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Gehäuseprinzip "ACL" verstehen und anwenden

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Dieses Thema enthält 62 Antworten und 16 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Udo Wohlgemuth vor 1 Monat, 3 Wochen.

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  • #24547

    MartinK

    Hallo zusammen. Nach Anregung von Hesse beim Baubericht zur SB 12 ACL öffne ich hier ein eigenes Thema dafür.
    Gruß Martin

  • #24549

    geloescht

    Moin.

    Warum hier und SB 12 ACL? Die war doch schon mal irgendwie untergetaucht.

    Naja, das Ding ist ja gar nicht übel, auch wenn das Gehäusesystem ein wenig undurchsichtig ist. Ich hatte seinerzeit versprochen, mir einmal Gedanken darüber zu machen, wie man die Wirkung der Bassabgabe in dieser Tiefe, sogar unterhalb der Freiluftresonanz des Lautsprechers, eventuell in ein Denkmodell zementieren kann.

    Der alte Fuchs Udo hatte natürlich bereits die Lösung unter seiner weißen Matte und vermutlich auch bei dem Bau angewendet. Alter, man darf noch Ältere nicht so auf die Schippe nehmen.

    Nachdem ich wieder klar im Kopf bin, habe ich, neben anderen Schmuddeligkeiten, das Problem ACL, auch unter der Prämisse meiner Erkenntisse, angeschaut. Die “asymetric chamber line” funktioniert zu einem wesentlichen Teil auf dem System der Kannibalisierung der Schadereignisse, also auf der Auslöschung von Energieimpulsen, welcher Art auch immer, die zu stehenden Wellen führen können. Die Brettchen erfüllen genau den von Udo apostrophierten Effekt, daher auch, die für Udo-Konstrukte, lächerliche Menge Dämmstoff. Welche zusätzlichen Effekte der verlängerten Laufleitung entspringen, muss experimentell erarbeitet werden.

    So ein System kann man natürlich in mathematisches Konzept fassen, Phasenverschiebung innerhalb einer rechteckigen Box sind ja geradezu mein zweites Ich.

    Was tun? Ich hatte einmal die Blues-Box gebastelt, die bei mir ein mehr oder weniger tristes Dasein fristet. Ich habe nur noch einen kleinen Schreibtisch, alles läuft digital. Die 23 hatte meine ungeteilte Aufmerksamkeit und das kleine Kerlchen ist fast verhungert. Als Pausenfüller ab und an in Betrieb, ein feines Lautsprecherdasein stellt man sich anders vor.

    Aber….. warum eigentlich nicht? Auch um wieder einmal den Geruch von Weißleim in der Nase spüren, OSB sägen lassen. Gesagt, getan. Da für die Größenberechnung keine Vorgaben existieren, kurz die 20 Liter angepeilt, verkleinern kann ich später immer noch. Mir war auch bewußt, dass im Inneren noch einiges zu fummeln sein könnte, daher musste die Rückseite vorab abnehmbar gestaltet werden.

    Mein Affinität zum goldenen Schnitt konnte ich nur in der Planimetrie ausleben. Sei´s drum.

    Es entstand mein übliches und vertrautes OSB-Schächtelchen, innen 17 x 11 cm. mächtig und rund 110 cm. hoch, zuzüglich eines Acrylrechtecks pro Seite im Bereich der Chassis, um die gleiche Breite wie die Blues-Box zu erhalten, denn die Weiche sollte erhalten bleiben. Im Inneren wurden noch einige Gimmicks eingebaut, um wirklich die absolute Sicherheit zu bekommen, dass nichts von hinten auf die Membran schlagen kann.

    Die erste Hürde war die Länge des Bassreflex, meine Abwasserrohre NW 70 mm. feierten Urständ. Der 5. Versuch war dann dicht dran und durfte sich mit pulsierender Energie füllen lassen.

    Mit Kumpel auf die Couch drappiert und los. Volltreffer. Am NAD 317 und Sansui SIX, den dicken Sansui wollte ich mal ruhen lassen, Tonträger in der Arcam Diva. Von wegen, NAD und SB geht gar nicht. Und wie das geht. Das Duo aus englischem Gentleman und indonesischer Göre gehört zusammen wie Laurel und Hardy.

    Was sich da an Klang entfaltete (nach 5 Bassreflexversuchen), macht normalerweise weit, weit kostspieligeren Konstrukten alle Ehre. Sehr ehrlich, transparent und tonal einfach fein, charmant halt. SB-Weichbass? Pustekuchen. Nicht “trocken”, sondern analytische, saubere, gut konturierte Basswidergabe, die sich wie ein Federbett unter das restliche Musikgeschehen legt. Genau so soll es sein.

    John Campbell, feinster Blues zum Hinknien als Ouvertüre. Das Narbengesicht wäre glatt wieder auferstanden, hätte er geahnt, wie ergreifend seine Musik sein kann. Die ganze musikalische Palette abgefahren, von Nightwish´s “Stargazer” bis Concierto de Aranjuez in großer Orchesterbesetzung. Das kleine Luder ekelt sich vor gar nichts. Die Musik strahlt einfach, das Böxchen verschwindet im Klanggeschehen.

    Vergleich zur 23. Die hat natürlich eine ganz andere Bassgewalt, aber im Mittel- und Hochtonbereich ist bei beiden der gleiche Stallgeruch vorhanden. Die Große Schwester löst, durch den kongenialen SB 12 bedingt, etwas besser auf und ist insgesamt der Lautsprecher, der zeigt, wer das Sagen hat. Aber beiden ist die abartige Räumlichkeit zueigen, die ich so liebe, ebenso die allrounderische Musikalität. Wenn man sich aber vor Augen führt, dass bei der SB 15 gerade einmal 160 Euro pro Seite werkeln, inclusive Holz, Kellerbier und Mettbrötchen, kommt man durchaus ins Grübeln.

    Gesamtnote 1,3 für den Spargel. 0,1 Punkte Abzug für die Aufforderung, noch ein wenig Zeit für die endgültige Optimierung zu vergeuden. Aber will ich das nicht? Irgendwie schon. 0,2 Punkte Abzug für die 4 Stunden, die ich wieder unproduktiv im Musikzimmer verbringen musste.

    Mein Kumpel konnte sich gar nicht mehr einkriegen, so hat ihn das begeistert, ich dachte schon, die Beruhigungspillen kommen zum Einsatz. Er organisiert mir die Messungen, holt sie auch morgen ab. Er wird über Weihnachten richtig gut Musik hören.

    Udo´s ACL ist es wert, einfach mal was zu versuchen. Für die Verschleierung der wahren Tatsachen bekommt er aber 5 Minuspunkte ins Vokabelheft, für die Idee aber gleich wieder 10 gut geschrieben. Ich ziehe meinen Hut, großer Meister.

    Hesse

    • #24601

      Udo Wohlgemuth
      Keymaster

      Hallo Hesse,

      das ACL-Prinzip ist eigentlich ganz einfach, du baust ein viel zu großes Reflexgehäuse, in dem der Bass schon bei geringer Belastung mangels Rückstellkraft anschlagen würde. Die obere Kammer ist so groß, wie eine “normale” Reflex und gibt dem Bass die nötige Feder. Natürlich ist das Reflexrohr (Durchlass zur nächsten Kammer) viel zu kurz, doch das kompensieren die folgenden Räume. Das mit der Außenwelt verbindende Reflexrohr wird aus dem Gesamtgehäuse bestimmt.

      Berechnungen gibt es bisher nur für zwei Kammern (Double tuned Reflex), vier sind für einfache Simulationen zu viel.

      Gruß Udo

    • #24602

      Udo Wohlgemuth
      Keymaster

      Links müsste Hesses Avatar stehen

      Hallo, Udo.

      Die Berechnung des Gesamtgehäuses hat mir ein etwas anderes Ergebnis geliefert, als ich dann experimentell ermittelt habe. So what. Ich habe dann die Kammern als “kaskadierendes Masse-Federsysteme” überschlagen. Das gibt es zwar nicht, aber da nach dem Energieerhaltungssatz die Energiemenge immer gleich ist, müssen auch in den einzelnen Kammern die energetischen Bedingungen in etwa gleich sein. Im oberen Bereich wird zwar etwas Energie in der Dämmung verbrannt aber grundsätzlich scheint die Annahme richtig zu sein . Das Energiemanagement in dem Gehäuse ist wirklich mehr als interessant.

      Für die jeweils einzelnen Kammern gibt es dann gute Berechnungsbeispiele.

      Ein wesentlicher Bestandteil meiner Überlegung war jedoch auch die Entlastung der Membranrückseite, die sich schon konstruktiv ergibt. Super ist der, die an sich schalltechnisch unwirksamen Aussteifungsbrettchen so effektiv zu nutzen. Der Krieg ist in dem Bereich entschieden worden, denn eigentlich müsste uns ja die Bassmembran recht hurtig um die Ohren fliegen, wenn mal ein wenig PS beaufschlagt werden.

      Insgesamt ist das Konstrukt außergewöhnlich und treibt den kleinen Lautsprecher in nicht gekannte Volumina. Vielleicht gibt es ja mal irgendwann ein Gehäuse nach Thiele, Helmholtz und Wohlgemuth und das in umgekehrter Reihenfolge. 🙂

      Demnächst steht wohl irgend etwas mit Doppelbass, in welcher Konstellation auch immer, an. Ma gugge.

      Ich weiß jetzt auch, wie das mit den Smilies geht und das in meinem Alter.

