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Kontrabass und Orgel bei wenig Platz – kann das gehen?

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Dieses Thema enthält 63 Antworten und 14 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Monti vor 1 Woche, 2 Tagen.

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  • #22039 Antwort

    Hallo allerseits,

    Mein Text wird etwas länger, immerhin ist es mein erster hier im Forum – und ich finde es unpassend, in einer so persönlichen Community als Erstlingswerk nur zwei trockene Fragen zu stellen. Ihr dürft aber jederzeit nach unten scrollen, dort werde ich ein TL:DR platzieren. Aber wer ein bisschen Zeit hat: Mein Einleitungstext hat hoffentlich alles, was das Herz begehrt. Wehmütige Nostalgie (naja, ich bin 26, also ich bezieh mich hier auf die 90er, nicht dass jemand nachher enttäuscht ist), reumütige Rückblicke, Romantik, Dämonen, ferne Länder, Mahler, wilde Tiere, Stereodreiecke, DDR-Architektur und Metal spielende Cellisten. Meine Hoffnung lautet deshalb: lang, aber einigermaßen kurzweilig 😉
    Nichts desto trotz, ihr seid gewarnt, los geht’s:

    Freud und Leid liegen ja bekanntlich nah beieinander. Meine Freundin hat sich in den Kopf gesetzt, unsere gemeinsame Studentenwohnung mit möglichst vielen Tieren ausstatten zu wollen, und so musste ich kürzlich ein kleines 50 Liter Aquarium in unser Wohnzimmer integrieren. Dafür mussten meine bisherigen diabolischen Heimkinolautsprecher weichen und wurden mangels Alternativen spontan durch meine alten japanischen Kompaktlautsprecher ersetzt (ihr wisst schon, so 90er Jahre Teile in schicker Klavierlack-Optik, die hab ich damals von meinen Eltern im Set mit Stereoreceiver, CD-Player und Kassettendeck geschenkt bekommen). Jetzt höre ich zwar wieder etwas tiefere Frequenzen als vorher (wie konnte ich überhaupt jahrelang mit viel zu kleinen Billig-Heimkinochassis in erst recht viel zu kleinen Gehäusen Musik hören?) aber dafür spielen die Japaner tierisch unsauber (wie konnte ich überhaupt jahrelang mit so fragwürdigem Klang Musik hören – in meinem Jugendzimmer standen die Teile noch dazu einen Meter über Ohrhöhe, das Wort “Stereodreieck” kannte ich nicht mal, geschweige denn dass ich bei der Boxenaufstellung irgendeinen Gedanken dran verschwendet hätte). Rückblickend: Wie gut, dass ich es früher nicht besser wusste. Aber inzwischen höre ich: Furchtbar, sowas! So viel also zum Leid.
    Jetzt zur Freud: Welch besseren Grund kann es geben, endlich nach etwas Vernünftigem Ausschau zu halten? Mehr noch: Meiner Freundin gegenüber kann ich das ja sogar als fairen Kompromiss verkaufen, Aquarium gegen neue Lautsprecher 😀
    Innerhalb kürzester Zeit war mir klar, dass es diesmal Selbstbau-Lautsprecher werden sollen. Und wenn man erst einmal ein paar Entwicklungsberichte von Udo gelesen hat, bleibt man schnell auf diesen Seiten hier kleben.

    Kommen wir nun nach “Freud und Leid” aber zum “nah beieinander” – und hier wird es kritisch. Wir haben wenig Platz. Und dass die ursprünglichen Lautsprecher gehen mussten, hängt damit zusammen, dass sie als Standlautsprecher (nein, halt, nennen wir sie besser Kompaktlautsprecher, die der Optik und der Umsätze wegen in Standformat gepresst und vom Leichtgläubigen Konsumenten gekauft wurden) zu viel Platz in der Breite wegnehmen, der nun für das Aquarium benötigt wird. Wie ich es auch drehe und wende, ich sehe keine Möglichkeit, Standlautsprecher in die Front zu integrieren. Aber größere Kompaktlautsprecher könnten passen, wenn sie auf den Technikschrank gestellt werden, der den Aquarienfilter beherbergt. Das Ganze könnte dann so aussehen:
    Aquarienproblem & Linie 71

    Das versierte Auge erkennt vielleicht schon anhand der leeren Gehäuse: ich bin beim Planen bei den Eton-Linien hängen geblieben. Einen ER4 habe ich glücklicherweise noch nicht gehört – ich könnte ihn mir ohnehin nicht leisten. Bei 300-500€ pro Box und Upgrade-Fähigkeit fällt es mir dagegen schwer, nein zu sagen.
    Im Bild sieht man allerdings auch eine weitere Schwierigkeit: Der Fernseher kann niemals mittig zwischen den Front-Lautsprechern stehen – Fernseher nach rechts wird durch das Aquarium verhindert, Front Left weiter nach links durch den Esstisch – deshalb ist ein Center fürs Filmegucken Pflicht (finde ich aber sowieso sehr angenehm, wir gucken fast alles in englischer OV, da sind die Stimmen in der Regel so leise abgemischt, dass es hilfreich ist, bei Bedarf den Center über den Receiver unkompliziert aufdrehen zu können). Bislang läuft alles über einen Yamaha RX V1071. Vielleicht experimentiere ich irgendwann einmal mit Standalone Verstärkern, aber für den Moment muss es reichen – und derzeit habe ich ja auch keine Lautsprecher, die mir die klanglichen Unterschiede verschiedener Verstärkerlösungen offenbaren könnten.

    Wenn wir gerade einmal nicht Filme und Serien auf Englisch mit aufgedrehtem Center gucken, soll natürlich auch Musik aus den Boxen erklingen (also, so ohne Center. Mit Kopf in der Stereodreieck-Spitze, vielleicht bei basslastigeren Boxen in Zukunft auch stattdessen mit einer RLX Aufstellung, weil sie ja leider auch sehr wandnah stehen müssen – an möglichst gute Vorraussetzungen für das Aufstellen toller Lautsprecher hat man in den 60ern in Vorpommern beim Wohnungsbau leider recht wenig Gedanken verschwendet). Nun haben wir aber das Problem, dass wir uns nicht mit der Musik zufriedengeben wollen, die man problemlos auf kleinen Boxen wiedergeben kann. Wir stellen die Musik zwar den Nachbarn zu Liebe nie besonders laut, aber wenn ich Mahler VIII. höre, dann muss ich die Orgel dafür nicht unbedingt spüren. Im heimischen Wohnzimmer will ich sie aber eigentlich trotzdem hören können. (Nebenbei: der Dresdner Kulturpalast bietet seiner neuen Orgel eine Akustik, die ihresgleichen sucht – da HABE ich neulich bei Mahler VIII die tiefen Register gespürt! Das verbuchen wir einfach mal als 1:1 Ausgleichstreffer für DDR-Architektur, auch wenn der Konzertsaal samt Orgel natürlich sehr neu ist).
    Für den Fall, dass ihr mir den Zahn mit hörbarem Orgelbass ziehen müsst, bin ich bereit, folgenden Kompromiss einzugehen: Orgel Tiefton darf noch fünf Jahre auf sich warten lassen – aber zumindest die tiefen Streicher müssen glänzen (ich spiele selber Cello, also ist alles ab 60 Hz Pflicht, Kontrabass-Sound für Mahler II. – irgendwas muss ja Mahler VIII. ersetzen – wäre mit 30 bis 60 Hz die Kür). Tja, und das alles bei ausreichend niedriger Bauhöhe, um die Boxen AUF statt NEBEN die Möbel zu stellen… Ist doch toll, wenn die Leute mal nicht mit unrealistischen Plänen zu euch ins Forum kommen, oder? 😉

    Nach so langem Intro kommt damit jetzt der eigentliche Grund, warum ich diesen Beitrag schreibe: Ich frage mich, wie ich das Beste aus den Welten Heimkino und Musik herausholen kann, wenn ich vorerst auf den dritten Weg verzichten und alles über Zweiweger lösen muss. Vielleicht habt ihr den ein oder anderen Tipp für mich.

    Zunächst hatte ich gedacht, mit drei Mal Linie 41 für eine volle Front anzufangen. Das wäre hoffentlich trotz der seltsam asymmetrischen Aufstellung ein homogenes Heimkino, das man dann noch mit zwei 41er Rears vervollständigen kann. Alternativ ggf. z.B. auch 3 mal 42 vorne. Bei solchen Linie 4 Zweiweger Kombinationen könnte man den Lautsprecherständer in der Abbildung vorne auch durch den Linie43 Sub als Aktivsubwoofer ersetzen – aber für einen zweiten Sub gleicher Bauart fehlt natürlich der Platz, und der Raum mag zumindest meinen jetzigen einzelnen Downfire Sub überhaupt nicht. Das Lowboard im Bild ist übrigens noch nicht gebaut, also theoretisch sind auch zwei flache Subs links und rechts vom Hifi-Rack denkbar – aber als umgängliche Nachbarn sind wir eben ohnehin mit Bass sehr sparsam, legen also (derzeit) fürs Heimkino keinen besonders großen Wert auf Sub und für Musik halte ich den Abstand zwischen zwei flachen Subs und außen, oben stehenden Tops dann schon wieder für zu groß (ich lasse mich aber gegebenenfalls gern eines Besseren belehren).
    Zusammenfassung Variante 1
    a) 3 x Linie 41
    b) 2 x Linie 41 + 1 x Linie 42
    c) 3 x Linie 42
    Alles mit 41er oder 42er Rears sowie Subwoofern updatebar. Wenn sich dann in einigen Jahren unsere Wohnverhältnisse ändern (man bleibt ja nicht ewig Student), können die zwei Frontlautsprecher dann zu 74ern werden (auch wenn es das Upgrade-Kit 42->74 nicht offiziell im Shop zu kaufen gibt, gehe ich mal fest davon aus, dass das kein Problem wäre).

