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Antwort auf: SB 23/3 esage

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#17464
Emigrant

Servus,
wenn zwei gegenüberliegende Wände eines Lautsprechergehäuses mit einem Rundholz – also nur jeweils an einem kleinen Punkt bezogen auf die Fläche – verbunden werden, verhindert diese Verbindung lediglich die Ausdehnung der Wände an dieser einen Stelle nach außen. Stell Dir ein Tetrapack mit Apfelsaft in der Sonne vor. Sollen jedoch Schwingungen verhindert werden – also Wellenbewegungen der Flächen – sollte die Verstrebung immer eine größere Länge der Fläche fixieren.
Man könnte auch die Gehäusewände sehr dick wählen, aber das geht stark ins Gewicht und ins Geld.
Ich persönlich mag sehr gern Bretter mit nicht symmetrischen Löchern, die als Verstrebungen mit jeweils vier Wänden verleimt sind. Je nach Grüße des Gehäuses lässt man sich einfach ein paar innen liegende Böden mehr zuschneiden und sägt zwei oder drei große runde, ovale oder rechteckige Löcher hinein. Das dadurch verlorene Innenvolumen muss natürlich ausgeglichen werden.
Da Udo schon seit geraumer Zeit recht erfolgreich in dieser Brache tätig ist und seine Konstruktionen vor der Veröffentlichung probe hört, kannst Du seinen Angaben sicherlich vertrauen. Das soll nicht heißen, dass es keine Verbesserungsmöglichkeiten gäbe. Aber die muss ein Laie erst einmal finden. Zumal eine kleine Änderung an der einen Stelle oft auch größere Wirkungen an anderen Stellen bewirken.
Letztendlich lässt sich jede Konstruktion auch soweit optimieren, dass sie preislich nicht mehr interessant oder mit vertretbarem Aufwand nicht mehr nachbaubar ist.
Will sagen:“Fragen Sie den Fachmann, denn der weiß alles besser als Sie!“

sommerliche Grüße

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