Zurück zu Kaufberatung: Verstärker für Wiedereinsteiger in die Hifi Welt

Antwort auf: Kaufberatung: Verstärker für Wiedereinsteiger in die Hifi Welt

Startseite Foren Verstärker und Co Kaufberatung: Verstärker für Wiedereinsteiger in die Hifi Welt Antwort auf: Kaufberatung: Verstärker für Wiedereinsteiger in die Hifi Welt

#2741
Sparky

Guten Abend Martin,

das ist schnell erklärt:

Die Impedanz ist der Fachbegriff für Scheinwiderstand.
Ein Scheinwiderstand ergibt sich frequenzabhängig in Wechselstromkreisen, wenn es sich nicht um eine rein Ohmsche Last handelt, sondern auch Kapazitäten (Kondensatoren) und Induktivitäten (Spulen) in´s Spiel kommen, wie es an einem Lautsprecher der Fall ist.

Merke: Ein Lautsprecher, der eine Nennimpedanz von 4 Ohm hat, hat diese also schon einmal nicht komplett über das gesamte Frequenzspektrum hinaus, sie kann bei gewissen Frequenzen auch höher oder niedriger sein.

Kommen wir nun zum Verstärker.
Ich denke, Du sprichst von einem Transistor, dieser stellt eine Spannungsquelle dar.
An seinen Klemmen liefert er also eine bestimmte Betriebsspannung für die Lautsprecher, belastest Du diese klemmen mit einer Last (Lautsprecher), beginnt ein Strom zu fließen, der Verstärker muss dazu eine Leistung aufbringen, damit die Spannung nicht zusammenbricht.
Je niedriger der Widerstand der Last ist (die Impedanz), desto mehr Strom fließt, desto mehr Leistung wird gezogen. Im schlimmsten Fall wäre eine Drahtbrücke über den Klemmen, das entspräche einem Kurzschluss, die Stromaufnahme stiege weit über den Betriebswert und der Verstärker würde thermisch zerstört (die Endstufentransistoren erwärmen sich durch des hohen Stromfluss), außer es ist eine Schutzschaltung eingebaut, die bei einem zu hohen Strom abschalten.

Merke: Je niedriger die Impedanz, desto mehr Strom fließt, der Verstärker muss also arbeiten und wird warm. Darum sollte man auch auf die Mindestimpedanz achten. Ein Verstärker für 8 Ohm Boxen kann bei Einsatz von 4 Ohm Boxen überlastet werden. Umgekehrt kann man 8 Ohm Boxen an einem 4 Ohm Verstärker betreiben, halt dann mit verminderter Leistung der Boxen, weil der Verstärker dort nicht so viel Strom hindurch schieben kann.

Eine “Besonderheit” stellen hier noch Röhrenverstärker mit Übertragern dar, da diese im Kurzschlussfall einfach ihren Maximalstrom liefern ohne durchzubrennen. Allerdings kann es dort wiederum zu Problemen kommen, wenn überhaupt kein Lautsprecher angeschlossen ist – die Leistung, welche der Verstärker in den Übertrager schiebt, muss umgesetzt werden. Fließt überhaupt kein Strom, muss dann folglich die Spannung steigen – in Konsequens eines Durchschlagens der Wicklungen im Übertrager, falls nicht mit geeigneten baulichen Maßnahmen entgegen gewirkt wird.

Gruß,
-Sparky

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.acoustic-design-magazin.de/Lautsprecher-selber-bauen/Antwort/2741/