    Im Bild seht ihr schon, dass ich nicht nur diese Linie 4 Variante in Erwägung ziehe. Schuld sind das oben geschilderte Mahler-Dilemma und die aus dem Cellisten-Kopf nicht zu entfernende Überzeugung, dass wenigstens die tiefen Streicher zur vollen Geltung kommen müssen. Dass Udo im Bericht zur 41 Apocalyptica erwähnt, macht mir natürlich Hoffnung. Den Frequenzgang der Linie 71 anzuschauen beruhigt mich aber noch etwas mehr. Und irgendwo habe ich gelesen, man solle sich vorne diejenigen Boxen hinstellen, die halt gerade so noch passen. Und SketchUp macht es vor: Linie 71 passt. Wäre ich reiner Stereo-Hörer, ich würde vermutlich blind die 71 ordern (wenn auch erst zu Weihnachten; so ruhig machen weder die Erwähnung von vier Finnischen Cellisten noch vielversprechende Messdiagramme, dass ich beim jetzigen studentischen Kontostand zuschlagen könnte *hust* Aber es sind ja nur noch wenige Wochen). Nur frage ich mich, ob ein 41er oder 42er als Center auch zu den „kleinen“ Linie 7 passen kann oder erst bei der 74 dann homogen ist. Wie gesagt, wir drehen den Center auf und haben beim Filmegucken asymmetrische Sitzpositionen, Center und Front müssen deshalb einfach gut zueinander passen.
    Einmal zusammengefasst Variante 2 als komplettes HK:
    a) 2 x Linie 71, 3 x Linie 41
    b) 2 x Linie 71, 1 x Linie 42, 2 x Linie 41
    c) 2 x Linie 71, 3 x Linie 42
    Auch hier wären natürlich ein Linie 43 Sub links unter dem FL oder zwei flache Subwoofer rechts und links denkbar. Und auch hier ist dann irgendwann Upgrade 71->74 eine Option.
    Das sind die für mein Empfinden erst einmal die schlüssigsten Lösungen, aber eben beide mit den angesprochenen Tücken. Vielleicht hat hier jemand einen Tip – oder vielleicht auch eine ganz andere Lösung für meine sicherlich nicht ganz optimalen Verhältnisse in petto.
    Außer Passau fällt mir derzeit übrigens kein Ort in Deutschland ein, der weiter von Bochum entfernt ist als das nordöstliche Vorpommern, sonst würde ich sicherlich auch mal vorbeikommen und mir die Kreationen anhören, über die ich hier etwas unbedarft schreibe. Aber wenn ich die Boxen irgendwann gebaut haben werde, kann ich ja vielleicht das Vakuum an Probehör-Locations hier im Nordosten füllen (wenn auch nur mit kleinen Boxem auf kleinstem Raum). Und wenn ich eine der Linien baue, werde ich mich auch an einem Baubericht versuchen.
    Nun denn, ich bin in jedem Fall für etwas Input dankbar und entschuldige mich an dieser Stelle ganz ausdrücklich für die Wall of Text. An dieser Stelle bleibt dann folgerichtig nur noch für eines etwas Platz über, nämlich das:

    TL;DR:
    Ich möchte versuchen, aus den im Bild gezeigten widrigen Umständen (Fernseher steht nicht mittig zwischen den Front-Lautsprechern, zur Verfügung stehende Breite der Wand ist zu begrenzt für Standboxen, Boxen stehen wandnah) trotzdem das Beste herauszuholen. Beginnen möchte ich mit drei Lautsprechern vorn, die zu Heimkino-Zwecken gut zueinander passen sollen. Der Center läuft bei uns in der Regel sehr laut, weil wir viel englische OV Filme gucken und die Sprache da immer so unglaublich leise abgemischt ist. Der hohe Center-Pegel richtet es.
    Die Boxen sollen aber im Stereobetrieb auch Cellisten-, besser noch Kontrabassisten-Herzen höher schlagen lassen, sie sollten also trotz der eher kompakten Bauform tief runter spielen können. Dabei bleibt alles, was gehört wird, immer bei Mietwohnungspegel und der Raum ist nur gut 3m tief (wenn auch insgesamt knapp 6m breit).
    Subs schließe ich zwar nicht aus (möglich wären entweder ein schlanker Linie 43 Sub unter dem linken Frontlautsprecher, oder zwei flache Subs links und rechts neben dem AV Reciever; im Bild dargestelltes Lowboard existiert noch nicht und kann geändert werden), brauche sie aber fürs Wohnzimmer-Filmegucken nicht unbedingt und vermute, dass sie bei einem so ungünstigen SetUp im Stereobetrieb passiv die tiefen Orgel-Register bei Mahler-Sinfonien auch nicht zufriedenstellend wiedergeben – deshalb tendiere ich derzeit dazu, schlicht auf Subs zu verzichten.
    Meine Ideen sind:
    1. 3 x Linie 4 kompakt (also 41er oder 42er) – homogen, aber weniger tief?
    2. 2 x Linie 71, 1 x 42 als Center – tiefer, aber vielleicht nicht homogen?
    Auf Eton habe ich mich bei der Planung ein bisschen eingeschossen; der ER4 ist mir zu teuer, aber Linie 41 und 71 liegen im finanziellen Sweet-Spot – außerdem sind sie (hoffentlich, trotz offiziell im Shop fehlender Kits) irgendwann einmal auf die 74 upgradebar, die es mir optisch angetan hat.
    Könnt ihr mir zu einer der beiden Kombinationen raten oder von einer der beiden Kombinationen abraten? Oder hat jemand eine zündende Idee, wie das ganze ganz anders viel besser zu lösen wäre?
    Ich danke euch bereits jetzt für all die tollen Bauvorschläge, Bauberichte, Forenbeiträge, kurzum die sehr vielen sehr interessanten Stunden, die ich in den letzten Wochen bei meinen Recherchen auf diesen Webseiten verbracht habe.

  • #22041 Antwort

    Udo Wohlgemuth
    Keymaster

    Hallo McGlear,

    da lässt sich eigentlich kein guter und erst recht kein schlechter Rat geben, du hast dir schon gut zusammenpassende Bausätze ausgesucht. Bestenfalls kann die räumliche Begrenzung den Ausschlag für die kleine Lösung geben. In jedem Fall kannst du aus beiden später auf die Linie 74 upgraden, wodurch nicht einmal diese Option die Entscheidung für 1 oder 2 einschränkt. Schwieriger kann es jedoch werden, wenn du gleich noch den Bericht von Rundmacher zu seinem Leserprojekt Chorus 71 liest 🙂

    Gruß Udo

    • #22043 Antwort

      Hallo Udo,

      ich muss gestehen, meine erste Reaktion war: “Chorus 71? Kann nicht sein, die wäre mir doch aufgefallen.” Das war ja wirklich großartiges Timing. Schade, statt einfacher wird so alles ja nur noch komplizierter. Trotzdem besten Dank für die schnelle Antwort, und es tut schon mal sehr gut zu hören, dass ich mit meinen Plänen nicht auf dem Holzweg bin. Ich werde berichten, wie ich mich schlussendlich entscheide.

      Viele Grüße
      Johannes

    • #22050 Antwort

      Hallo nochmal,

      ich habe gerade gesehen, dass die chorus 71 im Shop mit “Kompaktbox mit Eton 7-312 Hex und 26 HD 3” beschrieben wird. Unter “Technik” passt dann alles, es ist nur die Kurzbeschreibung, die zur Linie statt zur chorus gehört.

      Viele Grüße

      • #22051 Antwort

        Udo Wohlgemuth
        Keymaster

        Hallo McGlear,

        danke für den Hinweis, ist jetzt korrigiert.

        Gruß Udo

      • #22060 Antwort

        Hallo Udo,

        inzwischen steht dort “Kompaktbox mit Eton 7-612 Hex und 25 HD 4”.

        Kompaktbox mit Eton 7-612 Hex 7-512 RP und 25 HD SD 4.

        *wegduck*

      • #22067 Antwort

        Udo Wohlgemuth
        Keymaster

        Hallo McGlear,

        wie kann man nur so kleinlich sein 😉

        Naja, jetzt müsste es stimmen.

        Gruß Udo

  • #22044 Antwort

    Moin.

    Die Frage hier ist eigentlich nur, ob Fische Headbangen und Tango tanzen können.

    Schmunzelnd.

    Hesse

    • #22048 Antwort

      Ich denke, wenn man das Aquarium statt auf einen unterschrank einfach auf einen subwoofer stellt, sollte das doch klappen mit den headbangenden Fischen 😉

  • #22047 Antwort

    Hallo McGlear.
    Als Grundlage könntest Du überlegen, den Ständer der linken Box mit Rollen zu bauen. Dann kannst ihn zum Musik hören nach links schieben. Als 2.: anstelle des rechten Möbelelementes Lautsprecherplatz einplanen. Dann gehen auch Standlautsprecher.
    Gruß Martin

    • #22049 Antwort

      Das Möbelelement ganz rechts beherbergt den Außenfilter und die co2 Anlage des Aquariums, daher kann das leider keinem Standlautsprecher weichen. Die Idee mit rollbaren Lautsprechern behalte ich aber im Hinterkopf, dann ist man natürlich flexibler.

  • #22054 Antwort

    Moin McGlear,
    Chorus war auch das eas mir als erstes in den Kopf kam, vermutlich weil sie grade neu erschienen aind, fein klingen und Heimkinotechnisch zu meinem Liebling dem ER4 passen, sprich irgendwann können die Chorus zu rears in deinem Duetta setup werden… Aber das ist im Moment nur Zukunftsmusik bei Dir und mit würde könnte sollte kommt man nicht weit.

    Am Ende ist also die alles entscheidende Frage: was ist der Unterschied zwischen Linie und Chorus, jeweils 71.

    Und das lässt sich halt einfach mal nur durch Probehören herausfinden, was ich hiermit dringend rate, selbst wenn es ein längerer trip nach Bochum ist. Am Ende findest Du noch raus das Du SB Fan bist 😉

    In diesem Sinne: frohes Kennenlernen, ansonsten hilfts nur dem Bauch zu folgen, wie alle kennen nämlich weder Deine Ohren noch Vorlieben, die sind bei Jedem erstaunlich anders.

    Matthias

    PS: zwischen den Zeilen kannst Du lesen, dass ich nur über die 7 Zoll Varianten geschrieben habe

    PPS: bezüglich Erweiterbarkeit würde ich mir auch bei der Chorus keine Sorge machen, da kommt bestimmt noch der eine oder andere Bausatz der die Serie ergänzt.

    PPPS: ich persönlich würd Chorus 71 mit Chorus 52 als Center wählen, bzw Chorus 72 falls der Platz da ist. Aber wie gesagt, das bringt Dir gar nichts, weil Du andere Ohren hast 😉

    • #22062 Antwort

      Moin! (Hach, herrlich! Ich bin ursprünglich Hamburger :D)

      Auch dir vielen Dank für die Antwort. Du hast sicherlich absolut Recht und Probehören wäre vernünftig. Wir sprechen hier aber eben leider trotzdem von über 600 km nach Bochum… Na, mal sehen, ob es irgendwann klappt.

