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Antwort auf: Bauanleitung SymASym

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#13487
Sparky

Guten Abend Matthias,

der Rotwein kam ebenfalls zum Einsatz, allerdings hab ich damit lieber meinen eigenen Zentralprozessor gekĂŒhlt. 😉 WiderstĂ€nde in Wein zu stippen um den auf Siedetemperatur zu bringen wĂ€re eher was fĂŒr die Vorweihnachtszeit. Dann aber mit nem schönen GewĂŒrztraminer 😀

Zu den Messungen:
Ein niederfrequentes Rechtecksignal mit hohem Ausgangspegel, dass noch als solches zu erkennen ist, ist deshalb gut, weil der VerstĂ€rker dann mehr oder weniger konstante Dauerleistung auch bei heftigen Impulsen liefert. So ein Signal ist neben Gleichstrom das schlimmste, was man dem VerstĂ€rkern verfĂŒttern kann. Ist der VerstĂ€rker eher „weich“ bzw. die Siebung schwach, wĂŒrden die positiven und negativen Horizontalen des Rechtecks einbrechen und zum Nulldurchgang abfallen, das Ergebnis wĂ€re eher eine Art SĂ€gezahn. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, bedeutet aber, dass der VerstĂ€rker weniger Basskontrolle hat, weil ihm im Fall heftiger Impulse dann einfach die nötige „Puste“ ausgeht, die Chassis dauerhaft kontrolliert zu fĂŒhren.

„Weiche“ VerstĂ€rker zupfen bei heftigen Impulsen den Bass an, er schwingt dann aber unkontrolliert aus. Somit spielen diese Oberbass-betonter und „wĂ€rmen“ den Bass an.
„Harte“ VerstĂ€rker prĂŒgeln den Basstreiber permanent vor sich her und spannen ihn fest ein.
Sie können also im Zweifel mehr Luft schieben, was zu mehr Tiefbass in der Magengrube fĂŒhren kann.
Sie zeichnen die Musik wiederum nicht weich und sind somit „analytischer“

Zur Interpretation eines Sinus: Solange Du eine schöne Berg-und-Tal Bahn siehst, ist alles gut. Wenn den Bergen auf einmal die Gipfel fehlen und die TĂ€ler mit Wasser volllaufen, sprich die Wellenform trapezförmig wird, dann Clippt der VerstĂ€rker. Das klingt unter aller Sau, gefĂ€hrdet die Chassis (Der Hochtöner glaubt dann meist zuerst dran) und ist somit zu vermeiden. Transistoren clippen sehr hart, das hört man eigentlich sofort. Röhren sind da weicher, die gehen bei Vollaussteuerung in die SĂ€ttigung und produzieren fortan viele Oberwellen, das kling nicht ganz so unangenehm, das Prinzip macht man sich bei GitarrenverstĂ€rkern sogar zu nutze. Aber auch Verzerren ist bei einem HiFi-VerstĂ€rker unerwĂŒnscht, wenn deine Berg-und-Tal Bahn auf einmal zusĂ€tzliche Gipfel bekommt und einer erloschenen Vulkanlandschaft gleicht, bedeutet dies, dass das Ursprungssignal verfĂ€lscht und durch Harmonische ĂŒberlagert wird.

Dazu sei kurz der Hauptunterschied zwischen Transen und Röhren betont: Sie besitzen ein unterschiedliches Klirrspektrum. Röhren produzieren mehr gerade harmonische Oberwellen und somit ungeradzahlige Obertöne, der der Musik „hinzu-gedichtete“ Oberton ist somit fĂŒr das Gehör angenehm da er sich musikalisch mit dem Grundton als Partialton ergĂ€nzt. Eintakt-Trioden können das besonders „gut“.
Transistoren liegen da umgekehrt eher „daneben“, die so verzerrte Musik wird schneller als unangenehm empfunden. Somit ist es bei einem TransistorverstĂ€rker sehr wichtig, dass er möglichst wenig verzerrt bzw. einen sehr geringen Klirr hat.

Und zuletzt @All: Was das Bi-Amping angeht: Wir werden berichten 🙂

Gruß,
-Sparky

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