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Antwort auf: Mit Linie 74 ins Heimkino ohne Platz

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#53946
Monti

Moin,

den zerteilten Center kann man machen, aber die Abstände zwischen den Chassis müssen gleich bleiben. Ob man das optisch ansprechend hinbekommt ohne das halbe Lowboard für einen einzigen Center zu beanspruchen, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen.

Eine Linie 41 würde ich auch nicht reinlegen, das gibt blöde Bündelungseffekte und keinen horizontal gleichmäßig verteilten Frequenzgang. Die muss also aufrecht stehen und ist akustisch betrachtet die bessere Lösung als ein liegender Center mit zwei BMT. Über den Fernseher hängen kann man machen. Dann vielleicht auf Hörposition nach unten anwinkeln. Man wird aber immer hören, dass die Stimmen dann von oben kommen, wobei sich das Gehör daran gewöhnt. Ging mir mit meinem unter dem Fernseher stehenden Center auch so. Am Anfang fällt es auf, aber man gewöhnt sich dran. Heute bemerke ich es nur, wenn ich bewusst darauf achte.

Abhilfe schaffen auch zwei Center nicht wirklich (einer unter und einer über dem Fernseher), weil sie das Klangbild „verwaschen“. Das Signal, also vor allem die Stimmen, kommen dann aus zwei Schallquellen.
Manch einer wird auch mit einem Phantomcenter glücklich, d.h. es gibt keinen physischen Center und die beiden seitlichen Frontlautsprecher übernehmen auch die Funktion des Centers. Vorteil: das akustische Geschehen erfolgt auf der Höhe der Fronts in der Mitte und nicht wie bei einem liegenden Center unter dem Fernseher. Nachteil: Das funktioniert nur in der Bildmitte, also im Stereodreieck gut, links und rechts davon werden die Laufzeitunterschiede immer größer und die Schauspieler sprechen im schlimmsten Fall links oder rechts neben dem Fernseher.

Akustisch transparente Fernseher gibt es leider noch nicht und unsichtbare Center auch nicht…

Ciao
Chris

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