      Das schöne an den beiden 71ern ist aber: Ich kann die Gehäuse planen und bauen noch bevor ich eine Entscheidung zwischen Linie und Chorus treffen muss 😉

      Wenn es mich das nächste Mal nach Hamburg oder in die Nähe von Berlin verschlägt, finde ich ja vielleicht auch jemanden, bei dem ich mal Eton Linien oder einen ER4 hören kann. Einen Direktvergleich der beiden 71er werde ich ja vermutlich nicht ohne weiteres finden, egal, wie weit ich fahre. Aber möglicherweise bringt mich ein einmal gehörter ER4 dazu, es für die nächsten Jahre tatsächlich mit den Chorus in der Front zu versuchen, die dann, wie du richtig sagst, natürlich als tolle Ergänzung zur später folgendenden Granduetta im riesigen familientauglichen Heimkino im Eigenheim mit Hund… nein, Stop, das geht jetzt doch zu weit. 😉

      Vielleicht baut ja bis Weihnachten auch jemand aus den Orchestra Vierzöllern, einem weiteren 7er und der Chorus 71 eine Chorus Prinzessin? :O
      (Dann bliebe nur noch zu klären, ob man die mit 512er oder 612er Chassis baut – die Chorus 71 ist ja, wenn ich das richtig sehe, die erste mit 512er Version geworden – EDIT: Korrigiere, die 74 hat auch die 7-512. Ich nehme alles zurück).

      Übrigens ist natürlich nicht zuletzt auch die Tatsache sympathisch, dass man mit einem Chorus Heimkino für mehr Membranfläche weniger Geld bezahlt – da bleibt dann bei Front LR (71er), Back LR (51er) und Center (52er) im Vergleich zu den Linien (2 x 71, 2 x 41, 1x 42) noch genau der Betrag über, den man für zwei Wall-Ross als Front Presence ausgeben müsste 😉

      • #22068 Antwort

        Moin Johannes,

        an anderer Stelle dieses Forums hat Matthias schon mehrfach darauf hingewiesen, dass man sich bei entsprechender Empfänglichkeit (ER4?), besser (noch) nichts anhört, was man sich (noch) nicht leisten kann/mag.

        Falsch machst Du sicherlich mit keinem Deiner favorisierten Bausätze etwas. Aber das steht ja oben auch schon.

        In welcher Ecke der Republik wohnst Du denn? Vielleicht findet sich ja in Deiner Nähe jemand, der die eine oder andere ADW-Kreation in den heimischen Hallen beheimatet, die er Dir bereitwillig öffnet!? Bei mir war es vor etwa 2 Jahren nicht anders…
        Trotzdem das unmoralische Angebot: Wenn Du mal nach Berlin kommst, kannst Du bei mir gerne Duetta-HK hören.

        Ciao
        Chris

      • #22072 Antwort

        Moin Chris,

        ich wohne im Nordosten, in Greifswald. Insofern ist Berlin deutlich (!) realistischer als Bochum 😉
        Die Probehörenkarte zeigt auch das hier oben übliche Vakuum (wenn Bands ihre Tour-Maps veröffentlichen, sieht es für Vorpommern eigentlich immer ähnlich trostlos aus). Deshalb auch mein Angebot, daran irgendwann mal etwas zu ändern, und sei es nur mit “langweiligen” Kompaktboxen – aber selbst die müssen ja erst noch ausgesucht und gebaut werden 😉

        Tja, und der ER4… Ich hatte ja tatsächlich selber schon geschrieben “Einen ER4 habe ich glücklicherweise noch nicht gehört – ich könnte ihn mir ohnehin nicht leisten.” – das war aber, bevor ich von der Chorus 71 wusste. Wenn mir der ER4 zu einer Entscheidung verhilft, darf er dafür dann auch als vorerst unerreichbares Ziel einige Jahre am Horizont schweben. Oder mich die nächsten paar Jahre sämtlicher Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke berauben, weil ich mir nur noch Duetta-Top Anzahlungen wünsche oder so. 😉

        Ich fahre hin und wieder an Berlin vorbei weiter gen Sachsen, spätestens Mitte Dezember ist es wieder soweit – und damit vermutlich zur optimalen Zeit, weil ich mich schließlich um Weihnachten für die eine oder andere 71 entscheiden möchte – ich freue mich also sehr über dein Angebot und schreibe dir, wenn ich genaueres weiß, eine PN.

        Viele Grüße
        Johannes

  • #22070 Antwort

    “In welcher Ecke der Republik wohnst Du denn? Vielleicht findet sich ja in Deiner Nähe jemand, der die eine oder andere ADW-Kreation in den heimischen Hallen beheimatet, die er Dir bereitwillig öffnet!? Bei mir war es vor etwa 2 Jahren nicht anders…”

    Ja, das würde mich auch interessieren.
    Oder alternativ das Event in Eschborn zum Jahresende in Betracht ziehen, wenn es zeitlich passt.

    • #22074 Antwort

      Eschborn ist leider das falsche Frankfurt 😉

      Frankfurt (Oder) wäre von Greifswald aus eine ganz gute Option.

  • #22075 Antwort

    hi,
    @ McGlear. ich weiß leider nicht die maße von deinem raum, eventuell wenn du rechts ein eckside board machst, unten die technik und darauf das aquarium könnte der rechte standlautsprecher dahin wo jetzt die beiden schubkästen sind.wie gesagt ohne maße nur eine vermutung.

    • #22079 Antwort

      Hi,

      das wäre natürlich auch meine bevorzugte Lösung gewesen (und es ist der Aufbau, der typischerweise bei den Nano-Aquarien gemacht wird, also ein 60-80 cm hoher aber schmaler Unterschrank für die Technik, direkt darauf das Aquarium). Das hat aber den entscheidenden Nachteil, dass die in Sketchup nur sporadisch angedeutete Balkontür in einem unbeobachteten Moment bei solchem Wetter wie heute mit voller Wucht gegen das Becken schlagen könnte. Ich hatte auch überlegt, das Aquarium auf einen entsprechenden Unterschrank links hinzustellen, da scheint dann aber tagsüber die Sonne drauf – und schlimmer noch: jemand, der vom Esstisch unvorsichtig aufsteht, kippt womöglich den hinter ihm stehenden Schrank um. Aus diesen Gründen ist es dann letztlich diese zwar in der Breite etwas unbefriedigende Lösung geworden, mit der wir aber große Stand- und Bruchsicherheit erreichen – und außerdem das Aquarium auf eine fürs Sofa gut geeignete Höhe gestellt haben.

      Ich habe wirklich lange drüber nachgedacht und in Sketchup alle Möbel wild hin- und hergeschoben. Das Resultat war: Es geht genau so und nicht anders. Das heißt, Standbox ist nicht – es wären höchstens noch gedankliche Spielereien drin, bei denen man die Standbox umgedreht auf den Technikschrank stellt, sodass MT und HT auf Ohrhöhe liegen und TT darüber. Für den rechten Lautsprecher in seiner Ecke würde mich das nicht mal besonders stören. Aber das auf der linken Seite analog zu machen, führt dann einfach doch zu einem sehr “massiven” Bild, ich glaube, das ist zu viel…

      Technikschrank und Unterschrank sind ansonsten bereits genau so breit gebaut, wie sie halt sein müssen, da kann ich nichts mehr wegnehmen (und es hat den netten Nebeneffekt, dass sie mit Ikea Kallax Zubehör kompatibel sind).

      • #22082 Antwort

        Moin.
        Wenn Du die “Standbox” etwas breiter und deutlich tiefer machst kannst Du auch das Original Volumen erreichen, ohne höher, als die Chassis übereinander messen, zu bauen.
        Eine Chorus 85 in 70cm Höhe sollte locker machbar sein, 60cm geht sicherlich auch irgendwie.

        Das soll nicht heissen, dass sie die Richtige oder Bessere für Dich wäre, will nur die Optionen etwas erweitern…

        Matthias

  • #22077 Antwort

    Moin.

    McGlear.

    Mach Dir mal keine Gedanken über den ER4. Ich bin seit über 40 Jahren Genusshörer und kann mir ein Urteil erlauben.

    Die Kalotten der LinieDingenskirchen haben mir und Rodscher in der Tiefenausleuchtung deutlich besser gefallen als das Ding. Es war die erste Eton, die mir ohne wenn und aber gefallen hat. Du verzichtest auf gar nichts, wenn es nur die Kalotte ist. Ein Lautsprecher besteht nicht nur aus einem Hochtöner, der Mitteltonbereich ist ebenso enorm wichtig, über Bass kann man sich jahrzehntelang streiten.

    Ist halt Status, wie Ferrari oder Porsche, wer keinen hat, ist ein Prolet oder Analphabet.

    Hesse.

    PS. Also, gugge, was kommt. Erst wenn man begriffen hat, dass Raumakustik, Lautsprecheraufstellung und Hörplatzwahl wichtiger sind als die Anlage selbst, hat man die Audiowiedergabe verstanden.

    • #22084 Antwort

      @ McGlear. Die Kalotte der Chorus-Lautsprecher ist eine von den, wenn nicht sogar die beste, die ich je in meiner Hifi-Kariere hören durfte. Dafür echt günstig.

      @ Hesse. Tatsächlich bin ich der Meinung, wir sollten uns mal treffen. Beim ER4 geht tatsächlich noch was…das meine ich ganz statusfrei, sowas bedeutet mir nichts.

      Viele Grüße
      Axel

      • #22088 Antwort

        Cool. Ich kenne keinen der drei Hochtöner (ER4 vs 26 HD 3 vs 25 SD 4) und schaffe es trotzdem, mit meinem Geschreibsel eine Diskussion über selbige loszutreten 😛

        Ich denke tatsächlich, dass ich einfach versuchen muss, beim Vorbeifahren an Berlin nicht nur die Duetta von Monti anzuhören. Vielleicht erklärt sich ja auch Jo bereit, mir die Türen zu seiner L44 zu öffnen. Wenn sich dann noch jemand mit ner Chorus fände, hätte ich alle durch. Auf der Karte sind offiziell noch keine Chorus-Hörer vertreten.

        Und ich bin – gerade als Cellist – natürlich auch geneigt, Hesse bezüglich der wichtigen Mitten Recht zu geben. Ich bring dann neben Mahler zum Probehören auch noch Dvorak mit, ebenfalls die VIII. – die hat bereits in den ersten zwei Minuten des ersten Satzes ein Cello-Intro zum Dahinschmelzen, hohe Flöte für den HT-Test und den optimalen Mix zwischen großem Klang und filigranen Melodien. Und wenn mich eine der “Großen” dabei überzeugt, gibt es die entsprechende kleine Schwester. 😉

  • #22087 Antwort

    Hallo McGlear,

    Orgelkonzerte, Platzprobleme und Mahler´s 8te heißt: Tief, Klein, Laut. Zwei davon zusammen geht ja immer, aber eins bleibt auf der Strecke.

