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Reicht die Dämmung vom Udo

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  • Dieses Thema hat 6 Antworten und 7 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 3 Wochen, 6 Tage von Karl-Heinz Stock.
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    • #55962
      Friedhelm Heinemann

      Hallo,
      meine LS sind inzwischen fortgeschritten. Es fehlen aber die letzten Platten. Nun stellt sich bei mir die Frage, wird die vom Udo gelieferte Dämmung reichen, oder ist es sinnvoll die Gehäuse mit Zusatzdämmung zu bestücken.
      Ich denke hier an 9mm Dämmung von z.Bsp. Isolierfuchs oder ähnl.
      Ist das über haupt sinnvoll, und wenn ja , müssen dann auch die Seitenwände gedämmt werden.

      Vielen Dank schon im Vorraus für Eure Antworten.

      Gruss aus Kassel
      Helmi

    • #55963
      Vadder
      Verwalter

      Moin,

      im Normalfall liefert Udo sogar zu viel Dämmung mit.
      Einfach locker einfüllen. Wenn der Bass schlapp ist, häppchenweise wieder entfernen bis es passt.

      Gruß vom Vadder

    • #55975
      Monti

      Ich antworte mal in Udo-Manier: wenn es Sinn machen würde eine zusätzliche Dämmung für die Wände anzubringen, dann würde Udo das auch tun.

      Ciao
      Chris

    • #55991
      Rundmacher

      Hallo Helmi,

      also vor einiger Zeit war mein Einstiegsprojekt -wie kann es anders sein- die unübertroffene Mona.
      Die gesamte mitgelieferte Dämmwolle, jawoll, den ganzen Klumpen, den habe ich in den Subwoofer hineingestopft. Da soll er hin.
      Genauer gesagt, hineingepresst, hineingewürgt.
      Es hatte irgendwann geklappt.
      Hier im Forum hat man mir dann in eloquenter Manier zu verstehen gegeben ob ich noch den Überblick habe…
      Ich habe den Wollanteil welcher mir das Sub-Chassis aus dem Gehäuse heraus drücken wollte daraufhin entfernt und die Katze hat somit ein adäquates Wohlfühl-Array abgestaubt.

      Nein, Udo spart wirklich nicht an der Dämmwolle.
      Und Superduper-EXTRA-Klangverbesserungs-HIGH_END Dämmungsmatten kann man einkleben, das ist wie die Hautpflegecreme des Marktführers, sie schadet nicht aber keiner weiß wozu sie überhaupt gut ist.

      Es grüßt freundlich
      Rundmacher

    • #55994
      Peterfranzjosef

      Da mich der Morgenschelm triezt, muss ich auch was schreiben:

      “Superduper-EXTRA-Klangverbesserungs-HIGH_END Dämmungsmatten”

      sind zum beschleunigten Abfluss finanzieller Mittel vom Kunden in Richtung Schlangenölhersteller gut.

      Als einen logischen Einsatzzweck sehe ich ihre Verwendung bei Zigarrenkistchenholz als

      Lautsprechergehäuse. Logisch bedeutet aber nicht immer klug.

      Peterfranzjosef

       

    • #56028
      Christian

      Die einfache und klare Antwort lautet JA. Halte dich beim bauen möglichst genau an Udos Vorgaben, auch weil unvermeidbare Toleranzen einkaluliert sind. Und jo, Udoistgroßzügig…

      Ein  – immer mögliches “spielen”  mit der Bedämmung und Bedämpfung kann später immer noch durchgeführt werden. Wie man da vorgehen kann, findest du im Web oder auch bei ??? Udo!

      … z. B. geht es nach Gehör… machen so einige und da kommt dann auch mal Murks raus; allerdings misst und hört Udo seine Lautsprecher – also sollte sich zum spielen etwas Messtechnik gesellen. Das kostet dann zwar was, aber gibt einem die Möglichkeit, die gemachten Veränderungen objektiver zu bewerten.

    • #56059
      Karl-Heinz Stock

      Dämmung/Dämpfung ist eines der großen Themen beim Boxenbasteln.

      Wobei die Begriffe oft verwechselt werden. Die Schalldämmung ist die Verhinderung von Schallausbreitung in angrenzende Bereiche, so z. B. aus der Box in den Raum. Dafür baut man entsprechende Gehäuse mit mehr oder minder sinnvollen Versteifungen aus den verschiedensten Materialien.

      Die Schalldämpfung, um die es bei der Einbringung der Dämmstoffe in das Gehäuse geht, umfasst die Schallabsorption in Räumen, hier also im Lautsprechergehäuse. Dafür gibt es keine klaren Regeln, man kann das sehr aufwändig simulieren, aber hier gilt wirklich der Spruch von Udo “Versuch macht kluch”. Auch eine Erfahrungssache. Als Beginner sollte man sich an die Vorgaben der Entwicklers halten, die seltsamen Kerle haben sich meistens etwas dabei gedacht.

      Du musst Dir immer vor Augen führen, die Dämmung dient dazu, die Energie zu vernichten, die die Membran in der Rückwärtsbewegung in das Gehäuse bringt. Da geht noch etwas ab für die Gehäuseschwingungen und den Kurzschluß des Verstärkers, aber es bleibt halt die Menge übrig, die seit Generationen die Selbstbauer plagt und nicht nur die. Auch die Profis sind da oft allein auf hoher See, platt gesagt.

      Im Bassreflexgehäuse kommt noch ein Problem dazu. Der Weg zum Bassport sollte nicht wesentlich mit Hindernissen belastet sein, das führt zu “akutischen Wirbeln”, die stören können, außerdem besteht die Gefahr, dass Mitteltonbereiche durch den  Bassport abgestrahlt werden, die die räumliche Darstellung immens stören können. Ich hatte das hier einmal vor zig Jahren versucht zu erklären, war aber zu langweilig.

      Warum das Gequatsche? Wie oben schon gesagt, fange einfach mit den Vorgaben an, vermutlich mit Belegung der Wände. Du wirst am Ergebnis hören, ob es Dir gefällt oder nicht. Ist der Bass zu brummig, zwei Seiten zusätzlich bedämpfen usw. Weg zum Bassreflexrohr (Bassport) bis zum Ende offen halten. Ich hoffe, Du kannst aus dem Beitrag eigene Schlüsse ziehen. Auf gutes Gelingen.

      Und ja, Udo legt immer reichlich Dämmstoff bei. Böse Zungen behaupten sogar, er hätte einen Vertrag mit der chemischen Industrie. (Natürlich satirisch gemeint)

       

      KH

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