      KH

    • #24603

      Udo Wohlgemuth
      Keymaster

      Links müsste JoKas Avatar stehen

      Moin Hesse,

      sehr schöne Sache, Deine Experimente mit einer SB15acl. Habe es sehr interessiert gelesen. Interessant auch die Theorie, der Schallenergie-Verteilung auf mehrere Kammern und somit Entlastung der Membranrückseite. Ich vermute, Deine Berechnungen liefern da (abhängig von verschiedenen Kammeraufteilungen) recht unterschiedliche Ergebnisse?

      Ich habe beim Einbau des SPH-60x-Breitbänders in ein ACL-Gehäuse (vor kurzem) das originale BR-Volumen aus dem CT193 von 14 Litern netto 1:1 rüberkopiert und nichts zugegeben. Was Udo´s Konstruktionsidee somit im wichtigsten Punkt ignoriert und vermutlich keinerlei zusätzlichen Gewinn im Tiefbass bedeuten dürfte. Aber ein deutlich größeres Gehäuse konnte ich mir für das kleine Ding einfach schlichtweg nicht vorstellen. Nach Deinen Ergebnissen hätte ich aber (unwissend) wohl die Energieverteilung im Gehäuse optimiert.
      Der kleine SPH-60x aus dem CT193 hat eine erstaunliche Membranfläche von 80cm² lt. Datenblatt. Also identisch mit der Fläche des SB15NRX oder auch den Eton-5-Zöllern, von denen Udo mal einen in eine Symphony 5 ACL einsetzte. Seinerzeit gab er dem Gehäuse 30 Liter netto. Und damit bin ich bei meiner zweiten Frage, denn das ist schon deutlich mehr als die 20 Liter Deines SB15acl-Gehäuses. An welchen Parametern oder Überlegungen hast Du Dich beim Gehäusevolumen vorrangig orientiert?

      Interessieren würde mich drittens noch die Rückstellkraft. Bei der Symphony 5 ist die Kammerdurchlassfläche fast identisch mit der effektiven Membranfläche. Bei der SB12acl wirken „nur“ 50cm² Membranfläche auf 78cm² Durchlassfläche. Und dann gab es früher mal einen LS, der nannte sich High Jack, da war das Verhältnis umgekehrt verschoben: Membranfläche 55cm², Durchlass aber nur 40cm². Die dritte Frage bietet sich an: Welche Wahl hast Du bei der SB15acl getroffen?

      Ich hoffe ich geh Dir mit meiner öffentlichen Fragerei nicht auf den Senkel ! 🙂

      LG und bis nächste Woche in Eschborn,
      Jo

      • #24608

        geloescht

        Moin.

        Jo, ich bin wieder ein kleines Stück weiter, die Sache ist noch viel interessanter, als ich vorab gesehen habe. Mein Denkmodell war folgendes: Jede einzelne Kammer wird als eigener Lautsprecher im Helmholtz-System betrachtet, die Überschneidungen der Brettchen bilden die Bassreflexöffnung. Die entstehende Energieladung der Pseudobassreflexöffnungen überträgt sich, analog einer Membran, auf die nächste Kammer. Dann kommt man schon auf ganz gute Endwerte und so kann man auch die Auffüllung des Frequenzgangabfalls erklären.

        Auf jeden Fall ist das System sehr unanfällig gegen Schadereignisse auf die Rückseite der Membran, das scheint einer der Schlüssel.

        Also vier “Membranen” bedienen die Abschnitte und kaskadieren. Die erste Kammer bestimmt das Impulsverhalten, die anderen geben die Energie (Energieerhaltungssatz) abzüglich der verbrannten Energie durch den Fitzel Dämmwolle und geringste Schwingungen der Gehäusewände, nahezu verlustlos bis an das endügltige Bassreflexrohr weiter, bauen aber auch die entsprechende Feder für den Lautsprecher auf. Für die untere Grenzfrequenz zählt das Gesamtvolumen, für den entsprechenden Bumms die Auslegung der ersten Kammer. Eine andere Erklärung habe ich nicht gefunden, aber anders ist das Phänomen auch nur schwerlich zu erklären. Meines Wissens gibt es keinen Passivlautsprecher auf dem Markt, der so irre Eigenschaften hat.

        Nennenswerte Schallabstrahlung unterhalb der Freiluftresonanz eines Chassis hat man normalerweise nur bei stark entzerrten aktiven Geräten.

        Daraus folgert, mein Kumpel und ich überprüfen das noch praktisch, dass durch Parameteränderungen an den Übergangsunkten von Kammer zu Kammer, z. B. durch Vergrößerung der Überlappungszone, Lautsprechergehäuse beliebig auf Chassiseigenschaften abgestimmt werden könnten. Das System scheint stabil und verträgt ebenso Abweichungen der Lautsprecherparameter. Wichtig scheint nur, oben für gutes Impulsverhalten im Bereich Thiele/Small oder Hoge zu sorgen.

        Es gibt hier eine n hoch dingenskirchen große Zahl an Stellmöglichkeiten. Als nächstes peile ich eine SB 30 in dieser Form an. Wenn mich nicht alles täuscht, könnte das ein richtiger Burner werden. Wie das Ding mit Eton-Konstrukten geht, wird man auch einmal checken müssen. Die Chorus Linie sind ja auch schon richtige Lautsprecher. 🙂 Schaun wir mal. So Dinge interessieren mich einfach.

        Das wird richtig spannend. Ist jedoch, jetzt in dieser Phase, kein Projekt für eine Selbstentwicklung, man muss eine Menge Zahlen verarbeiten und nicht jeder kann integral rechnen. Wenn alles steht, mache ich gerne ein Leserprojekt.

        Hesse

      • #24610

        Udo Wohlgemuth
        Keymaster

        Hallo Hesse,

        es ist schön, einen ganzen Teil meiner Gedanken bei dir wiederzufinden. Ich hab auch schon mit Ersatzschaltbildern herumgespielt, doch ich konnte nicht die erforderlichen Komponenten für Berechnungen ausmachen. Ein Reflexrohr hat keine Parameter, die einer Membran ähnlich sind. Deshalb weiß ich nicht, was in die zweite, dritte und vierte Kammer einstrahlt und wie ich das in Formeln packe. Messungen mit veränderten Aufbauten haben kaum relevante Unterschiede gezeigt, trotzdem gab es hörbar andere Messtöne. Nun ja, man müsste bei der Messreihe das Mikrophon mal in den einzelnen Kammern platzieren, vielleicht kann man so herausfinden, was sich dort im Frequenzgang tut. Das wär doch glatt eine Aufgabe, an die ich gehen kann, wenn ich einstmals richtiger Rentner bin. Solang warte ich noch ab, was dir dazu noch alles einfällt 😉

        Gruß Udo

      • #24611

        geloescht

        Moin.

        Udo, ich habe den Begriff “Membran” gewählt, um nicht geläufige Begrifflichkeiten zu vermeiden. Bei meinem Gemäre über die Schallverbreitung war das schon ein wenig unverständlich und ist kritisiert worden.

        Die Betrachtung als Transmissionline scheidet aus, dafür ist die Basstiefe zu abenteuerlich und die Line zu kurz. Wenn ich aber die “Schallfortpflanzung” unter meiner Betrachtungsweise sehe, wird ein Schuh draus. In Lautsprechergehäusen findet ja keine Luftbewegung statt, sondern nur die Weitergabe von Energie. Nur direkt an der Membran des Chassis wird Luft pulsierend hin und her bewegt. Im Bassreflexrohr sehe ich eine “Energieverdichtung”, das dürfte so sein, sonst könnten die energiefressenden tieffrequenten Schallabstrahlungen dort gar nicht stattfinden.

        Genau so betrachte ich auch die Kammerübergänge. Der Fiend hat ja schon mit den Übergängen experimentiert und Veränderung festgestellt. Die Grundidee scheint also nicht ganz dumm. Wenn ich jetzt den Begriff Membran nur für das Chassis, also das Urereignis, benutze und die anderen Übergänge wieder als Resonanzerreger mit dichtem Energiegehalt sehe, steht das Ding, für mich, auf den Füßen.

        Das klingt alles ein wenig abgedreht, aber stimmt eigentlich ganz gut mir der Realität überein. Es ist aber eine Theorie, vieles in der Physik basiert auf Theorien. Aber so lange keiner noch etwas Dümmeres zuwege bringt, gehe ich so vor. Wenn es nur Quark ist, habe ich aber meine Gehirnzellen strapaziert und so der Alterdemenz wieder ein Schnippchen geschlagen.

        Vielleicht ist es ja etwas ganz anderes, so ein superhyperduperlautsprecherfluxgenerator nach Daniel Düsentrieb. Wenn dem so ist, baue ich einfach den. 🙂

        Bis denne

        KH

      • #24620

        JoKa

        Moin Hesse,

        gedanklich trenne ich die ACL-Themen immer, nämlich das Masse-Federsystem der aufeinanderfolgenden Kammern und die konstruktiv erzeugte Störung stehender Schallwellen bedingt durch die versetzten Kammerteiler. „Kannibalisierung von Schadereignissen“ hast Du das irgendwo oben mal genannt.

        In den ACL-Konstruktionen ist beides in enger Wechselwirkung verknüpft. Eigentlich interessiert mich persönlich aber mehr der zweite Effekt, nämlich ein Gehäuse, das konstruktiv so auf Energievernichtung getrimmt ist, dass jegliche Dämmung überflüssig wird. Es soll aber kein Kammersystem beinhalten, also mehrere Federsysteme innerhalb einer Box, sondern geht in meinen Gedanken eher in Richtung des ursprünglich sehr aufwendigen Verstrebungssystems der Duetta, das war vor ganz langer Zeit. Für den CT193 möchte ich demnächst mal so ein „gestörtes“ Gehäuse bauen.

