Zurück zu Rettet ein Subsonic Filter meinen 11'er Eton ? Vinylkenner gefragt .

Antwort auf: Rettet ein Subsonic Filter meinen 11'er Eton ? Vinylkenner gefragt .

Startseite Foren Verstärker und Co Rettet ein Subsonic Filter meinen 11'er Eton ? Vinylkenner gefragt . Antwort auf: Rettet ein Subsonic Filter meinen 11'er Eton ? Vinylkenner gefragt .

#40150
Hesse

    Moin Roman.

    Ich beschäftige mich seit 50 Jahren mit den Pappumschlägen und dem Mottengeruch derselben, auch hefte ich mir auf die Fahne, einige Boardies hier mit dem Charme der Schwarzlinge verseucht zu haben. Damals….

    Sich mit den theoretischen Dingen zu befassen, ist überaus wichtig, aber letztendes sind die praktischen Erfahrungen, auch der „Try an error“ das Maß der Dinge. Der Plattendreher ist nun einmal das Gerät in der Kette, das die meiste Arbeit und Erfahrung erfordert, bei dem man aber auch am meisten klanglich gewinnen kann, wenn er denn läuft.

    Wie schon oben genannt, solltest Du Dir einen einstellbaren Phonopre zulegen, die Probleme, die Du schilderst, hatte wohl jeder, der dem schwarzen Gold verfallen ist. Meine Geräte sind die Pro-ject Phono Box 2, die Pro-ject Phono Box DS und neuerdings die Aikido-Vorstufe von Hans-Ullrich Otto. Alle drei haben den Vorteil, dass sie auf den „Abschluß“ des Tonabnahnemers, damit ist die Belastung des Generatorsystems mit dem Eingangswiderstand und der Eingangskapazität der Phonostufe gemeint.

    Die meisten eingebauten Phonovorstufen können das nicht, aber hier ist der entscheidende Schnittpunkt des Systems.

    Für MM-Tonabnehmer hat sich dabei die Quasi-Norm von 47 Kiloohm Widerstand eingebürgert, während die Kapazität allgemein so niedrig wie möglich gehalten werden sollte. MM-Abtaster sind in puncto Frequenzgang um so unkritischer, je geringer ihre Spuleninduktivität und ihr Widerstand sind. Mittlerweile hat sich der Standard des Anschlußwiderstandes so um die 47 Ohm eingependelt, die Anschlußkapazität bildet normalerweise schon das Kabel (meist mit einem Kapazitätsbereich von rund 50 bis 150 Picofarad) durch kapazitive Last in Parallelschaltung mit der Kapazität des Phonoeingangs.

    Sehr gute Lektüre: http://www.volpe.at

    Keine Angst, nix Theoretisches mehr. Ich würde mir an Deiner Stelle einen einstellbaren Phonpre zulegen, der Aikido ist ein ideales Gerät, kann man auch fertig kaufen und der Verkäufer steht mit Rat und Tat zur Seite. Dann nimm aber den Akkubetriebenen, der läuft völlig netzunabhängig. Genial, das Teil und es kann praktisch stufenlos auf den TA abgestimmt werden. Und bevor Du Dir wieder Referenztonabnehmer kaufst, versuche es einmal mit einem preiswerten.

    Ich habe mir jetzt, besorgt durch ein Boardmitglied für schmal Mark, den Korpus des AT 95 VM zugelegt, der Korpus kann mit allen Nadelschliffen bis zur Shibata ausgerüstet werden. Einfach einschieben. Bei knapp 50 Öcken geht es los, die Microline-Version für rund 200 ist dicht an meinem AT 150 MLX oder auch an der Shibata auf dem Teil. Du hast 5 Nadeln für alle Zwecke. Also, nur ein Tipp zum „Reinbeißen“ in die Materie. Es lohnt sich immer und nicht das Referenzsystem XXschlagmichtot muss DAS Bessere sein, sondern das, das genau zu Deinem Dreher und zu deinem Ohr passt. Weniger ist oft mehr.

    Hesse in „Nichtrentnermodus“

    Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.acoustic-design-magazin.de/Lautsprecher-selber-bauen/Antwort/40150/