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Antwort auf: Münchner Kaffeekränzchen

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Stefan

So, ich mach’s mir jetzt mal ganz einfach:
Hier sind die Bilder: click me
und ich schließe mich meinen Vorrednern an. 🙂

Na gut. Doch ein paar Worte mehr.
Man ist noch nicht richtig fertig mit Auto Parken und ankommen, da öffnet sich schon die Haustür. Ich höre im vorbeirauschen noch sowas wie „sollen wir ausladen helfen?“ und das nächste, an was ich mich erinnern kann ist ein leeres Auto und eine einladend offen stehende Haustür.
Also rein mit meinem Alabasterkörper und mal umschauen…

Ich überlege die ganze Zeit schon, ob ich jemals in meinem Leben eine so stressfreie Zusammenkunft, mir völlig unbekannter Menschen, erlebt habe. Mir fällt keine vergleichbare Veranstaltung ein. Da hat einfach alles gepasst. Von der Verpflegung, über den Umgangston bis zu den Themen. Das war keine Veranstaltung, das war ein Erlebnis mit Wohlfühlcharakter! Quasi Wellness für den Mann.
Danke an alle, die das so ermöglicht haben und meinen ganz besonderen Dank an Georg, der seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat. Ganz HERZlichen Dank!!

Die größte Erkenntnis meinerseits: Ich hab keine absoluten Ohren! Wenn ein Lautsprecher halbswegs passabel klingt, dann hör ich mir den schön. Erst im direkten Vergleich kann ich sagen, was mir besser gefällt, oder evtl. auch besser klingt.
Geh ich wieder aus dem Raum und komme nach 5 Minuten wieder kann ich nicht mehr sagen, ob da gerade die U_Do6 spielt oder die Little Princess. Allerdings spielten auf den großen Lautsprechern auch fast ausnahmslos Liedgut, das ich nicht kannte, bzw. Versionen von Songs, die mir nicht geläufig waren. Wenn ich „Referenzstücke“ gewohnt bin, mag das anders aussehen.

Wie andere schon geschrieben haben ist es extrem vom Musikstück abhängig, welcher Lautsprecher einem am Besten passt. Eigentlich muss man im selben Raum mehrere Lautsprecher haben und die dann, je nach Song, umschalten. 🙂 Dem Udo würd‘ ich es ja gönnen…

Hätte ich mir eine Box aussuchen können, die ich mitnehmen darf: Die Little Princess wäre es geworden. Aus dem Sammelsurium des Gehörten hat sie mir dann immer wieder am Besten gefallen, auch wenn sie mir hie und da etwas zu keck war. Das Gesamtpaket passte.
Preis-/Leistungssieger war für mich auch die U_Do6. Es war für mich auch erstaunlich, zu was die in der Lage sind, wenn sie an einem Verstärker hängen, der zu Größerem geschaffen ist.
Mittlerweile habe ich 4 verschiedene China 2.1 Verstärker zu Hause. Da werde ich demnächst mal einen Vergleichstest machen.

Als ich ankam und in den kleinen Raum ging lief gerade eine Box, die den Raum sagenhaft wohlig füllte. Das zeugte von wahrer Größe und ich wollte sofort wissen, was da spielt.
Die Antwort war „Mona“. Ok definitiv kein Fehler, das ich die schon 4x gebaut habe 🙂

Die folgende Präsentation der SB12ACL hat mich umgehauen! Kein Subwoofer, aber trotzdem ein so prägnanter Punch und auch Tiefgang, wenn gefordert. Und das aus dem bisschen Membran! In meinem Kopf fing ein kleines Männchen bereits an Pläne zu zeichnen um die so zu bauen, das mit geschickter Faltung der Kammern eher ein Würfel, denn ein Spargel dabei raus kommt. ACL ist für mich ein gewaltiger Aha-Effekt. Ach was sag ich: A H A – E F F E K T !!! Jawoll!
Nur die derzeitige private Situation hat mich vor sofortigem Bestellen bewahrt. Aber die Dinger MUSS ich noch bauen!

Auch die Chorus 52 in ACL haben mir überzeugt. Aber ab und an waren die mir auch zu hart. Trotzdem auch hier: Ähnlich wie bei der Little Princess: Der Gesamteindruck hervorragend!

Die SB36 ist an dem Abend deutlich zu kurz gekommen, obwohl die auch am Anfang ein absolut rundes Erlebnis erlaubte. Nach typischer SB Manier webt sie den Höhrer in seidenweiche Klänge, wohlig ein. Da ist nichts zu hart. Aber bei höheren Bässen hätte man ab und an etwas mehr Punch vertragen können. Ich denke, mein Ideal würde irgendwo zwischen LP und SB36 liegen.

Die CT193 und die Symphony. Nicht meins.
Breitbänder werden meine Freunde nicht werden und die Symphony klang für mich zu flach.
Da war die SB12 6L weit voraus. Also für mich… 😉

Enttäuschung des Abends: Meine eigene SB23/3. Die klang irgendwie völlig verloren. So gar nicht, wie ich sie kannte. Die anderen trösteten mit „Wirkungsgrad“ und versuchten das mit der engen Aufstellung zu entschuldigen. Woraufhin ich gleich anpackte und umstellte.
Dann war die Bühne besser, aber trotzdem klangen sie viel zu flach. Ja, der Bass war schön tief, aber…
Ich habe die ganze Zeit überlegt, ob ich vielleicht die externen Frequenzweichen falsch verkabelt hatte. Aber ich hab blöderweise vor Ort nicht mehr kontrolliert. Keine Ahnung warum. Ich konnte es nicht so recht glauben, das ich da einen Fehler gemacht haben sollte.

Die ganze Heimfahrt hat mich das auch noch beschäftigt.
Zu Hause angekommen habe ich sofort wieder alles aufgestellt, angeschlossen und sofort Probegehört. Und was soll ich sagen: Geht doch!!!
Hier klingen sie wieder, das ich sie gegen keine andere mehr eintauschen wollte. Sauber, klar, tief und trotzdem angenehm weich, ohne Details missen zu lassen. Einfach zum davonschweben.
Warum hatte ich das nicht bei Georg, zwischen den ganzen anderen gehört?
Ich hab wirklich nur 2 passable Erklärungen: Entweder habe ich Idiot wirklich falsch verkabelt, oder der Raum hatte einen so großen Einfluß.

Das es NICHT einfach der Höreindruck wegen der Konkurrenz sein kann, das kann ich ja zu Hause testen. Die U_Do6 klang ja bei Georg häufig super neben seiner Chorus und der Little Princess. Bei einigen Songs kam sie da dicht ran. Und zu Hause ist der Unterschied zu meiner SB23/3 eben nicht mehr so krass wie bei Georg… Also irgendwas war falsch…

Bau-Ideen hab ich jedenfalls wieder zur Genüge im Kopf. Aber jetzt muss ich erstmal renovieren und ein neues Zuhause finden. Wenn alles so klappt, wie ich mir das wünsche, dann können wir im Spätsommer mal eine Housewarming-Party bei mir veranstalten. Mit ordentlich Krach 🙂

Nochmals Danke an alle Beteiligten! Das war echt große Klasse mit Euch!

Liebe Grüße,

Stefan.

P.s. Den SymAsym muß ich mir beim nächsten Mal genauer anschauen. Der klang auch toll und druckvoll!

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