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Hesse

Moin.

Bei Mehrkammergehäusen, sowie bei aufwändigen Hybriden kann man klar eine Größengrenze der Chassis erkennen, sie liegt zwischen 5 und 6 Zoll, zumindest bei den handelsüblichen Produkten. Das ist keine Theorie, ich habe das selbst hunderte Male gemessen.

Die Größe eines Chassis ist auch nur einer der Faktoren für die Bassperformance, das Masse/Antriebsverhältnis spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Und die Performance ist bei kleineren, leichteren Lautsprechern mit starkem Antrieb, bis auf wenige Ausnahmen, eindeutig besser als bei Größeren. Erklärbar auch aus der Energieformel – Energie = Masse x Beschleunigung, da die Geschwindigkeit quadratisch eingeht. Und wenn man sich die Energieverteilung eines Lautsprechers, mit ca. 80% des Energiebedarfs im Bass- und Tiefbassbereich, betrachtet, wird das noch deutlicher.

So lässt einfach nachrechnen, dass z. B. zwei 5-Zöller mit sehr kurzer Anstiegzeit eine deutlich höhere Energie, sprich Schalldruck erzeugen können als ein 8-Zöller, der träger reagiert. Der kann, erwießenermaßen, nicht tiefer, nur schlapper.

Bei Bassreflex-oder geschlossenen Gehäusen ist das nicht so deutlich spürbar, bei großvolumigen Mehrkammern der entscheidende Faktor.

Das ist aber noch nicht alles. Der Entwickler Neumann von Klein und Hummel hat schon vor einigen Jahren bewiesen, dass die Qualität eines Basssignals über die Intermodulationsverzerrungen erheblich auf die Güte der Gesamtdarstellung eines Lautsprechers entscheidend einwirkt. Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass dort mit kleineren Chassis gearbeitet werden sollt. Ausgenommen Subwooferbereich.

Denn im entscheidenden Teil des Bassbereichs kommt auch noch die Verformungsneigung der Membranen ins Spiel. Auch bekannt als “Aufbrechen” oder Partialschwingung. Diese Ereignisse verstärken sich quadratisch zur Vergrößerung der Membran. An Ergebnissen des Klippel-parcours mit Laservermessung der Membran unter verschiedenen Bedingungen, erkennt man das eindeutig.

 

KH

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