Zurück zu Kontrabass und Orgel bei wenig Platz – kann das gehen?

Antwort auf: Kontrabass und Orgel bei wenig Platz – kann das gehen?

Startseite Foren Kaufberatung (Stereo, Surround usw.) Kontrabass und Orgel bei wenig Platz – kann das gehen? Antwort auf: Kontrabass und Orgel bei wenig Platz – kann das gehen?

#32177
McGlear

Noch eine halbe Stunde Mittagsruhe – das reicht für einen kurzen Erfahrungsbericht.

Das Paket mit den C51 Bausätzen hat mich leider erst zwei Tage nach meinem vorerst einzigen freien Wochenende erreicht. Und so hatte ich zwar in den letzten Wochen alles, was ich zum Bauen brauchte, nur keine Zeit. Diese Woche hatte ich aber drei freie Nachmittage, genug für ein Testgehäuse. Also: Montag leimen, Dienstag fräsen, Mittwoch löten. Und nun stehen bei mir zwei C51. Gestern Nacht habe ich sie kurz angemacht – schon bei leisester Lautstärke war ich überglücklich, nicht nur, weil überhaupt Klang kam (meine letzten Löterfahrungen liegen schon wieder über 10 Jahre zurück); Ich musste auch ungläubig mein Ohr an meinen Center legen in der festen Überzeugung, mein Receiver habe die PureDirect-Anweisung nicht ernst genommen. Ich hatte kurzerhand Bodo Wartkes Konzert-BluRay „Bei dir heute Nacht“ in den Player geschoben, in der Hoffnung, leise Klavierklänge und Gesang würden meine Nachbarn nach Mitternacht am wenigsten ärgern. Sowohl Klavier als auch die Stimme kamen dabei einfach frei aus dem Konzert-Raum im Fernseher. Bis man die einzelnen Boxen orten kann, muss man wirklich sehr nah ran oder sehr weit raus aus dem „theoretischen Sweetspot“. Cool!

Aber für echtes Genusshören und Klangbeschreibungen war es gestern wirklich zu spät. Wie es aber das Schicksal so will, gewährte uns der Professor gestern spontan einen späteren Seminarbeginn, sodass ich heute erst nach 9 in der Uni sein musste. Um 8:00 darf man schon mal etwas aufdrehen, so in der Woche, oder? 😉

Ich habe also heute morgen noch ein wenig meinen diversen Teststücken gelauscht (für den groben Überblick einfach Verschiedenstes angespielt, von Apocalyptica über Flogging Molly bis Rammstein, von Mendelssohn über Mahler bis Wagner, und von Fanfare Ciocarlia über Trent Reznor bis Bodo Wartke; ein absolut bunter Mix also). Hängen geblieben bin ich am Ende bei Daft Punks „Random Access Memories“, weil ich vor der Uni noch entspannt den Bass genießen wollte, den diese kleinen Boxen einfach wahnsinnig überzeugend in mein Zimmer spielen. Was die auch untenrum leisten können, sieht man ihnen wirklich nicht im Geringsten an. Natürlich habe ich jetzt weder SB noch Duetta zum Vergleich hier – aber wenn mich meine Erinnerung (und der „Selbstgemachteffekt“) nicht trügen, dann sind die Chorus wirklich genau das Richtige für mich. Sie stellen keine ganz so hohen Anforderungen an das Quellmaterial wie die Duetta (sodass auch meine alles andere als „audiophile“ Metal-Sammlung nicht wird eistauben müssen), machen aber bei Kontrabass-lastiger Klassik eine in meinen Ohren etwas bessere Figur als die SB (wie immer der Hinweis: Es geht sicherlich mehr um persönliche Vorlieben, Hörverhalten und ähnliche Faktoren, als um „Qualitätsunterschiede“ im eigentlichen Sinne). Als ich mir verschiedene SBs geliehen hatte, kamen mir die SB30 außerdem nicht weit genug runter, aus der SB Reihe hätte ich nur die 18er gebaut. Vielleicht würde mir im direkten Vergleich C51 zu SB18 auch jetzt bei der kleinen Chorus etwas fehlen – aber solange dieser Vergleich nicht stattfindet, bin ich mit dem Bass erst einmal sehr einverstanden (ich bilde mir auch ein, dass die SB30 unten schneller schlapp gemacht hat als die Chorus, auch wenn’s schon wieder ein Weilchen her ist und auch hier der direkte Vergleich fehlt).

In 10 Minuten werde ich mal Mahler 8. in angemessener Live-Lautstärke probieren. Ob die Antwort auf die Frage
„Kontrabass und Orgel bei wenig Platz – kann das gehen?“
„Ja, mit Chorus 51“
lautet, werde ich also vielleicht noch heute herausfinden.

Einen Baubericht gibt’s, sobald ich mich an „echte“ Gehäuse gewagt habe – aber vielleicht kommt vorher alles anders. Unverhofft bekommen wir im September ein neues Sofa, das wir uns eigentlich nicht mehr gönnen wollten. Mit dem neuen Sofa ändert sich dann vermutlich die ganze Wohnzimmeraufstellung. Wer weiß, vielleicht wird’s dann ja doch noch was mit Standboxen und mit D’Appolito (C52 ACL) oder dem Dreiweger (C85) – oder ich überzeuge Udo von der Papphöre mit 2*5 + 2*8 😉

Damit beweisen die C51, dass sie auch das letzte Kriterium erfüllen. Upgradefähigkeit!

So, jetzt ist es doch schon Viertel nach drei und es läuft keine Musik. Das gehe ich jetzt ändern. Auf in’s akustische Paradies!

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.acoustic-design-magazin.de/Lautsprecher-selber-bauen/Antwort/32177/