    Klein und laut, aber nicht tief wäre die Linie 42. Die Linie 44 wäre laut und tief, aber nicht klein. Und ein Beispiel dafür, dass klein und tief zu Lasten der Lautstärke geht, ist der Bandpass der Mona 2.1.

    Der Platz ist nicht da, also wäre ich ganz bei Matthias` Kompromiss und der Empfehlung für pegelfeste 2-Weger mit 7-Zöller. Allein schon, um nicht zwingend zum Musikhören auf einen Subwoofer angewiesen zu sein. 60Hz nennst Du Pflicht, 30-60Hz Kür. Der -f3 Frequenzpunkt von Linie71 und Chorus71 sollte in etwa in der Mitte Deiner Kür liegen. Die Resonanzfrequenz des 7-312 Hex ist tiefer als die des 7-512 RP. Ob sich das bei den Boxen auswirkt, weiß ich nicht.

    Eine Duetta Top habe ich mal auf 30qm gehört und war beeindruckt von dem grundsoliden und kräftigen Bassfundament. Ein sehr kompakter LS, der so gar nicht kompakt klang. Wahrscheinlich wäre für Dich ein Probehören der Duetta Top sinnvoller als Duetta.

    Dem Hesse möchte ich auch noch zustimmen. Kalotten sind keine Notlösung während des Sparens für Bändchen-Hochtöner. Der ER4 mag meinetwegen alles noch etwas feiner, detaillierter und seidiger reproduzieren, mehr Spaß macht mir aber der 26HD3 und ich habe mich ganz bewusst für die Linie44 und nicht 54 entschieden. Die ausgeprägtere vertikale Bündelung kann auch als ein Nachteil ausgelegt werden. Darum darf man einen ER4 darf man ja auch nicht 90° verdreht einbauen.

    Viel Erfolg beim Probehören und Bausatz-Finden,
    Jo

    PS: Der Axel hat mich gerade mächtig neugierig auf die Chorus-Kalotte gemacht. In Eschborn wird es sicher eine zu hören geben 🙂

    • #22093 Antwort

      Hallo Jo,

      da habe ich dich in der Antwort auf Hesse frech unbekannterweise erwähnt und im selben Moment schreibst du selbst eine Antwort 😉

      Bei der Duetta Top war ich in meiner Planungsphase auch ein Weilchen stehen geblieben – aber ein Blick aufs Konto hat mich daran erinnert, dass ich für den Preis einer Duetta Top auch zwei Boxen ohne ER4 bauen könnte. Nichts desto trotz wäre auch da ein Probehören sicherlich nicht falsch. Stehen nicht auch Duetta Top in Berlin? 😀

      Viele Grüße (und vielleicht bis bald, siehe oben? 😉 )
      Johannes

  • #22095 Antwort

    Hallo Johannes,

    die Linie44 kannst Du Dir gerne anhören. Eine Duetta Top zum Vergleich dazu zu stellen, da fällt mir gerade nichts passendes ein, aber es ergibt sich vielleicht noch was.
    Per pn und dann auch per mail können wir gerne (mit Chris) was planen.

    Grüße, Jo

    • #22416 Antwort

      Hi Jo,

      Monti/Chris habe ich eben eine PN geschrieben – aber bei einem Zwei-Buchstaben-Namen scheint das Nachrichtensystem nicht so recht weiterzuwissen, deshalb kann ich dich nicht per PN kontaktieren. Vielleicht funktioniert es, wenn du mich anschreibst?

  • #22099 Antwort

    Moinsen,

    sehr gerne, einen Vergleich von L44 und Duetta im heimischen Wohnzimmer steht ja sowieso noch aus. Bis Ende November wird’s bei mir dann auch ne Duetta Top geben… 🙂

    Glücklicherweise sind die Geschmäcker ja verschieden, darum gibt es ja auch nicht nur Kalotten oder nur Folien. Für mich war es halt der ER4, mit dem ich vollends audiophil glücklich geworden bin. Wenn ich ihn in meinem Wohnzimmer hätte stellen können, hätte ich vielleicht einen Elektrostaten… Hätte, hätte – Hifi-Kette…

    Bis neulich
    Ciao
    Chris

  • #22448 Antwort

    Hallo McGlear,

    du kannst bei mir Sb15, SB18, SB30, SB23 und S84 (heutige Linie 43) hören.
    Ich wohne nur 20min. von deinem Wohnort.

    Gruß Andreas

  • #22463 Antwort

    Moin.

    Hallo Axel. Ich kenne den ER4 ziemlich gut und Jo hat meine Eindrücke und die daraus resultierende Meinung “on point” gebracht. Die Duetta ist ein phanstastischer Lautsprecher und spielt in der obersten Liga.

    Meine TDL-Monitor-Kompakt-Verseuchung hat mich so geprägt, dass ich mehr den Klang (nicht Sounding) der “billigen” SB-Kalotte einfach mag, die 23 kommt dicht an die TDL heran. Es gibt leute, die rauchen seit Jahrzehnten obskure Zigarettenmarken wie “Senoussi” oder “Zuban” und packen sonst nichts an. So geht es mir auch mit der Wiedergabe von Musik. Vom Klang weich, aber doch korrekt, umspült zu werden, das isses.

    Sicherlich löst die Kalotte, bis auf wenige, sehr aurwändige und teure Konstruktionen, niemals so gnadenlos und präzise auf wie ER4 und Konsorten, aber mich fasziniert immer wieder, wie die SB das Klanggeschehen in Breite und Tiefe festnagelt. Genau das ist meine Welt. Dass die fette Olsche dann auch noch ein schnuggeliger Allrounder ist, macht dann den Kohl fett.

    Ich war gestern bei dem Boardie “Markus”, mit seiner Familie bin ich freundschaftlich verbunden. Er hat in seinem Haus einen angepaßten und weitgehend optimierten Hörraum. Die zweitgeteilte SB 23 am Sansui AU G90X und Vollenweider als schwarzes Gold auf Technics Rillenfräse mit 150 MLP. Einfach Geilomat 9,77 Punkte auf Skala bis 10.

    Darüber hinaus ist die Preisgestaltung, auch für mich als Arbeiterkind, sensationell. Wenn man andere Selbstbautröten, egal von wem, unter diesem Preisaspekt vergleicht ….. das Ergebnis steht von vorne herein fest. Besonders mit preiswertem OSB. (Konnte ich mir jetzt nicht verkneifen).

    Und es gilt: Erst wenn man begriffen hat, dass Raumakustik, Lautsprecheraufstellung und Hörplatzwahl wichtiger sind als die Anlage selbst, hat man die Audiowiedergabe verstanden. (Den Satz habe ich übrigens auch geklaut)

    So, jetzt backe ich ein Walnuss/Vollkornbrot und mache den Sauerbraten. Sabber.

    Hesse

  • #22465 Antwort

    Moin.

    McGlear, für kleinere Räume ist die SB 15, wie von Andreas oben vorgeschlagen, eine prima Wahl. Für eine Handvoll Euro gibt es da viel Klangtreue und sehr schöne Mittendarstellung. Ich höre die sehr gerne mit Klassik und anspruchsvollem Pop.

    Was sie halt nicht kann, ist die gesamte Dynamik eines Symphonieorchesters darzustellen. Physik kann man nicht ignorieren, da hat auch das kleine Zauberkästchen seine Grenzen.

    Hesse

  • #22768 Antwort

    So, ein erstes Update.

    Zu allererst: Ganz herzlichen Dank an Andreas, bei dem ich Dienstag Abend eine Weile ADW-Bausätze an einer (Destiny?) Röhre hören durfte.

    Ich hatte mir einen Stapel CDs eingepackt (ohne zu wissen, was sich eignet, einfach ein bisschen querbeet Musik, die ich gut kenne – dazu später mehr).

