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Antwort auf: Wie geht das mit dem Überlastungsschutz , Leuchtdioden ??

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#20027
Sparky

Guten Abend,

der beste Überlastschutz sind die eigenen Ohren, zumal Eton recht robuste Chassis baut 😉

Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen Lautsprecher zu killen.
Da wäre einmal die mechanische Seite, sprich, die Auslenkung der Membranen wird so hoch, dass die Sicke reißt (sehr extremer Fall) oder “die Pappe” anschlägt (bzw. genauer gesagt der Spulenträger). Dazu bedürfte es im Fall der Duetta schon eine menge Rumms. Sofern die Musik nicht immense Dynamiksprünge macht, fallen einem eher die Ohren ab….

Das Andere wäre ein Grillen der Treiber durch einen clippenden Verstärker.
Ist dieser zu schwach und es kommt zu besagtem “clipping” (verzerren), liefert er im Falle eines Transistor Verstärkers Gleichstrom am Ausgang. Dieser kann die Schwingspulen der Treiber durchbrennen lassen, da er sie permanent belastet und die Treiber auch nicht mehr den zur Kühlung benötigten vollen Hubweg ausnutzen können. Da ein clippender Verstärker sehr besch…eiden klingt, fällt das unter normalen Umständen auch eher auf, bevor es zu Schäden kommt. Ein Ausnahmefall sind Partys, dort wird meist viel Alkohol konsumiert, der das Lautstärkeempfinden dämpft, ab einer gewissen Promillegrenze auch das Denken 😉

Gegen ersteres hilft wirklich nur ein Limiter, diese sind aber eher im PA-Bereich angesiedelt. Aber im privaten Bereich kommt so ein Fall auch so gut wie nicht vor, wie gesagt, die Eton Chassis haben zu dem noch einen hohen Wirkungsgrad, da fallen eher die Ohren ab als dass die an ihre Grenze kommen….

Für den zweiten Fall gilt halt, man “hört” dass es verzerrt und dreht dann leiser.
Gute Verstärker haben auch eine integrierte Lautsprecherschutzschaltung, diese erkennt Gleichstrom im Ausgangssignal und trennt dann die Boxen über ein Relais.Wobei bei guten Verstärkern auch eher die Ohren abfallen, bevor die an ihre Grenzen kommen.

…Und da Deine Kette jetzt auch nicht unbedingt Grabbeltischware aus dem Elektronik-Großmarkt ist, würde ich mich einfach entspannen und der Musik lauschen. Es gehört schon viel dazu, so ein Chassis zu killen und ich kenne niemanden, der Schutzelemente in seine Frequenzweichen gelötet hätte.

Gruß,
-Sparky

P.S. Dazu eine kleine Anekdote: Einer von Udos Kunden hatte mal den Fall, dass sich die großen Moxe in den Frequenzweichen auf Grund thermischer Überlast verfärbt hatten, weil er die Boxen an einen damit überlasteten Einsteiger-AVR klemmte…..welcher dann direkt den Beinamen “Moxen-Schmelzer” bekam. Abgesehen von offensichtlichen anderen Gefahren hatten die Chassis aber überlebt 🙂
Was die Anekdote besagt: ADW-Konstrukte sind durchaus so ausgelegt, dass man sie auch ein wenig quälen kann, bevor es zu Schäden kommt.

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