Zurück zu Bluetooth Box: Mobile Mini Mona

Antwort auf: Bluetooth Box: Mobile Mini Mona

Startseite Foren Bau-Dokumentationen Bluetooth Box: Mobile Mini Mona Antwort auf: Bluetooth Box: Mobile Mini Mona

#45769
Florian

Hallo zusammen,

@Marc,

Das Gehäuse ist ein Bandpass, genauso wie beim Original, d.h. die Phase ist um 180° (halbe Schwingung) verschoben. Elektrisch kann man das beheben, indem man die Polung umdreht. Udo empfiehlt hier allerdings auch ‘eigenhändiges experimentieren’. Je nach Raumakustik kann es Sinn machen, oder eben auch nicht. Für meinen Einsatzzweck hörte es sich am besten mit “richtig herum” angeschlossenem Treiber. Ganz passt es dann auch wieder nicht. Ein Phasenregler, wie man ihn an Subwoofern bzw. deren Verstärkern findet wäre wohl am besten geeignet um Bass und Satelliten in Phase zu bekommen.

Bei der Klangbeschreibung verweise ich mal als Basis auf die der Mona 😉 Mir gefällt besonders die gute Sprachverständlichkeit und die Tatsache, dass man “fast alles” drauf geben kann, ohne sich zu gruseln. Die einzige Ausnahme stellt meiner Ansicht nach klassische Klaviermusik dar. Das ist aber dann auch schon eine der Königsdisziplinen für Lautsprecher.

Der wesentliche Unterschied zur Originalmona ist ansonsten die Basstiefe: Die Grenzfrequenz liegt bei 60Hz. Beim Originalgehäuse sind es ca. 45Hz. Das merkt man schon recht deutlich. Wie beim Orignial hat man aber über den Verstärker einige Stellschrauben um den Frequenzgang ordentlich zu verbiegen. Ich nutze eine 2.1 Verstärkerplatine die ähnliche Einstellmöglichkeiten hat wie der Nobsound NS 14G. Das reicht im einiges rauszuholen, aber reicht natürlich nicht an das Nivau der Mona heran. Die Physik lässt sich eben nur begrenzt austricksen.

Eine Eigenart der Kiste ist natürlich der geringe Abstand der beiden kleinen Treiber voneinander. Das ist nicht gerade optimal. Wenn sie auf dem Boden liegt führt das vor allem in Innenräumen zu einem etwas merkwürdigen Klangbild. Es scheint eine winzig schmale Bühne zu geben sodass sich der Klang extrem ändert, wenn man sich auch nur ein bisschen durch den Raum bewegt. Die direkte Reflexion am Boden stört dabei vermutlich zusätzlich. Abhilfe schafft aber der einfache Trick die Box hochkant hinzustellen. Der Klang kommt dann mehr oder minder von einem Punkt aus und ist weniger stark Richtungsabhängig.
Draussen fällt das Phänomen weniger stark auf.

@Markus:

Schön, dass dir der Bericht gefällt 🙂

Ich hätte eher auf den kleinen Querschnitt getippt als den Abstand zum Treiber, aber da bin ich ehrlich gesagt überfragt. Klassik, Jazz (meisten), Rock, Metal stellen kein Problem dar. Man hört es eigentlich nur bei allein stehender (elektronischer) Bassdrum ohne irgendetwas drum herum. Ein Beispiel wäre Hoded Coin – Demaso.

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.acoustic-design-magazin.de/Lautsprecher-selber-bauen/Antwort/45769/