        Das Charmante an den ACL-Konstrukten ist ja vor allem der erste Effekt, nämlich dass sie in zierlichen Standgehäusen auf kleiner Grundfläche und mit wenig Membranfläche zu erstaunlichem Tiefbass fähig sind, das ist hier schon ausführlich beschrieben. Bei 5-Zöllern hört es meiner Meinung nach aber auf. Eine SB23acl käme möglicherweise vom Volumen einer GranDuetta nahe, da würde ich doch eher über einen SB29 nachdenken.
        In der CT193-Standbox werde ich nach Eschborn das bisschen Sonofil mal entfernen. Funktioniert sicher auch ganz ohne Dämmung.
        Was mir hier ganz besonders gefällt ist Udo´s Idee, man könnte ja in den einzelnen Kammern mal eine Messreihe durchführen. Die Frequenzgangabfolge würde mich echt interessieren 🙂

        Viele Grüße,
        Jo

  • #24550

    derFiend

    Danke Martin! Ich kam grad nicht dazu, weil die c52ACL grad zum ersten mal laufen…
    Drum werd ich später mal meine Ergüsse dazu schreiben, und hoffe Udo kopiert auch seine Antworten dann hier rein 😉

    Da hat Hesse mal was interessantes gestartet, und vielleicht komm ich dann auch dahinter warum ich Udos ACL so mag.

  • #24552

    Sparky

    Guten Abend,

    hach, die SB12 ACL…..
    Meine persönliche Einstiegsdroge und für ihren Anwendungsfall noch immer so lieb gewonnen, dass sie gar zwischendurch in ein neues, wertigeres Gehäuse zog. Die mag ich, die geb ich nicht mehr her 🙂
    Natürlich, sie spielt nicht die tiefsten Register einer Orgel, auch geht sie bei all zu hohen Pegeln dazu über, zu verwaschen (die Physik lässt sich nicht betuppen halt)….
    Aber vorteilhaft nutzen 😉

    Bei einem Gespräch mit Udo fragte ich auch einst, wie das denn genau funktioniert.
    Das Fazit hätte Loriot mit “Eine Hausfrau hat das im Gefühl, wenn das Ei weich ist” betitelt.
    Manchmal kommt etwas sehr Gutes dabei raus, wenn man 80% Erfahrung und 20% Bauchgefühl mischt.
    Oder ist Bauchgefühl gleich Erfahrung? Egal, wie es genau funktioniert, mir gefällt es. Ich bin gespannt, welche Erkenntnisse dieser Thread hier dazu beitragen wird.

    Gruß,
    -Sparky

    • #24553

      geloescht

      Ganz einfach.

      Man liebt sie, weil´s ein geiler Lautsprecher ist.

      Sparky, der Kerl hat ein wenig Understatement betrieben. Junger Lümmel. 🙂

      Schmunzelnd. Hesse

  • #24554

    MartinK

    Ganz kurz möchte ich meine eigenen Erfahrungen mit der besonderen Linie einbringen. Teilweise nehme ich Bezug auf Bausätze aus Udos früherer Tätigkeit ohne sie näher zu bezeichnen.

    Inspiriert und fasziniert hatte mich Udos Aussage 2013 bei der Entwicklung eines Lautsprechers mit dem Dayton RS 100. Er schrieb: “…das ACL-Prinzip als noch völlig theorielose Bauweise….” Zitat ist aus dem Zusammenhang gerissen.
    Neugierig baute ich die Lautsprecher und höre sie seither fast täglich. Infizierung mit Breitbänder und ACL gelungen, tägliche Faszination garantiert. Ich nenne sie leibevoll meine “Pfosten”
    Später habe ich aus Bastellust eine vergrößerte Version gebaut. Zugrunde lag ein kleiner Zweiweger nach dem ACL-Prinzip. Dieser hatte als Einsteiger eine wahre klangliche Bombe gezündet. Meine Grundlage war ein Center mit gleicher Bestückung, aber 2 TMT. Ich übernahm die Originalabstimmung und verdoppelte das Ursprungsgehäuse indem ich für den 2. TMT eine separate Linie oben drauf setzte. Es entstanden 2 m hohe Spargel. Sie waren in Ingolstadt zu hören. Aktuell laufen U_Do 9 in ACL-Gehäuse zur vollsten Zfriedenheit wie man son schön sagt. Diese würde ich bezüglich der Detailtreue, der Auflösung und auch der unglaublichen Bassausbeute als Preis-Leistungssieger (Anwärter?) sehen. Im Magazin wurde auch schon eine Sb 24 ACL vorgestellt und derzeit ist eine Chorus 52 ACL in der Fertigstellung. Kann es kaum erwarten sie zu hören denn meine Erwartungen sind aufgrund der Erfahrungen mit Einsteigerbausätzen schon recht hoch.
    Das ACL-Prinzip scheint also nicht nur erfolgversprechend.
    Mein bisheriges Fazit ist:
    Die Auflösung leidet nicht solange die Schallwand noch zur Weiche passt, die Bassausbeute ist enorm, der Tiefgang völlig ausreichend und die Pegelfestigkeit sinkt nur wenig. Es lässt sich mit wenig Platzverbrauch ein sehr erwachsen klingender Lautsprecher bauen. Ich erntete einen ungläubigen Blick als ich die Frage meines Büronachbarn nach dem Subwoofer zu den kleinen Pfosten verneinte. Noch Fragen?
    In diesem Sinne: Frohes Bauen.
    Gruß
    Martin

    • #24556

      derFiend

      Also zur Chorus 52 ACL kann ich bisher folgendes sagen: funktioniert!
      Der Bass ist wie ich es bisher bei ACL ausführungen kannte.

      Hab ein bisschen mit der Dämmung experimentiert, und bin von anfangs 3x 20×60 cm Lagen hinter den Chassi auf eine Lage heruntergegangen. Das ganze braucht also wirklich extrem wenig Dämmung.

      Tatsächlich will ich mit näheren Ausführungen aber noch ein paar Tage warten denn erstaunlicherweise finde ich den Sprung von den SB´s auf die Eton Chorus doch heftiger als erwartet. Insbesondere die ganze HT/Mitte ist deutlich feinzeichnender/präsenter und mein Ohr braucht offensichtlich doch einige Zeit sich daran zu gewöhnen.

      • #24579

        geloescht

        Moin

        Fiend, welche SBs hattest Du und wie eingebaut.

        Für Input im Voraus gracias.

        Hesse

      • #24599

        derFiend

        12ACL und 417 beide 1:1 nach Udos Plänen…

        Übrigens hab ich heute mal die Reflexbretter verlängert. Vorher habe ich mit 135,5 mm2 gearbeitet, jetzt mit 82,7 mm2. Scheint dem Bass doch nochmal auf die Sprünge geholfen zu haben.
        Darüber hinaus bin ich auf die ursprünglichen 3 Lagen Dämmung zurück. Langsam nähere ich mich dem was ich mir vorgestellt hab.

        Und vielleicht gewöhn ich mich nach knapp über einem Tag langsam an den etwas direkteren Sound der Eton…

  • #24555

    geloescht

    Moin.

    Hallo, Martin. Freut mich, dass das ACL-Prinzip auch stille Verfechter hat. Bei dem Problem mit Kantenbeugungen kann man durchaus mal mit einer aufgesetzten Platte aus Acrylglas experimentieren. Hat bei der meinigen eine ganze Menge gebracht, da ich die Weiche aus der Blues-Box weiter verwendet habe. Zwar nicht kriegsentscheidend, aber bringt immer ein kleines bisschen.

    Aus Deinen Ausführungen ergibt sich scheinbar, dass das System ziemlich schmerzlos auf Veränderungen reagiert. Interessant.

    Schöne Kommunikation das.

    Hesse

  • #24557

    MartinK

    Ja, das Beibehalten der Weiche ist vermutlich nicht optimal. Bei beiden Eigenkonstrukten war ein kleiner Verlust bei der Räumlichkeit feststellbar. Ich nehme an, dass es daran liegt, dass meine Gehäuse in mindestens 1 Richtung weit höher sind als die Originalversion. Man stelle sich einen nach unten stark verlängerten Center vor.
    Der Unterschied ist bestimmt messbar. Der Gewinn im Gesamten Klang überwiegt jedoch.
    Gruß Martin

  • #24578

    geloescht

    Moin.

    Hier der zweite Beitrag aus den Kommentaren zur 12 ACL. Mittlerweile kann das Prinzip auch berechnet werden, führt aber hier zu weit.

    Joka, die Wahl der Gehäusegröße habe ich in etwa dort getroffen, wo der Lautsprecher deutlich unter die Freiluftresonanz geht. Die Betrachtung des Gesamtgehäuses mit 20,5 lit. ergibt die abenteuerliche Resonanzfrequenz von knapp über 33 Hz. Normalerweise nogo, auch, da die Grenzfrequenz bei 96 Hz. liegt (-3dB), mit zuerst langsamem und dann steilem Abfall bis auf -7 dB. bei 33 Hz. Bei der Bluesbox lag die bei rund 45 Hz., also auch schon tief, aber das hier ist eine andere Nummer. Auch ist die Sprungantwort wäre nicht mehr ganz so amüsant, also mieses Impulsverhalten. Chassisgefährdung durch hohe Auslenkung.

