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Antwort auf: DIY Amps

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#10921
Rincewind

Hallo!

In meinen jugendlichen Jahren besserte ich mein Taschengeld auf, durch das Löten von industriellen Konstantstromquellen. Da einer der beiden Chefs des kleinen Unternehmens auch noch nebenbei ab und zu im Kundenauftrag Audio-Verstärker gebaut hat, konnte ich ein bisschen Wissen mitnehmen.

1. Der Trafo
Hier war immer die Frage ob klassischer Eisenkern oder Ringkern genommen werden sollte. Mein damaliger Chef hat damals folgende praktische Erfahrung zum Besten gegeben (Bezogen auf Class AB Transistor-Verstärker):

– Eisenkerntrafo ist schwer, teuer, kann Brummgeräusche erzeugen, hat ein großes magnetisches Feld (das ggf. Abgeschirmt werden muss/kann) und kann Impulse besser verarbeiten. Seine Erklärung war: Im Eisenkern ist Energie im Form vom Magnetfeld gespeichert (ok, es wechselt aber 50 Mal in der Sekunde), wenn viel Strom kurz benötigt wird, verringert sich das gespeicherte Magnetfeld. Das Magnetfeld ist quasi eine Art Puffer in dieser Erklärung.

– Eisenkern-Trafo sollte ca. 30% mehr Leistung liefern können als die Summe der geplanten Ausgangs-Leistung bei ca. 0,5% THD

– Ringkerntrafo ist platzsparender, leichter, kann kleineren ohmischen Widerstand haben und brummt weniger. Leider hat der Ringkern keine Reserven, daher muss es 50% mehr Leistung liefern können als die Summe der geplanten Ausgangs-Leistung bei ca. 0,5% THD oder besser noch einfach das Doppelte nehmen (wenn es finanziell machbar ist und ausreichend Platz zur Verfügung steht).

– Bei Ringkern-Trafo oberhalb 500VA ist eine Einschaltstrom-Begrenzung Pflicht, sonst fliegt die Sicherung

Zur Punkt 2 Gleichrichtung und Punkt 3 Siebung, heute oder morgen Abend mehr an dieser Stelle.
Wobei Rundmacher schon das meiste dazu gepostet hat.

Grüße
Rincewind

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