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Antwort auf: Gehäusematerial & DIY Verbundplatten

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#19074
max

Ich finde ehrlich gesagt, dass Gehäusebudget und -aufwand nicht zwingend was mit dem Bausatz selbst zu tun haben, da die Anforderungen ganz unterschiedliche sind.

Ein Lautsprecher für die Hintergrundberieselung in Wohnzimmer oder Küche muss schick sein, damit er der Göttergattin gefällt und sie das Hobby nicht boykottiert. Technisch reicht aber locker eine U_Do. Im Musikzimmer oder am Arbeitsplatz spielt die Optik dagegen eine untergeordnete Rolle, es wird aber uU deutlich mehr und bewusster gehört – hier darf es schon die BluesKlasse sein.
Als Festivalcamp-Equipment muss zwangsläufig was richtig richtig lautes (und damit auch vergleichsweise teures) aus der PA-Ecke her, das aber gerne in absolut hässlichen und verratzten Gehäusen – wo es vermeintliche Langfinger weniger anlockt als im Hochglanzkostüm.

MEINE Erfahrung: Wenns die Frau sieht und ich Zeit und Lust hab geb ich mir Mühe beim Gehäuse, wenn nicht gilt “form follows function”

Auch muss schön nicht zwangsläufig teuer sein. Meine schönsten Gehäuse waren echt günstig, weil sie bis aufs Furnier nur aus Restmaterial bestanden, statt aus fertig gesägten MPX-Platten für einen “Gehäusequickie”. Wer aber wenig Zeit/Lust zum Basteln hat, kann auch für einfache lackierte Quader schon Unsummen bezahlen.
Der entscheidende Punkt in der Rechnung ist, ob man die Bastelzeit als Aufwand (“in der Zeit könnte ich Geld verdienen”) oder Ertrag (“man ist das eine entspannende Freizeitbeschäftigung, da spar ich mir gleich das nächste Wellness-Wochenende”) verbuchen muss.

Gruß Max

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