    Bei der TQWT z. B. werkeln die Chassis auch oft in Bereichen herum die fast Schmerzen bereiten, warum sollte das nicht auch in Krefeld unter dem Patriachat aus Bochum funktionieren? Das Quasi 4-Kammer-Lautsprecherchen hat ein ganz anderes Resonanzverhalten als eine “richtige” Box. Die Schallimpulse kaskadieren vermutlich durch die verschiedenen Zonen, jede Kammer ist ein eigenes Feder-Masse-System, der Gesamtlautsprecher zerfällt praktisch in vier Einzelteile. Das scheint der Schlüssel. Die endgültige Entscheidung fällt im Bereich der Beruhigung des ganzen Geschehens. Die beruht zum einen auf der intelligenten Größe und Lage der Trennbrettchen, die ja das Schallsignal in verschiedene Lauflängen zerlegen und somit zur teilweisen Vernichtung des Schadschalles beitragen. Ob eine Schrägstellung etwas bringt, teste ich aus.

    Die Senke im Frequenzgang füllt sich auf, das ist hör- und messbar. Bei eingespieltem Sinus konnte man 35 Hz. ziemlich uneingeschränkt vernehmen. Messungen kriege ich Anfang Januar, die werden aber sicher nicht viel anders aussehen. Das wäre dann schon mal was. Jetzt den 23er in eine ACL ……. Kopfkino wieder aus.

    Udo hat ja schon eine grobe Berechnungsvorgabe gemacht, die ist auch nachvollziehbar. Ich habe mir die Mühe gemacht, ein vierfaches Schwingungssystem durchzurechnen, die Überlappungen der Trennbrettchen sind aber dafür eine Voraussetzung. Wenn man diese Überlappungszone z. B. als Bassreflexöffnung betrachtet, kann man durch Änderung der Parameter dort, Stück für Stück ein sehr exaktes Berechnungsmodell erarbeiten. Trotzdem ist das alles Theorie, wie alle Lautsprecherbauten. Man kommt um versuchen nicht umhin, aber die räumliche Verteilung der Brettchen kann man im Verhältnis von der 12 ACL übernehmen. Die Überlappung nicht zu knapp wählen.

    Der Grundquerschnitt ist vermutlich nicht so entscheidend. Aber nicht quadratisch bauen, Seitenverhältnis mindestens 1:1,5

    Ich gehe davon aus, das es mehrere hintereinander geschaltete Helmholtz-Resonatoren sind und die kriegt man in den Griff, es lohnt sich auf jeden Fall und macht außerdem noch eine Menge Spass. Joka, wir können auch gerne mal telefonieren. Tel-Nummern tauschen wir per PN.

    Die Grundlage ist zwar nicht neu, aber die Abstrahlung von richtig Bass unterhalb der Freiluftresonanz ist schon witzig.

    KH

    • #24581

      derFiend

      “Der Grundquerschnitt ist vermutlich nicht so entscheidend. Aber nicht quadratisch bauen, Seitenverhältnis mindestens 1:1,5”

      Hab jetzt nicht extra nochmal nachgeschaut, aber ist der Grundquerschnitt der 12ACL nicht quadratisch?

      • #24598

        geloescht

        Moin, mein lieber Fiend.

        Ich hatte oben eine Frage gestellt, die hätte ich zuvor gerne beantwortet.

        Hesse

      • #24600

        derFiend

        … nicht gesehen

      • #24614

        geloescht

        Moin, Fiend.

        Bei einem quadratischen Gehäuse haben wir immer das Problem, dass in beide Richtungen dieselbe Resonanzfrequenz ansteht. Das kann natürlich in einem Bereich zur doppelten Negativdröhnung führen, die sich bei asymetrischen Gehäusen auf einen größeren Bereich verteilen. Es ist ja bekannt, dass ich mich gerne an Parametern orientiere, die in der Natur vorkommen, das hat sich schon einige Male als vorteilhaft erwiesen. Thema goldener Schnitt.

        Bei der 12 ACL und spargelartigen Charakter ist das aber nicht sehr ausgeprägt, dafür ist das Ding einfach zu klein. Ich hatte sie aber 8 x 12,5 cm. gebaut.

        Hesse

      • #24615

        derFiend

        Moin Hesse,

        ich frage deshalb so interessiert, weil ich auch die Chorus 52 ACL quadratisch aufgebaut habe, mit einer 17x17cm Grundfläche und eben wissen wollte wo du da die Probleme siehst. Vermutlich werde ich noch zumindest ein weiteres Gehäuse bauen, bevor ich zum finalen Gehäuse übergehe, da kann ich das eventuell verifizieren. Obwohl ich am ACL gerade gut finde das sie keine so große Tiefe benötigen.

        Mal sehen, gestern Abend war ich zum ersten mal recht zufrieden mit dem neuen Lautsprecher 😉

      • #24690

        derFiend

        Also nach knapp 3 Tagen kann ich sagen, das sich mein Gehör als auch der Lautsprecher eingespielt haben. Nähere mich großer Zufriedenheit mit der C52ACL, und auch mein Bruder, inzwischen Besitzer der Verflossenen 417 hat mir den guten Sound der C52 attestiert, also kanns nicht nur am reinen “willen” liegen 😉

  • #24612

    kruegchen

    Hm, ich finde das Thema ja recht interessant. Ich habe ja zum experimentieren noch meine alte Elip2. Ist ja auch eine Entwicklung von Udo, wenn auch diese nicht mehr angeboten werden kann. Daraus kann doch bestimmt zu Versuchszwecken auch eine ALC Lösung getestet werden. Diese Erkenntnisse könnten dann auf einige von Udo´s neuen Bausätzen übertragen werden? Meine Nachbarn möchten ja auch noch Lautsprecher. Die wollen/dürfen keine zu großen Gehäuse hinstellen. Aber Tiefbass wollen sie alle haben. Das wäre doch die Lösung für ihre Wünsche oder bin ich auf dem Holzweg?

    Grüße Sven

    • #24616

      derFiend

      Da biste mit ACL genau richtig. Wobei sich halt nicht alle Lautsprecher für das Prinzip eignen. Vor meinem jetztigen Bauprojekt lag ich Udo ständig in den Ohren welche Lautsprecher denn mit ACL funktionieren. Die Tendenz war: je größer das Basschassi desto eher geht es nicht, bzw. lohnt es nicht, weil gegenüber dem ursprünglichen Bauvorschlag kein Zugewinn an Tiefbass zu erwarten ist.

      Gerade die SB12 ACL find ich aber einen super Lautsprecher für Mietwohnungen. Bis etwa 25qm Raum kann man problemlos in normaler bis leicht gehobener Zimmerlautstärke hören. Mehr gibt das Ding aber auch nicht her. Der Bass stimmt dafür über alle Lautstärken hinweg, von leise bis Zimmerlautstärke,
      und ist über die Wandnähe prima zu regulieren.

  • #24619

    kruegchen

    Das nicht alle Lautsprecher dafür sinnvoll sind, habe ich mir schon gedacht. Die Volumina werden dann auch wieder zu groß. Da wäre die Frage bis zu welcher Lautsprechergröße das Prinzip einsetzbar ist? Geht es nur mit 2-Wege oder auch mit 3-Wege Konstruktionen?

    Grüße

    • #24621

      derFiend

      Ich sag es mal so: meines Wissens nach sind bisher alle ACL Versionen 2 Weger. Ob das bei einem 3 Weger sinnvoll ist hmm… im Kern haste dann ja ein dediziertes Chassi für den Bass, und musst den Tiefbass nicht “künstlich” herstellen.

      Zumal hier auch Membranfläche und der Grundanspruch “geringes Volumen” diametral entgegen stehen.

      • #24632

        kruegchen

        Stimmt schon, 3-Weg wäre auch Quark für diese Prinzip. Das wird viel zu groß. Na ich bin mal gespannt, was so alles für Erkenntnisse und Erfahrungen in Zukunft, zusammengetragen werden.

    • #24625

      Matthias (DA)

      Moin,
      Hach welch verwegene Gedanken, ne 360 Liter Duetta die auf 15 Hz runter spielt?
      Das wäre doch mal ein herrlicher Neujahrsvorsatz. Wahlweise auch auf 3 Monate nach dem nationalen Katertag verschieben, pünktlich zum 1.
      😉
      Matthias

  • #24688

    geloescht

    Moin.

    Danke JoKa, Fiend und Matthias für die rege Teilnahme.

    Um das noch einmal ganz deutlich zu sagen: Das Prinzip hat keine Entsprechung, die Tiefbasseigenschaften liegen weit jenseits dessen, was in der reinen Lehre beschrieben ist. Immer auf Passivlautsprecher bezogen. Ich war heute schon wieder im Baumarkt und habe einen Stapel Bretter schneiden lassen, um über Weihnachten ein einfach zu handhabendes Testgehäuse zu bauen. Da wird dann mit den Übergängen der einzelnen Kammern experimentiert, bis der Arzt kommt.

    21,8 Liter, vorgesehene untere Grenzfrequenz ca. 33 Hz. Das ist schon einmal eine Ansage für einen 15 cm. -Lautsprecher.

    So wie sich das Ganze jetzt darstellt, kann man wirklich die Parameter der Chassis soweit manipulieren, ohne in dem Gerät selbst irgend etwas zu verändern, dass man, je nach Wunsch “weich, aber sauber” bis “analytisch derb” abstimmen kann. Wichtig ist nur die Resonanzarmut des Gehäuses, die auch schon durch das Gehäuse zu einem Gutteil erledigt wird, den Rest erledigt eine Manipulation, die wir zur Zeit testen.

    Aber warum nur Zweiweger und kleine Chassis? Prinzipiell geht das mit jedem Lautsprecher. Aber ob man einen Eton-oder SB Großrundling unbedingt auf unter 16 bHz. prügeln muss? Da beginnt dann die Waffenscheinpflicht und die fahrlässige Körperverletzung. Dreiweger sind gar nicht dumm, da kann dann noch mehr im Mittel-Hochtonbereich gefeilt werden. Also, warum kein Dreiwegerich?

