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Antwort auf: Mona21 als erstes Projekt geeignet, wie befeuern?

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#47804
SCI3NTIST

Hi Linus,

viele Fragen, meine „Five cent“ dazu.

Computeraudio… Grundregel: bleib so lange wie möglich digital! Also vergiß die Soundcarte von Deinem Laptop, die genannten Verstärker haben alle digitale Eingänge, die benutzt man dann auch. Ich würde ganz schnöde ein USB Kabel im ersten Schritt versuchen. Ist aber irgendwie unbequem immer das Laptop anzuschleppen und zu verkabeln, deutlich bequemer ist via Netzwerk (LAN, WLAN).

Meine favorisierte Lösung ist, insbesondere bei kleinem Budget, ein Raspberry Pi mit der entsprechenden Software. Wenn man USB verwenden möchte, ist an dieser Stelle ein Pi4 der geeignete Kandidat, die älteren Modelle können (aber müssen nicht) zicken, liegt an der Implementierung von USB auf den alten Boards. Welche Vorteile hat das? Ganz einfach könnte man von einer Festplatte oder USB Stick streamen, Steuerung via Smartphone. Bei vielen Distros kann man Spotify, Tidal und ähnliches über Plugins  zwanglos einbinden. Dann entfiele auch BT, das ist eigentlich nur brauchbar mit Codecs wie LDAC, aber das bekommst Du in dieser Preislage nicht. Du kannst wahrscheinlich sogar Deinen Router zu einer NAS umfunktionieren, so mach in das in meiner Zweitwohnung. Da steckt halt ein 256 GB USB Stick in der FritzBox.

Ein der besten Übersichten zu Computeraudio, die ich kenne, ist diese:

http://archimago.blogspot.com/2017/03/musings-computer-audio-part-ii-basics.html

Lautsprecher: die Mona ist nicht schlecht, dies vorweg. Jedesmal, wenn ich zu Udo in den Laden kam, dudelte die vor sich hin. Aber es sind halt Breitbänder mit den typischen Limitierungen. Wenn Du mal den hübschen bunten Frequenzgang anschaust, hat der bei ein paar kHz riesen Ausschläge nach oben und unten, der spielt nicht mehr was er soll, sondern macht seine eigene Musik vom Eingangssignal. Ausserdem laufen die Messungen unter Winkel stark auseinander, das ist nicht gut beim Vorgaukeln des gewünschten Stereoeffekts. Untenrum kommt dann die Limitierung mit der Membranfläche ins Spiel, für Bass braucht man Fläche, Punkt. Das wird dann halt durch einen Subwoofer ausgeglichen, mit den früher genannten Anforderungen. Ich betreibe selber in meiner Zweitwohnung einen Subwoofer, der bringt das alles mit, aber den gibt es halt nicht für ’nen Fuffi. Deshalb meine Empfehlung für den Zweiwegerich, bei dem der gute Boxenentwickler (und Udo ist einer davon), das „Gezeckel“ im Frequenzgang durch geschickte Wahl der Weichenbauteile unter den „Noisefloor“ kehrt.

Verstärker: klar sind die Geräte für 150€ nicht das Ende der Fahnenstange, aber wenn die selbst vor Matthias (der sonst bei jeder sich bietenden Gelegenheit seinen Hifiakademie Amp ins Rennen wirft) strengen Augen Gnade finden, können sie richtig schlecht nicht sein, würde ich sagen.

Viele Grüsse

Thomas

P.S.: Homeoffice = den Anschein von Arbeit erwecken und in Foren posten…quatsch: Mittagspause!

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