    Allererster Eindruck: Probehören lohnt sich – weil man als unbedarfter Einsteiger wie ich selbst bei zwei kleinen SB15 minutenlang breit grinsend auf dem Sofa hockt. Konkrete Klangbeschreibung fällt mir sehr schwer. Ich würde das mal mit Rotwein vergleichen wollen: Ich kann sehr gut sagen, DASS mir ein Wein schmeckt und auch grob erklären, was ich da schmecke – aber die Etikettenbeschriftung überlasse ich besser den Profis.
    Übertragen auf die SB15: Ich verstehe jetzt, warum sich Klang “von den Lautsprechern lösen” muss und was “eine Bühne aufbauen” ungefähr bedeutet – denn bei meinen derzeitigen Boxen nehme ich im Stereo zwar Schall auch in der Mitte war, aber ich höre auch noch ganz deutlich, wo die Lautsprecher stehen. Und einzelne Orchestermitglieder ihren Sitzpositionen zuordnen kann ich hier im heimischen Wohnzimmer gar nicht. Bei der SB15 (und sicherlich auch: in Andreas ziemlich optimalen Raum) ging das problemlos. Großer Hörspaß, zum Beispiel bei der erwähnten achten Sinfonie von Dvorak. “Da, genau dort sitzt die erste Flöte” 🙂
    Zweiter Eindruck: Probehören lohnt sich – weil man gar nicht damit rechnet, wie unterschiedlich die Lautsprecher tatsächlich so klingen, selbst innerhalb einer “Linie”.
    Als ich kam, standen neben den SB15 auch SB30 als Standbox, genialerweise über einen Umschalter angeschlossen. So konnte Andreas mit nur sehr kurzer Unterbrechung hin- und herwechseln. Interessanterweise klangen selbst die SB30 schon recht “anders”, obwohl sie ja auf die gleichen Chassis setzen wie die SB15. Jetzt aber irgendwie nachvollziehbar in Worte fassen “wie” die SB30 anders klingen kann ich nicht. Irgendwie wirkte alles etwas “homogener”. Und das nicht nur in den Mitten: Ich bilde mir auch ein, dass der Hochton mir in der SB30 besser gefallen hat, weil er besser eingebettet, nicht ganz so aufdringlich wirkte.
    Trotzdem: Unterschiede sind definitiv da – und das macht eine Entscheidung im Allgemeinen nicht unbedingt einfacher, wenn selbst innerhalb einer “Linie” eben doch ganz unterschiedliche Eindrücke je nach konkret gewähltem Lautsprecher entstehen.
    Die SB30 blieben angestöpselt, die SB15 mussten den SB18 weichen. Und man konnte sehr schnell hören, wie viel die 15er einem “untenrum” vorenthalten, obwohl man vorher nicht unbedingt gewusst hätte, dass was fehlt. Wenn es mir ums Heimkino ginge, würde mir in einem kleinen Raum vermutlich auch eine SB15 gefallen. Man spürt Luftbewegungen im kleinen Raum selbst bei der kleinen Membranfläche und wenn man den Effektkanal deutlich haben will, muss halt eh ein Sub dazu, der dann ja auch die tiefen Anteile der anderen Boxen mitnehmen darf.
    Für Musik hat mich das Probehören aber in einer Sache ganz klar bestärkt: 7 Zöller!!! Für Kontrabass sehr hilfreich, aber auch für das tiefe Schlagwerk unabdingbar (das hatte ich bei meiner Planung gar nicht mal so auf dem Schirm). Ich hatte unter anderem auch Apocalypticas Live-Aufnahme von Wagner reloaded auf CD dabei (Hinweis: sehr lohnenswert, aber am besten zum Einstieg als Gesamtwerk mit Tanz, Artistik und Licht genießen, die CD ist dann eher für Apocalyptica-Fans gedacht). Das Ding beginnt mit ziemlich coolen Signalhörnern, die mir auf meinen derzeitigen Boxen ganz besonders negativ auffallen. Auf der SB15 hatte Andreas noch gesagt, so tief wären die ja gar nicht – erst auf der SB18 hat man dann die (zugegebenermaßen sehr leise eingemischte) unterste Oktave wirklich gehört. Aber auch die auf die Signalhörner folgenden Trommeln profitieren ungemein von den größeren Chassis.
    Beim Hin- und Herschalten zwischen SB18 und SB30 fiel dann wieder auf, dass es deutliche Unterschiede gibt – und eigentlich gefiel mir die SB30 in den Mitten und Höhen nach wie vor besser. Aber bei der Basswiedergabe hatte sie klar das Nachsehen.
    Dann wollte ich es natürlich genauer wissen: Orgel, also Mahler VIII.
    Ja. Ähm. SCHEI………. Auf guten Lautsprechern kann man sich das nicht anhören. Sicherlich ist es für einen Tonmeister nicht ganz leicht, ein Werk mit vier Chören und riesigem Orchester gut aufzunehmen (die VIII. heißt ja nicht umsonst Sinfonie der Tausend), aber EIN BISSCHEN MÜHE darf man sich halt schon geben, wenn man einen Dirigenten wie Leonard Bernstein mit einem Orchester wie den New York Philharmonics auf CD presst… -.-
    Also, Warnung an alle Einsteiger wie mich: Wenn ihr euch dann gute Lautsprecher gönnt, lasst ein bisschen Geld übrig, um eure Musiksammlung anzupassen. Ich werde mich in den nächsten Tagen mal nach einer anderen Einspielung umsehen müssen…
    Zweite Warnung an alle Einsteiger: Verschätzt euch nicht, wenn es um sinnvolle Zeitrahmen zum Probehören geht. Ich hatte so an 1,5 bis 2 Stunden “für einen ersten Eindruck” gedacht – da war Andreas fast ein bisschen enttäuscht (naja, also zumindest verwundert) und das Umstöpseln der Boxen wurde zunehmends stressiger; es gab ja noch einiges auszuprobieren. Gleichzeitig muss ich jedoch auch sagen: Mehr als zwei Stunden hätte ich vermutlich gar nicht sinnvoll durchgehalten. Es ist doch ganz schön anstrengend, wenn man versucht, so viele neue Eindrücke, ja ganz neue Konzepte (Tiefe und Breite einer Bühne etc.) zu verarbeiten. Trotzdem ging es nach knapp 1.5 Stunden zunächst an die SB 23, also den ersten Dreiweger, den Andreas zweigeteilt bei sich stehen hat. Hier endlich hatte die SB30 einen würdigen Gegner auch in Mitten und Höhen – aber man hatte nochmal einen ganz neuen Sound. Gerade bei Gesang (bei mir war das Bodo Wartke als Mann am Klavier oder auch Mann mit Dance Orchestra; außerdem Nightwish mit Oceanborn… Geht das noch als Frau mit Gitarre durch? :D). Die Stimmen waren unterschiedlich präsent, haben sich tendenziell beim Dreiweger etwas stärker in den Gesamtklang integriert. Bei der SB30 stachen sie stärker hervor. Das war bei Bodo Wartke’s “Swingende Notwendigkeit” etwas störend, weil man in der Live-Aufnahme eine leichte Klangverfälschung durch sein Mikro hat, die die SB23 sympathisch versteckt. Auch hier gilt aber: Keine Ahnung, was ich “besser” finde. Das hängt am Ende vermutlich davon ab, was gerade an Musik läuft. Der Bass ging beim Dreiweger nochmal eine kleine Spur tiefer als bei der SB18, ich fand den Unterschied aber lange nicht so bedeutsam wie vom Übergang der 15er auf die 18er – aber ich habe ja auch Mahlers VIII. nicht ausprobieren können…
    Tja, und dann war ich eigentlich mental und körperlich schon ziemlich am Ende. Egal, wenn da noch eine Symphony84 wartet, kann ich natürlich noch nicht wieder nach Hause radeln (Probehören in Fahrrad-Reichweite! Wer hätte damit in Vorpommern gerechnet?). Viel Zeit haben wir uns mit den Etons nicht mehr genommen. Trotzdem muss ich sagen: Der Unterschied S84 vs SB23 war deutlich zu hören – für mich aber erstmal vor allem in den Mitten. Alles in allem würde ich auch resümieren: Für mich ist der richtige Hochton zunächst mal der, der mich nicht nervt; der, der bereit ist, dezent in den Hintergrund zu treten und mich nicht ständig von den Celli abzulenken 😉
    Was ich bei den Symphonys zu hören geglaubt habe: Irgendwie klang das Orchester da noch “echter”, noch mehr “live”. Sie gefielen mir aus diesem Grund auch sofort noch etwas besser. Aber hier gilt natürlich: Ich wusste ja, dass da gerade Eton Chassis erklingen. Wie das im Blindtest wäre – keine Ahnung. Also belassen wir es ansonsten bei einem: Ja, sie klingen nochmal ganz anders, obwohl die Bestückung ja dem gleichen Schema folgt.
    Zum krönenden Abschluss hat Andreas dann noch einmal gezeigt, was gute Lautsprecher in einem entsprechenden Hörraum in Stereo leisten können: Roger Waters – Amused to Death, unkomprimiert von der Festplatte, über Röhre an Symphony84. Absoluter Wahnsinn. Der Song war viel entspannter als alles, was ich so dabei hatte, und damit zum Ausklingen und beruhigen des überstrapazierten Hörzentrums genau das Richtige – und die Bühne war viele Meter breiter als der Hörraum und reichte quasi in einem perfekten Halbkreis bis genau auf Ohrhöhe (bei Boxen, die keine zwei Meter von mir entfernt VOR mir stehen! Von Kopfhörern kenne ich durchaus gutes Stereo, aber bei Lautsprechern habe ich das wirklich nie zuvor so gehört wie Dienstag Abend).
    Weil Hesse es erwähnte: Zur Erprobung der Raumakkustik meines Wohnzimmers hat mir Andreas dann sogar noch angeboten, mir demnächst mal SB18 übers Wochenende auszuleihen, dann kann ich schon einmal ein wenig experimentieren.

    Tja, was folgt jetzt aus alldem?
    1. 7-Zöller ist mit Sicherheit eine gute Entscheidung.
    2. ADW auch 🙂
    3. Möglicherweise mag ich D’Appolito besonders gern; die SB30 könnte darauf hindeuten.
    4. Ich vermute, ich bin kein Hochton-Fetischist. Also mache ich mir keine Sorgen mehr, ich werde das ER4-Probehören bestimmt überstehen, ohne danach am Hungerstock gehen zu müssen 😉
    5. Ich freue mich sehr auf Berlin und das Eton-Duell.
    6. Ich habe in den letzten Tagen beim Stöbern durch verschiedene Bauberichte wieder schöne Prinzessinen gesehen und glaube mehr und mehr, dass ich mit der Linie 74 SEHR glücklich werden könnte. Vermutlich werde ich mich am Ende zwischen Chorus und Linie 71 nach akutem Bauchgefühl entscheiden – entweder es siegt die Vorsicht (lieber 100€ günstiger und die Option, irgendwann Richtung Duetta zu gehen oder nochmal etwas ganz anderes zu probieren) oder es siegt die liebreizende Königstochter und ich baue Linie 71. (Oder: ich komme bei meinen ganzen SketchUp-Modellen auf eine interessante Lösung mit hohem GAF, bei der ich irgendwie zwei Linie73 in breiterer, weniger hohen Form baue; dann habe ich 7-Zöller, Eton und D’Appolito in einem :D)

    So, wieder ein sehr langer Text geworden. Naja, Musikhören macht halt Spaß und sich mit Gleichgesinnten drüber auszutauschen auch 😉

  • #22769 Antwort

    Hallo McGlear,
    So wie ich das verstehe gehst Du nach Berlin und hörst dann den ER4,oder ?
    Dann schlage ich schon mal vor, daß Du heute schon hungerst, dann brauchst Du es danach nicht adhoc zu tun. Du schraubst Dich gerade in Richtung Duetta Top vermute ich.
    Und sage hinterher nicht, keiner hätte Dich gewarnt… Du (nicht) Hochton-Fetischist. ;). Und noch was, versuche nicht die Celli auf der Duetta sonst rufst Du noch den Sperrmüll an um Platz zu schaffen. “Schatz, brauchen wir eigentlich Fische?”
    Viel Spaß auf Deiner Reise!

    Gruß
    Dino

    • #22803 Antwort

      Ich glaub ja manchmal, wenn online einer schreibt, so gut könne der er4 doch nicht sein, kriegen alle Duetta Besitzer, egal wo sie gerade sind, so ein Kribbeln im Nacken und wissen, sie müssen die er4-Ehre gegen die Frevler und Ungläubigen verteidigen 😛

      Um den Duetta und Linie5 Hörern Genüge zu tun: ausgeschlossen habe ich die duetta top (und auch die Linie 5) noch nicht und wenn ich Chris richtig verstanden habe, könnte das Anfang Dezember klappen mit probehören auch der “kleinen” und nicht nur der großen Duetten 😉
      Da gibt es dann auf alle Fälle Linie44 vs Duetta Showdown. Will noch jemand ne chorus beisteuern? 😀

      • #22807 Antwort

        Udo Wohlgemuth
        Keymaster

        Hallo McGear,
        die Freunde des ER4 wollen den Hochtöner doch gar nicht gegen berechtigte Zweifel verteidigen. Sie haben dir gegenüber nur den Vorteil, seine Vorzüge zu kennen und können deshalb mit leichter “Überlegenheit” darüber lächeln. Ob du das auch so empfindest, kannst du demnächst selbst feststellen. Zum Glück haben wir hier im Forum viele hilfsbereite Menschen, denen ich dafür meinen großen Dank sage.