    Die Einzelübergänge interessieren mich im Vorfeld noch nicht, für mich ist erst einmal wichtig, dass das System als Ganzes funktionsfähig und greifbar ist. Dass schon bei dem SB 15 die abenteuerliche Grenzfrequenz erreicht wird, ist bestätigt. Darauf baue ich auf.

    Aber auf die 300irgendwas Liter muss man da gar nicht gehen. Je tiefer die Freiluftresonanz eines Lautsprechers ist, umso weniger mehr an Volumen brauche ich. Ich denke, für den HEX 11 reichen rund 200 Liter. – Matthias, bitte Füße still halten -. 🙂

    Aber richtig ist, dass den meisten Charme die Idee hat, kleinere Chassis bis 20 cm. vielleicht, sauber in Tiefbassregionen zu bringen, von denen viele Lautsprecheranbieter in ihren schlimmsten Alpträumen verfolgt werden. Das hat nämlich keiner der Großkopferten und das ist der Charme des Selbstbaus.

    Oh, hoffentlich lesen die Spezeln von den Firmen XXXXXXXXX und YYYYYYYY nicht mit, sie könnten vielleicht mit ihren Entwicklern grantig sein.

    Hesse.

  • #24702

    Stefan

    Ich lese interessiert mit, verspüre die Euphorie und habe Lust mitzumachen, aber insgesamt versteh ich leider nur Bahnhof.
    Mathematisch bin ich ne Null, aber logisch ganz passabel. Ausserdem bin ich Spezialist für Prozess-simulationen. (Eigentlich Geschäftsprozesse, aber das lässt sich leicht auch auf physikalische Zusammenhänge adaptieren)
    Und ich frag mich die ganze Zeit, ob ich nicht mit meinen Simulationswerkzeugen die Abhängigkeiten grafisch abbilden, mit dem Rechenwerk hinterlegen, und simulieren kann.
    Aber dazu müsste ich die a. die Parameter verstehen und b. die Wechselwirkungen modellieren können.

    Gibt es schon irgendwelche grafische Aufarbeitung des ACL Systems? Also nicht die Boxenskizzen, sondern eine Grafik, die versucht die Wechselwirkungen zu beschreiben? Ja, ich weiß, dass es bisher kaum mehr als Theorien dazu gibt, aber es ist ja wie so oft: Hypothese aufstellen, Testen, anpassen usw.
    Da liegt noch ein Stück Weg vor uns…

    Immer weiter so, Stefan 🙂

    • #24703

      derFiend

      “Ich lese interessiert mit, verspüre die Euphorie und habe Lust mitzumachen, aber insgesamt versteh ich leider nur Bahnhof.
      Mathematisch bin ich ne Null, aber logisch ganz passabel.”

      Geht mir absolut genauso. Ich bin, zumindest hinsichtlich des LS Bau, da einfach mehr von der Sorte “Trial and Error”. Ich weiss, das ACL Prinzip funktioniert, und ich versuche an meinem Lautsprecher durch ausprobieren einfach das, für mich, beste herauszubekommen.
      Der zufällig während des Baus hier entstandene Thread hilft mir dabei aber enorm gewisse abwandlungen und andere Überlegungen anzugehen, was man noch testen könnte.

      Generell aber, so scheint mir, ist das ACL Prinzip recht robust. Im Gegensatz zu den bisher realisierten Lautsprechern wie der 12ACL, 24ACL und der U_DO 1 und 9 habe ich die einzelnen Kammern mit recht kurzen Abständen realisiert (15cm untereinander, statt z.B. 24 oder 22). Wie mir Udo mal in einer Mail verriet, ist wohl primär das oberste Reflexbrett entscheidend.
      Das konnte ich verifizieren, in dem ich den Duchlass aus der obersten Kammer hinter den Chassi zur darauf folgenden im Durchlass immer weiter vengt habe.

      Von den anfänglichen 135mm2 hin zu den 83mm2 jetzt war ein deutlicher Zugewinn im Tiefbass zu vernehmen.

      Interessant fände ich zu wissen, hinsichtlich welcher Chassigrößen das ganze Prinzip sein Ende findet. Wäre z.B. eine SB18 auch als ACL denkbar? Ab wann lohnt das hinsichtlich des Tiefbass zugwinns nicht mehr, im Verhältnis zu einem “normalen” Standlautsprecher?

  • #24704

    MartinK

    Hallo Georg. Um mit den 8″ Gradient einen deutlich hörbaren Zugewinn an wirklichem Tiefbass zu bekommen, habe ich von 20 l je Chassis geschlossen auf 60 laufen je Chassis mit BR erhöhen müssen. Kommt richtig gut. Allerdings ist auch der von Hesse beschriebene Effekt mit leichter SchwAmmigkeit eingetreten. Das nehme ich aber in Kauf.
    Insofern gilt für ACL vermutlich auch nur die Baugröße als Grenze.
    Gruß Martin

  • #24707

    Udo Wohlgemuth
    Keymaster

    Hallo Jungs,

    um auch einmal dem ACL einen praktischen Sinn zu geben, müssen wir überlegen, was das Prinzip bewirken soll. Nun, einem kleinen Chassis soll mehr Tiefgang angezüchtet werden, damit wir auch daraus nahezu vollwertig Musik hören können. Die sinnvolle Grenze liegt bei grob 40 – 45 Hz, darunter sind kaum mehr Grundtöne aus natürlichen Instrumenten vorhanden. Ein 12 oder 15 cm Chassis hat meist eine Resonanzfrequenz um 60 Hz (+/- 5 Hz), wir müssen seinen Frequenzgang also nach unten ausdehnen. Notgedrungen geht das auf Kosten der erforderlichen Baugröße, der Belastbarkeit und des daraus resultierenden Pegels. Dabei darf die Rückstellkraft durch die Luftfeder im Gehäuse nicht außer Acht gelassen werden, damit der Treiber nicht anschlägt. Wir müssen also einige Kompromisse eingehen, die bei kleinen Bässen sicher noch vertretbar sind. Wird die “natürliche” Grenze von 40 Hz vom Chassis auch ohne sportliche Anstrengungen erreicht, erübrigt sich für mich die Frage nach ACL schon bei 17ern, zumal ich die Box dafür auf das vierfache Volumen aufblasen muss.

    Gruß Udo

    PS: Um eine belastbare Theorie für ein (scheinbar) funktionierendes Prinzip zu finden, reicht Nachdenken allein nicht aus. Tausende Messungen mit dokumentierten Veränderungen des Aufbaus sind eine Fleißarbeit, die erst einmal für das Verständnis der Vorgänge nötig ist. Ohne die Klärung der Frage, wie die zweite bis vierte Kammer in Schwung gebracht werden, ob nicht vielleicht auch drei reichen oder acht besser sind, geht es eher nicht weiter.

    • #24712

      derFiend

      Hallo,

      danke erstmal für deine Erfahrungen Martin und deine erhellenden Worte Udo.
      Damit lässt sich von aussen besser beurteilen wo das ganze überhaupt Sinn macht und wo nicht.

      Im Verhältnis von 12ACL zur 52ACL ist auch mir aufgefallen das der Bass nicht mehr ganz so straff ist, wie noch bei der 12er, was mir eigentlich ausgemacht gut gefallen hat. Evtl. lässt sich da mit der Verlängerung aller 3 Reflexbretter, respektive der Kanalverengung noch was machen. Das kann ich dann aber leider erst beim nächsten Gehäuse erproben.

  • #24721

    geloescht

    Moin.

    Udo hat in einem völlig recht. Tiefstbass ist nicht alles, eher ein Phänomen für die Bedürfnisse von Bassfanatikern. Eine Box, die eine Grenzfrequenz von 40 Hz. hat, muss nicht schlechter klingen als eine mit 25 Hz.

    Die Lautsprecherbranche ist wenig innovativ und macht seit Jahrzehnten kleine Evolutionsschritte in Sachen Verbesserung der Magnete, Luftspalttechnik, Membranmaterial und der ganzen Gimmicks noch. Wir sehen ja gerade hier im Forum, dass meistens nur um des Kaisers Bart dikutiert wird. Ob jetzt die Membran aus Plastik oder Pappe ist, ob jetzt der oder der Hochtöner denn das non plus Ultra darstellt. Alles Fragen, die eigentlich nur individuell eine Rolle spielen. Diese Fragen werden aber zur Zeit anderswo auch völlig neu gestellt, die Karten neu gemischt.

    Daher macht es mir auch keinen Kopf, ob SB jetzt mit SauBlöd oder Eton mit “Einer tönt ohne Nachteile” interpretiert wird.

    Lautsprecherbau ist auch nicht das dominierende Thema in der Akustik, der Resonanz- oder Schwingungs lehre

    Einen wirklichen Schritt nach vorne hat es aber seit langer Zeit nicht gegeben. Man plant ein Gehäuse als Horn, Bassreflex, geschlossen oder als Transmissionline mit dem oder dem Material. Das ist alles erforscht, Thiele Smalll und die anderen Verdächtigen haben die mathematisch/ physikalische Grundlage dafür geschaffen. Nichts dagegen. Lautsprecher gebaut, Löcher hineingeschnitten oder gefräst, Lautsprecher eingeschraubt, Weiche angeschlossen und das Ding klingt. Mehr oder weniger gut. Natürlich spielt die Weiche eine besondere Rolle.

    In den letzten, wenigen Jahrzehnten Forschungsergebnisse auf ganz anderen Gebieten gegeben, die für uns durchaus relevant sind. So hat man z. B. die menschliche Stimmbildung Stück für Stück entschlüsselt, verwunderlicherweise erst ab den 70ern des letzten Jahrhunderts. Auch auf dem Gebiet der technischen Mechanik sind durch die verstärkte Einsatzmöglichkeiten des finiten Rechnens erhebliche Fortschritte erzielt worden.

