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Die Ursache für subsonische Töne liegt in der Regel nicht in der Schneidkurve, sondern ist meist in Resonanzen zu finden. Entweder weil der von den Lautsprechern abgestrahlte Schall auf den Plattenspieler und damit die Nadel rückkoppelt (so wie Sparky schon sagte). Dies bekommt man in den Griff, indem man den Plattenspieler von Körperschall entkoppelt: Ein fest in der Wand verschraubtes Regal anstatt der auf dem Boden stehenden Kommode, etwas Gewicht mit ein paar Spikes … Der Möglichkeiten sind da viele. Der auf Sparkys Bild gezeigte Dual 731q hat ein gefedertes Chassis, was eigentlich in den meisten Fälle zur Entkoppelung ausreichen sollte (zumindest bei halbwegs sozialverträglichen Lautstärken).
Eine zweite Ursache für Resonanzen kann ein zum Tonarm unpassendes System sein. Wenn die Nadelnachgiebigkeit des Systems nicht zum Tonarm passt und dadurch das System Tonarm sich aufschwingt (z.B. wenn man ein relativ hart aufgehängtes MC-System an einen sehr leichten Tonarm hängt) kann das im Extremfall sogar dazu führen, dass die Nadel bei kritischen Passgen aus der Rille springt. Die meisten Tonarme sind aber heutzutage mittelschwer, so dass wirklich unpassende Paarungen selten sind.
Manchmal treten diese Pumpbewegungen der Basschassis auch auf, wenn die Nadel auf der extrem unebenen Platte Achterbahn fährt. Hier hilft dann ggf. ein Plattengewicht zum plattdrücken oder einfach eine andere Platte.
Außerdem kann man das Problem noch elektronisch lösen. In der guten alten Vinyl-Ära hatten die Verstärker zuschaltbare “Subsonic-Filter”. Das sind im Prinzip einfache Filter zweiter oder dritter Ordnung mit einer Grenzfrequenz knapp unterhalb der Hörschwelle (so bei ca. 20Hz). Heute findet man das in manchen Phonovorstufen, oder zum Selbstbau z.B. hier: http://sound.whsites.net/project99.htm
Viele Grüße,
Roland