        Gruß Udo

      • #22826 Antwort

        Hallo Udo,
        ich grinse ja auch nur frech zurück 😉

        ich finde es auch toll, wie engagiert und nett dieses forum ist.
        Ihr alle helft mir sehr!

      • #22878 Antwort

        Hallo McGlear,
        Das sollte nicht Überheblich rüber kommen, war alles nett gemeint. Ich hoffe das ist auch so angekommen.

        Jedoch höre ich ne Weile den Hochtöner und nun auch die Duetta und meine bescheidene Meinung, bei Musik mit Cello oder Celli, ist: Da suchst Du sehr lange nach einem besseren Lautsprecher als die Duetta gerade dafür. Deshalb der Warnhinweis, denn die ist ein “Klopper” der genug Platz benötigt.
        Auf jeden Fall freue ich mich schon drauf wenn Du Deine Eindrücke hier wiedergibst.
        Nochmal, viel Spaß.
        Dino

      • #22908 Antwort

        Hallo Audicz,

        keine Sorge, das kam sehr sympathisch und kein bisschen überheblich rüber. 😉

        Duetta ist im studentischen Wohnzimmer definitiv keine Option. Duetta Top ist platztechnisch natürlich möglich (aber es ist ja nicht nur das studentische Wohnzimmer sondern auch das studentische Budget zu bedenken). Den vielen Klangbeschreibungen der Eton-Kreationen wegen habe ich aber ja tatsächlich (für die Celli) in Richtung Eton ohne ER4 geschielt. Umso spannender wird dann der direkte Vergleich verschiedener Eton-Bausätze in Berlin. 🙂

  • #22771 Antwort

    Hör’ dir auch bloß nicht die Linie 52 an 😉

    • #22804 Antwort

      Hat mir bislang zum Glück keiner angeboten. Schlimmer wäre aber vermutlich der Dreiweger. Fünf Zölller ohne tiefe Unterstützung lehne ich ja bislang ab 😉

      • #22868 Antwort

        Bist herzlich eingeladen dir die Linie 54 bei mir in Lübeck zu geben 🙂

      • #22910 Antwort

        Hi HaZu,

        da komme ich vielleicht drauf zurück. 😉
        Auch Richtung Hamburg bin ich hin und wieder unterwegs. Wenn die A20 nicht doch noch auf der ganzen Länge absackt kommt man dann ja ohnehin an Lübeck vorbei.

  • #22858 Antwort

    Hallo McGlear,
    es war ein netter Abend und wir können das gerne wiederholen.
    Ich denke Du bist auf dem richtigen Weg.
    Im Bass ist der 7er gesetzt, im Hochton fällt noch die Entscheidung.

    Nach meiner Auffassung hat jeder Lautsprecher seine Vor- und Nachteile. Das entscheidene ist den passenden Lautsprecher für seinen Hörraum zu finden. Nicht jeder gute Lautsprecher klingt auch im eigenen Hörraum gut.

    Alles was wir gehört haben ist Bluesklasse und schon mal deutlich besser als ein AV-LS Set.
    Ansonsten sollte auch der Rest der Anlage zum Lautsprecher passen. Es macht wenig Sinn HighEnd LS zu bauen und den Rest der Anlage zu vernachlässigen.

    Ich würde dir für meine Urlaubszeit die SB18 und SB30 überlassen, dann kannst du schon mal deinen Hörraum testen.

    Gruß Andreas

  • #23170 Antwort

    Weiteres Update:

    Seit Sonntag stehen bei mir je zwei SB30 und SB18 von Andreas – aber leider tun sie bislang auch wirklich nichts anderes als rumstehen. Ein bisschen studieren muss man ja nebenher leider auch noch. 😉

    Ich werde mir nächste Woche mal anhören, was sie in meinem Raum so anstellen.

    Was mir aber selbst jetzt schon auffällt: Nach der Mahler-negativ- und der Roger-Waters-positiv-Erfahrung ertappe ich mich dabei, dass ich (hoffentlich nur vorrübergehend) Musik kaum noch “nebenbei” hören kann, ohne dabei auf die Aufnahme-Qualität zu achten. 😉

    Bei guten Aufnahmen machen meine (wirklich nicht sonderlich tollen) Schreibtischlautsprecher von Creative im Nahfeld gar nicht mal die schlechteste Figur. Und plötzlich macht mir Musik, die ich zwar besitze, aber eher selten höre, wieder viel Spaß – “Radiohead: Hail to the Thief” zum Beispiel, einfach weil Thom Yorke live irgendwo hinter meinem Bildschirm steht und nur für mich singt 😉

    Warum erzähl ich euch das: Vermutlich ist “upgradefähig” in Wahrheit doch gar nicht so das entscheidende Argument – schließlich dürfen Lautsprecher auch ersetzt werden. Für die, die man dann “übrig hat” findet sich ja vielleicht auch noch der ein oder andere Platz. Auf dem Schreibtisch vielleicht. Dann stimmt irgendwann nicht nur die Bühne, sondern auch der Klang. Oder im Schlafzimmer, im Bad, in der Küche – ach ne, die Küche muss so bleiben, wie sie ist. Irgendwo brauch ich ja die schlechten Boxen, auf denen ich die schlechten Aufnahmen ertrage 😉

    Also: Mehr und mehr tendiere ich zur Chorus 71 (na gut, für den Schreibtisch doch sehr groß – aber im Schlafzimmer nicht verkehrt). Mal sehen, was Linie 44 und Duetta-HK mit mir machen.

    PS: Ich schreib hier mal einfach weiter vor mich hin, auch wenn der Thread offiziell im Kaufberatungs-Bereich läuft und es ja gar nicht mehr um konkrete Beratung geht. Aber vielleicht sind meine Ausschweifungen trotz ihrer Länge für andere Neueinsteiger interessant.

  • #23981 Antwort

    Hallo allerseits,

    ich habe vor der nächsten Vorlesung noch 25 Minuten Zeit für den Versuch, meine Hörerfahrungen aus Berlin hier ein bisschen zu ordnen. In Jensens Granduetta-Thread klang ja schon an, dass mir das nicht ganz leicht fällt – es waren nicht gerade wenige Lautsprecher, die mir Monti und Jo am Sonntag vorgestellt haben.

    Los ging es mit Duetta Top – und der Erkenntnis, dass mir bei Eton der Bass bäesser gefällt als bei SB. Beim Hochton lautete die Erkenntnis erstmal nur: Wenn der Hochton für meine Ohren zu präsent aufgenommen ist, kann auch der ER4 das nicht richten.
    Spoiler bzgl. Hochtöner: Das ER4-Hören hat nicht den befürchteten “Es kann nur ER4 geben”-Effekt ausgelöst. Hier sollte sich im Laufe des Nachmittages nämlich deutlich zeigen: Wenn die Aufnahme passt, finde ich auch den Klang der Linien-Kalotte sehr angenehm. Kleine Einschränkung: Beim Vergleich SB18 vs. SB30 finde ich nach wie vor, dass der Hochton davon profitiert, von zwei TMTs eingerahmt zu sein. Vielleicht hat auch der 26 HD 3 in der Linie 44 von D’Appolito profitiert. Selbst wenn es sich nur um einen psychoakustischen Plazebo-Effekt gehandelt haben sollte 😉

    Leider hatte Montis CD-Player mit meinen selbstgebrannten Test-CDs seine Schwierigkeiten, die sich in regelmäßigen zischenden Störgeräuschen und seltenen Sprüngen äußerten – man denke an Plattenspieler; aber natürlich im (Groß)-Mütterlichen Wohnzimmer, nicht die Sorte, die auf der vom Möbelstück entkoppelten Granitplatte steht und in Kleinstarbeit von Vinyl-Fans optimiert wurde. Jo drückte es folgendermaßen aus: “Das klingt, als würde da jemand energisch die Bühne fegen.”
    Das lenkte doch ganz schön ab und ich habe ein Weilchen gebraucht, mich damit abzufinden und wieder auf den Lautsprecherklang statt auf den Bühnen-Kehrer zu achten. Dafür geht CD immer – bei meinen ebenfalls mitgebrachten flacs wurde sich mein Android mit Montis Äpfeln nicht einig…

    Weiter ging es mit Jos Stand-CT193. Wahnsinn, wie authentisch solch kleine Chassis zum Beispiel tiefen, satten Klaviersound wiedergeben (ich hatte Bodo Wartke mit “Happy End” mitgebracht – Fegegeräusche inklusive). Und auch, wenn man sicherlich im Sweet-Spot sitzen sollte, den Kopf musste man trotz Breitbändern nicht absolut still halten – und auch zu zweit auf dem Sofa hat es noch gut funktioniert.

    Es folgte eine U_DO14 Soundbar. Auch stark. Da haben wir aber nur kurz reingehört, deshalb bleibt es bei diesem Fazit.

    So, die Vorlesung beginnt in 3 Minuten, also bleibt der spannende Teil (L44 vs Duetta) für später 😉

  • #23983 Antwort

    Die Vorlesung war reine Zeitverschwendung. Hätte ich stattdessen mal lieber 90 Minuten lang Musik gehört. Das mache ich jetzt wieder. Händels Messias, in der Bearbeitung von Mozart. Im heimischen Wohnzimmer, auf den SB18.
    Und ich nutze einfach mal die Gelegenheit, um meine Frage aus dem Titel zu beantworten. Kontrabass und Orgel bei wenig Platz – geht das? Ja. Das geht. Die SB18 machen jeden Kontrabass- und fast jeden Orgelton hörbar. In der Subkontra-Oktave wird es merklich leiser, aber die Musik funktioniert trotzdem.