    Also kann man durchaus auch einmal über den Tellerrand schauen und versuchen, Probleme interdisziplinär anzugehen, wenn die bekannten fachspezifischen Mittel nicht mehr reichen. Ich fange jetzt hier auch keine theoretische Diskussion an, da der Kenntnisstand einfach zu verschieden ist, ich möchte mich nicht ein weiteres mal zum Forumsclown machen.

    Aber eines kann ich jetzt schon sagen: Alles ist erklärbar, die Möglichkeiten der kaskadierenden Schallenergie scheinen erheblicher Natur zu sein. Da spielt die Gehäusegröße und deren Erhöhung nur bei kleinen Chassis mit hoher Eigenresonanz eine bedeutende Rolle. Bei Chassis mit 25 Hz. Eigenresonanz ist das Volumemproblem ein deutlich Kleineres. Dem Gehäuse ist es auf jeden Fall wurst, ob die anregende Energie aus 12, 15 oder 30 cm. großen Rundlingen kommt.

    Spekulationen helfen aber nicht weiter, solange sie nicht durch handfeste Fakten unterlegt sind. Der Fiend ist da schon auf der richtigen Spur. Die Theorie und Berechnungen mit gerichtsfesten Messungen und Beweisen zu belegen, wird ab März mein Restjahreshobby werden. Ein weiteres Jahr ohne Demenz erscheint sicher.

    In diesem Sinne, bleibt sauber

    Hesse

  • #27027

    Nomisdra

    Hallo “ACL-Forschungsgruppe”,

    ich lese seit vielen Jahren interessiert mit und habe auch schon den ein oder anderen Bausatz von Udo in entsprechende Gehäuse gepflanzt. Das Thema ACL reizt mich sehr. Aufgrund fehlender Fähigkeiten das Prizip ACL theoretisch zu verstehen, habe ich mir ein Testgehäuse für meine SB 15 Bluesbox gebaut. Hierfür habe ich das Volumen und die inneren “Reflexöffnungen” (76,5cm²) der Symphonie 5 ACL übernommen und etwas in den Maßen geändert. Meine sind jetzt 1040mm hoch, 190mm breit und 240mm tief bei 19mm Plattenmaterial. Als Bassreflex dient ein 100mm lange DN 70 HT-Rohr.
    Der Klang beeindruckt mich schon sehr, dennoch ist die Frage nicht aus meinem Kopf zu bekommen, ob noch mehr heraus zu holen ist. Hat jemand schon ähnliche Testaufbauten gemacht oder die Theorie weiter durchdrungen, um hierzu Aussagen zu machen?

    Ich freue mich auf Rückmeldung und Anregungen.

    Simon

    • #27029

      derFiend

      Hallo Simon,

      erscheint alles ganz schlüssig, nur bei der Länge deines HT Rohres bin ich mir nicht ganz schlüssig. Ich denke das ACL Prinzip hängt schon viel vom simplen ausprobieren ab. Insbesondere die Reflexöffnungen scheinen hier bei allen bauten in Relation zur Chassifläche unterschiedlich zu sein.

      Laut Udos Aussage ist primär die erste Reflexöffnung unterhalb der Chassi von entscheidender Bedeutung. Hier hast du also letztlich zwei Parameter die Du relativ problemlos ausprobieren kannst: HT Rohr Länge und die Reflexöffnung.

      Ich hab die Reflexöffnung bei meinem ACL Bau erstmal groß geplant, und dann mit dem einkleben von Holzstücken immer weiter verschlossen, bis ich bei meinem akustischen optimum gelandet bin.

      Wir freuen uns aber alle über Deine Erkenntnisse hier 😉

      Georg

  • #31639

    Gipsohr

    Unwissenheit ist ein Segen“ sagt mein Kumpel seit er bei Udo war😁.
    Seitdem habe ich ihm die SB36 gebaut. Und er hat Recht. „Leider“ hatte ich diese Box jüngst 3 Wochen vor der Auslieferung funktionierend in meinem 14qm Musikkeller. Was ich an meinen Bluesboxen bisher nicht vermisste war Bass! „ Unwissenheit…“ naja ihr wisst schon.

    Alte Gehäuse einer Fast, über Klangqualität und Marke schweige ich mich aus, hatte ich noch. Mal nachrechnen…geht! 5 Brettchen und ich habe 4 passende Kammern und Kanalquerschnitt der Chorus 51ACL. Auch das BR-Rohr passt.

    Bilder und weiteres wird folgen

  • #31814

    MartinK

    Hallo Simon. Bist Du schon weiter gekommen? Nur so als Anregung: Auf Grundlage der SB 12 ACL könntest Du mit der 15er vermutlich auch ein Stück weiter kommen. Ich würde die Volumina anhand der Membranflächen hochrechnen und schon ein gutes Ergebnis erwarten. Auch wenn es manchem als Bauernmethode vorkommen mag.
    Gruß Martin

  • #36245

    Florian

    Hallo zusammen,

    ich hatte eine SB 15 STC “übrig” und noch nichts für Samstag Nachmittag geplant. Weil die Box für mein Wohnzimmer zu klein ist fand ich die Idee nicht schlecht ein ACL Gehäuse dafür zu bauen.

    Ich hab mir alle möglichen Maße, Volumina und Querschnitte der SB 12 ACL, SB 24 ACL und SB 30 ACL vorgenommen um durch skalieren auf einen sinnnvollen Startpunkt für eine SB 15 ACL zu kommen. Nachdem ich damit gescheitert bin, weil ich keine Zusammenhänge gefunden habe ist mir aufgefalle, dass im RoYo Projekt für die SB 30 ACL die Maße der Chorus 52 ACL angezogen wurden. Warum also nicht die Chorus 51 ACL zu einer SB 15 ACL machen? Versuchen kann man es ja mal, also einen paar 18mm OSB Platten und 2 HT Rohre gekauft und losgelegt.

    Trotz ein paar Missgeschicken (Durchmesser der Fräsungen…) erklangen nach 4,5h die ersten Töne.

    Als Reflexrohr hab ich ein 50er HT Rohr mit 100mm Länge verwendet. Zum Testen hab ich auch andere Längen eingesetzt, bin aber letztlich wieder ei 100mm gelandet. Wird es kürzer stört recht schnell eine Überhöhung im oberen Bassbereich, 20mm länger und der Bass stirbt zu schnell ab. (Übrigens: Wenn ich das möglichst gewinnbringend verkaufen müsste, würde ich das Reflexrohr rausnehmen. Bei aktuell kursierender Populärmusik fällt die krasse Überhöhung dann eh nicht auf und es ‘knallt’ einfach nur. Beim rausnehmen der Rohre fällt alleine schon optisch die plötzlich viel größere Auslenkung der Chassis auf.)

    Ohne irgendwas gemessen zu haben muss ich sagen: Der Klang ist beeindruckend. Es geht viel weiter runter. Bei Orgelmusik war ich überrascht, welche Töne tatsächlich noch hörbar sind. Als Test eigenen sich gewisse Aufnahmen besonders gut, weil einige Pedalregister wenig Obertöne haben und einfach “verschwinden”, wenn die Box es nicht wiedergeben kann. Im Gegensatz zu obertonreichen Instrumenten, wo der Kopf den Rest einfach dazubastelt. Am schönsten aber sind aber Aufnahmen von Gitarre, Gesang+Gitarre/Kleine Bands oder Acappela.

    An den Öffnungen zwischen den Kammern habe ich bisher nichts geändert. Finde ich aber auch nicht unproblematisch, da mir ein Vergleich mit recht großen zeitlichen Abständen (Einkleben von Brettchen) schwer fällt. Vielleicht versuche ich noch das 70er HT Rohr, wobei mir das Experiment mit der Länge gezeigt hat, dass das Gehäuse wohl mit der initialen Abstimmung am besten gefällt.

    @Simon/Gipsohr: Wie sieht es mit euren Versuchen aus? Wäre sehr an euren Ergebnissen interessiert.

    Viele Grüße

    Florian

     

  • #36249

    Yoga

    Guten Abend Florian,

    das acl System hat mich wirklich beeindruckt. Die SB30 ACL ist für mich ein klasse Lautsprecher. So kann ich auch Deine Einschätzung der Qualitäten der SB15 ACL absolut verstehen.

    Trockener Bass und klare transparente Höhen. Eine tolle Bühne und gute Dynamik. Was brauch man mehr.

    Ich werde mir jetzt mal die SB30acl mit dem SB29 Ringdome vornehmen und mit Rogers Version vergleichen.

    Wie sang schon Pink Floyd: the Show must Go on

    keep you informed

    yoga

     

  • #36264

    LianenSchwinger

    Hallo,

    zu meiner Person muss ich sagen, dass ich absoluter Newbie im LS-Bau bin. Bisher nur die Mona Sat und MiniACL umgesetzt.

    ich spiele mit dem Gedanken mir die SB24 ACL zu bauen als Einstieg in audiophile Stereoklänge und Grundstock für mein 5.1 Heimkino (später noch SB 24 ADM als Center und SB12 6l ADW als Rear). An diesem Punkt habe ich auch viele, wirklich viele Artikel der einzelnen ACL Bauten gelesen. Hier natürlich auch im Besonderen den der Chorus 51 ACL. Diesen Artikel nehme ich mal, als für mich begreifbaren Grundlagenartikel, da hier Faustregeln zur Konstruktion von Udo mitgegeben werden.

    1. Kammerdurchlaß 80% der Membranfläche
    2. Volumen der unteren 3 Kammern = 2 * Volumen 1. Kammer
    3. Volumina der 3 unteren Kammern in etwa gleich groß
    4. Volumen obere Kammer ca. 10% kleiner als äquivalente Bassreflexbox

    Diese Faustregeln werden bei der Chorus 51 auch eingehalten.

