Wandler sind.Wenn nun mehrere Wandlungen zwischen Quelle und Ausgabe stattfinden, erhöht sich unweigerlich die Fehlerrate wieder und es gehen Frequenzinformationen verloren. Ist die Bauteilqualität sehr hoch, wird das zu hören und zu spüren sein.

      Vor Augen führen muss sich jeder nur die Fakten, das hohe Samplingraten (Abtastraten) unbedingt erwünscht sind. Je höher, desto feiner, enger bzw. dichter das Einfangen der Frequenzinformationen, welche uns Instrumente und Mikrophone liefern. Es fehlen also weniger Frequenzanteile, welche trotz der hochwertigsten digitalen Abtastrate unweigerlich verloren gehen. Je höher die Abtastrate, umso natürlicher klingt die Wiedergabe. Wir alle kennen noch den digitalen unnatürlichen Klang früherer Jahre, als die Technik noch nicht so weit war.

      Fakt ist jedoch auch, dass die Technik nie in der Lage sein wird, alle Frequenzen wiedergeben zu können. Es bleibt also in gewisser Hinsicht immer digital. Bei einem natürlichen Instrument nehmen wir alle auch unbewusst jede natürliche Frequenz und oder Resonanz auch körperlich wahr. Die feinstoffliche Ebene ist also eine nochmals andere. Die Emotionen sind auch andere. Jeder von uns hat ein anderes natürliches Hörempfinden. Mit zunehmendem Alter wird das aktive hören zwar schlechter, aber das unbewusste körperliche empfinden bleibt.

      Um es auf das technisch machbare zu reduzieren. Je weniger dazwischen, umso besser. Einige Fragen die immer bleibt sind, welchen Kompromiss bin ich bereit einzugehen und wieviel Geld kann ich oder will ich ausgeben?

       

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