    ABER:

    Ich habe am Sonntag auf der Duetta kurz Mahlers Auferstehungssinfonie angemacht. Die beginnt (neben Tremolo-Geigen) mit Celli und Kontrabässen unisono. Auf der SB18 bereits ein Genuss (Kontrabass – check), aber auf der Duetta nochmal ein ganz anderes Level. Nicht nur, weil der Eton-Bass trockener ist, sondern ganz offensichtlich auch, weil es selbst den Kontrabässen (und nicht nur der Orgel) gut tut, auf größeren Chassis dargestellt zu werden. Damit sind wir also (endlich) beim ersten wirklich wichtigen Fazit nach dem Probehören am Sonntag angekommen:
    Auch, wenn sie mir optisch gut gefällt, die Linie 74 würde mir vermutlich jedes mal, wenn ich dann Achtzöller oder gar 11er höre, “zu klein” erscheinen. Und damit fällt das wichtigste Argument für Linie 71 weg (Upgradefähigkeit).

    Zweites wichtiges Fazit:
    Dass mir der Hexacone-Sound nochmal deutlich besser gefällt als die SB-Pappe, habe ich oben bereits angedeutet. Das habe ich in Berlin ziemlich zügig gemerkt und Jo hat gleich bestätigt, dass es ihm ähnlich ging. Der Eindruck hat sich auch nicht wieder relativiert – bislang war ich von den SB18 ausschließlich beeindruckt (weil ich sie mit Yamaha und Teufel verglichen habe), jetzt finde ich sie immernoch erstaunlich gut, wünsche mir aber den trockenen Bass aus Berlin zurück.
    Um das aber nochmal ganz deutlich zu sagen: Der SB Bass ist nicht “schlechter” und “dröhnen” tut er erst recht nicht – ich bin mir sicher, er trifft den Geschmack vieler Menschen sogar besser als der Eton Bass es tut. Aber er trifft halt leider den meinen nicht. 😉

    Also doch Eton und nicht SB. Nur, welche? Damit sind wir also beim großen Kräftemessen angelangt: Duetta gegen Linie 44.

    Wir haben eine ganze Weile Duetta gehört. Montis Duettas sehen toll aus und klingen noch viel besser. Dass sie mit 11er Kontrabässe noch authentischer können als Kompaktboxen habe ich oben schon geschrieben. Stimmen klingen klar, die Musiker sind einzeln zu orten – der Mann mit Besen aus Montis CD Spieler auch. Deshalb haben wir viel Musik gehört, die nicht von meinen CDs kam (aber NICHT Hey Now von London Grammar! Den Song habe ich also auf allen Boxen AUßER der Duetta gehört – und deshalb Jo auch nur tiefenentspannt erlebt. Hab ich das jetzt richtig verstanden? 😀 ). Das war dann natürlich auch überwiegend Musik, die auf guten Lautsprechern gut funktioniert. Macht mit Duettas unglaublich Spaß.
    Wenn man bislang günstige Lautsprecher und geringere Ansprüche hatte, wird dann nach einem Upgrade halt das CD Regal vielleicht etwas leerer (Eluveitie “Omnos” hat auf der Duetta keinen Spaß mehr gemacht) und man muss sich bei Songs, die man gut kennt, gegebenenfalls umgewöhnen (Rammstein “Morgenstern” klingt auf Linie44 gut, aber ganz anders, als ich es sonst kenne).

    Vor dem Umstöpseln von Duetta auf die Linie 44 “warnte” Monti noch davor, dass dort die Bühne viel weiter nach vorne rücken würde. Nach einigen Minuten Linie 44 waren wir uns alle einig: Ja, die Bühne war weiter vorne als bei der Duetta – aber lange nicht so weit vorn, wie man es nach Montis Warnung erwartet hätte. Anscheinend hat die L44 beim Vorführen bei einem früheren Hörevent raumbedingt einen ganz anderen Eindruck hinterlassen, als im Wohnzimmer. Wer also die Linie 44 gehört und sich die Bühne etwas weiter hinten gewünscht hat: Probiert sie mal im Wohnzimmer, da ist der Effekt anscheinend deutlich weniger stark ausgeprägt.

    Ich höre ja gerne große sinfonische Werke (erwähnte ich Mahler bereits?), die sind – anders als Kammermusik – oft so aufgenommen, dass die Distanz zu den Musikern sehr groß wirkt. Wenn ein Lautsprecher das Geschehen etwas stärker nach vorne holt, ist das für diesen Zweck vielleicht gar nicht verkehrt.

    Die Linie 44 gefiel mir auf alle Fälle sehr, sehr gut. Sie verzeiht schlechte Aufnahmen noch viel weniger als die SBs das bei mir tun (auf denen geht auch Eluveitie), aber belohnen bei guten Aufnahmen den Hörer mit einem einfach komplett stimmigen Bild. Auch das habe ich oben schon geschrieben: Der Hochton war für mich nicht deutlich genug “anders” um jetzt dem ER4 oder der Kalotte den Vorzug zu geben. Wir haben Pink Floyd “Time” gehört und es auf beiden Hochtönern ertragen. 😉
    Monti hat richtigerweise angemerkt, dass wir auf der Linie44 nicht ganz so laut aufgedreht haben, wie auf der Duetta – aber der 26 HD 3 hat den Test für mich trotzdem bestanden – auch der nervt nicht, wenn die Aufnahme gut ist. Ich habe später Fanfare Ciocarlia “Cucuritza” auf der Linie 44 angemacht; die Trompeten waren prägnant und klar, aber nicht aufdringlich. So soll es sein.

    Und sonst so? Linie 44 füllt toll den Raum, ist über alle Frequenzen irgendwie präsent, aber nicht aufdringlich. Duetta kann tiefer.
    Ich behaupte: Duetta ist nicht besser als Linie 44. Und Linie 44 ist nicht besser als Duetta. Beide kann man sich ohne zu zögern ins Wohnzimmer stellen (und ggf. frei nach Jo: Noch zwei CT193 daneben, damit man bei Punk und Folkmetal mit geringerer Aufnahmegüte einfach schnell umstöpseln kann) 😉

    Ich habe natürlich wenig Hörerfahrung. Ich bin gespannt, was Monti und Jo zum Vergleich hinzufügen können, die kennen jeweils “ihren” Lautsprecher natürlich gut genug, um die Unterschiede zum anderen herausarbeiten zu können.

    Tja, und nun kommen wir zurück zu meinem Problem: Welcher Lautsprecher ist der richtige für mich?
    Eton ja. Linie 71 nein. Irgendwas in mir mag D’Appolito. Fünfer sind mir auch während der studentischen Übergangsphase zu klein. ER4 ist nicht Pflicht, aber gestört hat mich am ER4 auch nichts.
    Jo meinte, ich bräuchte am ehesten eine (gar nicht existierende) Linie 43.5 – also die D’Appolito 42 mit einem 8er oben drüber. Oder anders formuliert: Jos Linie 44 gekürzt um den unteren Bass (weil der bei mir ja nicht ins Wohnzimmer passen will). “Regalbox” ist das dann nicht mehr, aber theoretisch gehen tut’s.
    Selbst eine Linie 43 wäre für den Anfang natürlich alles andere als verkehrt, wenn sie einteilig überkopf auf dem Regal steht.
    Die zweite Variante ist Duetta Top für einige Jahre – und dann der 11er drunter, wenn irgendwann mal Platz dafür ist.
    Die dritte Variante ist Chorus 85, müsste bei mir wie die Linie 43 auf dem Kopf stehen, mit möglichst geringer Höhe. [Cr_Edit where Credit is due: Die Idee ist natürlich nicht von mir – der Vorschlag kam weiter oben von Matthias und beschäftigt mich und Sketchup seitdem auch immer mal wieder]

    Ob Dreiweger ohne oder Zweiweger mit ER4 ist finanziell dann fast egal. Ästhetischer (weil nicht so wuchtig) ist die zweiwegige Variante (wenn man von der Chassis-Farbe absieht – am Sonntag wurde nicht nur über Klang-Unterschiede im Kampf L44 gegen Duetta diskutiert. O-Ton Jo: “Meine Chassis sehen besser aus”) 😉

    Glücklicherweise muss ich, egal welche Variante es wird, noch mindestens bis zum neuen Jahr mit der Bausatzbestellung warten – ich habe also noch ein bisschen Zeit, mir über meine Prioritäten klarer zu werden.

    EDIT:
    Da habe ich vor Freude über den fertiggestellten Bericht ja glatt das Wichtigste vergessen:
    Vielen, vielen Dank für den netten Nachmittag, das Lautsprecherschleppen und durch-die-Gegend-Fahren und die sehr hilfreichen Tips und Ideen – und auch für die viele Musik, selbst wenn ich mir nicht merken konnte, welcher Song wann auf welchen Boxen lief. 😉
    Es hat viel Spaß gemacht und mich wie ihr lesen könnt auch ein ganzes Stück weitergebracht.

  • #23991 Antwort

    Udo Wohlgemuth
    Keymaster

    Hallo McGlear,

    damit du nicht durch zu viele Möglichkeiten irritiert wirst, kann ich eine Kombination aus den Überlegungen herausnehmen. Das ist die Linie 43.5, die mit nur einem 8er (8 Ohm) zu zwei 4ern (4 Ohm) unten verhungert. Der Bass ist um grob 5 dB zu leise. Ansonsten großes Lob für deine Beschreibung, die zeigt, wie wichtig Hören für die Urteilsbildung ist 🙂

    Gruß Udo

    • #23992 Antwort

      Hallo Udo,

      zu dem Schluss waren wir am Sonntag auch gekommen. Deshalb die 43 als Alternative – upgrade möglich 😉
      Für 3 Wege mit D’appolito aber nur einem Bass geht dann ja nur die white pearl. Kann man die auch als Regalbox bauen? 😀

  • #24002 Antwort

    Hallo Johannes,

    danke für Deinen sehr anschaulichen und detailreichen Bericht!

    Es war ein sehr kurzweiliger und angenehmer Nachmittag.

    Hinsichtlich Deiner Verwirrung um „Hey now“: Also entspannt war ich den ganzen Nachmittag, egal welche Lautsprecher bei welcher Musik gerade liefen. Ein Hörevent ist ja kein Wettkampf. Dennoch sind kleine Sticheleien („… aber meine Chassis sind schöner.“) aus Spaß erlaubt 🙂
    Bei „Hey now“ gibt es Tiefbass-Passagen, da wünscht man sich möglichst viel Membranfläche und einen Lautsprecher wie Duetta, der diese tiefen Frequenzen auch sauber spielen kann. Meine CD´s und meine eigene Musik bringen die L44 in keine akustischen oder physikalischen Grenzbereiche. Aber dieses Stück von London Grammar konnte das.
    Da ich London Grammar sonst nicht höre, schrieb ich im Nachbar-Fred:
    „Eigentlich nicht weiter schlimm…
    …aber irgendwie doch!“

    Deine Musikvorlieben sind schon speziell, weil halt etwas konträr, nämlich von Klassik bis Folk-Metal ziemlich alles dabei. Da man sich Punk und Metal eigentlich aus fast jeder Büchse anhören kann, aber große Symphonie-Orchester nicht nur nach guten, sondern auch nach großen Lautsprechern verlangen, wäre meine Empfehlung: Baue so groß wie möglich bzw. wie es neben dem Aquarium zu ertragen ist. Jeder Stand-Lautsprecher lässt sich ja in eine Kompakt-Box verwandeln. Allerdings ist die dann bei 50-60 Liter Netto-Volumen (Linie43, Chorus85 …) nicht mehr wirklich kompakt. Aber das liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters

    Upgrade-Fähigkeit ist super, vorausgesetzt man kann sich in Kenntnis und Erwartung des Upgrade lange mit einer kleineren Variante zufrieden geben. Ich glaube, für mich persönlich wär das nix. Ich würde schon nach wenigen Wochen hinter einer Duetta Top die Duetta sehen (und hören).

