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#56815
Vadder
Verwalter

Moin,

ein paar kleine Ergänzungen:
Der TD 146  wurde 1983 bis 1999 in vier Versionen gebaut. Bei mir steht einer aus der frühen Phase seit seinem Erscheinen und war zwischen durch 30 Jahre eingemottet.

Sintermetalllager:
Wer ein scharfes Auge hat, kann mit einer Taschenlampe in das Loch spinxen.
Grau = Eisensinter, gelblich = Messingsinter.
Vorsicht beim Ölkauf. Im Internet wird spezielles Öl für Thorens angeboten. Das ist aber leider meistens Sinterlageröl für Fernschreiber mit Eisenlagern und zerfrisst die Messinglager! Oldtimerfans können aber gerne niedrig legiertes SAE 20W50 nehmen.

Cinchkabel:
Im Werkszustand ist ein kleines Fähnchen mit den elektrischen Werten am Kabel. Und die sind absolut ok. Die oxidationsanfälligen Stecker sind aber verbesserungswürdig.

Tonabnehmer:
Sowohl an Rincewinds wie an meinem TD 146 ist der Tonarm TP 11 Mk III montiert. Der hat 7,5 gr effektive Masse und will ein „weiches“ System haben. Leider werden die langsam knapp.
Ortofon baut die passenden Serien Vinyl Master und OM / Super OM meines Wissens nicht mehr. Restposten sind im Web aber noch erhältlich.

Pulley:
Achtung! Es gibt ein 60 hz – Pulley zum Nachrüsten. Das ist die einzige von Thorens vorgesehen Möglichkeit, den Dreher mit eben dieser Netzfrequenz laufen zu lassen. Wenn die Kiste wie meiner Jahrzehnte eingelagert war, ist noch die 50 hz – Variante montiert und alles gut.

Zubehör:
Thorens hat zu jedem TD 146 den erwähnten Spiegel, die Justierlehre so wie Unterlegplättchen zur Höhenjustage des Systems mitgeliefert. Bis auf den Spiegel sind Ersatzbeschaffungen recht kostspielig. Z.B für die Plättchen mit passendem antimagnetischen Schraubensatz ab 45 € aufwärts.

Preis:
Der Dreher hat mich damals mit einem (unpassenden Shure-) System 800 DM gekostet.

Gruß vom Vadder

ps @ Rincewind
Wenn der Plattenteller mal nach poliert werden muss, macht das meine 4,8 kW-Poliermaschine ziemlich flink. 🙂

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