    Jetzt habe ich natürlich auch den Bericht der SB12 ACL, die ja als Grundlage bei einigen andern ACL Varianten einfach ungrechnet wurde, analysiert. Hierbei fällt es mir schwer die obigen 3 Faustregeln herauszulesen. Der Kammerdurchlaß ist mit 78cm^2 ca. 56% größer als die Membranfläche von 50cm^2, das Volumen der unteren Kammern entspricht ca. dem 3,4 fachen der oberen Kammer und die Volumina der unteren Kammern sind mit nichten gleich groß.

    Der Aufbau der SB24 ACL soll ja laut Ralph eine einfache Umrechnung der SB12 ACL sein (doppeltes Volumen usw.) . Hier stimmt das Voluminaverhältnis aber der Kammerdurchlaß ist auch hier ca. 32% größer (2x50cm^2 zu 132,6cm^2). Die Kammern sind auch deutlich unterschiedlich zueinander (240/240/194).

    Lange Rede und kurzes Anliegen. Ich würde gern die SB24 ACL nach den Udo’schen Faustregeln aufbauen. Mit welchem Volumen für die obere Kammer müsste ich hier starten? Nach Internetrechner (Fs=55Hz/VAS=5.6l/Qts=0.4 Daten von SB Acoustics) ohne korrigierter Qts ergibt sich für ein Chassis 5,3l somit 10,6l für 2 Chassis und entsprechend Regel 4 ca. 9,54l Volumen.
    Als Kammerdurchlaß würde ich 2x50cm^2 * 80% = 80cm^2 nehmen und die unteren 3 Kammern wirklich dritteln. Einzig das BR-Rohr wirft noch Fragen auf. 🙂
    Wenn ich es richtig verstanden habe kann ich die Weiche der SB24 ADW 1:1 übernehmen.

    Was haltet ihr von dem Ansatz bzw. meinen Ausführungen? Habe ich Denkfehler oder Fehlinterpretationen?

     

    Danke fürs lesen und Gruß

    Jörg

    • #36267

      derFiend

      Gewisse Unterschiede lassen sich dadurch erklären das die SB12 ACL Udos erste Konstruktion nach ACL war, und er sich bei der 51 ACL nochmal damit beschäftigt hat und einige Sachen konkretisiert hat.

      Generell ist das ACL Prinzip aber weniger auf Exaktheit angewiesen als man vermuten könnte. Deine Zusammenfassung kommt aber gut hin, und wird eine funktionierende ACL Box ergeben!

      Meine Erfahrung ist, das die Kammereinteilung der 3 Kammern nicht so irre wichtig ist. Das Volumen zu dritteln funktioniert problemlos, bei meiner 52 ACL ist das letzte Volumen aber größer als das derjenigen davor und es macht keinen großen Unterschied.

      Wichtig ist primär das oberste Reflexbrett unterhalb der LS Chassi, denn das bestimmt die Rückstellkraft im oberen Gehäusevolumen. Man kann hier auch problemlos experimentieren und mit 80% der Membranfläche der BMT (der HT zählt nicht dazu!) (und bitte darauf achten wie die Membranfläche gemessen wird) beginnen, und sie nachträglich verschließen. Ich persönlich habe meist etwa 60-70% der Membranfläche als Durchlass genommen. Ich bilde mir ein das die Chassi so weniger Auslenken und mehr Dynamik in´s Spiel kommt (kann auch Einbildung sein, aber ich bin zufrieden).

      Auch das Gesamtvolumen des LS ist für das grundsätzliche Funktionieren des LS relativ tolerant. Die C52 ACL hab ich erst mit 30L gebaut, und etwas stärker bedämpft. Später dann mit 35L und weniger bedämpft. Ein direkter Vergleich ist da schwer möglich gewesen, aber die 35L sind wohl besser. Wenn ich es richtig im Kopf habe, ist das etwas mehr als das doppelte Volumen der C52.

      Also nicht abschrecken lassen, und nicht versuchen eine genaue Mathematik draus zu machen 😉 Der Bauvorschlag zur SB24 ACL wird passen, es wird aber auch so wie von dir berechnet funktionieren.

  • #36268

    Udo Wohlgemuth
    Keymaster

    … oder du baust einfach nach der Zeichnung im Bericht zur SB 24 ACL MK2.

    Gruß Udo

    • #36278

      LianenSchwinger

      Hallo Udo,

      das einfache liegt manchmal so nah. Oder wie der Volksmund sagt… ich seh den Wald vor lauter Bäumen nicht.
      Wenn ich die SB24 ACL MK2 auf Deine Faustformeln abklapper liegt der Kammerdurchlaß bei ca. 91% der Gesamtmembranfläche von 100cm^2 und das Volumenverhältnis zwischen oberer und unteren Kammern bei 1,68. Die unteren 3 Kammern sind exakt gleich groß.

      Gehört hier jetzt nicht unbedingt rein aber die SB24 ACL soll ja als Grundstock für mein 5.1 Heimkino dienen mit der SB 24 ADM als Center und SB12 6l ADW als Rear. Was ich nicht bedacht habe ist, dass die LS unterschiedliche Ohm Werte haben so müssten die beiden SB24 8 Ohm und die SB12 4 Ohm haben. Ist das von Relevanz (Verstärker)? Unterscheiden sich die Charakteristika der 4 Ohm Chassis von den der 8 Ohm Varianten?

      Gruß
      Jörg

      • #36282

        Hesse

        Hallo, Jörg.

        Ich würde mir da keinen Kopp machen. Druckbasierte Line- und Mehrkammergehäuse reagieren auf Änderungen der Parameter und der geometrischen Dimensionen recht geschmeidig. Es gibt mittlerweile Transmissionlines, Voigt-Pipes mit Urenkel TQWT und Hörner, die mit der ursprünglichen “Reinen Lehre” in keiner Weise übereinstimmen. Alles funktioniert und keiner weiß warum.

        In manchen Foren werden ja die aufwändigsten Simulationen nach Martin King gefahren, man munkelt, dass jetzt die Resonanz eines Pupses der südjapanischen Springmaus im Viertelwellenrohr untersucht und simuliert werden soll. (Spässle) Man kommt aber irgendwie auch nicht so richtig weiter.

        4-Ohm-Lautsprecher erzeugen 3 dB. mehr Schalldruck als 8-Ohm-Lautsprecher, die Parallelschaltung zweier 8-Öhmer hebt den Nachteil auf. Für einen vernünftigen Verstärker sollten 4 Ohm kein Problem sein. Die Hersteller geben zwar immer die 8-Ohm-Grenze an, aber nur, um im Falle der Garantie die Schuld bei dem Anwender zu orten.

        Bau das Ding nach den Vorgaben, Udo wird sich da schon etwas dabei gedacht und auch seinen Messschnorchel davor gehalten haben.

        Hesse

  • #36269

    Hesse

    Moin.

    Bin gerade auf das spannende Thema gestoßen. Damals, im Dezember 2017, zwischen zwei Druckschüben in den alten Gehirwindungen und kurz vor dem Rollstuhl. Naja, Schnee von gestern, vielleicht sogar verschüttete Milch.

    Wollte mich nur mal kurz bei Euch alten Recken melden und schauen, wieviel Leichen es denn in den Diskussionen der Fraktionen gegeben hat. Einige wissen ja, dass aus meinem ehemaligen Geschwurbel eine Profession entstand und ich für Firmen im Fertiglautsprechersegment so singende, klingende Quader entwickele. Ab und zu fällt dort auch ein Brosamen ab, das erspart mir das frühmorgendliche Flaschensammeln.

    Eigentlich sollte es ein Gastbeitrag sein, aber das ist ja scheinbar nicht mehr möglich, geht aber auch so. Udo und ich haben keinerlei wirtschaftliche Berührungspunkte, man akzeptiert sich wieder, wie unter großen Buben üblich, er hat auch die Informationen, die den Lustigmachfaktor etwas zurück drängen

    Also, falls ich mal was schreibe, hat das mit absoluter Sicherheit nicht den Hintergrund, Eigenwerbung zu betreiben, ich mache das auch alles immer noch aus Spaß an der Freud. Vielleicht kann ich hier und da einen Tipp geben, habe ja viel dazu gelernt, selbst in meinem Alter noch möglich und auch sinnvoll.

    Also, bis irgendwann dann mal.

    (Neu)Hesse

    PS. SB 23 gibt es in der Urform nicht mehr, also keine Angst vor nervösen Zuständen.

     

  • #41873

    Gipsohr

    …so, kaum ist ein ereignisreiches Jahr vorbei, habe ich doch noch ACLs gebaut.

    Obwohl ich zwischenzeitlich 2-3x bei Udo war hatte ich es nicht geschafft eine ACL-Box bei ihm zu hören.

    Der erste Test, siehe oben, mit dem umgebauten FAST aus der BluesBox, hat mich nicht vom Hocker gehauen. Ich war dem ACL-Prinzip entsprechend kritisch eingestellt. Soll ich’s doch noch mal versuchen? Na gut, die Wohnungsrenovierung war ja abgeschlossen also könnte ich ein paar Stunden  investieren.

    Der RS100 war das erste Versuchskaninchen und steht zwischenzeitlich am Computer.

    Ich hätte wirklich nie gedacht das der Unterschied zwischen der Needle und der ACL soooo groß ist😀. Der Bass ist wirklich erstaunlich. Einbußen anderer Art konnte ich nicht feststellen. Mit Equalizer APO ging es sogar noch ein paar Hertz tiefer oder lauter.

