Zurück zu Hörevent Berlin 23.04.17

Antwort auf: Hörevent Berlin 23.04.17

Startseite Foren User trifft User Hörevent Berlin 23.04.17 Antwort auf: Hörevent Berlin 23.04.17

#15870
JoKa

Noch ein kleiner Nachtrag von mir.

23.04.17 Hörevent Berlin

Wir hatten eine Stunde Zeit, alles reinzutragen und aufzubauen und daher keine Aufstellung vorher getestet. Die Boxen bekamen einen Platz und das war´s. Umso mehr hat es mich gefreut, dass fast alle Boxen am zugewiesenen Ort in dem Raum funktioniert und gefallen haben. Da haben wir auch ein wenig Glück gehabt.

Vor vier Monaten in Eschborn war der Hörabstand deutlich größer und der Raum hatte mM nach den Klang mehr beeinflusst. Gefühlt war manchmal mehr Reflexion als Direktschall. Letzten Sonntag haben mir Duetta und Linie44 einiges besser gefallen, obwohl der Nachhall sicherlich alles andere als optimal war. Die Bässe waren erstaunlich sauber. Noch kein Vergleich zum heimischen gedämpften Wohnzimmer, in dem man alle möglichen Aufstellungen schon durch hat, aber es gab nichts zu meckern. Interessant wäre noch gewesen, die größeren Boxen an der Schmalseite spielen zu lassen, aber dafür fehlte Zeit.

Vor zwei Jahren hatte ich mit e-ding die Excel22dxt mit der SB23/3 verglichen und dazu (woanders) geschrieben, dass ich bei der Excel gefühlt in der ersten Konzertsaalreihe sitze, bei der SB23 eher in der fünften. Der gleiche Eindruck war am Sonntag im Direktvergleich der Linie44 mit der Linie53, deren Darstellung unschwer hörbar reservierter und zurückhaltender war. Den Klangbeschreibungen von Chris und e-ding kann ich beipflichten. Die 44 machte mehr „Alarm“, wie Justus mal treffend schrieb. Wobei nach meiner Erfahrung dieser Stempel nur bei entsprechender Lautstärke berechtigt ist. Beim Leise-Hören (meist spät am Abend) empfinde ich ihre Präsenz und Direktheit sehr positiv, sie suggeriert mir auch bei geringen Pegeln große Klarheit und Vollständigkeit des Klangbildes bis in die untersten Frequenzen, und zwar mit schöner Bühnenabbildung und ganz unaufgeregt 🙂 Wer die Möglichkeit hat, nach Kreuzberg zu kommen, ist herzlich zum Hören der 44 auf 25qm eingeladen!

Am Ende des Events blieb noch etwas Zeit, Thorstens 5-Kanal-AVR und meinen Sansui an den Verstärker-Umschalter anzuschließen. Aufgrund des langen Tages meinerseits erst gebremst motiviert (…wozu die Mühe?). Aber dann war ich echt baff und hatte richtig Probleme, Unterschiede in Worte zu fassen, kurz war ich sogar verwirrt, wer gerade spielt. Hoch- und Mittelton waren gleichermaßen präzise, auch in der räumlichen Abbildung war der Marantz-AVR auf Augenhöhe. Der AU-G90x machte zwar für mich den angenehmeren, wärmeren Grundton, der Marantz war da etwas „kühler“, aber das fällt dann schon eher unter Geschmacksache. Etwas beruhigt war ich dann, als Torsten sagte, der Marantz hätte mal 5k€ gekostet und lange auf Platz 1 diverser AVR-Rankings gestanden (oder so ähnlich). Fabrikats-Bezeichnung weiß ich leider auch nicht mehr.
Das war mein gehörter Eindruck, eine Stereo-AVR-Diskussion möchte ich damit nicht anzetteln 🙂

VG, Jo

PS: Die Vollholz-Gehäuse haben übrigens den Winter und die Heizperiode besser überstanden, als ich erwartet habe. Einen einzigen Riss gab es an einer Schmalstelle eines Bass-Chassis, den ich vor dem Event geleimt und mit Wachskit geschlossen habe. Ein paar kleine Haarrisse, die keine Undichtigkeit bedeuteten, habe ich bei der Gelegenheit mit geschlossen.

Linie44 Spannungsriss Vollholz

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.acoustic-design-magazin.de/Lautsprecher-selber-bauen/Antwort/15870/