Home › Foren › Gehäuse- und Weichenbau › Gehäuseprinzip "ACL" verstehen und anwenden › Antwort auf: Gehäuseprinzip "ACL" verstehen und anwenden
Udo,
Deine pragmatische Herangehensweise und Dein Statement gehen für mich völlig in Ordnung. Du verdienst ja auch Dein Lebensunterhalt damit und musst auf Deine persönliches Preis/Leistungsverhältnis schauen. Daher ist die weiter oben schon getroffene Aussage “eine Hausfrau hat sowas im Gefühl” aus Deiner Sicht sehr nachvollziehbar.
Aus den entsprechenden Bauberichten wissen wir ja alle, dass die ACL eine Zufallsentdeckung war, was die Leistung nicht nicht schmälern soll, und die Erfahrung scheint ebenfalls zu zeigen, dass das System sehr robust ist, wenn man die Leitplanken nicht zu weit steckt. Die letzten 10% sind eben die Aufwändigsten und aus kommerzieller sicht reichen vielleicht auch 90, wenn man einen unique selling point hat.
Wir als Hobbyisten können und wollen es uns eben leisten, hier und da ein wenig zu tweaken, wie es neudeutsch so schön heißt, und zu tunen. Denn wenn ich schon knappe 900€ pro Seite allein für Chassis investiere (Hypex Modul mal nicht gerechnet!), soll das ganze auch nahe am – persönlichen – Optimum operieren (innerhalb der selbst gesteckten Designgrenzen, s.o.).
(Daher auch die Idee mit den “drone cones”, um das Ganze notfalls sehr tief abstimmen zu können, ohne mit den sonst notwendigen Rohrlängen in Geometrisch nicht darstellbare Bereiche vordringen zu müssen. Ganz abgesehen von meiner optischen Antipathie gegen BR-Rohre)
Mir ist auch klar dass ich um den Bau mindestens eines Testgehäuses nicht herum komme um rudimentäre Messungen zu machen. Aber das würde ich dann gerne für Parameter Studien nutzen, muss mir aber vorher Gedanken machen, welche dieser Parameter Sinn machen.
Wahrscheinlich könnte man auch die Kammeranzahl und -größe variieren. Wenn die oben genannte Theorie stimmt, wäre das Optimum theoretisch bei unendlich vielen Kammern, die Unendlich klein wären. Ist aber nicht baubar und würde in meinem Bauchgefühl schon den Übergang zum Viertelwellenrohr darstellen, wo Feder(n) und Masse(n) “verschmelzen”. Die ACL scheint performanter zu sein und stellt hier mit 3+1 Kammern vermutlich ein pragmatisches Optimum hinsichtlich Baubarkeit vs. Anzahl der Stützstellen (Eigenfrequenzen) dar.
Oben hat sich übrigens ein Fehler eingeschlichen: bei dem Verhältnis der virtuellen Massen meinte ich 1:1:1:x . Hier kann man schön und mit wenig Aufwand mit dem Holz spielen. Beim rumsimulieren bin ich übigens inzwischen bei 3:2:1:12 auf eine sehr schöne Verteilung der Frequenzstützstellen gekommen. Die kleinste oberste Öffnung würde dann die oberste Kammer vielleicht noch besser von dem restlichen Geschehen entkoppeln, was die Treiber noch mehr “schützte”.
Daher sind weitere Kommentare mehr als erwünscht.
VG
Arnd