    Nachdem das Versuchskaninchen erfolgreich auf dem Schreibtisch rumhoppelte, ging es an die Bluesbox.

    Mein Doppelfehler beim ersten FAST-Umbau habe ich zwischenzeitlich gefunden. Zu großes BR-Rohr und zu große 1. Kammer. Konnte nicht klingen🙁

    Ich rechnete die Rauminhalte der alten Gehäuse um und sägte die FASTs, diesmal richtig, zu. Alte Streben rausklopfen, 3 Zwischenbrettchen rein, Löcher rein, umstöpseln, fertig.

    Was soll ich sagen, der Tiefgang, den die BluesBox echt vermissen ließ, ist voll da. Ich habe auch das Gefühl das die Räumlichkeit zugenommen hat. Könnte aber auch an meiner Begeisterung liegen.😀

    Auch hier erkenne ich außer der besorgniserregenden Bewegung der Membranen bei basslastiger Musik keinen akustischen Nachteil.

    Tipp an alle Zweifler, BAUEN.

    Seit gestern ist Sie fertigt. In einer Stunde gehen die Boxen zum Probehören zu meinem Kumpel. Ich denke nicht das der die nochmal rausrückt…☹️.

     

     

     

  • #41876

    Udo Wohlgemuth
    Keymaster

    Hallo Achim,

    dann kann der Kumpel doch die Klangbeschreibung zu deinem Baubericht durch eigene Eindrücke ergänzen 😉

    Gruß Udo

  • #41947

    Gipsohr

    Hallo Udo,

    mal hören was er so von sich gibt. Bisher hatte er eine Yama..a 2.1 Soundbar. Ich denke deine Konstruktion könnte etwas besser sein😉

    Grüße Achim

  • #42068

    shamanic

    Servus miteinander,

    ACL benötigt im Gegensatz zu allen anderen Gehäuseformen sehr wenig Dämmstoff.

    Bei mir ist es eine Lage locker reingelegt, Durchgang nach unten offen. Bevor ich nun meine Kisten für Selbstversuche auseinanderschraube, erlaube ich mir eine Frage an alle ACL Besitzer mit sehr viel DIY-Erfahrung hier in der Community…

    Was ist eure Einschätzung? Klanglich ein sehr großes Manko ein ACL-Gehäuse komplett ohne Dämmstoff in der obersten Kammer?

    Alternative… wäre z.B. schwarzer Schaumstoff ebenso zielführend wie klassisches Sonofil?

    Grüße

    Shamanic

  • #42070

    Udo Wohlgemuth
    Keymaster

    Hallo Shamanic,

    bei der Bausatzentwicklung machen wwir uns natürlich auch ein paar Gedanken zur Dämpfung des Gehäuses. Herau kam, dass die obere Kammer mit ein wenig Posterwatte gefüllt werden muss. Wäre Schaumstoff – egal ob schwarz oder rot – besser geeignet, hätten wir ihn als optimale Füllung genannt.

    Gruß Udo

    PS: Ob man einen Unterschied der verschiedenen Dämmstoffe mit zeitlichem Abstand durch Umfüllen wahrnimmt, bezweifel ich. Das gilt auch für den Füllgrad. Etwas mehr oder weniger Watte bringt keine nennenswerte Klangveränderung. Daher geben wir nie in Koordinaten und Milligramm an, wo wieviel Dämmstoff hingehört 🙂

  • #42071

    shamanic

    Hallo Udo,

    meine Fragestellung hat ein Zweck. Alle mir bekannten Gehäuse, ausgenommen ACL werden vollgestopft von mit Sonofil. Daher sind auch alle diese Gehäuse ungeeignet für Bauten aus Glas oder Acryl, mit eben der Ausnahme ACL.

    Hier geht es nur um die oberste Kammer, der Rest bleibt frei. Und sogar dort ist es kaum eine nenneswerte Füllung. Also warum nicht gleich darauf verzichten?

    Meine Gedanken gehen dahingehend, wenn es ohne Füllung tatsächlich nicht geht, mit was kann man das hässliche Sonofil ersetzen damit es optisch ästhetisch wird? Daher mein Vorschlag z.B. schwarzer Schaumstoff…

    Was wäre wenn man z.B.  diese Pyramiden-Schaumstoffmatten auf die Rückwand der ersten Kammer anbringt, so dass der Durchgang nach unten frei bleibt? Sieht bei weitem besser aus in einem transparenten Gehäuse… wie gestopftes Sonofil…

    Ich würde mir schon leichter tun, wenn ich wissen würde, welcher genaue Zweck das Sonofil eigentlich hat, und welchen Einfluss die Positionierung, sowie Wechsel im Material wie Schaumstoffe oder Steinwolle, usw… haben.

    So könnte ich z.B. über eine Vielzahl an Lösungen nachdenken, die optisch ansprechbar sind. z.B. eine plattenförmige steife Dämmung die direkt hinter den Chassis angebracht wird, die optisch wie eine Trennwand ausschaut, aber schalldurchlässig ist.

    Plattenförmige Konstrukte bekommt man auch, wenn sie in einen Rahmen eingefasst werden, z.B. gewebter Akustikstoff in einem Spannrahmen gespannt, dieses innen schräg stehend in’s Gehäuse geklemmt, hinter den Chassis…

    Ich denke das gibt’s spannende Sachen die zu einer edlen Optik führen in einem transparenten Gehäuse… aber nur wenn man die Funktion der Dämm-Geschichte genau kennt…

    Grüße

    Shamanic

  • #42074

    Udo Wohlgemuth
    Keymaster

    Hallo Shamanic,

    aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass Schaumstoffe kaum die gewünschte Wirkung haben, weil in ihnen die Reibungsverluste zu gering sind. Das Optimum zu finden, erfordert ein mehrjährige Forschung an notfalls sogar abwegigen Materialien, die man dafür niemals in den Sinn bekommen hätte. Wenn du ein durchsichtiges Gehäuse bauen willst, hat du eher schon einen Schritt in die falsche Richtung gemacht. Thermoplasten sind nur wenig als Baustoff geeignet, bei der MiniACL wär das wegen der geringen Größe und Bassgewalt aber kein ausbremsendes Hindernis. Ob du sie auch ohne Watte oder Vergleichbares anhören kannst, musst du austesten. Das gilt auch für alle Materialien und deren Füllgrade, die du einsetzen magst. Siehe dazu auch in den Grundlagen den Artikel zur Gehäusedämmung.

    Gruß Udo

  • #42075

    shamanic

    Hallo Udo,

    “Wenn du ein durchsichtiges Gehäuse bauen willst, hat du eher schon einen Schritt in die falsche Richtung gemacht.”

    Warum bitte?

    Google mal nach “Waterfall Lautsprecher”… ich weiß zwar nicht wie sie klingen, aber sie sehen jedenfalls Hammer aus.

    greez

    Shamanic

     

    • #42076

      LianenSchwinger

      Hallo Shamanic,

      wie man auf den Bildern bzw. Schemazeichnungen sieht sind die einzelnen Chasis aber auch gekapselt.

      siehe https://www.hifitest.de/test/bildergalerie/lautsprecher_stereo/waterfall_audio-victoria_7917/4

      Untertext: In dieser Schnittzeichnung lässt sich die direkt hinter den Membranen eingesetzte Bedämpfung der Chassis erkennen

      G Jörg

      • #42079

        shamanic

        Hallo Jörg,

         

        das habe ich schon verstanden. Die Chassis werden von Waterfall auch selbst entwickelt und gebaut. Man sieht auch keine Verkabelung oder Frequenzweiche.

        Grundsätzlich sollte es nur als Anschauungsbeispiel für Udo herhalten, um ihm zu zeigen dass ich gläserne Gehäuse gar nicht so abstoßend finde.

        Sein Antwort-Post zeigt mir jedoch, er ist nicht für gläserne Särge zu begeistern… 😉

        Greez

         

  • #42078

    Udo Wohlgemuth
    Keymaster

    Hallo Shamanic,

    über Geschmack streite ich nicht, doch hier ist noch mehr falsch gemacht worden, als man sich in den schlimmsten Alpträumen denken kann. Sieh dir nur mal den Frequenzschrieb an, den die Kollegen von der Zeitschrift schon mit eher vergebener Liebesmüh aufgehübscht haben. Wahrscheinlich hat man in das “Kunstobjekt” nur deshalb Lautsprecher reingeklebt, weil man sonst keinen sinnlosen Verwendungszweck für die hässliche Kiste hatte. Eigentlich waren wohl eher LED’s vorgesehen, doch dafür hat der Erbauer der Plastikbüchsen wohl keinen Käufer gefunden 😉

    Gruß Udo

    PS: Bitte nicht falsch verstehen: Erlaubt ist, was gefällt. Und wenn es Käufer gibt, die damit tatsächlich gern ihre Musik hören, wurde alles richtig gemacht.

    • #42080

      shamanic

      Ich kann nichts dafür Udo… ich finde gläserene Gehäuse optisch einfach geil… aber nur wenns aufgeräumt wirkt. Kabelsalat und lieblos reingestopftes Sonofil gehn da gar nicht.

      Aber wenn man die Technik sieht, auch die Weiche, alles aufgeräumt wirkt… kommts schon geil… schwebende Chassis… ist doch cool…

      Mir gefallen auch gläserne Verstärkergehäuse oder Plattenspieler aus massivem Glas…

       

       

  • #42082

    Udo Wohlgemuth
    Keymaster

    Hallo Shamanic,

    ich finde gläserene Gehäuse optisch einfach geil

    dagegen hab ich auch gar keine Einwände. Wat dem ein sein Uhl, is des anderen Nachtigall 😉

    Gruß Udo

     

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