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geloescht

    Moin Axel.

    Nach langem Arbeitstag noch einige Worte. Kurz wie immer. 🙂

    Ich durfte in den Siebzigern das Tonstudio im Taunus entwerfen, in dem Frank Farian die ersten Hits von Boney M aufgenommen hat. Da habe ich viel über Akustik und Lautsprecher gelernt und nie mehr vergessen. Weil mich das einfach interessiert.

    Das Gebäude wurde einige Male deutlich verändert, da es am Ende “um die Lautsprecher” herum gebaut ist. Dann kamen die Toningenieure, haben die Wandbekleidungen, Deckenbeschichtungen, Mobiliar etc. mitbestimmt. Sehr spannend.

    Die damals verbauten Studiomonitoren, meist von der Firma xxxxx und xxxxxxx, gab es in Kleinformaten für das Nahfeld im gleichseitigen Dreieck (Räumlichkeit), mittelgroße für Hörabstände von 2 – rund 4 Meter und dann die Dickschiffe fürs Hören aus der Ferne (sauberer Bass, Impulsfestigkeit), Hörabstand deutlich größer als Basis. Alle Aufnahmen sind in allen drei Abständen geprüft und teilweise anders abgemischt worden. Am Ende stand dann da noch ein Hörtest in Wohnraumumgebung. Die Jungs haben sich noch echt Mühe gegeben. Aber… Studiomonitore klingen steril, sie geben die Töne zwar fast perfekt wieder, aber die Musikalität und die Seele fehlt.

    Frappierend war immer, welche Unterschiede sich beim Abhören im optimierten Raum und im normalen Raum offenbarten.

    Die Lautsprecher wurden dann vor Ort noch der Unterschiede zwischen Entwickler- und Aufnahmeraum beraubt. Richtig Arbeit. Udo stimmt seine Lautsprecher so ab, dass sie parallel zur Wand aufgestellt werden können. Das funktioniert gut, aber auch nicht immer. 30 – 40 Prozent macht der Aufstellraum aus, ein Topp-Lautsprecher klingt in einem schlechten Raum genauso besch…. wie ein weniger Guter. Daher ist immer auch die Eigeninitiative des Users gefordert, der seinen Liebling dreht, kippt, höher oder tiefer stellt usw. Eine Schablone gibt es aber leider dafür nicht.

    Der High-Ender versucht, seinen Raum zu “zerklüften”, der viel gepriesene Teppich oder der Wandbehang taugen wenig, da sie akustische Vorgänge nur wenig beeinflussen können und nur kleinteilig wirken. Der Königsweg ist, nach meinen Erfahrung, die Schallimpulse in den kritischen Bereichen zum Halbwellenzustand zu zwingen, damit eine Eliminierung stattfindet, die ich immer gerne “Schadkanibalisierung” nenne. In der Elbphilharmonie ist das perfekt realisiert, daher gilt sie auch als einer der drei besten akustischen Räume überhaupt.

    Ich mag Lautsprecher, die auch im Nahfeld sehr gut klingen, meine xxxxxxxxx kann das wirklich super. Fast wie Kopfhörer hören. Durch die Zweiteiligkeit lässt sich auch viel mit geometrischen Veränderungen anstellen, daher ist diese Bauweise so interessant. Versuch macht kluch.

    Hesse

    Upps. So ganz kompakt ist der Beitrag doch nicht. 🙂

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