    Zu dem Vergleichshören Duetta und Linie44 möchte ich zu Deinen Eindrücken gar nicht mehr viel hinzufügen. Die eine Box hat den ER4, den größeren und tieferen Bass und das etwas entspanntere Klangbild. Die andere Box hat dafür die d´appolito-Ausführung, eine andere (etwas direktere) Bühnenabbildung – und die schöneren Chassis 🙂

    Viel Spass und Erfolg bei Deiner Entscheidungsfindung,
    Jo

  • #24003 Antwort

    Hi McGlear,

    Chorus hast du noch nicht gehört, oder?

    Bei Begriffen wie “kein Hochton-Fetischist”, “mag ich D’Appolito besonders gern” und deinen Raumbedingungen musste ich sofort an Udos neuesten Baubericht denken.
    Du könntest ja 3x Chorus 72 bauen und den linken Lautsprecherständer durch einen Chorus Sub11 ersetzen – der ist ja ab 26cm Breite realisierbar und mit 60L für einen 11er äußerst genügsam, was das Volumen angeht.
    Später, wenn du in große Räumlichkeiten umziehst, kann dann ein zweiter 11er folgen.

    Gruß Max

    • #24004 Antwort

      +1

    • #24008 Antwort

      Hallo Max,

      gehört habe ich die chorus noch nicht, sie geistern mir aber durch den Kopf. Ich überlege sogar, mit 2 x chorus 71 als Blindkauf zu beginnen, um den Klang kennen zu lernen. Die zwei siebener und ein Hochtöner werden dann irgendwann zum center, der zweite Hochtöner wird zu einer chorus 51 für hinten. Oder so… 😉

      Ein Sub-Sat-System mit 1 x c11 und 2×72 macht mir jedoch Sorgen. Da braucht es doch vermutlich einen sehr guten dsp, um die aktive Trennung Musik-tauglich zu machen, oder? Sympathisch sind die 72er wegen der geringen Größe, aber durch cb Bauweise natürlich wirklich nur mit Sub für meine Zwecke brauchbar… Und bei einem so asymmetrischen Setup kann ich mir nicht vorstellen, dass ich das vernünftig eingestellt bekomme…
      Aber wenn da jemand andere Erfahrungen gemacht hat: für Vorschläge bin ich offen.

      Viele Grüße
      Johannes

      • #24011 Antwort

        Udo Wohlgemuth
        Keymaster

        Hallo Johannes,
        ein DSP ist zur Anpassung von Chorus 72 und Sub 11 nicht nötig. Der Subwoofer wird auf die niedrigste Trennung, der Sat auf 70 Hz eingestellt. Den Rest macht die Pegelregelung.

        Gruß Udo

      • #24012 Antwort

        Moin Johannes, schau Dir mal den Baubericht samt Frequenzschrieb an falls dir die Aussage von Udo nicht reicht 😉 sieht ganz gut aus was er da fabriziert hat.
        Durch die Trennung bei 70Hz ist Ortung kein großes Thema, aber klar, 2 subs sind besser als einer ist bässer als keiner 😉

        Matthias

      • #24014 Antwort

        Hallo Matthias,

        Sorgen bereitete mir wirklich nur der Bassanteil des rechten Satelliten. Aber wenn auch das kein Problem ist – sehr sympathische Idee. Ich schlaf mal ne Nacht drüber. Wie gesagt, Chorus blind zu bauen stört mich eh nicht. Und selbst wenn ich mit der sat sub lösung für die Front unzufrieden bin, findet sich für die 72er noch ne Verwendung (und für den sub sowieso)

        Danke euch!

      • #24024 Antwort

        Hi McGlear,

        Um den rechten Bassanteil mach dir mal keine Sorgen:
        Das Modul bildet eine Monosumme, gibt also die Bassanteile beider Kanäle an den Sub weiter. Und wie bereits richtig erwähnt wurde: Da die Trennung sehr tief und damit im nicht ortbaren Bereich erfolgt, ist das auch gar kein Problem!

        Gruß Max

        PS: Wenn du mehr Infos zum Thema Musik mit Sub/Sat brauchst, lies mal den Thread von Kai – der hat seine Symphony 25 um zwei Eton 11er teilaktiv erweitert.
        Ich selbst betreibe auch seit einiger Zeit eine Kombi aus LittlePrincess und 2×12″ Sub und kann bisher nur gutes berichten.

      • #24035 Antwort

        Hallo max & Udo,

        ich nehme an, das funktioniert auch dann, wenn mein AVR Aktivweiche spielt und nicht das SAM-2, oder? Denn der Receiver kann nicht mit Main-Ins glänzen, sodass ich die Sat Outs vom Modul nicht wieder an die AVR-Endstufen kriege. (Auf lange Sicht soll sich die Kette ohnehin verändern, aber wenn ich neben 3 * C72 und 1 * CS11 zeitgleich auch noch in neue Endstufen investieren müsste, hätte ich ein finanzielles Problem 😉 )

        Ihr merkt: Ich bin angefixt. Homogene Front aus 3 * Chorus 72 und dazu ein 11er Sub klingt von Stunde zu Stunde verlockender 🙂

      • #24036 Antwort

        Hi McGlear,

        Ich hab die Chorus-Kombi natürlich selbst noch nicht gehört, aber wenn selbst der duettaverwöhnte “SubSatVerweigerer” Udo mal schreibt, dass er sich von dem System “ein paar Stunden lang mit Klassik, Jazz und Rock verwöhnen” lies, dann kann es so schlecht nicht sein 😉 Wenn es nicht genießbar wäre, hätte es sicher auch nicht den Weg ins Magazin gefunden – und erst recht nicht in die Bluesklasse..

        Also grundsätzlich kann zumindest mal jeder BilligstAVR die Frontlautsprecher vom Bass befreien. Dies tut ihm auch idR auch hörbar gut, da er die “schwere Arbeit” dann an die Bassendstufe abtreten kann.

        Alles weitere kommt dann auf das konkrete Modell an. “Einfachst-AVRs” haben nur einen relativ “dummen” Sub Out ohne große Einstellmöglichkeiten – folglich müsste ein Aktivmodul (oder MiniDSP) für Tiefpassfilterung und Laufzeit/Phasenkorrektur sorgen.

        Bessere AVRs haben aber die wichtigsten Tools bereits an Bord, sprich zumindest Tiefpass für den Sub und eine Laufzeitkorrektur. In diesem Fall reicht für den Sub eigentlich eine beliebige Endstufe.

        Nur so als Beispiel: Vor einiger Zeit hab ich als Endstufe für Funktionstests in der Werkstatt mal zwei gebrauchte t.amp s-100 mk II für zusammen 40€ ergattert – die Teile sind solide aufgebaute Studioendstufen, passiv gekühlt und liefern im Brückenbetrieb je 200W an 8 Ohm – das reicht DICKE für den Sub. Auch deren großen Bruder “S-150mkII” findet man immer wieder für deutlich unter 100€.

        Gruß Max

      • #24038 Antwort

        Moin Mac,
        Irgendwie wirds sich schon anschließen lassen, sorg dich nicht wegen dem AVR, der bleibt eh nicht lange 😉

        Will sagen: bau jetzt die Lautsprecher die du wirklich willst, die Elektronik muss sich an die Lautsprecher anpassen, nicht umgekehrt!
        Matthias

        Drei 72er plus sub ist in der Tat verlöcklich!

        PS: erst mal kannst auch die 72 als mains anschließen. Falls das nicht passt / im Zweifel hängst du noch nen s.m.s.l. für 90€ ans submodul dran und hast nen deutlich besseren amp als den avr.

      • #24042 Antwort

        Hi Max,

        verrätst Du mir, was da für 12er Subs bei Dir werkeln? Gerne auch per PN…

        Ciao
        Chris

      • #24039 Antwort

        Danke euch.

        Mein AVR (Yamaha RX V 1071) kann Trennfrequenz und Laufzeitkorrektur übernehmen. Die Phase kann nur invertiert, nicht stufenlos geregelt werden – aber wenn ich für den Subwoofer keine “normale” Endstufe sondern das Submodul verwende, kann ich die Phase ja am Modul regeln, wenn das nötig wird.
        Schlecht ausgestattet ist er nicht – als Preamp glaube ich ganz gut zu gebrauchen. Und für einige Zeit sicherlich auch weiterhin als Vollverstärker 😉

        Ich fange mal an, die Aufstellungs- und Gehäuseplanung zu konkretisieren. Ich denke, mit der Chorus Lösung kann ich die nächsten Jahre glücklich werden.

        Viele Grüße
        Johannes

  • #24009 Antwort

    Ich geb noch nicht auf, oder wie Du schreibst, Du baust die Duetta Top. Die hätte den Vorteil, daß Du mit dem Studium schneller fertig wirst um unbedingt die Duetta stellen zu können. 😉
    Schön zu lesen Deine Erfahrungen.
    Gruß
    Dino

    • #24015 Antwort

      Hallo Dino,
      Tröste dich: selbst wenn ich chorus baue, ist doch duetta der nächste logische Schritt 😉

      • #24025 Antwort

        Hi McGlear,

        Das wäre natürlich sicher eine gute Möglichkeit: Chorus ist ja lt. Matthias durchaus HK-Kompatibel mit den “großen” Etons. Also könnten aus den C72 dann Rears/Center/RearHigh/… werden, wenn du irgendwann mal die Granduetta stellen kannst.
        Auch für den ChorusSub findet sich bestimmt ein Abnehmer (oft schon Wohnungsintern in Arbeitszimmer und co)

        Gruß Max

Antwort auf: Kontrabass und Orgel bei wenig Platz – kann das gehen?
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