Home Foren Gehäuse- und Weichenbau Gehäuseprinzip "ACL" verstehen und anwenden Antwort auf: Gehäuseprinzip "ACL" verstehen und anwenden

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arndtinger

    Moin Leude,

    ich hole diesen Thread mal wieder aus der Versenkung, da ich mir in den Vergangenen Wochen noch einmal Gedanken zum Prinzip ACL gemacht habe, die ich gerne mit Euch teilen und diskutieren würde.

    Zu Motivation: Ich bin gedanklich beim übernächsten Projekt (ohne das aktuelle schon fertig gestellt zu haben, immerhin liegen fast alle Teile im Keller, aber andere Geschichte). Es ist leider kein Udo-Bausatz, wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch nie einer werden, da es nicht in seine Philosophie von Preis/Leistung passt und auch nicht in seine bisherige Bausatz-Struktur (nur Mutmaßungen).

    Dennoch würde ich gerne das ACL-Prinzip verwenden, da meine Designvorgaben (und die des weiblichen Regierungsvorsitzes) maximal die Verwendung von 5-Zöllern auf der Front (wegen Schallwandbreite) erlauben. Dabei interessieren mich folgende Grundsatzüberlegungen: Geht das auch mit Passivmembranen (auf der Seite) und in welche Richtung muss ich die Designvorgaben (weiter oben und beim Artikel der C51ACL grob umrissen) “verbiegen” um das Maximale (nicht unbedingt Tiefgang, eher der beste Kompromiss zwischen Bass und Gruppenlaufzeit) rauszuholen.

    Hier soll mehr Verständnis für die zweite Fragestellung Thema sein. Wir sind uns – glaube ich – alle einig, dass es sich stark vereinfacht um ein kaskadierendes Feder Masse System handelt, vulgo 4-Massenschwinger. Wenn man sich so etwas mal hersimuliert und die Verhältnisse von Federn und Massen in etwa so einstellt, wie sie sich ergeben, dass zumindest die Grundfrequenz (=Abstimmfrequenz BR) passt und voraussetzt, dass die Federsteifigkeiten  in etwa im Verhältnis 1:1,5:1,5:1:5 (= Verhältnis reziprok zu den Volumen) und die Massen grob nach der “virtuellen” Masse des BR-Rohrs und der Durchtritte einstellt, landet man dort bei x:x:x:1 mit werten von x fast immer größer 10 für die virtuellen Massen der bisherigen Bauvorschläge (ohne wirklich alle geprüft zu haben).

    Die 3 zusätzlichen Eigenfrequenzen des Systems landen dann im Bereich zwischen ~150Hz und 450Hz, was den Performancegewinn in diesem Bereich vielleicht erklärt. Wortwörtlich sollte bei diesem System die Musik eher unter 300 Hz spielen, was zu erreichen wäre, wenn man Werte von x kleiner als 10 anstrebt und damit bei Querschnitten von ungefähr der Hälfte der bisherigen Faustformel landet. Das würde mit Berichten weiter oben korrespondieren, wonach das ganze bei Verkleinerung der Durchtritte dann etwas knackiger aufspielt.

    Außerdem würde dann die Querschnittsfläche eher von der Abstimmung des BR-Rohrs (Oder PM) abhängen und damit nur indirekt an der des Treibers hängen.

    “Am I on the woodway?” Oder könnt Ihr meine Gedanken nachvollziehen und evtl. bestätigen oder dementieren. Für jegliche Reaktion danke ich bereits jetzt im Voraus.

    LG

    Arnd

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